Der Uhrmacher in der Filigree Street

Gesprochen von Jonas Minthe
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Erscheinungstermin 17.09.2021 | Archivierungsdatum 30.11.2021

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Zum Inhalt

London, Oktober 1883. Eines Abends kehrt Thaniel Steepleton, ein einfacher Angestellter im Innenministerium, in seine winzige Londoner Mietwohnung heim. Da findet er auf seinem Kopfkissen eine goldene Taschenuhr. Es ist ihm ein Rätsel, was es mit ihr auf sich hat. Sechs Monate später explodiert im Gebäude von Scotland Yard eine Bombe. Steepleton wurde gerade rechtzeitig gewarnt, weil seine Uhr ein Alarmsignal gab. Nun macht er sich auf die Suche nach dem Uhrmacher und findet Keita Mori, einen freundlichen, aber einsamen Mann aus Japan. So harmlos Mori auch scheint, eine Kette von unheimlichen Ereignissen deutet schon bald darauf hin, dass er etwas zu verbergen hat ...

London, Oktober 1883. Eines Abends kehrt Thaniel Steepleton, ein einfacher Angestellter im Innenministerium, in seine winzige Londoner Mietwohnung heim. Da findet er auf seinem Kopfkissen eine...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hörbuch, Ungekürzt
ISBN 9783833743696
PREIS 22,00 € (EUR)
DAUER 11 Stunden, 52 Minuten, 18 Sekunden

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Natasha Pulley entfacht in „Der Uhrmacher in der Filigree Street“ ein viktorianisches Verwirrspiel um Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit. Was Äther und Uhrwerke damit zu tun haben, hat LiteraTüren recherchiert. Äther und seine Bewegungen Als Äther bezeichnete man im 19. Jahrhundert die Masse jenseits der Lufthülle der Erde. Das Dasein des Äthers zu beweisen versucht Grace, eine junge Dame aus adligem Haus. Grace Erzählstrang trifft zu einem späteren Zeitpunkt im Hörbuch auf jenen von Thaniel Steepleton, dem eigentlichen Protagonisten. Das Hörbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman von Natasha Pulley. Thaniel, dessen seltsamer Vorname daher stammt, dass sein Vater Nat hieß, ist Telegraf im Außenministerium. Japanische Barone und Uhrwerke Auf mysteriöse Weise gelangt Thaniel in den Besitz einer wertvollen Taschenuhr, die ihn vor einem Bombenattentat bei Scotland Yard warnt und ihm auf diese Weise das Leben bewahrt. Sofort nach der Explosion sucht Thaniel den Macher der Uhr auf, der in der Filigree Street lebt. Es handelt sich um Keita Mori, einem japanischen Baron, der seit einiger Zeit als Uhrmacher in London lebt. Er wohnt mit einem mechanischem Oktopus zusammen, der aus Uhrwerken zusammengesetzt ist. Thaniel zeiht in Moris Gästezimmer ein. Wer die Zukunft kennt, braucht die Gegenwart nicht zu fürchten Mori ist ein seltsamer Mensch. Während Thaniel im Zuge der Ermittlungen zum Bombenattentat einer anderen Abteilung zugewiesen wird, erhärtet sich der Verdacht gegen Mori. Grace und Thaniel lernen sich kennen und beschließen zu heiraten. Welche Rolle wird Mori bei dieser Verbindung spielen? Kann er wirklich in die Zukunft sehen? Raffiniert kombiniert Natasha Pulley gelingt mit „Der Uhrmacher in der Filigree Street“ ein raffiniertes Katz- und Maus-Spiel, an dessen Ende nicht mehr klar ist, wer die Maus und wer die Katze ist. Jonas Minthe setzt die phantastische Geschichte über Engländerinnen und Engländer, Japanerinnen und Japaner in einem viktorianischen London grandios um. Natasha Pulley: Der Uhrmacher in der Filigree Street Jumbo Verlag 2021 Gesprochen von Jonas Minthe Hörbuch

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„Der Uhrmacher in der Filigree Street“ ist ebenso faszinierend wie schwer zu „greifen“ – warum? Beginnen wir mit einer Handlungsskizze: Wir befinden uns im viktorianischen England, wo Thaniel Steepleton in seiner neuen Wohnung eine Taschenuhr findet, die ihn sechs Monate später vor einem auf Scotland Yard verübten Bombenanschlag warnt. Nun steht Thaniel vor einem Haufen Fragen: Was hat es mit der Uhr auf sich, wer steckt hinter dem Anschlag auf Scotland Yard, wer hat die Uhr in seiner Wohnung zurückgelassen? Deshalb macht er sich auf die Suche nach dem Uhrmacher und begegnet so dem japanischen Uhrmacher aus der Filigree Street sowie der Wissenschaftlerin Grace – doch damit tun sich die nächsten Herausforderungen für Thaniel auf. Kommen wir zurück auf die Frage, warum die Geschichte schwer zu greifen sei: Das Buch dürfte zum Fantasy-Genre gehören, hat durch die historischen Bezüge in die viktorianische Zeit und Grace‘ Experimente Steampunk-Anteile, natürlich geht es auch um die Aufklärung des Geheimnisses der Uhr bzw. des Uhrmachers, sodass auch Krimi-Elemente ins Spiel kommen und weil so manches von dem, was da um den Uhrmacher herum geschieht „unheimlich“ ist, sind wir bei der Mystik, naja, belassen wir es bei Fantasy … aber: Das liest sich sehr gut! Die Mischung funktioniert einfach, zumindest für Leute, die die jüngeren Holmes-Filme mit Cumberbatch oder Downey jr. mochten. Natasha Pulley schnappt sich ihre Leser bzw. Hörer, setzt sie in die Geschichte rein und dort schaut man sich quasi staunend um in diesem von ihr geschaffenen Paralleluniversum. So beobachtet man dann die Wandlung des braven Beamten Thaniel zu einem regelrechten Abenteurer. Diesen wilden Ritt mit stets neuen Wendungen und Überraschungen gestaltet Pulley für den Leser bzw. Hörer mit einer flüssig les- bzw. hörbaren Sprache, die aber auch nicht zu seicht ist. Für den Sprecher Jonas Minthe vermutlich einerseits ein schwieriges Unterfangen (Hörer nicht abhängen) und andererseits ein gefundenes Fressen (so viele Gestaltungsmöglichkeiten). Auf jeden Fall ist seine Stimme angenehm und er haucht der Geschichte Leben ein. Lediglich beim Ende könnte man sich fragen, ob es stimmig ist, aber dazu muss man die Lektüre wohl eine Weile sacken lassen. Klare Hörempfehlung!

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Zum Inhalt: Dieses Buch dreht sich um eine rätselhafte Uhr und die Ereignisse, die sich darum herum ereignen. Es kommt den Leser mit auf eine Tour durch das viktorianische England und das Japan des 19. Jahrhundert. Es ist eine bunter Genre-Mix, auf den man sich einlassen muss. Meine Meinung: Ich bin mir nicht so sicher, wie ich das Buch gefunden hätte, wenn ich es gelesen hätte. Als Hörbuch konnte ich mich aber sehr gut auf diese wirklich fantastische Geschichte einlassen, die ein bunter Genre-Mix ist und man oft Mühe hat, der Geschichte zu folgen. Bei einem Hörbuch fällt es mir eindeutig leichter mich auf schwierigere Geschichten einzulassen und immer wieder in die Geschichte hineinzu finden. Sehr gut fand ich den Sprecher, der eine sehr angenehme Stimme hatte und auch sehr gut liest. Fazit: Bunter Genre-Mix

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Eine sehr angenehme ruhige Story. Die Protagonisten waren sehr gut gezeichnet, man konnte mit ihnen mitfühlen und deren Handlungen nachvollziehen. Ich persönlich bin kein Fan von Lovestorys, aber diese hier hat sogar mein Herz berührt. Sie ist so sanft und fällt nicht auf. Von dieser Entwicklung war ich sehr überrascht, das habe ich so nicht kommen sehen. Aber im Nachhinein betrachtet war es aber eine völlig logische Reaktion und Entwicklung. Mich beeindruckten die vielen unterschiedlichen Zwischenmenschlichen Beziehungen, es gab so viele. Zwischen Respekt, Freundschaft, Hass, Verachtung, Liebe, tiefe Verbundenheit, und vieles mehr ist alles vorhanden. Diese grosse Palette so darzustellen ist sehr beeindruckend. Auch der Fall als solches ist sehr interessant, ich bin recht spät drauf gekommen was der Täter und die Motive sind. Ein spannendes und zeitgleich ruhiges Buch, von Anfang bis zum Ende. Nur zu empfehlen.

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Es fiel mir erst schwer, in die Geschichte zu finden. Das lag auch an der sehr ruhigen Art des Sprechers. Im Lauf der Handlung passt diese Lesart aber gut zur Handlung. Der großartige, feine Schreibstil und die angenehme Stimme des Sprechers haben mich aber so in den Bann gezogen, dass ich nicht aufhören konnte. Das Fantasy-Element ist nicht im Vordergrund, bestimmt aber den Takt des Buches. DIe Handlungsstränge, die nach und nach zusammen laufen, sind gut durchdacht. Zum einen ist da ein japanischer Adliger, der aus Leidenschaft (aber nicht nur) in London dem Uhrmacherhandwerk nachgeht, ein britischer Beamter und eine junge, selbstbestimmte Frau, die stark wissenschaftlich und weniger an gesellschaftlichen Konventionen interessiert. Der Titel ergibt eine stimmungsvolle Gesamtkomposition, die mir sehr gefallen hat. Auch weil es mal ein interesannter, neuer Plot ist.

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Ein bisschen Sherlock-Feeling, eine Prise Fantasy, ein Schuss Steampunk und das Ganze im viktorianischen London. Klingt gut? Ist es auch. Thaniel Steepleton ist ein langweiliger Angestellter ohne Sozialkontakte, der seine Schwester finanziell unterstützt und seine Leidenschaft für’s Klavierspiel schon vor Jahren begraben hat. Sein Leben könnte noch fünfzig Jahre so ereignislos weitergehen, würde nicht eines nachts bei ihm eingebrochen. Doch anstatt ihn auszurauben, hinterlässt der “Dieb” eine Taschenuhr, die Thaniel sechs Monate später während eines Bombenanschlags mit ihrem durchdringenden Alarm das Leben rettet. Und damit kommt die Handlung ins Rollen. Thaniel macht den Hersteller der Uhr, den Japaner Keita Mori ausfindig. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft - und das obwohl das Außenministerium Thaniel anheuert, um Beweise zu finden, dass Mori die Bombe gebaut hat. Thaniel wird Untermieter bei Mori, findet dessen mechanischen Oktopus ständig in seinen Schubladen wieder, lernt Japanisch, trinkt mit Mori Tasse um Tasse Tee und findet schließlich sogar zurück zu seiner Leidenschaft, der Musik, zurück. Der Roman lebt davon, dass man als Leser diese beiden Figuren spannend und faszinierend findet, denn der Bombenanschlag vom Anfang ist größtenteils eine falsche Fährte. Man hat es hier mitnichten mit einem Krimi zu tun, auch wenn dieses Rätsel am Schluss (recht leidenschaftslos) gelöst werden wird. Vielmehr hat Natasha Pulley eine Charakterstudie geschrieben. Der Roman ist langsam, allerdings im besten Sinne. Wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen, hält Pulley eine Welt bereit, in die man bis über die Haarspitzen eintauchen kann - ein Roman zum schmökern, versinken, genießen. “Der Uhrmacher in der Filigree Street” ist der Auftakt zu einer Romanreihe, bei der zumindest ich auch zukünftig dabei sein werden.

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Dieses Hörbuch ist ungewöhnlich und verlief nicht so wie erwartet, bot mir jedoch eine gute Geschichte. Was genau ich meine erkläre ich dir unten im Text. Meine Meinung zur Geschichte: Von diesem Buch las ich immer wieder auf Social Media. Es tauchte ständig in meiner Timeline auf und weckte damit mein Interesse. Als ich das Hörbuch auf Netgalley sah, griff ich schließlich zu und bekam die Möglichkeit in die Geschichte einzutauchen. Nastasha Pulley hat einen direkten Schreibstil, der unverblümt beschreibt, was vor sich geht. Ich hatte sofort Bilder vor Augen und konnte dem Geschehen in Gedanken folgen. Ihre schlichte Erzählform führte mich zurück ins viktorianische Zeitalter im 19. Jahrhundert. Dort fand ich mich schnell zurecht und sah mich zwei Handlungssträngen gegenüber. Einer drehte sich um Thaniel Steepleton und ich mochte den einfachen und geradlinigen Mann sofort. Erste lockere Spannung kam mit dem Auftauchen der Uhr in das Geschehen. Der weitere Verlauf schritt schnell voran und brachte Thaniel zum Uhrmacher. Ich muss gestehen, dass ich anfangs nicht wusste, was ich von Keita Mori halten sollte. Er kam mir sofort eigen vor und irgendwas Seltsames umgab ihn. Für kurze Zeit gab es Rückblicke in sein Leben vor London, die mir Aufschluss gaben. Im zweiten Handlungsstrang ging es um Grace. Bei ihr begann ich mich zu fragen, warum ich aus ihrer Sicht las. Ihr Leben war ganz anders, als das von Thaniel. Sie stammte aus der oberen Schicht und litt gleichzeitig unter den Regeln für Frauen, die ihnen vieles allein untersagten. Dennoch war sie eine freiheitsdenkende und freiheitsliebende Frau, die ihre eigenen Pläne und Vorstellungen hatte. Einer ihrer Freunde war mir trotz hochgestochener Art sofort sympathisch. Irgendwann wurde mir schließlich klar, warum ich sie kennenlernte. Ihre Handlung kreuzte später jene von Thaniel. Bald darauf kam es zu neuen Wendungen. Während all das geschah ging die Suche nach dem Attentäter weiter. Für Thaniel änderte sich sein ganzes Leben nach und nach. Über Keita Mori erfuhr ich Kapitel für Kapitel mehr. Schon früh wusste ich über sein Können Bescheid, konnte jedoch nicht alle Verbindungen ziehen. Oft blieben mir Vermutungen, die sich bestätigten. Irgendwie war es verwirrend und doch verstand ich was vor sich ging. Gegenwart und Zukunft sind eben kompliziert. Mein liebstes Element der ganzen Geschichte war der kleine Oktopus. Er brachte mich immer wieder zum Schmunzeln. Zudem fand ich Moris Konstruktionen genial und faszinierend. Bald rückte das Ende des Hörbuches immer näher. Es geschah einiges, dass ich nicht erwartet hatte. Besonders in Bezug auf Grace. Ich fand ihr Handeln falsch und doch konnte ich sie irgendwie verstehen. Mit der Wahl ihrer Mittel ging sie in meinen Augen zu weit. Nachdem ich nun alle Zusammenhänge kenne, bin ich mir sicher, dass nur wenige Leser dem rechtzeitig auf die Spur kommen werden. Bei mir jedenfalls kam das Begreifen gerade noch rechtzeitig. Die letzten Hörminuten brachten mich zum Schmunzeln. Das Buch wurde in passender und schöner Form abgeschlossen. Auf diese Weise gab es ein unterwartetes Happy End für beide oder sollte ich sagen alle drei? Für mich ist dieses Hörbuch eine Mischung aus Fantasy, Mystery, Steampunk und Krimi. Es finden sich aus all diesen Genres Elemente in der Geschichte. Meine Meinung zum Sprecher: Am Anfang musste ich mich an das Vorlesen von Jonas Minthe gewöhnen. Er hat eine ruhige und neutrale Art den Text zu lesen und brachte nur wenige Emotionen ein. Doch irgendwann verschmolz er mit der Geschichte und wurde eins damit. Im Nachhinein würde ich gar keinen anderen Sprecher für die Geschichte wollen. Je mehr das Geschehen voranschritt, umso mehr Gefühl brachte er in den passenden Momenten ein. Mein Fazit: Die Geschichte um den Uhrmacher aus der Filigree Street verlief ganz anders, als ich erwartete hatte. Dennoch begeisterte sie mich mit ihren Figuren, den Fähigkeiten und den Story-Elementen. Mehr und her kristallisierte sich die Welt heraus und wer Keita Mori war. Der Verlauf war teilweise ruhig, doch kamen auch Wendungen, die wieder Spannung brachen. Thaniel und Grace hatten durch ihre eigenen Handlungsstränge Tiefe, die sich irgendwann verbanden. Der Fall um die Bombe im Yard floß die ganze Zeit im Hintergrund mit, bis die Wahrheit ans Licht kam. Grace brachte die größte und entscheidendste Wendung von allen. Niemals hätte ich mit dem Ausgang des Buches gerechnet, obwohl ich vorher mit vielen Vermutungen richtig lag. Zu guter Letzt konnte ich schmunzeln und mich über das stimmige Ende freuen. Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

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Thaniel Steepleton führt ein geordnetes, sicheres und überschaubares Leben als Telegraphist im britischen Innenministerium. Für größere berufliche und sonstige Ambitionen hat er ein paar falsche Abzweige genommen, aber mit ein bisschen Glück und Durchhaltewillen könnte er bald stellvertretender Bürovorsteher werden - denn er ist verdammt gut als Telegraphist. Es lässt sich schnell erahnen, dass mehr in diesem jungen Mann steckt, der im viktorianischen London versucht, sich und seine verwitwete Schwester finanziell abzusichern. Zumindest ging es mir so - und damit war ich jedenfalls schneller als der Protagonist, der erst einige Anstöße braucht, ehe er sich selbst und seinem Potential vertraut. Dieses Wachsen der Figur des Thaniel Steepleton war ein besonderer Reiz, der Geschichte zu folgen, die mehrere auf einen Kulminationspunkt zulaufende Handlungsstränge vereint. Mir gefällt dabei besonders, dass Natasha Pulley es schafft, mit Keita Mori eine zwar überlegenen Mentorenfigur zu schaffen, ihn aber gleichzeitig zerbrechlich und anfällig zu gestalten. Das hat mir sehr gefallen und macht einen großen Teil des besonderen Reizes dieses Werks aus - denn »Mentor begleitet Schüler bei Aventüre, damit dieser seine Bestimmung findet« ist ein sehr altes Erzählmuster und sie bricht das sehr angenehm auf. Wie ihr überhaupt die Figuren sehr gut gelingen, es sind sehr plastisch gezeichnete, lebensnahe Menschen, alle mit ihren ganz eigenen Motiven, Fähigkeiten und Unfähigkeiten. Dass sie es nebenbei noch schafft, die zahlreichen Uhrwerke und Maschinen mit so viel Liebe zum Detail zu schildern, dass sie geradezu lebendig wirken, ist mehr als nur ein i-Tüpfelchen. Hier gibt es einen warmherzigen, spannenden, gut erzählten Roman zu entdecken. Jonas Minthe überträgt mit seiner warmen Stimme und seiner vielfältigen, an Person und Erzähltempo angepassten Lesung die Stimmung des Romans perfekt in das Hörbuch.

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Was mir gefallen hat: Der Roman ist einfach etwas ganz Besonderes und ich hatte seit Längerem nicht mehr so viel Spaß. Die Verknüpfung von Japan und viktorianischen London gelingt der Autorin meisterhaft. Es ist sehr interessant, wie Thaniel sich verändert und langsam auch wieder mehr Freude am Leben zurückgewinnt und nicht einfach nur mehr oder weiniger existiert. Mori war ein durchweg faszinierender Charakter. Obwohl Grace nicht die sympathischste Person ist, sind ihre Kapitel doch immer interessant und man kann gut nachvollziehen, wie sie aus ihrer Perspektive ihr Verhalten als logisch erscheint. Was mir nicht gefallen hat: Nichts 😁 Das Hörbuch: Der Sprecher ist sehr angenehm und es war eine Freude das Hörbuch anzuhören. Fazit: Ein herrausragendes Buch, das jedem zum Lesen empfehlen kann. Allerdings würde ich das Buch nicht unbedingt als Fanatsy verbuchen.

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Unglaublich faszinierende Geschichte über einen genialen japanischen Uhrmacher - die sich in verschiedenen Welten bewegt. Dem alten Japan, dem viktorianischen London wie auch dem genialen Zusammenspiel zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wir haben hier einen Genre-Mix aus Historie, Mystery, Roman, Krimi wie auch Science Fiction. Dieser skurrile aber auch absolut geniale Mix schafft ein raffiniertes Buch, das ich in dieser Art schon lange nicht mehr gelesen habe. Die Charaktere sind allesamt ganz besonders. Der Sprecher mit seiner angenehmen ruhigen Art nimmt einen in kürzeseter Zeit in die verschiedenen Welten mit und lässt einen in die Story eintauchen. Genial geschrieben und macht absoult Spaß! Klare Kauf und Lese-/Hör-Empfehlung!!

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Eine tolle und sehr einzigartige Geschichte! Ich mag den "historiischen" Aspekt der Geschichte. Das London vom damals wirkt sehr authentisch und die Charaktere verhalten und sprechen auch zeitgemäß, was mir in solchen Fällen immer sehr wichtig ist. Das Hörbuch ist toll vertont und war ein echter Hörgenuss :-)

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Eine mitreißende phantastische Geschichte im viktorianischen England und Japan des 19. Jahrhunderts.

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