Wir sind schließlich wer

Roman

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Erscheinungstermin 04.11.2021 | Archivierungsdatum 01.05.2022

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Zum Inhalt

Landadel verpflichtet - Anne Gesthuysen erzählt in ihrem neuen Roman mit unvergleichlichem Witz, großer Herzenswärme und Feingefühl von einer Familie, die sich erst verlieren muss, um sich zu finden.

Von einer jungen Pastorin am Niederrhein, die ihre Gemeinde aufmischt, vom Aufwachsen zweier ungleicher Schwestern in Adelskreisen und vom Mut, den es braucht, ein Leben selbst zu gestalten, wenn alles vorherbestimmt scheint. Die Bürger der Gemeinde Alpen sind skeptisch, als Anna von Betteray die Vertretung des erkrankten Pastors übernimmt. Schließlich ist sie geschieden, blaublütig, mit Mitte dreißig viel zu jung für den Posten und eine Frau. Der einzige Mann an ihrer Seite: ihr Hund Freddy.

Während Anna versucht, ein dunkles Kapitel ihrer Vergangenheit zu bewältigen und die Gemeinde behutsam zu modernisieren, gerät das Leben ihrer Schwester Maria komplett aus den Fugen. Ihr Mann wird verhaftet, kurz darauf verschwindet auch noch ihr Sohn. Ausgerechnet sie, die in den Augen der standesbewussten Mutter die Vorzeigetochter war, die auf Schützenfesten zur Königin gekrönt wurde und einen Grafen heiratete, während Anna mit schmutzigen Hosen im Stall spielte und sich in die falschen Männer verliebte.

Erst in der Not überwinden die Schwestern ihre Gegensätze – und erhalten Unterstützung von überraschender Seite. Denn wenn es darum geht, einen kleinen Jungen zu finden, halten die Alpener fest zusammen. Und allen voran: Ottilie Oymann aus dem Seniorenstift Burg Winnenthal!

Landadel verpflichtet - Anne Gesthuysen erzählt in ihrem neuen Roman mit unvergleichlichem Witz, großer Herzenswärme und Feingefühl von einer Familie, die sich erst verlieren muss, um sich zu finden.

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Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462054088
PREIS 22,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Sehr berührender Roman Anna, eine junge Pfarrerin, entstammt einer alten Adelsfamilie, dies ist ihr im Gegensatz zu ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester Maria jedoch nicht wichtig. Die Schwestern verstanden sich nie so richtig, doch plötzlich muss Anna Maria zur Seite stehen, denn deren Leben bricht zusammen: ihr Ehemann Gottfried wird wegen Kapitalvergehen verhaftet, und ihr 11jähriger Sohn Sascha wird entführt .... Die Familie steht kopf. Dieser Roman hat mich sehr berührt. Er ist toll geschrieben, der Plot ist mitreißend und die Personen sind so authentisch, dass man sie aus dem wirklichen Leben zu kennen glaubt. Da ist zunächst einmal Anna, die Schlimmes mitgemacht hat, ehe sie ihre neue Pfarrerstelle antritt (Einziger Wermutstropfen: ich hätte gerne mehr erfahren über die Tragödie, die Anna widerfahren ist). Sie versteht ihre snobbistische Schwester nicht, versucht ihr aber dennoch beizustehen. Auch Mechthild, die Mutter, ist ein Original. Sie möchte ihre Kinder gerne mit anderen Adeligen verkuppeln, da sie sich als etwas Besseres sieht. Trotzdem stellt sich heraus, dass sie das Herz auf dem rechten Fleck hat. Genauso ergeht es dem Leser mit vielen anderen Persönlichkeiten aus dem Dorf - sie sind neugierig und übergriffig und mischen sich in alles ein, trotzdem sind sie bei Not am Mann zur Stelle. Absolutes Highlight des Buches ist die 90jährige Tante Ottilie, die auf den Adelsstand und Konventionen pfeift und durch ihr frisches, humorvolles Wesen alle in den Schatten stellt. Das Buch trägt eine klare Botschaft in sich, nämlich dass Zusammenhalt über alles geht.

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Anna von Betteray ist Pastorin und soll den erkrankten Pfarrer von Bebber am Niederrhein vertreten. Ihre Gemeinde sieht ihr skeptisch entgegen, sie ist eine Frau, geschieden, mitte dreißig und eine von und zu. Dann ist da noch ihre streng katholische Familie, die in der Nähe lebt und nicht versteht wieso sie eine evangelische Pastorin geworden ist. Als sie mit ihrem Hund Freddy zum Geburtstag ihrer Mutter Mechthild fährt, trifft sie auf ihren Neffen Sascha mit dem sie ein Herz und eine Seele ist. Ihre Schwester Marie und die Mutter von Sascha ist adelig verheiratet und immer tadellos gekleidet. Wir sind schließlich wer, sagt ihre Mutter bei jeder passenden Gelegenheit. Als Gottfried, Maries Ehemann, wegen krummer Finanzgeschäfte verhaftet wird und das ganze Dorf Zeuge wird, verschwindet Sascha kurze Zeit später. Wird Anna ihren Neffen finden? Das Cover des Buches zeigt zwei junge Mädchen, die wohl die sehr unterschiedlichen Schwestern darstellen sollen. Der Titel spricht für sich. Die Handlung gibt die typischen Konflikte einer vornehmen Familie wieder. Sie ist sehr warmherzig und humorvoll geschrieben. Man sieht die Personen und Situationen förmlich vor sich. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

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Was für ein Vergnügen! Man lacht, man amüsiert sich, man schmunzelt und empört sich über die engstirnig, aber auch herzlichen Familienmitglieder, die skurrilen Vorurteile der Dorfgemeinschaft und ihre fantasievolle Gerüchteküche. Für mich bisher das beste Buch der Autorin!

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Anna und Marie sind Schwestern aber so verschieden wie Tag und Nacht. Dies zieht sich durch Generationen, dieses Wissen ist aber nicht hilfreich. Während Marie, die Wunschprinzessin ihrer Mutter ist, hat Marie ein Wildfang es mehr mit dem Vater. Die beiden haben noch viel ältere Brüder die aber durch den großen Altersunterschied im Leben der beiden keine große Rolle spielen. Auch als Erwachsene gibt es kaum Gemeinsamkeiten. Während Marie standesbewusst einen Grafen geheiratet hat, ist Anna geschieden und evangelische Pastorin geworden und dass mit einem erzkatholischen, blaublütigen Elternhaus. Während Maries Leben sich zu einer Katastrophe entwickelt, gibt es für Anna nach einem schrecklichen Erlebnis einen neuen Anfang. Als Vertretung des Pastors in einer ländlichen Gemeinde muss sie sich mit den konservativen Mitgliedern auseinander setzen. Die beiden Frauen und ihre jeweiligen , Lager sind dermaßen gegensätzlich das man wie beim Tennis hin und her schaut. Eigentlich möchte man Partei ergreifen, aber dann geschieht etwas bei den anderen das man so das auch wieder dort zuhalten möchte. Sie sind nicht böse zueinander, sondern helfen im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Da ist Anna klar im Vorteil, sie kann Leid aushalten, nicht nur ihr eigenes sondern auch das von anderen. Die ideale Voraussetzung für ihren Beruf. Die Frauen spielen in diesem Roman die Hauptrolle, die Männer sind schmückendes Beiwerk. Jede ist für sich ist ein Einzelwesen, mit vielerlei Facetten ausgestattet, dass es faszinierend ist das Geschehen zu verfolgen. Sie sind nicht nur Mutter, Tante, Schwester, Tochter oder Pastorin, sie sind Frauen mit anerzogenen Denkweisen, die eine akzeptiert diese Grenzen, die andere rebelliert. Die Darstellung wie die Schwestern einerseits versuchen die andere zu verstehen oder sogar beneiden, ist überzeugend dargestellt. Durch das Leid in diesem Buch ist es eine sehr traurige Geschichte, aber immer wieder gibt es einen Lichtblick der mich als Leserin zum lachen brachte. Freud und Leid liegen trotz allem dicht beieinander.

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Pastorin Anna von Betteray übernimmt vertretungsweise eine Pfarrstelle in ihrer ehemaligen Heimatgemeinde. Mit gemischten Gefühlen begegnet sie als buchstäbliches enfant terrible sowohl ihrer standesbewußten adligen Familie als auch den Dorfbewohnern deren Anerkennung Dank hemmungslosen Klatschs und Tratschs in der eingeschworenen Gemeinschaft noch in weiter Ferne scheint. Einzig in ihrer hochbetagten und sehr lebensklugen Großtante, wie sie selbst ein eher unangepasstes Mitglied der Familie, findest sie eine Verbündete. Als Annas Schwager wegen Steuerhinterziehung verurteilt wird, droht das wohlgehütete Familienidyll der von Betterays jedoch zu zerbrechen. Und so muss die in den Augen vieler Gemeindemitglieder alles andere als standesgemäße Pastorin nicht nur um ihr eigenes Ansehen kämpfen, sondern sieht sich auch gezwungen, ihrer dünkelhaften älteren Schwester und deren kleinem Sohn beizustehen, die der Situation in kleinster Weise gewachsen sind. Spannend und mit viel Witz, Lokalcolorit und Ironie nimmt Anne Gesthuysen auch hier wieder das Leben am Niederrhein auf`s Korn , blickt hinter die Fassade der wohlsituierten „Von-und - Zu“ - Gesellschaft, in der Probleme gerne mal unter den Teppich gekehrt oder aber mit einem „Fisternölleken“, also einem Schnäpschen auf den Schreck, gelöst werden. Doch obwohl immer klar ist, dass weder das eine noch das andere zur wirklichen Problemlösung taugt, steht am Ende die Botschaft, dass auch große Lebenskrisen trotz aller Differenzen und Vorurteile mit Herz und Verstand gemeinsam überwunden werden können. Manchem mag dieser Ansatz angesichts der Tragweite der Problematik zu oberflächlich und versöhnlich erscheinen, für mich behält das Gefühl des Aufgehoben- und Geborgenseins in einer schweren Zeit etwas Tröstliches. Genauso wie Anna van Betteray nach einem traumatischen Erlebnis zunächst in der Welt, in anderen Religionen und Lebensformen Heilung sucht, man aber am Ende doch das Gefühl hat, dass sie erst nach dieser Rückkehr zu ihren Wurzeln richtig angekommen ist.

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Die von und zus Anna ist eine junge Pastorin, sie vertritt den erkrankten Seelsorger der Gemeinde. Nun ist sie für die Kreise Wesel und Kleve zuständig. Beerdigungen, Predigten und runde Geburtstage zu begleiten, gehört zu ihren Aufgaben. Ihr Erscheinen ist ungewöhnlich für die Dorfbewohner, ist sie doch weiblich, jung, neu, adlig, zuckerkrank und auch noch geschieden. Vor Ort gibt es eine Reihe von Problemen, ihre Familie ist auch nicht ohne. Diese Sippschaft ist hochnäsig, ungerecht und fordernd. Als Pastorin wird sie mit vielen Emotionen konfrontiert: Trauer, Zorn, Wut, Unverständnis, Zweifel. Sie hat selbst Schicksalsschläge hinnehmen müssen, versteht seelische Notlagen sehr gut. Behutsam und feinfühlig geht sie auf die Menschen zu. Mit unendlicher Geduld versucht sie zu helfen. Das ist wieder sehr gut beschrieben, authentisch. Viel Raum nimmt aber ihre Verwandtschaft ein. Das führt zu einem Bruch im Stil, mehr hier zu verraten, wäre ein fetter Spoiler. Fazit: eine Familiengeschichte mit unerwarteten Wendungen und mit viel Gefühl, verfasst von Anne Gesthuysen, verlegt von Kiepenheuer und Witsch.

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Anne Gesthuysen hat mich vom ersten Satz an in diese Geschichte rein gezogen. Und ich bin atemlos dabei geblieben und konnte fast nicht aufhören zu lesen. Obwohl ein kleiner Junge verschwindet und ein Kommissar vorkommt, ist es kein Krimi, aber genauso spannend. Die Geschichte der beiden Schwestern, Anna und Maria, ja, der ganzen Familie – die Mutter mit ihrem Standesdünkel, in Rückblenden auch der liebevolle Vater, vor allem die absolut patente Tante Ottilie – ist phantasievoll und interessant. Auch die Dörfler mit ihrem Tratsch und ihren Gerüchten sind sehr gut beschrieben. Welche Zwänge so ein Dorfleben für die Menschen mit sich bringt, die nicht ganz der Norm entsprechend leben, ist auch manchmal traurig. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil, recht sachlich, aber dennoch empathisch, sehr genau, aber nicht überbordend detailreich – das hat mir extrem gut gefallen! Wie so oft habe ich parallel das Hörbuch gehört. Eva Gosciejewicz liest wieder einmal fabelhaft, mit ihrer schönen Stimme und dem gekonnten Tonfall passt sie hervorragend zu der Geschichte. Ein spannender Schmöker – also: absolute Leseempfehlung von mir!

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„Wir sind schließlich wer“ ist ein kurzweilig zu lesender Roman über eine Familie alten Adels. Was von außen wie eine perfekte Familie wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Fassade. Nach und nach kommen die nicht so ganz angenehmen Familiengeheimnisse auf den Tisch. Steuerhinterziehung, Entführung, Dorftratsch und wunderbare Lebensweisheiten verbinden sich zu einem gut zu lesenden Roman!

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Ich bin ein großer Fan der Autorin, habe alle ihre Bücher mit Freude gelesen und mir hat auch dieses sehr gefallen. Diesmal wird es richtig spannend. Anna von Betteray ist so ganz anders als der Rest ihrer Familie. Geschieden, Pastorin und alles andere als überheblich oder eingebildet. Der Rest ihrer Familie, ihre Mutter, ihre Schwester, der Schwager (sogar mit den Royals verwandt) ist schließlich wer, eingebildet und dünkelhaft und sehr standesbewusst. Die junge Pastorin tritt ihre erste Pfarrstelle an und sieht sich der Neugier und den Vorurteilen im Ort ausgeliefert. Aber sie lässt sich nicht unterkriegen, da ist ja auch noch Freddy, ihr fast fertig ausgebildeter Diabetikerhund, ein Golden Doodle, Freddy ist immer da, wenn man Hilfe, Kuscheleinheiten oder eine Ausrede braucht. Und das Leben wird recht stressig, als der Schwager wegen schwerwiegender finanzieller Unregelmäßigkeiten verhaftet wird, die Schwester völlig zusammenbricht und der Neffe entführt wird. Hat mir sehr gut gefallen, kann ich nur empfehlen

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Was für eine Enttäuschung - nach etlichen unterhaltsamen, spannenden Büchern mit überzeugenden Figuren so ein zusammengestoppeltes nicht einmal mittelmäßiges Machwerk voller irrwitziger Zufälle, völlig unlogischer Geschehenisse, plattester Klischees und mühselig konstruierter Zusammenhänge, von den total unglaubwürdigen Figuren einmal ganz zu schweigen.

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Landadel am Niederrhein Anne Gesthuysens neuer Roman spielt am Niederrhein, wo sich die Autorin sehr gut auskennt. Im Mittelpunkt steht die Familie von Betteray. Die Witwe Mechthild bildet sich sehr viel auf ihre Zugehörigkeit zum Landadel ein und verfolgt die Vorfahren bis ins englische Königshaus zurück. Sie hat sieben Kinder geboren, von denen sechs noch leben. Hier geht es weniger um die älteren Söhne als um die Töchter Anna und die vier Jahre ältere Schwester Maria. Maria hat alle Regeln der Mutter befolgt und den Adligen Gottfried von Moitzfeld geheiratet – man heiratet schließlich nicht nach unten. Die unkonventionelle Anna hat nicht nur den falschen Mann gewählt, sondern ist auch noch evangelische Pastorin geworden. Sie vertritt gerade einen erkrankten Pastor. Anna wird in ihrer Gemeinde nicht ernst genommen und Opfer von bösartigem Klatsch und Tratsch. Ihr Plädoyer für Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlicher Liebe in einer Sonntagspredigt macht die Sache nicht besser. Dann bricht alles zusammen. Marias perfekte Familie war nur Fassade. Ihr Mann sitzt wegen krimineller Finanzgeschäfte im Gefängnis und ist ruiniert, der 11jährige Sohn Sascha verschwindet, Erpresserbriefe treffen ein, und etliche Familiengeheimnisse kommen ans Licht. Gesthuysen ist eine gut lesbare Familiengeschichte gelungen, die durch sorgfältig gezeichnete Charaktere, sprachliche Qualität und vor allem die beeindruckende Beschreibung einer Landschaft beeindruckt, die viele von uns nicht kennen werden. Die durch die Geschichte vermittelte Botschaft überzeugt genauso. Familien müssen gerade in schwierigen Situationen zusammenhalten und dürfen nicht einfach immer weiter dieselben Konflikte austragen. Sie sollten einander stattdessen mit Liebe und Mitgefühl helfen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich spreche eine klare Empfehlung aus.

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"Wir sind schließlich wer" macht mir deutlich, wie viel einfacher das Leben ist, wenn man nicht auf Prestige und Etikette achten muss, da meinem Namen das von und zu fehlt und auch mein Bankkonto nicht so reich gefüllt ist. Darauf achten zu müssen, sich nicht unter Stand zu verheiraten ist wirklich mühselig und bedeutet im schlimmsten Fall ein gebrochenes Herz. Hier wird mehrfach deutlich, das auch bei den Reichen und Schönen nicht alles nur nach Plan verläuft und das ist, was mich letztendlich überzeugen konnte. Es ist ein Roman, der fiktiv in eine Familie hineinsehen lässt, die einige Kämpfe ausfechten muss, um zusammen zu wachsen. Die Geschwisterbeziehung zwischen Anna und Maria ist gebrochen und fügt sich im Verlauf der Story langsam wieder zusammen, was aber lediglich dem geschuldet ist, das Sascha verschwindet und scheinbar entführt wurde. Hier wird eine Spannung aufgebaut, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht und mir das Lesen sehr bereichern konnte. Lediglich Alltagsprobleme zu beleuchten hätte leicht fade gewirkt. Die Autorin webt einige schmerzliche Begebenheiten in den Roman, die manchem Verhalten einen Sinn geben konnten. Was immer noch sinnlos erscheint ist das Aufrecht erhalten wollen des guten Namens, der durch Betrug einen Knacks bekommt und sich zunächst auch nicht wiederherstellen lässt. Mutter von Betteray ist mir bis zum Ende hin unsympathisch, da sie einen großen Anteil an dem Zerwürfnis der Schwestern hat. Anna steht zwischen den Stühlen, da sie als Pastorin eine große Aufgabe übernommen hat, die sie nicht komplett ausfüllen kann, da sie sich um ihre Familie kümmern muss. Sie eckt hier und da an und die Gemeinde aus Alpen sind ihr nicht immer wohlgesonnen. Hierbei entstehen zum Teil sehr amüsante Begebenheiten, die dem Roman nicht schaden, da sonst Traurigkeit und Schmerz Überhand genommen hätten. Manche Erkenntnisse über das Verhalten von Maria empfand ich als sehr authentisch, denn es geschieht vielfach, das Menschen ihre Probleme im Alkohol ertränken, damit es ertragbar wird. Insgesamt ein runder, gelungener Roman, den ich gerne weiterempfehlen möchte. Es ist ein Roman der Problemlösung und dem Annähern aneinander, wenn die Welt aus den Fugen gerät. Wunderschön geschrieben zuweilen, nachdenklich stimmend und einem Ende, wie ich es mir für alle Beteiligten gewünscht hätte. Manche Aussprachen hätten schon vorher stattfinden müssen, damit sie nicht zerschlagen, sondern dienlich sind zu heilen.

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Auch wenn ich etwas mehr Tiefgang erwartet hatte, so war es dennoch keine Enttäuschung. Angenehme Unterhaltung für eine langen Winterabend, eine Rezeptur, die allen etwas bietet: ein bisschen Geschichte, ein bisschen Familie mit den dazugehörenden Spannungen, Dorftratsch und am Ende Freundschaft und Zusammenhalt, das Ganze gewürzt mit einer Prise Krimi für die Spannung. Ein nettes Weihnachtsgeschenk für alle Mütter, Tanten, Schwestern, Freundinnen und Nachbarinnen :-)

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Klappentext Von einer jungen Pastorin am Niederrhein, die ihre Gemeinde aufmischt, vom Aufwachsen zweier ungleicher Schwestern in Adelskreisen und vom Mut, den es braucht, ein Leben selbst zu gestalten, wenn alles vorherbestimmt scheint. Die Bürger der Gemeinde Alpen sind skeptisch, als Anna von Betteray die Vertretung des erkrankten Pastors übernimmt. Schließlich ist sie geschieden, blaublütig, mit Mitte dreißig viel zu jung für den Posten und eine Frau. Der einzige Mann an ihrer Seite: ihr Hund Freddy. Während Anna versucht, ein dunkles Kapitel ihrer Vergangenheit zu bewältigen und die Gemeinde behutsam zu modernisieren, gerät das Leben ihrer Schwester Maria komplett aus den Fugen. Ihr Mann wird verhaftet, kurz darauf verschwindet auch noch ihr Sohn. Ausgerechnet sie, die in den Augen der standesbewussten Mutter die Vorzeigetochter war, die auf Schützenfesten zur Königin gekrönt wurde und einen Grafen heiratete, während Anna mit schmutzigen Hosen im Stall spielte und sich in die falschen Männer verliebte. Erst in der Not überwinden die Schwestern ihre Gegensätze – und erhalten Unterstützung von überraschender Seite. Denn wenn es darum geht, einen kleinen Jungen zu finden, halten die Alpener fest zusammen. Und allen voran: Ottilie Oymann aus dem Seniorenstift Burg Winnenthal! Cover und Schreibstil Ein schlichtes aber mehr als passendes Cover, die farbliche Gestaltung ist auch sehr gedeckt gehalten und macht für mich das Cover rund. Der Schreibstil ist sehr angehem und auch echt spannend zu Lesen. Jedes Kapiel ist mit einer Überschrift versehen, welches einen Ausblick auf das Kapitel gibt. Fazit und Inhalt Was für ein schöne Geschichte, die mich echt begeistert hat. Es war lustig, spannend, dramatisch und nette, auch wenn es mir zu viele Adelstitel war. Es war mir am Ende ein wenig zu viel, das Drama ist zu sehr gewesen. In der Geschichte gab es auch immer passende Einblicke in die Vergangenheit welche mir gut gefallen haben. Anna war eine echt gute Protagonistin über die ich gerne mehr erfahren hätte aber auch ihre restliche Familie ist sehr interessant. Ich fand es echt spannend mal einen Einblick in den Alltag obwohl es schnell dramatisch wurde. Meine heimliche Favoritin ist Tante Ottilie und natürlich der kleine Freddy. Ich danke Netgallery für das Rezi Exemplar welches meine Meinung nicht beeinflusst hat.

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Ein schwieriges Mutter/Tochter und Schwester/Schwester Verhältnis. Eine Mutter und eine Schwester die meinen sie wären etwas besseres. Bis die Verhaftung des Ehemanns der Schwester ein Geheimnis preis gibt. Eine manchmal zähe, aber unterhaltsame Geschichte.

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Die Geschichte ist insgesamt zu konstruiert, zu viele Schicksalsschläge, zu viele angerissene Themen (z.B. Homosexualität, Gewalt gegen Frauen) und die "Krimi"-Handlung ist leicht durchschaubar. Aber was dieses Buch absolut lesenswert macht, ist die Gabe von Anne Gesthuysen Personen zu beschreiben. Man hat von Jedem ein klares Bild vor Augen, Jeder mit seinen kleinen (oder großen) Eigenheiten. Der heimliche Star ist für mich Tante Ottilie, ihre Lebensgeschichte würde ich gerne in einem Buch lesen.

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Leider hat mich dieses Buch nach seinen Vorgängern enttäuscht. Die Grundidee ist noch gut: Anna tritt eine Vertretungsstelle als Pastorin nahe ihres Heimatortes an und trifft auf eine konservative und Neuerungen nicht sehr aufgeschlossene Gemeinde, der sie aber mit Humor und Leichtigkeit begegnet. Parallel gerät die Familie ihrer Schwester in eine schwere Krise, weil ihr Schwager Finanzbetrug begangen hat und nun im Gefängnis sitzt. Kurz darauf verschwindet auch noch deren Sohn. Mit ihrer Schwester Maria hat sie nicht viel gemeinsam, die diese sich zusammen mit der gemeinsamen Mutter viel auf ihre adelige Familiengeschichte einbildet und aus Annas Sicht mit der Wahl ihres Ehemannes eine schlechte Entscheidung getroffen hat. Leider verzettelt sich das Buch mit vielen zusätzlichen Nebenhandlungen und wirkt häufig konstruiert, will zuviel an Themen hineinpacken und zieht sich dadurch auch in die Länge. Die gescheiterte Ehe Annas trägt z.B. nicht zur Handlung bei, zumal die Hintergründe dann nicht einmal wirklich aufgeklärt werden. Der "Kriminalfall" ist viel zu vorhersehbar und letztlich auch unnötig. Positiv sind die teilweise originellen Figuren, die den Roman und das Dorf zum Leben erwecken, das kann die Autorin gut. Insgesamt für mich diesmal kein Highlight...

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Die Pastorin Anna von Betteray ist die Rebellin in der Familie. Unter anderem aus Protest gegen die katholischen Dogmen, die bei den Betterays gelebt werden, hat sie Theologie studiert. Nun hat sie eine Vertretungsstelle als evangelische Pastorin in der kleinen Gemeinde Alpen ungefähr eine halbe Stunde von ihrem Elternhaus entfernt. Die Gemeindemitglieder sind überrascht als sie ankommt. Sie ist eine Frau, geschieden und eigentlich zu jung. Anna merkt, sie wird es nicht leicht haben. Und auch mit der Familie gibt es Schwierigkeiten. Die behütete Welt ihrer Schwester Maria bricht zusammen als ihr Mann wegen eines Bankskandals verhaftet wird. Allerdings bringt dieses Ereignis auch Probleme zutage, die sowieso schon schwelten. Mechthild von Betteray wollte immer nur das Beste für ihre adeligen Kinder, besonders für ihre beiden Töchter, die einige Zeit nach den Jungen geboren wurden. Ob ihre Vorstellungen davon noch der heutigen Zeit entsprechen, zumindest Anna ist anderer Meinung. Maria hat ihren Grafen bekommen und muss mit ihm leben. Seine Verhaftung ist eine Katastrophe, die besonders ihrem Sohn Sascha das Leben schwer macht. Maria bricht unter der Last zusammen und Anna muss sowohl als Seelsorgerin und natürlich auch als Schwester einspringen. So ist sie mit Goldendoodle Freddy häufiger daheim als gedacht. Es ist schon eine besondere Familie, die die Autorin hier zu Wort kommen lässt. Was relativ harmlos mit der Vertretung des erkrankten Pastors beginnt, entwickelt sich zu einem vielschichtigen Drama. Auch wenn man manchmal denkt, das ist zu viel, so bleibt die Handlung doch immer nah bei den handelnden Personen, die auch mit ihren Eigenheiten und Problemen sympathisch bleiben. Das dörfliche Leben am Niederrhein wird mit kleinen Spitzen und einer gehörigen Portion Humor geschildert, so dass die dramatischen Ereignisse um Maria und ihre Familie den Roman gerade im richtigen Maß bestimmen. Diese schöne turbulente Familiengeschichte, in der kleine und große Dramen durchzustehen sind, liest sich ausgesprochen gut und macht neugierig auf die anderen Romane der Autorin.

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Für mich war "Wir sind schließlich wer" der erste Roman von Anne Gesthuysen, den ich gelesen habe. Obwohl ich Atheistin bin, war ich gespannt darauf, einen Roman aus Sicht einer Pastorin zu lesen. Es ist eine Perspektive, die ich als Leserin bisher noch nie eingenommen habe. Der Fokus des Buchs liegt aber auf der Familie van Betteray. Es gibt immer wieder Rückblicke in die Kindheit und Jugend der Schwestern Anna und Maria, woraus sich ablesen lässt, wie sich die beiden „auseinanderentwickelten“. Dem liegt zugrunde, wie die beiden ganz grundsätzlich auf ihre adlige Herkunft reagieren. Während das Wahren des Standes für Maria sehr wichtig ist, legt Anna darauf keinen Wert. Und so entwickelt sich zwischen ihnen eine immer größere Kluft, die kaum überwindbar scheint. Schön fand ich, dass Anne Gesthuysen zeigt, dass keine der beiden Haltungen grundsätzlich falsch ist. Man kann in beiden Konstellationen glücklich werden, unglücklich sein oder irgendwas dazwischen. Sowohl Anna als auch Maria haben ihre Probleme und bei beiden besteht das Potenzial, trotzdem das ganz persönliche Glück zu finden. Zudem hat mir gefallen, dass die beiden einander, alle Unterschiede beiseite, unterstützen, wenn es mal wirklich hart auf hart kommt. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass es Gesthuysen eher darum ging, zu zeigen, wie hohe Erwartungen an die eigenen Kinder und der damit einhergehende Druck vonseiten der Eltern, hier vor allem der Mutter, sich zu häufig eben doch negativ auf das Leben der Kinder auswirkt. Auch gut gefallen hat mir, dass sie auf aktuelle Themen, insbesondere den Cum-Ex-Skandal, eingeht. In der Öffentlichkeit ist der ja schon wieder hintenübergefallen, was in sich ein großes Problem ist. Der Fokus lag und liegt aber, berechtigter Weise, auf dem enormen Schaden, der in den Steuerkassen angerichtet wurde. Auf ganz kleiner Ebene zeigt die Verhaftung von Marias Mann aber auch, wie das eine ganze Familie aus der Bahn werfen kann. Ein spannendes Buch mit Themen, über die man leider viel zu selten liest und einer Schwesternbeziehung, die für mich einerseits ganz fremd und andererseits gut nachempfindbar ist.

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Eine Familiengeschichte, die einen in ihren Bann zieht! Sie erzählt von Familienzwängen, Dünkel , Liebe und Hass. Alles so nah am Leben, dass der empathische Schreibstil der Autorin doppelt Freude bereitet.

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Ein Meisterstück nahezu wie aus dem Leben von Anne Gesthuysen. In ihrem Roman "Wir sind schließlich wer" erzählt sie die Geschichter zweier Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Anna. die jüngere der beiden Schwestern hat viel nicht nur schönes in ihrem Leben erlebt. Nun ist sie eine junge Pfarrerin und hat eine Aushilfspfarrstelle nahe ihrer Heimat. Sie entstammt einer alten Adelsfamilie, was ihr im Gegensatz zu ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester Maria wichtig ist, da sie in ihrem Leben nicht nur die Sonnenseite kennengelernt hat. Kurzum, die beiden Schwestern waren sich noch nie so richtig grün , sas heißt eigentlich verstanden sie sich nie so richtig. Nun aber fordert das Schicksal Anna's Schwester Maria und Anna ist gefordert ihr zur Seite zu stehen und die Klippen des Lebens zu umschiffen, da Marias Kartenhaus in sich zusammenbricht. Marias Ehemann, Gottfried, wird wegen cum-ex Geschäften verhaftet und der 11 jährige Sascha entführt .... Ein planloses aufgeregtes Durcheinander, wie aus dem wirklichen Leben entsteht. Anne Gesthuysen erzählt mit allen Höhen und Tiefen, die wir selber in unserem Alltag finden, eine mitreißende Geschichte. Die Personen sind dabei so echt beschrieben, dass man sie glaubt tatsächlich zu kennen. Die lebensnah geschriebene Geschichte erinnert uns daran, dass wir nur gemeinsam den Widrigkeiten des Lebens widerstehen können und wir immer daran denken sollten, dass kein "Dach und sollte es auch noch so glänzen, ohne 'Ach' ist.... Absolutes Leseerlebnis, Danke für die angenehmen Stunden ...

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Wie sind schließlich wer ist ein Buch, das man leicht und mit guter Laune lesen kann. Es hat auch einen guten Spannungsbogen, ansonsten bleibt es eher an der Oberfläche. Die Personen sind doch zeimlich klischeehaft und dadurch wenig glaubwürdig gezeichnet. Leider verstrickt sich die Autorin auch etwas... Kann man gerne lesen, muss man aber nicht. Die Autorin hat schon bessere Bücher geschrieben.

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Habe ich sehr gern gelesen. Hat mich auf eine gewisse Weise berührt, sodass ich es definitiv nochmal lesen werde.

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In ihrem neuen Buch beschreibt die Autorin anschaulich, wie eine adlige Familie versucht, ihren Schein zu wahren, obwohl es hinter den Kulissen heftig brodelt. Im Vordergrund steht Tochter Anna von Betteray, die als Pastorin in einer kleinen Gemeinde die Vertretung für den kranken Pfarrer übernimmt. Sie gerät sofort ins Fadenkreuz der Bewohner und erlebt hautnah den Dorfklatsch mit. Obwohl das mit dem Klatsch und Tratsch auf dem Land ja eigentlich sehr klischeehaft klingt, fügt sich dieses Thema hervorragend in die Geschichte ein. Sehr erfrischend ist die Großtante Ottilie, die Anna mit Rat und Tat zur Seite steht und unter den Dorfbewohnern kräftig mitmischt. Im Verlauf der Geschichte rückt jedoch immer mehr Annas Schwester Maria in den Mittelpunkt, die tiefergehende, familiäre Probleme hat. Ich fand die Geschichte sehr gut aufgebaut. Man kann dem Geschehen gut folgen. Auch die Wechsel zur Vergangenheit, fand ich gut gelungen, da sie an passender Stelle eingesetzt wurden und aufkommende Fragen dadurch gleich beantwortet wurden. Man erfährt dadurch so einiges über die adlige Familie und ihre Vergangenheit. Alles in allem eine sehr runde Geschichte, die sowohl unterhaltsam, als auch oft humorvoll ist, gespickt mit bunten Charakteren samt deren vielfältiger Problemen. So kommt ein ganzer Themenstrauß zusammen, den Anna versucht abzuarbeiten. Ich fand das Buch toll!

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Wenn ich manchmal denke, ich komme aus der tiefsten und piefigsten Provinz, dann belehrt mich dieses Buch eines Besseren. Und das auf eine sehr amüsante Weise mit knochentrockenem Humor, der den Dünkel einer niederrheinischen Landadelskaste wunderbar karikiert. Frau Dr. Anna von Betteray, nicht mehr ganz junge Pastorin, nicht nur promoviert, sondern auch vom Katholizismus konvertiert, schwarzes Schaf der Familie, kommt als Vertretungspfarrerin in eine Gemeinde in ihrem Heimatort. Die schwer konservativen Einwohner machen ihr das Leben zunächst schwer, ihre Mutter (obwohl Bürgerliche, die in den niederen Adel eingeheiratet hat, mit gewaltigem Standesbewusstsein) und ihre Schwester machen ihr das Leben schwer und sie selbst bringt auch so ihre Problemchen mit. Aber weil sie beharrlich und auch etwas starrköpfig ist, lässt sie sich nicht unterkriegen und erobert sich einen Platz in der merkwürdigen Kleinstadtgesellschaft. Der Erzählstil, den ich plattdeutsch als „dröge“ bezeichnen würde, die Situationskomik und die liebevoll-komische Darstellung der Charaktere macht das Buch zu einer vergnüglichen Landpartie an den Niederrhein im Kreis Kleve. Autorin ist Anne Gesthuysen, die selbst aus der Gegend stammt und die kleinen und großen Macken des Menschenschlages dort aus erster Hand kennt. Wer leicht zu lesende, aber nicht triviale Unterhaltung sucht, ist hier ganz richtig.

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Auch das neue Buch von Anne Gesthuysen hat mich überzeugt- die Frau kann einfach richtig gut schreiben! Sehr humorig, immer mit einem Augenzwinkern erzählt sie von der Familie VON Betteray, in der nicht alles so adelig ist wie das selbsterwählte Oberhaupt der Familie es gern gesehen hätte.... Tolles Buch!!!!

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Anna Betteray, eine junge Pastorin übernimmt ihre erste Gemeinde. kann schwer Fuß dort fassen Zudem hat sie erhebliche Schwierigkeiten mit ihrer adligen Familie weil sie dort nicht ins Bild passt. Und dann überschlagen sich die Ereignisse, Ihr Schwager wird verhaftet, man unterstellt ihr eine Affäre mit einem jungen Gemeindemitglied, ihr Neffe wird entführt. Die ersten beiden Bücher dieser Autorin habe ich gern gelesen, wahrscheinlich ist deshalb meine Enttäuschung über diesen inhaltlich völlig überfrachteten, klischeehaften Roman um so größer. Ich denke, Frau Gesthuyzen konnte bei ihren vorherigen Büchern aus ihrer Familiengeschichte erzählen, denn schreiben und erzählen kann sie, humorvoll und unterhaltsam. Aber diese konstruierte Handlung dieses Titels ist einfach schlecht. Ich werde den Titel zwar einkaufen, aber meinen Kunden leider keine Leseempfehlung geben.

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Ich habe mich sehr auf die Lektüre des neuen Titels von Anne Gesthuysen gefreut. Leider war ich nach der Lektüre etwas entäuscht. Mir fehlte hier der feinsinnige Humor, der mich bei "Wir sind doch Schwestern" so begeistert hatte, Einzig Tante Ottilie konnte mich ab und an zum Schmunzeln bringen. Den Standesdünkel der von Betterays empfand ich doch als etwas übertrieben dargestellt und insgesamt die Geschichte etwas überfrachtet an Problemthemen. Trotz allem ein leicht zu lesender Familienroman für zwischendurch.

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"Wir sind schließlich wer" von Anne Gesthuysen - ein gelungener Familienroman. Zwei gegensätzliche Schwestern finden durch einige Schicksalschläge zusammen. Man leidet mit den Protagonistinnen Anna von Betteray und ihrer Schwester Maria mit. Anne Gesthuysen schreibt einfühlsam, mit feinem Witz und vor allem mitreißend. Das Buch hat eine Sogwirkung und man will nicht aufhören zu lesen, bis man das Ende kennt. Absolute Leseempfehlung!

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Wie heißt es "Außen hui Innen pfui" Diese Beschreibung passt auf diese Familie perfekt. Den Schein waren, auf Herkunft achten und die Rolle spielen. Doch nicht alle wollen und können sich daran halten. Die Wege der beiden Schwestern entfernten sich, doch als es darauf ankommt greifen die Familienzahnräder ineinander. Gute Unterhaltung so vielschichtig wie das Leben.

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Eine kurzweilige Geschichte vom Niederrhein. Obwohl ich mich im Landadel nicht auskenne, ist es einfach eine Geschichte, die Heimatgefühl transportiert, aber auch hinter die Kulissen blicken lässt. Die Familie der einen Schwester, die mehr Schein als Sein ist und dagegen die andere Schwester, die mit allem gebrochen hat, um eben nicht der Tradition zu entsprechen. Dazu eine packenden Entführungsgeschichte und viel Lokalkolorit, mit einem vermutlich relativ unrealistischen Arbeitsalltag einer evangelischen Pastorin. Aber die Mischung macht's und die ist gut gelungen. Amüsant und unterhaltsam.

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Zum Inhalt: Von einer jungen Pastorin am Niederrhein, die ihre Gemeinde aufmischt, vom Aufwachsen zweier ungleicher Schwestern in Adelskreisen und vom Mut, den es braucht, ein Leben selbst zu gestalten, wenn alles vorherbestimmt scheint. Die Bürger der Gemeinde Alpen sind skeptisch, als Anna von Betteray die Vertretung des erkrankten Pastors übernimmt. Schließlich ist sie geschieden, blaublütig, mit Mitte dreißig viel zu jung für den Posten und eine Frau. Der einzige Mann an ihrer Seite: ihr Hund Freddy. Während Anna versucht, ein dunkles Kapitel ihrer Vergangenheit zu bewältigen und die Gemeinde behutsam zu modernisieren, gerät das Leben ihrer Schwester Maria komplett aus den Fugen. Ihr Mann wird verhaftet, kurz darauf verschwindet auch noch ihr Sohn. Ausgerechnet sie, die in den Augen der standesbewussten Mutter die Vorzeigetochter war, die auf Schützenfesten zur Königin gekrönt wurde und einen Grafen heiratete, während Anna mit schmutzigen Hosen im Stall spielte und sich in die falschen Männer verliebte. Erst in der Not überwinden die Schwestern ihre Gegensätze – und erhalten Unterstützung von überraschender Seite. Denn wenn es darum geht, einen kleinen Jungen zu finden, halten die Alpener fest zusammen. Und allen voran: Ottilie Oymann aus dem Seniorenstift Burg Winnenthal! Meine Meinung: Die Autorin hat mich mit ihrem Schreibstil von Anfang an gefesselt und es war eine Freude, dieses Buch zu lesen. Ein toller Roman

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Die spannende Geschichte einer adeligen Familie vom Niederrhein. Die ältere Schwester beugt sich den Wünschen der Mutter und heiratet adelig. Wie es sich gehört!!! Die Jüngere rebelliert, verlässt ihr Zuhause und wird evangelische Pastorin. Sie kehrt als Vertretung des erkrankten Pfarrers zurück und alte Differenzen brechen wieder auf. Als sich aber dramatische Ereignisse im Leben der älteren Schwester ereignen und die heile Fassade zu bröckeln beginnt, halten Familie und Dorfgemeinschaft aber doch zusammen. Ein absolut lesenswerter Titel der Autorin Anne Gesthuysen.

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