Aufbrüche

Roman

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Erscheinungstermin 24.11.2021 | Archivierungsdatum 24.01.2022

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Zum Inhalt

»Eine Liebesgeschichte und ein Roman über Demokratie« Roberto Saviano

Die Italienerin Arianna Farinelli erzählt in ihrem Roman »Aufbrüche« die Geschichte einer Liebe und einer Familie zwischen New York und Rom, in der im Privaten stattfindet, was unsere Welt bewegt: Clash der Kulturen, Rassismus, Gender und die große Frage nach der weiblichen Identität. Die Autorin lebt seit langem in New York und erzählt einfühlsam und gnadenlos, was es bedeutet, Frau, Mutter, Geliebte und ein politischer Mensch zu sein.



»Eine Liebesgeschichte und ein Roman über Demokratie« Roberto Saviano

Die Italienerin Arianna Farinelli erzählt in ihrem Roman »Aufbrüche« die Geschichte einer Liebe und einer Familie zwischen New...


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AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783103970470
PREIS 24,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Arianna Farinelli - Aufbrüche
Die Italienerin Arianna Farinelli erzählt in ihrem Roman »Aufbrüche« die Geschichte einer Liebe und einer Familie zwischen New York und Rom, in der im Privaten stattfindet, was unsere Welt bewegt: Clash der Kulturen, Rassismus, Gender und die große Frage nach der weiblichen Identität. Die Autorin lebt seit langem in New York und erzählt einfühlsam und gnadenlos, was es bedeutet, Frau, Mutter, Geliebte und ein politischer Mensch zu sein.

Meinung
Bruna ist 42 Jahre alt und lehrt Politikwissenschaften an der New York University. Sie wanderte vor 20 Jahren aus Italien aus, um zu arbeiten und zu lieben, und ist mit Tom verheiratet, einem angesehenen Arzt, mit dem sie zwei Kinder hat.
Sie stellt fest, dass sie schwanger ist, und erkennt sofort, dass der Vater des Kindes nicht ihr Ehemann ist, sondern ein afroamerikanischer Student, mit dem sie eine Affäre hat und der vor einigen Tagen verschwunden ist; Yunus hat sich in den Irak abgesetzt, um seinem besten Freund Mohammad zu folgen und sich ihm bei den radikalen Islamisten anzuschließen.
Ein Buch, das in kürzester Zeit verschlungen werden kann. Ein Roman, der Heuchelei, Rassismus und Ehrbarkeit des amerikanischen Volkes anprangert. Gut geschrieben, fesselnd und überhaupt nicht banal. Bisweilen bewegend.
Sehr empfehlenswert!.

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„Viele Jahre lang bestand Brunas und Toms Ehe aus einer Abfolge kurzer glücklicher Momente, zerteilt durch ellenlange Zwischenzeiten des Schweigens, der Wut, der Gleichgültigkeit, der wütenden Streitigkeiten und weiteren Schweigens.“ Gemeinsam werden sie Eltern einer Tochter und später noch eines Sohnes. Toms Eltern, Italoamerikaner, stellen sich von Beginn an gegen die Beziehung ihres Sohnes mit der Italienerin. Bruna hingegen sieht das Verhältnis Toms als ewiger Sohn, insbesondere seiner Mutter, kritisch. Nach Jahren ist aus der Liebe ein stiller Grabenkampf geworden, als Bruna ein Verhältnis mit dem 20 Jahre jüngeren Yunus einlässt. Aber eines Tages ist Yunus, ein Muslim, weg.
In diesem Roman verknüpft Arianna Farinelli sehr wortgewandt die Geschichte einer Liebe mit politischen Themen, die nicht nur die amerikanische Gesellschaft in Atem halten. Bruna, Professorin und Dozentin für vergleichende Politikwissenschaft und Globalisierung vermochte nicht nur ihre Studenten sondern auch mich als Leserin mit ihren Gedanken zu fesseln. Warum gelang es den Italoamerikanern in den USA Fuß zu fassen, während Afroamerikaner immer noch um unteren Rand der Gesellschaft leben? Was treibt junge Menschen aus der westlichen Welt dazu, sich dem Dschihad anzuschließen? Aber auch die „problematische Geschlechtsidentität“ ihres Sohnes Mario, der sich nur als Mädchen wahrnimmt, wird sensibel und glaubhaft, mit allen elterlichen Zweifeln und gesellschaftlichen Vorurteilen, beschrieben. Im Verlauf des Buches kommt es zu einem Bruch und Yunus wird Bruna seine Gründe für sein Verschwinden erzählen. Für mich der eindrucksvollste und stärkste Teil des Romans. Ein Buch, das ich nur empfehlen kann!

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Klapptext: Aufbrüche« die Geschichte einer Liebe und einer Familie zwischen New York und Rom, in der im Privaten stattfindet, was unsere Welt bewegt: Aufbrüche erzählt die Liebe und einer Familie in New York und Rom. Erzählt wird was es bedeutet Frau. Mutter, Geliebte und ein politischer Mensch zu sein.
Fazit: Bruna ist Professorin in New York an einem Institut für Globalisation Studies. Sie muss mitansehen wie ihre Wahlheimat mit der Wahl des neuen Präsidenten einem Immobilien Hai ins Chaos stürzt. Nicht nur die politische Lage ist nicht stabil. Ihr eigenes Familienleben liegt in Trümmer. Mit Yunus hat sie seit kurzem eine Affäre. Er ist einer ihrer Studenten. Die Polizei erscheint eines Tages in ihrem Büro und fragt nach ihm. Die Lage für sie ist nicht einfach, sie ist von ihm schwanger. Ihr Mann ist erzkonservativ und sie hat schon zwei Kinder. Das Lesen wird mit vielen Rückblicken erzählt und kommt immer wieder in die Gegenwart. In diesem Roman werden viele aktuelle Themen aufgegriffen. Die betroffenen Personen befinden sich an einem Scheideweg. Es ist interessant dieses Buch zu lesen. Man erhält ein bisschen Einblick in die amerikanische Gesellschaft von 2016. Empfehlenswert.

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Im Vorfeld dieser Rezension habe ich überlegt, wie und warum ich überhaupt auf dieses Buch aufmerksam geworden bin. So richtig kann ich mich nämlich gar nicht erinnern. Aber es muss etwas ausführlicheres Ls derKlappentext gewesen sein, den empfinde ich als nicht aussagekräftig genug, der wird diesem Buch bei Weitem nicht gerecht.
Denn dieses Buch ist so unglaublich vielschichtig, da werden so viele verschiedene Facetten der Charaktere frei gelegt. Das bringt den Leser echt zjm Nachdenekn, wie viele Rollen jeder Mensch in einem kurzen Abschnitt seines Lebens inne hat. Oft ob man will oder nicht. Und auch wenn die Protagonisten so ihre Ecken und Kanten haben, alle agieren realistisch und innerhalb gewisser Grenzen auch nachvollziehbar.
Ein tolles Buch, das ich nur jedem empfehlen kann.

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Über Lebenswege – klug und feinfühlig erzählt

„Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben, das kann nur Licht. Hass kann Hass nicht vertreiben, das kann nur Liebe“ (129)

Ein Zeitungsartikel über die jungen Amerikaner, die für den IS in den Krieg zogen, hat die Autorin zu diesem Buch inspiriert. So entstand die Figur des jungen Afroamerikaner Yunus, der Kurse für Politikwissenschaft und Globalisierung bei Bruna belegte.
Die Italienerin Bruna kam nach Amerika, weil sie sich unsterblich in Tom, der Urlaub in Italien machte, verliebte. Für ihre große Liebe hat sie ihre Heimat und ihre Familie verlassen. Als sie später eine Beziehung mit ihrem Studenten Yunus eingeht, riskiert sie einiges, was sie sich in ihrem neuen Leben hart erarbeitet hat. Die Lage wird prekär, als Bruna feststellt, dass sie schwanger ist. Und Yunus hat sich inzwischen den IS Kämpfern angeschlossen und ist nach Mossul gegangen.

Arianna Farinelli schreibt in ihrem Roman über die Menschen unserer Zeit, über das hastige, überfüllte Leben, ständiges Streben nach Erfolg, über Familie und ihr Einfluss auf unsere Lebensweise, über soziale Ungerechtigkeit und gesellschaftliche Vorurteile. Die Autorin ist selbst Professorin für Politikwissenschaft und kennt sich unglaublich gut mit diesen brisanten Themen aus. Offen und schonungslos schreibt sie über Nationalismus und Minderheitenrechte, Rassismus, Hass und Intoleranz, Demokratie und Krieg, Identität, Gender und Sexismus.

Die bewegende Geschichte der verbotenen Liebe von Bruna und Yunus geht tief unter die Haut. Sie lässt unsere Gedanken über all die gegenwärtigen Probleme unserer Gesellschaft kreisen. Der Schauplatz der Geschichte sind zwar die USA, aber sie könnte sich genauso gut in jedem europäischen Staat abspielen.
Die Hauptprotagonistin Bruna spiegelt das Bild einer modernen selbstbewussten Frau wider, die Familie, Ehe und Beruf unter einem Hut zusammenbringen muss und bei der Bewältigung ihres Alltags meistens auf sich selbst gestellt ist.

Tragisch und nahezu unbegreiflich ist für mich Yunus Geschichte, des Studenten, der James Baldwins Bücher verschlungen hat, wissbegierig war und leidenschaftlich Trompete spielte. Er müsste es eigentlich von Anfang an wissen: „Wenn Gewalt die Köpfe und Herzen ändert, dann nur, um sie zu verstümmeln“ (200)

„Aufbrüche“ ist der erste Roman von Arianna Farinelli; mit einer bewegenden Liebesgeschichte und brisanten politischen Themen, klug und feinfühlig erzählt, bewegend, wichtig!

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Ein Plädoyer für das lebenswerte Leben in den USA und auch ein politischer Roman ohne extrem politisch zu werden. Es war als würde man Menschen zusehen, die in den USA sich selbst finden wollen, aber daran scheitern. Es wurden nicht nur Menschen mit alltäglichen Problemen porträtiert, sondern auch solche, die entwurzelt in den USA aufwachsen. Dabei geht es nicht nur um die Frage der Rasse oder wo man/die Eltern ursprünglich herkommen, sondern auch um Identitäten, Geschlechterrollen und Zugehörigkeit.

Die Geschichte dreht sich vor allem um Bruna, die Protagonistin, die italienische Wurzeln hat, und auch um ihre Mitmenschen wie Tom, ihren beiden Kindern und Yunus. Das Buch beinhaltet extrem viele Themen, mit den sich das heutige USA stark beschäftigt und hört nicht auf dem Leser ein Problem nach dem anderen zuzuwerfen. Den Anfang des Buches fand ich etwas schwächer als das Ende, weil am Anfang die Komplexität gefehlt hatte und ich irgendwie das Gefühl hatte ein einfaches Familienroman zu lesen. Aber ich hatte mich getäuscht und insgesamt war es ein sehr reichhaltiges Buch, wo ich viel über die amerikanische Gesellschaft gelernt habe.

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