Der Uhrmacher in der Filigree Street

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Erscheinungstermin 18.09.2021 | Archivierungsdatum 18.01.2022

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Zum Inhalt

Sein Leben lief ab gleich einem Uhrwerk. Bis er dem Uhrmacher begegnete. »Der Uhrmacher in der Filigree Street« erzählt eine mitreißende, phantastische Geschichte um eine rätselhafte Uhr und einen ebenso spektakulären wie unmöglich aufzuklärenden Bombenanschlag auf Scotland Yard. Das Buch nimmt die Lesenden mit auf eine Reise durch das viktorianische England und das Japan des 19. Jahrhunderts und es eröffnet Türen in eine ganz andere, seltsame und magische Vergangenheit. London, Oktober 1883. Eines Abends kehrt Thaniel Steepleton, ein einfacher Angestellter im Innenministerium, in seine winzige Londoner Mietwohnung heim. Da findet er auf seinem Kopfkissen eine goldene Taschenuhr. Es ist ihm ein Rätsel, was es mit ihr auf sich hat. Sechs Monate später explodiert im Gebäude von Scotland Yard eine Bombe. Steepleton wurde gerade rechtzeitig gewarnt, weil seine Uhr ein Alarmsignal gab. Nun macht er sich auf die Suche nach dem Uhrmacher und findet Keita Mori, einen freundlichen, aber einsamen Mann aus Japan. So harmlos Mori auch scheint, eine Kette von unheimlichen Ereignissen deutet schon bald darauf hin, dass er etwas zu verbergen hat...

Sein Leben lief ab gleich einem Uhrwerk. Bis er dem Uhrmacher begegnete. »Der Uhrmacher in der Filigree Street« erzählt eine mitreißende, phantastische Geschichte um eine rätselhafte Uhr und einen...


Verfügbare Ausgaben

ISBN 9783608984750
PREIS 24,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Das Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen.

Die Handlung spielt im Viktorianischen Britannien. Vieles wirkt sehr realistisch. Die Lesenden können sich die Zeit, in der auch Sherlock Holmes agiert haben könnte, gut vorstellen. Die Charaktere haben einige Steampunk-Elemente . Ich sehe die Studentin eines Oxford-Colleges richtig an ihren Experimenten arbeiten. Weitere wichtige Handlungselemente kommen aus Japan. Das Land hatte sich zu jenem Zeitpunkt erst langsam dem Westen geöffnet und war voller Geheimnisse. Quasi Elbenmäßig baut der titelgebende Japanische Uhrmacher mechanische Wunderwerke. Das dritte Element ist ein anfangs sehr naiver britischer Beamter, der mehr und mehr in die seine Rolle findet.

Die phantastischen Elemente treten nie in en Vordergrund, bestimmen aber die Grundmusik des Textes.

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Der Uhrmacher in der Filigree Street von Natasha Pulley ist ein spannendes Fantasy Buch. Die Geschichte spielt im viktorianischen London. Durch eine Taschenuhr, die der Beamte Thaniel Steepleton auf seinem Bett findet, wird er vor einem Bombenanschlag 6 Monate später gewarnt. Verwundert über die mysteriöse Uhr, beginnt er den Hersteller aufzusuchen. Bald schon beginnt neben der Suche nach dem Attentäter eine wunderbare Freundschaft zwischen dem japanischen Uhrmacher Keita Mori und Thaniel. Kurz darauf lernt Thaniel noch die Wissenschaftlerin Grace kennen.
Am Anfang hat mich das Buch sehr begeistert. Die Personen sind wunderbar und eindrücklich dargestellt. Ebenso das Umfeld, egal ob London oder Japan, man kann sich direkt beim Lesen in die Umgebung hineinversetzen. Das Buch ist sehr spannend geschrieben und man fiebert mit und möchte alle Geheimnisse lüften. Das Ende hat mich allerdings enttäuscht. Ich konnte die Handlungen und Entscheidungen der Personen nicht gut nachvollziehen.

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Eine poetische Geschichte um einen fernöstlichen, magischen Uhrmacher in London, einen jungen Londoner, der zur besten Version seiner selbst wird und eine junge Wissenschaftlerin, die sich nach Selbstbestimmung sehnt. Wer Spaß an einer spannenden, atmosphärisch dichten Erzählung mit authentischen Protagonisten in historischem Kontext hat, sollte hier nicht zögern.

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Natasha Pulley - Der Uhrmacher in der Filigree Street

Sein Leben lief ab gleich einem Uhrwerk. Bis er dem Uhrmacher begegnete. »Der Uhrmacher in der Filigree Street« erzählt eine mitreißende, phantastische Geschichte um eine rätselhafte Uhr und einen ebenso spektakulären wie unmöglich aufzuklärenden Bombenanschlag auf Scotland Yard. Das Buch nimmt die Lesenden mit auf eine Reise durch das viktorianische England und das Japan des 19. Jahrhunderts und es eröffnet Türen in eine ganz andere, seltsame und magische Vergangenheit. London, Oktober 1883. Eines Abends kehrt Thaniel Steepleton, ein einfacher Angestellter im Innenministerium, in seine winzige Londoner Mietwohnung heim. Da findet er auf seinem Kopfkissen eine goldene Taschenuhr. Es ist ihm ein Rätsel, was es mit ihr auf sich hat. Sechs Monate später explodiert im Gebäude von Scotland Yard eine Bombe. Steepleton wurde gerade rechtzeitig gewarnt, weil seine Uhr ein Alarmsignal gab. Nun macht er sich auf die Suche nach dem Uhrmacher und findet Keita Mori, einen freundlichen, aber einsamen Mann aus Japan. So harmlos Mori auch scheint, eine Kette von unheimlichen Ereignissen deutet schon bald darauf hin, dass er etwas zu verbergen hat...

Meinung
Dieser Roman, ist mit Sicherheit eine Hommage an Arthur Conan Doyle.
Die Atmosphäre des Londons der viktorianischen Zeit wird liebevoll wiedergegeben.
Die Protagonisten sind absolut bezaubernd und glaubwürdig.
Pulleys fantasievolle Geschichte ließ mich bis zur letzten überraschenden Enthüllung nicht mehr los.
Auch wenn sich der Roman in jeder Hinsicht auf fast jeder Seite als äußerst originell erweist.
Sehr empfehlenswert

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Eines Tages findet der einfache Angestellte Thaniel in seinem Zimmer eine kunstvolle Uhr, die sein Leben auf spektakuläre Art und Weise ändern soll. Es beginnt eine spannende Erzählung im London des ausgehenden 19.Jhdts, die fest verwoben ist mit Ereignissen in Japan in der damaligen Zeit. Der Roman ist außerordentlich vielschichtig. Ein dominierendes Thema ist, welche Auswirkungen Freundschaften scheinbar unterschiedlicher Menschen auf die Gestaltung des Lebens haben. Dieses ist verflochten mit einer Spannenden Handlung, die durchaus an einen Krimi erinnert. Gleichzeitig handelt es sich um ein recht poetisches Buch, dessen Handlung von einer Art magischen Realismus durchzogen ist.
Diese Vielschichtigkeit des Romans hat mir sehr gut gefallen. Mit Begeisterung habe ich das Schicksal des Protagonisten bis zum Ende verfolgt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Figuren sind so liebevoll geschildert, dass man sie auch persönlich liebgewinnt. Ein sehr schönes und empfehlenswertes Buch.

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Eine sehr ruhig erzählte Geschichte im viktorianischen London, mit Steampunk Elementen. Ich mochte Thaniel, er ist ein freundlicher und auch etwas naiver Mensch.

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Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Thaniel als Protagonist war mir von den ersten Seiten an sympathisch und ich konnte mich gut in seine Situation hineinfühlen - sein anstrengenden Job, das Gefühl, sich nie weiterentwickeln zu können, später der Zwiespalt zwischen der Sympathie für Mori und seinem Auftrag vom Ministerium. All das wird sehr nachempfindbar beschrieben. Auch mochte ich es sehr, dass im Buch dieser gewisse, typisch-japanische Flair spürbar wurde. Das Gefühl von Magie, die aber nicht offen zutage tritt, ein Zauber, der in den Dingen verbrogen liegt. Soetwas liebe ich.
Zwischenzeitlich fiel es mir leider dann doch etwas schwer, der Handlung zu folgen - mnachmal machen die Figuren mitten in ihren Gesprächen Gedankensprünge, die für mich nicht immer nachvollziehbar waren und die mich regelmäßig etwas aus dem Konzept gebracht haben. Auch während der restlichen Handlung erforder der Roman manchmal einiges an Konzentration und kann recht verwirrend sein. Clare mochte ich als Person nicht so sehr, aber es ist ja auch vollkommen legitim, nicht nur auf Anhibe sympathische Figuren in einer Geschichte zu haben. Den Uhrmacher Mori mochte ich dafür umso mehr, er ist eine wirklich interessante, faszinierende Figur.
Ich hatte viel Spaß beim Miträtseln, und auch, wenn sich durch die teilweise verwirrenden Stellen vielleicht die eine oder andere Länge ergeben hat, hat mir doch die Atmosphäre durchweg gut gefallen und ich konnte mich sogar mit dem Ende anfreunden. Ein Buch, das ich gerne weiterempfehlen werde!

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Ich bin ganz bezaubert und verzaubert von diesem Buch. Es ließ sich sehr angenehm lesen und ist für die Zeit, in der es spielt irgendwie utopisch. Ich bin stellenweise nicht wirklich schlau aus den einzelnen Charakteren geworden, aber das macht einen großen Teil des Reizes aus - dass man nicht wirklich weiß, was dahinter steckt. Zm Ende hin bin ich über kleine Unstimmigkeiten gestolpert (aus meiner Sicht), die das Gesamterlebnis nicht beeinträchtigen und sehr neugierig auf den nächsten Teil machen. Für alle Physik-, Mechanik- und Fantasy-Begeisterten ein Muss!

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Magisches in der Filigree Street...

London, Oktober 1883. Eines Abends kehrt Thaniel Steepleton, ein einfacher Angestellter im Innenministerium, in seine winzige Londoner Mietwohnung heim. Da findet er auf seinem Kopfkissen eine goldene Taschenuhr. Es ist ihm ein Rätsel, was es mit ihr auf sich hat. Sechs Monate später explodiert im Gebäude von Scotland Yard eine Bombe. Steepleton wurde gerade rechtzeitig gewarnt, weil seine Uhr ein Alarmsignal gab. Nun macht er sich auf die Suche nach dem Uhrmacher und findet Keita Mori, einen freundlichen, aber einsamen Mann aus Japan. So harmlos Mori auch scheint, eine Kette von unheimlichen Ereignissen deutet schon bald darauf hin, dass er etwas zu verbergen hat... (Quelle: Inhaltsangabe – Klett-Cotta Verlag)

Auf dieses Buch war ich im Vorfeld sehr gespannt – die Inhaltsangabe klingt zugleich magisch und spannend. Und genau das ist diese besondere Geschichte auch: Zunächst lernen wir Nathaniel „Thaniel“ Steepleton kennen, ein junger Mann der als Telegrafist im Londoner Innenministerium arbeitet. Sein Alltag läuft immer gleich ab, bis er eines Abends in seiner kleinen Wohnung eine wertvolle Taschenuhr findet. Doch diese lässt sich weder öffnen noch scheint sie zu funktionieren. Als jedoch sechs Monate später eine Bombe im Scotland Yard-Gebäude explodiert, gibt die Uhr kurz vorher ein Alarmsignal ab – und rettet Thaniel damit das Leben. Daraufhin macht sich Thaniel auf die Suche nach dem Hersteller und landet bei dem Uhrmacher Keita Mori. Der Japaner hat eine kleine Werkstatt in der Filigree Street und beherrscht sein Handwerk perfekt. Neben Taschenuhren erschafft er auch kleine mechanische Wunder:

„Thaniel eilte hinüber und hob das Ding auf. Die Mechanik war so wohlgefügt, dass es seinem realen Vorbild auf erschütternde Weise ähnelte. Er setzte den Oktopus schnell auf dem Arbeitstisch ab, von wo er auf Moris Schoß glitt und sich dann um seinen Arm schlang. Mori streichelte ihn geistesabwesend“ – Seite 110, eBook

Katsu, der mechanische Oktopus, wächst den Leser*innen schnell ans Herz.

„Es war ja wirklich ein enormer Triumph, einen kleinen mechanischen Oktopus überlistet zu haben, dessen einziger Ehrgeiz darin bestand, sich die Strümpfe anderer Leute anzueignen.“ – Seite 149, eBook

Zwischen Thaniel und Mori, den einige Geheimisse umgeben, entwickelt sich eine besondere Freundschaft, die noch einiges in Thaniels Leben durcheinander bringen wird….

Angesiedelt in den 1880er Jahren im viktorianischen London kommen die Schauplätze und der damalige Flair hier sehr gut zur Geltung. Gleichzeitig ist die Geschichte gespickt von Steampunk-Elementen, was mir besonders gut gefallen hat. Nach und nach erfahren wir mehr über die Hauptcharaktere und dessen Geheimnisse – es wird überraschend, magisch und auf besondere Weise spannend. Ab und an gibt es immer mal wieder kleine Rückblicke in Moris Vergangenheit, die in Japan beginnt und das Land hier auch eine zentrale Rolle einnimmt. Auch historische Ereignisse werden hier zum Thema.

Neben Nathaniel Steepleton und Keita Mori spielt noch die junge Wissenschaftlerin Grace eine Rolle – ihr Ziel ist es, die Existenz von Äther zu beweisen. Wie diese drei Figuren sich schließlich begegnen, ist interessant zu verfolgen.

„Thaniel blieb stehen. Sie befanden sich nun vor der Tür in dem abgerundeten Lichttrapez teurer Lampen. Sein Drang, Mori Angst zu machen erstarb unter der eisig kalten Einsicht, dass etwas schiefgegangen war.“ – Seite 313, eBook

Die Geschichte selbst ist facettenreich: Die Charaktere, insbesondere Nathaniel, sind sehr gut ausgearbeitet, die Schauplätze detailreich beschrieben – über allem liegt ein kleiner magischer Hauch, der der Story etwas Wundervolles gibt. Leider ist der Handlungsverlauf manchmal etwas holperig und verwirrend – ich hätte mir hier gerne eine etwas klarere Linie gewünscht. Doch trotzdem war ich von Anfang an gefesselt von dieser außergewöhnlichen Geschichte.
Unbedingt erwähnenswert ist noch das wunderschöne und sehr passende Cover.

Mein Fazit: Eine außergewöhnliche Geschichte die eine besondere, magische Note umgibt. Sehr gut gefallen haben mir die eingesetzten Steampunk – Elemente und die gut ausgearbeiteten Hauptfiguren, auch die Atmosphäre der 1880er Jahre ist gelungen. Ab und an ist die Handlung etwas holperig und leicht verwirrend, daher ziehe ich einen halben Stern ab. Dennoch ist dieses Buch ein tolles Leseerlebnis! 4,5 Sterne von mir.

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Thaniel Steepleton findet eine teure Uhr in seinem Zimmer. Sie läuft nicht. Doch eines Tages erwacht sie zum Leben und warnt Thaniel vor einer Bombe. Sie rettet sein Leben. Also macht er sich auf die Suche nach dem Hersteller der Uhr. Keita Mori wohnt in der Filigree Street und ist nicht nur einsam, sondern auch wunderlich. Doch die Begegnung verändert das Leben von Thaniel.

Ich lese eher selten Bücher des Genres. Aber da es neben Fantasy-Elementen auch historische beinhaltet, war ich sehr neugierig. Ich finde die Mischung sehr gut. Die Welt,die beschrieben wird, fand ich spannend. Und gerade was Mori baut, ist echt ziemlich cool. Ich denke, das spricht auch Leser an, die sich für Mechanik interessieren.

Die Personen waren sehr unterschiedlich, von geheimnisvoll bis ihrer Zeit weit voraus. Und dazwischen der brave Thaniel. Wobei mir Grace am Anfang etwas suspekt war und mich ihr Teil immer wieder aus dem Lesefluss gebracht hat. Aber als dann die Verbindung da war, konnte ich auch die vorherigen Kapitel nachvollziehen.

Einzige Enttäuschung für mich war etwas das Ende. Da hätte ich mir mehr Klarheit gewünscht.

Fazit: Ein unscheinbarer Mann entgeht einer Bombe im historischen London. Plötzlich findet er sich in einer anderen Welt und kann die Dinge um sich herum nicht mehr stoppen. Toll!

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Der Uhrmacher in der Filigree Street von Natasha Pulley

Wo kann ich mir so einen coolen Oktopus bestellen? Er darf auch all meine Socken klauen!

Ehrlich - ich kannte nur die groben Eckdates des Buches, als ich mich in dieses viktorianische London begeben habe. London - Ende des 19. Jahrhunderts und eine Prise Magie, hinzukommend noch ein paar nette kleine Bomben, mit denen die Stadt von den Iren terrorisiert wird? Klingt spannend - wird gelesen!


Um so positiver war ich überrascht, als Thaniel mich von der ersten Seite an bei der Hand nahm und mich in sein London entführte. Thaniel, ein Telegrafist im Innenministerium in London, der seine verwitwete Schwester mit ihren beiden Söhnen finanziell unterstützt und dafür Träume und Leidenschaft an den Nagel gehängt hat. Thaniel war mir von der ersten Seite an sympathisch, obwohl ich mich erst ein bisschen in dieses London einlesen musste. Aufgrund einiger unvorhergesehener Ereignisse und einer geheimnisvollen Uhr landet Thaniel in der Filigree Street, wo er von Keita Mori, einem Uhrmacher, in aller seelenruhe mit einem Tee begrüßt wird. Mori bringt viel Japan-Flair mit in die Geschichte - was ich persönlich unglaublich schätze. Die Geschichte bezieht von diesem Punkt an die in diesem Buch existente japanische Community mit ein - mit Feuerwerk, japanischen Sprachfetzen und grünem Tee. Diese kleinen Häppchen der japanischen Kultur zauberten mir immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht. Moris Charakterzüge sind zurückhaltend, formvollendet und liebenswürdig - ja, wie soll man es ausdrücken - schrullig, aber absolut liebenswert. Die Dialoge, die er mit Thaniel führt, waren für mich wie kleine Leuchttürme im Buch. Herrlich spitzfindig und voller unterschwellig sarkastischer Töne. Die beiden Protagonisten habe eine tolle gemeinsame Bühnenzeit. Die dritte Protagonistin ist Grace, eine Oxford-Studentin der Chemie, die Experimente rund um den Äther durchführt. Die drei muss man zusammen erleben, um sie wirklich beschreiben zu können.
Aber mein wahrer Held ist Katsu, der mechanische sockenkleptomanische Oktopus. Ich hatte so viel Spaß mit Katsu, das könnt ihr euch nicht vorstellen.

Ab der Hälfte des Buches hatten mich die Seiten verschluckt. Es wurde witziger, die Figuren hatten mich in ihren Klauen und ließen mich nicht mehr los - und die Geschichte zog merklich an - Für mich hat es sich zu einem richtigen PageTurner entwickelt. Die Welt wollte mich nicht mehr aus ihren Klauen entlassen - sodass das zweite Band gleich nachgeschoben wurde.

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„Der Uhrmacher in der Filigree Street“ ist ebenso faszinierend wie schwer zu „greifen“ – warum? Beginnen wir mit einer Handlungsskizze: Wir befinden uns im viktorianischen England, wo Thaniel Steepleton in seiner neuen Wohnung eine Taschenuhr findet, die ihn sechs Monate später vor einem auf Scotland Yard verübten Bombenanschlag warnt. Nun steht Thaniel vor einem Haufen Fragen: Was hat es mit der Uhr auf sich, wer steckt hinter dem Anschlag auf Scotland Yard, wer hat die Uhr in seiner Wohnung zurückgelassen? Deshalb macht er sich auf die Suche nach dem Uhrmacher und begegnet so dem japanischen Uhrmacher aus der Filigree Street sowie der Wissenschaftlerin Grace – doch damit tun sich die nächsten Herausforderungen für Thaniel auf.

Kommen wir zurück auf die Frage, warum die Geschichte schwer zu greifen sei: Das Buch dürfte zum Fantasy-Genre gehören, hat durch die historischen Bezüge in die viktorianische Zeit und Grace‘ Experimente Steampunk-Anteile, natürlich geht es auch um die Aufklärung des Geheimnisses der Uhr bzw. des Uhrmachers, sodass auch Krimi-Elemente ins Spiel kommen und weil so manches von dem, was da um den Uhrmacher herum geschieht „unheimlich“ ist, sind wir bei der Mystik, naja, belassen wir es bei Fantasy … aber: Das liest sich sehr gut! Die Mischung funktioniert einfach, zumindest für Leute, die die jüngeren Holmes-Filme mit Cumberbatch oder Downey jr. mochten. Natasha Pulley schnappt sich ihre Leser, setzt sie in die Geschichte rein und dort man schaut sich quasi staunend um in diesem von ihr geschaffenen Paralleluniversum. So beobachtet man dann die Wandlung des braven Beamten Thaniel zu einem regelrechten Abenteurer. Diesen wilden Ritt mit stets neuen Wendungen und Überraschungen gestaltet Pulley für den Leser mit einer flüssig lesbaren Sprache, die aber auch nicht zu seicht ist. Lediglich beim Ende könnte man sich fragen, ob es stimmig ist, aber dazu muss man die Lektüre wohl eine Weile sacken lassen. Klare Leseempfehlung!

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Historischer Fantasyroman, der in England und Japan spielt – unvorhersehbar und großartig

Nathaniel, lebt allein, arbeitet für das Innenministerium als kleiner Angestellter und unterstützt mit seinem Gehalt seine verwitwete Schwester und deren Kinder. Sein Leben in London ist ruhig und bescheiden. Bis er eines Tages auf seinem Kopfkissen eine Taschenuhr findet. Diese löst, nur Sekunden bevor eine Bombe im Scotland Yard explodiert, Alarm aus und rettet Thaniel so das Leben. Seine Neugier ist geweckt, er sucht – so verletzt und blutig er nach der Explosion noch ist – den Uhrmacher auf: Keita Mori in der Filigree Street. Der ist freundlich und zurückhaltend und hilfsbereit. Thaniel ist sich unsicher und weiht die Polizei ein, die ihn daraufhin beauftragt, Mori zu beschatten. Wie gut es sich trifft, dass in Moris Haus noch ein Gästezimmer frei ist, in das Thaniel kurzerhand einzieht. Doch sein Gefühl sagt ihm: Mori hat mit der Bombe nichts zu tun, doch zu verbergen hat er sicher etwas, sieht er doch irgendwie die Zukunft voraus. Eine Freundschaft beginnt, die ihresgleichen sucht.

Es passiert so viel in diesem Buch, eine Zusammenfassung fällt mir echt schwer. Zum einen ist da die innige, besondere Freundschaft zwischen Thaniel und Mori, zum anderen Grace, die junge Studentin, die nach Unabhängigkeit und beruflichem Erfolg strebt. Alle kommen irgendwie zusammen, doch nicht einfach so, sondern über verschlungene Wege, die von der Autorin wundervoll geknüpft werden. Gestartet wird im London des Jahres 1884, hin und wieder springt man dann in der Zeit zurück, nämlich ins Jahr 1871 und nach Japan – wo Moris Geschichte erzählt wird. Die ganze Zeit frage ich mich, wie das wohl zusammenpasst, was hier passiert und worauf das alles zusammenläuft. Nichts ist vorhersehbar, es gibt einige Wendungen und von Anfang bis Ende bin ich total gefesselt von der Story, den Charakteren und dem wunderbaren, besonderen Schreibstil von Pulley, der sehr fesselnd, aber auch teilweise fast poetisch und eben sehr sehr schön ist.
„Der Gedanke hatte allerdings so scharfkantige Ränder, dass er ihn lieber nicht berührte“ (Kapitel 25).

Hier stoßen Fantasy, Romance und Historischer Roman in einer Art und Weise aufeinander, die es so denke ich eher selten gibt. Wunderbar ausgearbeitete, sehr detaillierte Figuren, ein atmosphärisches Setting, das reinstes Kopfkino auslöst und eine Story, die schlicht brillant ist.

Fazit: ein leiser, kraftvoller, eindringlicher, besonderer, berührender, fesselnder, spannender, zarter, fantasievoller und unfassbar guter Roman, der noch lange im Gedächtnis bleibt.

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Bei diesem Buch stieß mir zuerst das Cover ins Auge, danach überzeugte mich der Klappentext und letztlich die ganze Geschichte. Doch eins nach dem anderen.
Natasha Pulleys Stil ist angenehm zu lesen. Ihre Worte transportieren eine tolle Stimmung und man hat das Gefühl, sie kreieren Bilder vor dem inneren Auge. Mit jeder Seite zieht sie einen tiefer und irgendwann hat man das Gefühl, als stummer Beobachter ein Teil der Story zu werden.
Das Flair des Viktorianischen Londons fängt sie dabei ziemlich gut ein und auch die Figuren wirken lebendig und authentisch. Gut, nicht jeder ist ein Sympathieträger (leider mochte ich Grace absolut nicht), aber trotz ihrer Eigenheiten, die der Story noch mehr Tiefe verleihen, mag man sie doch zu meist.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings, denn gerade die Sequenzen aus Keita Moris Vergangenheit haben mich ziemlich verwirrt. Ich weiß, sie sollten Erklärungen liefern, doch für mich waren sie teilweise zu exotisch und haben zu viele Namen und Fakten ins Geschehen gebracht, die vielleicht nicht alle nötig gewesen wären.
Dennoch hatte ich viel Spaß beim lesen und lösen des Rätsels, auch wenn ich beinahe bis zum Schluss nicht hinter alle Zusammenhänge gekommen bin. Die Mischung aus Fantasie und Magie mit Wissenschaft und Politik hat mich für einige Stunden meinen Alltag vergessen lassen und gut unterhalten.

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Das Wort 'bezaubernd' benutze ich eigentlich nie, aber hier ist es genau richtig: Dieses Buch ist 'bezaubernd' im wahrsten Sinne des Wortes. Ich glaube, den Stil der Kleidung und die Betonung des Segens der Technik im 19. Jahrhundert - siehe Jules Verne - nennt man Steampunk und das wird wunderbar dezent zum Leser und zur Leserin gebracht, auch wenn er oder sie keine Neigung dazu hat. Man erfährt sehr authentisch, welche Möglichkeiten Frauen zu der Zeit hatten, besser gesagt nicht hatten. Die Sprache ist wunderbar und die Bilder sind so beschrieben, dass man beim Lesen Gebäude, Straßen, Gärten und Parks klar in Gedanken sieht. Das ist sicher auch dem guten Übersetzer, Jochen Schwarzer zu verdanken.

Im England zur Zeit von Königin Victoria kreuzen sich die Wege von vor allem drei Menschen. Die Hauptperson ist Nathaniel Steepleton, genannt Thaniel, weil sein Vater 'Nat' gerufen wurde. Thaniel ist ein Angestellter im Innenministerium, wo er Telegrafen virtuos bedient. Eines Tages findet er eine fest verschlossene Taschenuhr in seinem kleinen Zimmer, wo er zur Miete wohnt. Es kommt der Tag, an dem sich die Uhr plötzlich von selbst öffnet und allerlei schwer- beziehungsweise unvorhersehbare Dinge passieren ab da. Leser und Leserinnen sollten sie selbst lesen, deshalb greife ich hier nicht vor.
Thaniel lernt einen Japaner kennen namens Keita Mori. Der hat ein Zimmer zu vermieten und Thaniel zieht bei ihm ein. Mori ist aus einem japanischen Adelsgeschlecht, hat aber die Liebe zur Mechanik zu seinem Beruf und Lebensinhalt gemacht. Er arbeitet in London in der Filigree Street als Uhrmacher. Sein schier unbegrenztes Vermögen versetzt ihn in die Lage nur die allerbesten Materialien in seinen Uhrwerken zu verbauen, Diamanten als Lager und Gold für Gehäuse und bimetallische Feder. Schon das allein macht seine Uhren zu den besten in London und wahrscheinlich auch darüber hinaus. Hinzu kommen seine genialen Ideen, die alle seine Werke - er erschafft nicht nur Uhren - zu technisch unglaublichen Unikaten mit Eigenschaften machen, die man selbst heutzutage nicht glauben kann. So hat er sich einen Kraken als Haustier gebaut, der sich fast wie ein echtes Tier bewegen kann - also alle acht Tentakeln - Dank vieler eigenen Uhrwerke und eines Zufallsantriebs, der bewirkt, dass sein Verhalten nicht vorhersehbar ist. Keita ist darüber hinaus mit Hellsichtigkeit gesegnet, was ihm oft nicht als Segen vorkommt. Er kann sich an alles, was logisch ableitbar ist, in der Zukunft 'erinnern', wie er es ausdrückt. So sagt er Thaniel voraus, dass sich sein Leben bald grundlegend ändern wird. Es scheint manchmal, als wenn er auf zukünftige Ereignisse Einfluss nimmt.
So kommt Thaniel plötzlich aus dem Innen- ins Außenministerium, wo er mehr verdient und größere Chancen hat. Er lernt auf einem Fest, das er als Angestellter des Außenministeriums zu besuchen hat, die reiche und für ihre Zeit exzentrische Tochter von Lord Carrow, Grace Carrow kennen. Grace will Physikerin werden und arbeitet daran, die Existenz des 'Äthers' zu beweisen. Wenn es ihr gelingt, bekommt sie ein Stipendium, was ihr das weitere Studium ermöglichen würde. Gelingt es ihr nicht, ist sie dazu 'verurteilt' zu heiraten, weil ihr Vater ihr Erbe verwaltet und sie es nur im Sinne einer Mitgift bekommt und nutzen darf, also wenn sie verheiratet ist. Ihr Erbe ist ein Haus, in dem sie sich ein Labor für ihre Forschungen einrichten will.
Es passieren, wie gesagt, seltsame Dinge mit dem einen oder anderen Knalleffekt.
Dieses Buch versetzt einen in eine andere Welt. Es ist spannend und auch unterhaltsam. Ich kann es allerseits bestens empfehlen.

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Ich bin ehrlich gesagt keine Fantasyleserin aber das Cover und der Klappentext haben mich neugierig gemacht..
Das Lesen hat sich gelohnt. Ein tolles, sehr atmosphärisches Buch mit tollen Figuren und einem kleinen mechanischen Oktopus, der Socken klaut.
Eine tolle faszinierende Welt.

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London, Magie, Bomben ...

Ja, "Der Uhrmacher in der Filigree Street" ist ein historisch angehauchter Fantasy-Roman der den Leser authentisch in das London des 19. Jahrhunderts entführt, vorstellbar, wenn auch mit einigen Längen, geschrieben wurde. Die phantastischen Elemente sind nicht im Vordergrund, ebenso wenig wie Action, und dennoch ist es interessant, dem Verlauf zu folgen.
Die Handlung wird durch Perspektiv - Orts & auch Zeitwechsel erzählt, so dass es sich um keinen Roman für Zwischendurch handelt. Überraschend fand ich die wilde Mischung verschiedener Genreelemente, denn neben Fantasy & History, streift Natasha Pulley Steampunk & wirft Krimi Elemente samt zahlreicher Geheimnisse & Fragen ins Geschehen.
Auch wenn ich ereignisreichere Geschichten bevorzuge, fühlte ich mich doch mittendrin & sehr gut aufgehoben.

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Thaniel Steepleton lebt im viktorianischen London ein bescheidenes, ereignisloses Leben als kleiner Angestellter. Eines Tages liegt eine kostbare Taschenuhr mit einer komplizierten, undurchschaubaren Mechanik auf seinem Kopfkissen. Keiner kann sagen, wie sie dort hingekommen ist. Nach Monaten zeigt sich, dass sie eng mit einem Bombenanschlag auf Scotland Yard verknüpft ist. Ein befreundeter Kommissar setzt Thaniel auf die Spur des Uhrmachers, der dieses Wunderwerk konstruiert hat, dem Japaner Keita Mori. Bald verbindet die beiden Männer eine intensive Freundschaft. Mori ist eine äußerst interessante Persönlichkeit mit einer schillernden Vergangenheit und der Gabe, gewisse Ereignisse in der Zukunft zu erkennen und zu manipulieren.
Die Autorin hat einen magischen Plot entworfen, der außerdem die Atmosphäre des 19. Jahrhunderts in London wunderbar einfängt. Die Charaktere sind einzigartig, und vor allem Mori schlägt den Leser in seinen Bann. Auch andere Personen polarisieren sehr schnell durch ihre interessanten Eigenschaften.
Ich habe das Buch mit grosser Freude gelesen und kann es gerne weiterempfehlen.
Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe.
Ich würde den Roman nicht wirklich der Fantasy zuordnen, bin aber trotzdem begeistert.
Die Verknüpfung von Japan und viktorianischen Londen gelingt der Autorin meisterhaft. Es macht großen Spaß zu lesen, wie Thaniel sich verändert und langsam auch wieder mehr Freude am Leben zurückgewinnt.
Obwohl Grace nicht der sympathischste Character ist, sind ihre Kapitel doch immer interessant zu lesen und man kann gut nachvollziehen, wie sie aus ihrer Perspektive ihr Verhalten als logisch erscheint.

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Thaniel Steepleton arbeitet im Innenministerium. Er ist ein einfacher Angestellter. Durch einen Bombenanschlag auf das Innenministerium kann er seine Position dort merklich ausbauen. Diesem Bombenanschlag ist er, wie durch ein Wunder, durch eine geheimnisvolle Taschenuhr dem Tod entronnen. Aber warum? Wie funktionierte dieser Alarm, der ihn gerettet hat?

Er macht sich auf die Suche nach dem Uhrmacher und findet Keita Mori, einen freundlichen, aber einsamen Mann aus Japan. Es entsteht eine tiefe Freundschaft. Aber dann kommt Grace…

Ein verzwickter Steampunk Fantasy-Roman. Das viktorianische England in seiner vollen Blüte. Dann die Verwicklungen zu Japan. Wunderbar beschrieben.

Ich mochte die beschriebenen Personen und das Setting. Es war schwer durchschaubar und machte Spaß. Allein die Figur Grace habe ich als etwas sperrig und unnötig empfunden.

Ich mochte die Geschichte sehr. Sehr schön erzählt und spannend ausgearbeitet.

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Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Sehr spannende und durchaus mitreißende Geschichte. Habe ich sehr gerne gelesen.

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Wie schreibt man eine Rezension zu einem seiner Lieblingsbücher der letzten Jahre, das endlich in der eigenen Muttersprache erscheint?

Ich fand dieses Buch mehr durch Zufall, damals in einem Londoner Buchladen. Es stand direkt neben Pulleys zweitem Buch (The Bedlam Stacks), welches zu dem Zeitpunkt gerade erschienen war und als signierte Ausgabe verkauft wurde. Mich sprach das Cover sofort an und ich bin sehr froh, dass die deutsche Ausgabe das gleiche Cover hat.

Die Geschichte um Thaniel und den Uhrmacher aus der Filigree Street ist eine meiner Lieblingsgeschichten geworden; auch wenn ich mit einigen Rezensenten übereinstimme, das Ende der Geschichte und das Verhalten einiger Charaktere passt nicht ganz zum Rest der Story.

Noch ein kurzes Wort zur Übersetzung - ein mir recht wichtiges Thema : sie ist sehr gut gelungen. Das ursprüngliche Gefühl des Buches war sofort wieder da und ich bin so sehr in die Story eingetaucht, dass ich fast meine Bushaltestelle verpasst habe.

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Ins Auge gefallen ist mir dieses Buch vor allem durch das wunderschöne Cover, hinter dem sich eine spannende, warmherzige und magische Geschichte, voller unerwarteter Wendungen verbirgt und mit detailliert ausgearbeiteten, sympathischen Figuren, von denen manche mysteriös und alle unglaublich sympathisch und interessant sind. Auch das atmosphärische Setting, sowohl im viktorianischen London wie auch die kurzen Passagen in Japan, konnte mich begeistern, so dass ich das Buch in wenigen Tagen verschlungen habe, obwohl ich normalerweise eher weniger im Fanatsy-Genre unterwegs bin.
Achtung: nach dieser Lektüre möchte man unbedingt einen mechanischen Oktopus als Haustier haben.

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Historischer Roman trifft Fantasy und Krimi – anders aber besonders
Den Roman in ein Genre einzuordnen ist gar nicht so einfach. Es ist ein historischer Roman, der in London und Japan des 19. Jahrhunderts spielt, ist eine Kriminalgeschichte und hat gleichzeitig auch Mystery-Elemente.
Der Telegraf Thaniel führt ein durch die Arbeit bestimmtes, man kann auch sagen ein eher langweiliges Leben. Bis er eines Tages zuhause als Geschenk verpackt eine kunstvolle Taschenuhr vorfindet. Diese rettet ihm durch einen Alarm bei einem Bombenanschlag das Leben. Thaniel macht sich daraufhin auf die Suche nach dem Uhrmacher, was sein Leben massiv verändert.
Das Buch ist nicht einfach zu lesen mit seinen zahlreichen Zeitsprüngen und Abhandlungen über Äther. Wenn man sich allerdings die Mühe macht und sich darauf einlässt, lernt man eine wunderbare und fantastische Welt kennen, voller mechanischer Wunderwerke und unkonventioneller Menschen. Dabei bleibt die Story immer überraschend und unvorhersehbar.

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Das Cover hatte mich gleich auf das Buch aufmerksam und neugierig gemacht, denn es ist schlicht und wunderschön gestaltet. Es verrät eigentlich gar nicht viel und doch so einiges, manche Elemente versteht man erst nach dem Lesen. Mir gefällt es also sehr gut und es passt perfekt zur Geschichte.

Auch der Schreibstil hat mich von der ersten Seite an überzeugen können, denn er ist flüssig, detailreich, spannend und wirklich gut zu lesen. Hin und wieder ein bisschen anspruchsvoller, aber das hat mir persönlich sehr gut gefallen. Ich bin gut und ziemlich schnell in die Geschichte reingekommen und wollte es danach eigentlich kaum noch aus den Händen legen. Nicht, weil es immer total spannend, war, sondern eher, weil ich die Charaktere so interessant fand. An sich ist das Buch tatsächlich sogar etwas ruhiger erzählt, wodurch man jedoch die Charaktere besser kennenlernen kann und allgemein tiefer in die Geschichte reinkommt - ich persönlich mag das sehr, kann mir jedoch auch vorstellen, dass es anderen etwas zu ruhig ist.

Thaniel Steepleton ist ein eher ruhiger Protagonist, zumindest am Anfang, der hin und wieder auch ein bisschen eigen sein kann. Ich mag ihn sehr :D Man lernt ihn nach und nach besser kenne, sieht, wie er Freunde findet oder auch eher, wie er und Mori Freunde werden, die anfangs nicht unterschiedlicher sein könnten. Mori ist ein seeehr interessanter Charakter, bei dem ich manchmal nicht so recht wusste, was er vorhat. Aber auch über ihn und seine Vergangenheit erfährt man natürlich nach und nach mehr. Aber auch die ganzen Nebencharaktere spielen eine wichtige Rolle und treten nie zu sehr in den Hintergrund.

Insgesamt ein wirklich gutes Buch, das mir sehr gefallen hat und das ich gerne weiterempfehle. Wie oben schon erwähnt, ist es sehr detailliert geschrieben, wem das gefällt, der sollte sich das Buch mal genauer ansehen, wer das nicht mag, dem empfehle ich vorher vielleicht einen Blick in die Leseprobe zu werfen. Ich möchte nach dem Buch unbedingt mehr von Natasha Pulley lesen, da mir der Schreibstil einfach unglaublich gut gefallen hat.

4,5/5 Sterne

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Eine mysteriöse Geschichte um einen seltsamen Uhrmacher. Eine merkwürdige Uhr, ein Bombenanschlag auf Scotland Yard, das hört sich erstmal spannend an. Trotzdem fand ich es etwas schwierig, mich mit dieser Geschichte anzufreunden. Etwas Spannung kommt nur sehr langsam auf, zumal man sich plötzlich ganz woanders wiederfindet und neue Personen vorgestellt werden. Die Teile fügen sich schließlich zusammen, anders als gedacht, aber doch irgendwie nachvollziehbar. Vielleicht hatte ich auch zu viel erwartet. Die Geschichte ist nicht schlecht, aber so ganz überzeugt hat sie mich dennoch nicht. Ich hatte immer das Gefühl, da müsste noch mehr kommen, warum, kann ich gar nicht so genau sagen. Wirklich mitreißend fand ich es nicht.

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Nathaniel Steepelton arbeitet als einfacher Telegrafist im britischen Innenministerium – vor allem um seine verwitwete Schwester finanziell zu unterstützen. Doch eines Tages findet er eine Taschenuhr in seinem kleinen Zimmer und kann sich nicht erklären, wo diese herkommt. Kurz bevor in Scotland Yard eine Bombe der irischen Unabhängigkeitsbewegung explodiert, stößt die Uhr jedoch einen lautstarken Alarm aus, sodass Thaniel mit nur leichten Verletzungen davonkommt. Noch nachdrücklicher forscht er nun nach dem Hersteller und stößt in der Filigree Street auf den japanischen Uhrmacher Keita Mori…

Natasha Pulley hat mit ihrem Debut „Der Uhrmacher in der Filigree Street“ einen wirklich beachtlichen Roman verfasst, der sich so leicht nicht kategorisieren lässt. Ist er nun Thriller, Mystery-Roman oder historischer Roman? Eigentlich ist er von allem ein bisschen und doch nichts davon, sodass man sich erst einmal offen heranwagen sollte. So erfährt man erst einmal einiges von Nathaniel, von allen nur Thaniel genannt, sein routiniertes und eher freudloses Leben wird dabei gelungen beschrieben, das Auftauchen der geheimnisvollen Uhr bringt dann langsam die ersten rätselhaften Momente mit sich. Das zieht sich über mehrere Kapitel, und auch das ist kennzeichnend für den Roman: Viele Dinge bleiben lange im Unklaren und sorgen für Rätsel – und bevor diese aufgeklärt werden, ist schon das neue große Mysterium vorhanden. Viele Zusammenhänge sind lange unklar, beispielsweise auch zwischen den verschiedenen Handlungssträngen. Denn neben Thaniel und Szenen aus dem alten Japan taucht auch die engagierte Studentin Grace mit ihren komplizierten Familienverhältnissen und ihren sehr eigenständigen Ansichten. Die Spannung kommt dabei wellenweise auf – teilweise konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, stellenweise wirkte es aber auch recht trocken.

In meinen Augen gilt dies jedoch explizit nicht für die historischen Zusammenhänge, die extremistische irische Unabhängigkeitsbewegungen, die Suffragetten mit ihrem Kampf für das Frauenwahlrecht, das sich modernisierende Japan, alles angesiedelt im ausgehenden 18. Jahrhundert. Auch die physikalischen Elemente haben mir gut gefallen, so theoretisch manche der Ideen auch wirken mögen: Der Grundsatz bildet einen sehr spannenden Hintergrund für den Roman. Einige Male fiel es mir jedoch schwer, die Zusammenhänge zu erkennen und alles in Verbindung zu setzen, besonders die Handlungen einiger Charaktere oder Stimmungen in Dialogen konnte ich nicht immer nachvollziehen. Schön ist, dass der Humor in Form eines mechanischen Kraken mit ausgeprägtem Sinn für Chaos und Strümpfe nicht zu kurz kommt. Am Ende gibt es jedoch gleich mehrere Überraschungen, die wenigsten habe ich kommen sehen, obwohl es im Nachhinein betrachtet deutliche Anzeichen gab. Ich habe mich mit der Auflösung sehr wohlgefühlt und fand die Ideen sehr gelungen und stimmig aufbereitet.

Sehr individuell und eigenständig ist „Der Uhrmacher in der Filigree Street“ geraten, der mysteriöse Touch mit vielen Rätseln ist sehr gut in die Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts in London mit gesellschaftlichen Umbrüchen und Gepflogenheiten eingebettet. Auch die Figuren sind nicht sehr konventionell und keine richtigen Helden, sind mir aber schnell ans Gerz gewachsen. Das Ende ist besonders stark und mit einigen sehr überraschenden Momenten versehen, was die durchaus vorhandenen Längen in der Handlung deutlich übertönt hat.

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Eine zauberhafte Geschichte.
Ich fand es allerdings nicht ganz Einfach, Zugang zur Handlung und den Figuren zu bekommen.
Dennoch wirklich ein tolles Buch!

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Eine schöne phantastische Geschichte, die mitreißend erzählt wurde. Hat mir sehr gut gefallen. Werde es definitiv weiterempfehlen.

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Ich muss zugeben, zuerst fand ich nur schwer in die Geschichte. Thaniel war kein spannender Charakter und sein Leben etwas langweilig. Dazu kam noch, dass manche Kapitel an anderen Orten und in der Vergangenheit stattfanden, sodass ich zu den Kapitelüberschriften wechseln musste, um mich neu zu orientieren.

Trotzdem entwickelte die Geschichte irgendwann einen Sog, dem ich mir nicht entziehen konnte. Das lag vor allem an Mori, dem Uhrmacher. Was er alles allein durch Mechanik erschaffen hatte hörte sich wahrhaft magisch an und gerne hätte ich seine Werke mit eigenen Augen gesehen. Aber auch sonst war er ein interessanter Charakter. Er verbarg ein Geheimnis, auf dessen Spur Thaniel nur langsam kam. Ich als Leserin hatte so eine Theorie, aber ganz sicher war ich mir nie.

Ich habe nicht viel Ahnung vom 19. Jahrhundert und lese nur selten historische Romane und so war es faszinierend in das London im Jahr 1884 einzutauchen. Die Autorin Natasha Pulley beschreibt so bildhaft die damalige Zeit, als würde ich sie selbst erleben. Die vom Ruß geschwängerte Luft durch die Dampflock, das Klicken der Telegraphen oder einfach nur die Umgangsformen in der Gesellschaft. Es kam vor, dass ich einen Witz oder eine Anspielung nicht verstand, da mir die Gepflogenheiten zu der Zeit nicht vertraut waren. Manchmal holperte ich durch Sätze, da mir ihr Sinn nicht begreiflich war. Aber da diese Umstände keine große Rolle spielten, konnte ich leicht darüber hinweg lesen.

Zum Ende wird es richtig spannend. Während die Geschichte eher ruhig die ganze Zeit erzählt wurde, beginnt sie zum Schluss Fahrt aufzunehmen und ich konnte mir ihr nicht mehr entziehen.
Durch einen gewissen Umstand, den ich hier aber nicht Spoilern möchte, war es mir wie Thaniel und anderen Protagonisten nicht möglich, den Verlauf der Geschichte zu erahnen. Wendungen waren möglich, die aber nicht eintrafen. Ich fragte mich immer wieder, mit dem Wissen, das ich als Leserin hatte, wie es wohl weitergehen könnte.

Das Ende kam schnell und überraschend, und irgendwie auch nicht. Überraschend deshalb, weil ich nie auf die Person gekommen wäre, die der Bombenleger war. Was mich aber nicht überraschte war das Glück, das andere Protagonisten fanden.
Ich habe Thaniel und Mori sehr ins Herz geschlossen und würde gerne wissen, wie es den beiden so ergeht und fand das Ende dahingehend dann doch etwas zu kurz. Es gibt auf englisch schon einen zweiten Band und hoffe, dass dieser auch übersetzt wird!

Wer sich gerne ins London des 19. Jahrhunderts begeben und den Hauch von Magie erleben möchte, sollte auf jeden Fall in die Geschichte reinlesen. Gerade die Beschreibungen der damaligen Zeit finde ich sehr gelungen und authentisch. Ansonsten hat die Geschichte für mich einen ruhigen Spannungsaufbau, den manche eventuell langweilig finden könnten. Doch ich finde er passt zu den Protagonisten und dem Umfeld, in dem „Der Uhrmacher in der Filzigere Street“ spielt.

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Diese Geschichte findet ihren Anfang in London des Jahres 1883.

Thaniel Steepleton ist Telegrafist und arbeitet für das britische Innenministerium. Mit dem Geld, das er verdient, finanziert er nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner verwitweten Schwester und ihren zwei Söhnen. Als er jedoch eines Tages nach Hause kommt und eine besonders gefertigte Taschenuhr in seiner Wohnung vorfindet, deren Anhänger mit seinem Namen beschriftet ist, stellt dies sein bisheriges Leben auf den Kopf. Es beginnt in dem Moment, als die Taschenuhr gerade noch rechtzeitig sein Leben bei einem Bomenanschlag rettet.

Zu Anfang habe ich mich in den scheinbar verworrenen Handlungssträngen zurechtfinden müssen. Allerdings dauerte es nicht lange und alles ergab für mich Sinn. Die Story spielt nicht nur im viktorianischen London, sondern auch – zu meiner großen Freude – in Oxford. Weiter führt die Geschichte den Leser nach Hagi (Japan), und auch wenn ich mich im asiatischen Raum weder geografisch noch kulturel auskenne, so fügt sich dieser Teil der Handlung wunderbar in das Gesamtbild der Geschichte.

Auch wenn sich die Story teilweise etwas in die länge zieht, so haben mich die unterschiedlichen Charaktere und die Idee überzeugt. Eine Geschichte verworren wie ein Uhrwerk. Außergewöhnlich!

Das Cover passt 100% und ist absolut gelungen!

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Der Uhrmacher in der Filigree Street entführt uns in ein viktorianisches London, das alte Japan um dann noch fantastische Elemente mit einfließen zu lassen, so das ein ganz besonderer Mix entsteht, der einen so schnell nicht mehr los läßt.
Die Erzählart ist so herrlich unaufgeregt und ruhig, erinnert mich ein bisschen an Neil Gaiman, aber ist, wie bei Herrn Gaiman, weit entfernt davon langweilig zu sein.
Es gibt so wundervolle steampunkige Ideen. Katsu, der Oktopuss wächst einem doch sehr ans Herz. Dazu kommt eine gewitzte Form mit den Zeitlinien zu spielen. Ich finde es sehr schwierig, das ganze irgendwie zu beschreiben und schlicht unmöglich es in eine Schublade zu stecken.
Meine Empfehlung laut3t aber sich einfach mal drauf einzulassen und zu genießen. Für mich das richtige Buch um es mit einer Tasse Tee, ein paar Keksen und einer Kuscheldecke im Herbst auf dem Sofa zu genießen.

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Wie in einem Uhrwerk greifen auch hier die vielen Rädchen ineinander, die die Geschichte am laufen halten - außergewöhnlich!

Ein äußerst ungewöhnliches Buch und völlig anders, als ich es erwartet habe!

Thaniel Steepleton ist ein bescheidener und pflichtbewusster Mitarbeiter im Innenministerium von London im Jahr 1883, als eine Bombenanschlag angekündigt wird. Die ständige Bedrohung der irischen Nationalisten ist ein ernstes Problem und spielt hier immer im Hintergrund mit. Ein bisschen hat mich das ganze auch an einen Spionage Thriller erinnert, denn der phantastische Anteil kommt eher auf Umwegen und sehr dezent daher.

Thaniel findet nämlich eine goldene Taschenuhr auf seinem Kopfkissen, die sein weiteres Leben völlig auf den Kopf stellen wird. Welche Bewandtnis es damit auf sich hat, verrate ich an dieser Stelle nicht ;)
Die Uhr führt ihn jedenfalls zu Keita Mori, dem japanischen Uhrmacher in der Filigree Street, dessen Vorliebe für mechanische Spielereien eine ganz besondere Bewandtnis hat.
Besonders ist auch die Beziehung, die sich zwischen den beiden entwickelt: Einerseits geprägt durch Thaniels Misstrauen, andererseits aber auch durch die zurückhaltende Offenheit von Mori, was zuerst eine unstimmige Verbindung spürbar macht, im Verlauf aber Entwicklungen durchmacht, die nicht wirklich greifbar sind, man aber dennoch wahrnehmen kann.

Thaniel fand ich eine sehr interessante Figur. Er ist eigentlich ein Künstler, der Musik und das Klavierspiel liebt, aber alles aufgegeben hat, weil er seine alleinstehende Schwester mit ihren Kindern finanziell unterstützen muss. Sein Leben wirkt trist und eintönig und er scheint keine Veränderung in der Zukunft zu sehen.

Der Charakter des Uhrmachers bleibt undurchsichtig, bis man etwas mehr über seine Person in Rückblicken aus seiner Vergangenheit in Japan erfährt.
Ebenso vage hab ich Grace wahrgenommen. Eine wissenschaftlich ambitionierte Studentin, die aus den Konventionen ausbrechen und ihren eigenen Weg gehen will, dem sich allerdings die Familie entgegen stellt.

Alles wird sehr ruhig erzählt, unaufgeregt und in einem gemächlichen Tempo, dem ich mich gut anpassen konnte. Etwas gestört haben mich die plötzlichen Sprünge in andere Szenen und bei manchen Dialogen war ich mir nicht sicher, ob ich den Sinn dahinter tatsächlich verstanden habe. Man muss hier schon etwas konzentrierter lesen, um nichts zu verpassen, bekommt aber dafür auch einen sehr ausgefeilten Stil mit vielen leisen Hintergrundtönen geboten, der mir wirklich gut gefallen hat.
Dabei streift alles oft immer nur die Oberfläche und es dauert etwas, bis man tiefer eintaucht, wenn man zwischen den Zeilen liest und sich dann alles wie Zahnrädchen ineinander fügt.

Wissenschaftliche Thesen und Magie werden hier gegeneinander aufgewogen und das Konzept dahinter fand ich sehr faszinierend. Ohne zu spoilern ist es schwierig, mehr darüber zu sagen - es ist defintiv mal was ganz anderes, nicht unbedingt neu, aber in der Zusammensetzung auf jeden Fall einzigartig.

Man darf keinen typischen Fantasyroman erwarten: es geht um Spionage, Rebellion, den Willen zur Umsetzung der eigenen Wünsche und was man dafür in Kauf nimmt. Um die Entscheidungen, die man trifft, um Schicksal und Zufall, und die Manipulation der zwischenmenschlichen Beziehungen, der auch eine Art Magie innewohnt.
Manches hätte dabei etwas klarer sein können, andererseits entwickelt das Ganze gerade durch die Latenz eine sehr ausgefallene Wirkung - wobei die Nähe zu den Charakteren ein bisschen auf der Strecke bleibt.
Auch die dezente Liebesgeschichte war zwar kaum spürbar, hat in ihrer Dosis aber genau gepasst und empfand ich als perfekt inszeniert.

Zum Ende hin gibt es einige Überraschungen und eine tolle Auflösung mit einem überzeugenden Abschluss.
Trotz der minimalen Kritikpunkte fand ich es insgesamt sehr fesselnd auch ohne reißerisches Drama und grade die ungewöhnlichen Figuren, die in kein Schema passen, hatten ihren eigenen ganz individuellen Charme.

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…ist ein Buch, das man nicht um der Phantastik willen lesen sollte, sondern allein wegen der
wunderbaren Geschichte, die um den einfachen Telegraphisten Thaniel und den japanischen
Uhrmacher Keita Mori gesponnen wird!
Auch die Physikstudentin Grace und ihr Bekannter Matsumoto wachsen einem schnell ans Herz.
Auf keinen Fall aber will ich den mechanischen Kraken Katsu vergessen, den wohl jeder gerne als
Haustier hätte!
Ein schönes Buch über Freundschaft, ja Liebe (?), Hellsehen und ein kleiner Kriminalfall im
viktorianischen London!

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Nathaniel, von allen nur Thaniel genannt, führt ein routiniertes und freudloses Leben, als plötzlich eine geheimnisvolle Uhr auftaucht und eine Kette von rätselhaften Ereignissen auslöst. Bevor ein Rätsel aufgelöst wird, taucht schon das nächste Mysterium auf. Die Spannung kommt dabei wellenweise auf - teilweise konnte ich das Buch nicht eine Sekunde weglegen, stellenweise wirkte es aber auch trocken. Schön fand ich, dass der Humor in Form eines mechanischen, Strümpfe stehlenden Kraken dargestellt wurde. Am Ende gibt es gleich mehrere Überraschungen, von denen ich nur wenige habe kommen sehen, obwohl es im Nachhinein den ein oder anderen Hinweis dazu geben hatte. Sehr gefallen hat mir nicht nur das viktorianische London, sondern auch das spürbar japanische Feeling, der Zauber, der in den Dingen verborgen liegt, dieser schöne Hauch von Magie. Den Uhrmacher Mori mochte ich auf Anhieb und war gespannt, immer mehr von ihm zu erfahren. Beim Lesen machte mir das Miträtseln viel Spaß, auch wenn sich durch teilweise verwirrende Stellen vielleicht die ein oder andere Länge ergeben hat, gefiel mir die Atmosphäre, die sich durch die Geschichte hindurch zog, wirklich gut und ich konnte mich auch mit dem Ende anfreunden. Alles in allem ein gelungenes Debüt von Natasha Pulley!

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Was im ersten Moment wie ein ein Krimi beginnt entwickelt sich in atemberaubenden Tempo zu einer phantastischen Story mit unerwarteten Wendungen. Nur vorhersehbar durch den Uhrmacher, der seiner Zeit weit voraus ist und mit hellseherischen Fähigkeiten auch Einfluss auf zukünftige Entwicklungen nimmt.
Außerdem möchte man nach der Lektüre auch gerne einen kleinen mechanischen Oktopus sein Eigen nennen. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung...

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Zu Beginn fragte ich mich, worauf die Handlung zu steuern könne. was sollte passieren, was würde passieren?
Nach und nach konnte ich mich dann aber immer besser auf die Art und Weise, wie Polley ihre Geschichte erzählt einlassen. Je mehr mir das gelang, desto besser gefiel mir der Roman. Die Handlung entwirrte sich und ich fand vieles daran zunehmend ziemlich interessant. Mir gefiel auch, wie Steampunkelemente in die Handlung gewoben werden.

Hi und da wäre es vielleicht dennoch gut gewesen etwas mehr Spannung auf zu bauen. Denn der Roman plätscherte eine ganze Weile so vor sich hin. Nach und nach machte dies aber immer mehr Sinn und auch das trug dazu bei, dass mir "Der Uhrmacher in der Filigree Street" immer besser gefiel.
Dabei muss ich aber auch sagen, das mir die Figur Grace extrem unsympathisch wurde, sie handelt sehr egoistisch und sie tat mir ehrlich gesagt an vielen Stellen in keiner Weise leid.. Zu Mal sie gegen Ende eine Entscheidung trifft, sie meiner Meinung nach mit nichts entschuldigen ist...
Aber im Endeffekt ist so oder so Thanial die Hauptfigur, er trägt sie Geschichte und die meiste Zeit erleben wir als Leser*innen sowieso alles aus seiner Perspektive. So hat er sich langsam in mein Herz geschlichen. Auch der Geheimnisvolle Uhrmacher Mori hat sich nach und nach dazu gesellt. Außerdem ist gerade er die eigentlich wirklich besondere Figur des Romans.

Ich denke das der Roman vielleicht auch manchmal sperrig wirkt, weil er nicht unbedingt gängigen Lesegewohnheiten folgt und die Autorin hier auch einfach mal etwas ausprobiert hat. Das kann einem dann gefallen oder eben nicht. :)

Ich persönlich bin tatsächlich so weit, das ich trotz meiner ganzen Kritik keine großen Abzüge machen möchte. Dieser kommt dann auch dadurch zu Stande, das der rote Faden an einigen Stellen stärker hätte herausgearbeitet werden müssen. Es stimmt auch, so ganz weiß man am Ende noch nicht was man davon halten soll. Andererseits hat der Roman eine Fortsetzung und ich vermute schon, das sich manches noch klären könnte. Auch durch die Art und Weise wie die Geschichte mit Zeit, Zukunft und Wahrscheinlichkeiten arbeitet..
Ich habe die Geschichte jedenfalls mit einem lachenden und einem Weinenden Auge verlassen. Wie es ein sollte, wenn man ein wirklich gutes Buch gelesen hat.

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Was ganz spannend mit einem Bombenanschlag begann, plätscherte dann doch nur noch so vor sich hin. Aber fertiglesen musste ich es schon. Ich fand es etwas vorhersehbar und die schwule Komponente habe ich nicht erwartet. Aber trotzdem geheimnisvoll genug um dran zu bleiben.

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London, 1883: In einer Zeit, als London immer wieder von Anschlägen der irischen Untergrundbewegung Clanna-Gael erschüttert wird, arbeitet Thaniel Steepleton im Innenministerium. Eines Tages erhält er eine goldene Taschenuhr als anonymes Geschenk, und ein halbes Jahr später warnt ihn ein Signal dieser Uhr vor einer Explosion und rettet ihm so das Leben. Thaniel wendet sich an den Hersteller der Uhr, Keito Mori, und freundet sich mit dem rätselhaften Japaner an, der offenbar in die Zukunft sehen, wenn nicht sogar sie beeinflussen kann.
Als Mori verdächtigt wird, ein Bombenleger zu sein, gerät Thaniel in einen Loyalitätskonflikt.

Diese faszinierende Geschichte mit ihren ungewöhnlichen Charakteren birgt viele überraschende Entwicklungen und bleibt bis zum Schluss unvorhersehbar. Toll zu lesen, sehr fesselnd. Die größeren Zusammenhänge werden erst nach und nach erkennbar. Wunderbar atmosphärisch und geheimnisvoll.

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Schön geschrieben, angenehm zu lesen. Interessante Charaktere, die in ihrem Handeln nie eindimensional wirken. Vielleicht manchmal ein bisschen kompliziert vom Handlungsverlauf.

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Tatsächlich würde ich den Titel keinesfalls als Fantasy bezeichnen, nur weil ein Hellseher darin vorkommt. Diese eine mystische Note ist die Garnitur auf einem ansonsten gut recherchierten historischen Roman.
Für mich ist das Setting im viktorianischen England und die Details über das Alltagsleben und den Stand der Technik das Interessanteste an dieser Geschichte. Auch die gesellschaftlichen Verhältnisse der verschiedenen Schichten und der verschiedenen Geschlechter sind spannend zu erfahren, dazu ein Hauch Japan und Politik inklusive Terrorismus - ich habe eine Menge gelernt.
Obwohl ich die Hauptfigur nicht unsympathisch finde und auch den japanischen Uhrmacher sowie die von Experimenten begeisterte Studentin : Ich muss zugeben, so recht hat mich keine der Figuren gepackt. Bis zum Ende, als es nach einigen Längen dann doch dramatisch wird - da endlich offenbarte sich eine für mich nicht erwartete Liebe, es mussten Entscheidungen gefällt werden und ich als Leserin
habe einige lose Fäden zusammenführen können. Dieser letzte Teil des Buches hat mich dann auch gefühlsmäßig mitgerissen und mit den vorigen Unverständlichkeiten versöhnt, wo ich einige Male im Ungewissen schwebend eher geraten haben , wie etwas gemeint war. Auch finde ich, das Ende durchaus als Happy End bezeichnen zu können, unerwartet aber mir immer willkommen.
Geblieben ist mir die Erinnerung an die seltsame hellseherische Gabe des Uhrmachers, wie er damit umgeht und verschiedene Leben beeinflusst und auf Ereignisse hinarbeitet - das ist einfach faszinierend !

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Der Uhrmacher in der Filigree Street ist ein schwer einzuordnender Roman. Thriller? Fantasy? Historisch? Irgendwie bietet Nathasa Pulley alles davon ohne sich festlegen zu wollen. Das macht vielleicht auch den Reiz des Romans aus, der sich mehreren Genres zuordnet, aber keinem vollständig, so dass der Leser immer wieder Überraschungen erlebt. Natürlich kann man davon ausgehen, einen historischen Roman vor sich zu haben und der phantastische Teil ist oft so subtil, dass er sich perfekt in die Zeit einpasst. Niemand schleudert Feuerbälle und Drachen tauchen auch nicht auf, aber hier und da merkt man doch, dass es nicht ganz ohne Fantasy geht.
Die Hauptpersonen scheinen auf den ersten Blick nichts besonderes zu sein: Der farblose, langweilige Thaniel, die experimentierfreudige Studentin Grace und der einsame Mori, ein Japaner in einem fremden Land. Nach und nach erfährt der Leser mehr und mehr, nicht nur über die Charaktere, auch über die Zustände der damaligen Zeit (die Situation Japans, der Kampf um das Frauenwahlrecht, die Arbeit von Telegrafisten und Uhrmachern ...).
Vieles bleibt lange im Unklaren und oft kann der Leser nicht einmal erahnen wohin sich die Geschichte entwickeln wird. Obwohl die Spannung nicht auf der Strecke bleibt, gibt es auch ruhige Szenen, die aber mehr über die Charaktere offenbaren und hin und wieder auch für witzige Untertöne sorgen (mein Lieblingscharakter ist Katsuo, der Oktopus ... aber ich verrate nicht, wie er in die Geschichte einzuordnen ist).
Stellenweise wirkt der Roman trocken, aber das wirklich überraschende Ende entschädigt für jegliche Unzulänglichkeiten, die man bis dahin "erleiden musste".
Wer actionreiche Fantasy erwartet, wird mit diesem Buch wenig anfangen können. In gewisser Weise bleibt Der Uhrmacher in der Filligree Street nahe an der Realität, aber bietet dabei mehr als es epische Schlachten oder Magierduelle könnten. Subtil auf der einen Seite, spannend auf der anderen. Und nachdem man das Buch gelesen hat wünscht man sich sofort mehr.

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Ein tolles Buch!
Zwar lese ich selten Fantasay, aber da diese Geschichte im viktorianischen London spielt, habe ich mal wieder einen Versuch gewagt und bin belohnt worden.
Es gibt drei Hauptfiguren, die erst nach und nach in der Geschichte aufeinandertreffen:
Thaniel, ein sanfter junger Mann, der pflichtbewusst im Telegrafenamt eines Ministeriums arbeitet und seine verwitwetet Schwester unterstützt. Sonst ist sein Leben recht ereignislos - was sich mit Beginn dieser Geschichte ändern wird...
Grace, eine junge Frau, der erstaunlicheweise von ihrer konservativen Familie gestattet wurde, einige Jahre in Oxford zu studieren; nun aber sollen diese "Faxen" ein Ende haben und sie sich endlich verheiraten. Sie ist ihrer Zeit deutlich voraus und eckt damit häufig an.
Mori, Uhrmacher und ursprünglich japanischer Adeliger,der die titelgebende Uhrmacherwerkstatt in London betreibt, über einige erstaunliche Fähigkeiten und spannende Objekte verfügt.
Durch einen Bombenanschlag auf´s Ministerium wird die Geschichte angestossen und welche der Figuren wie darin verstrickt ist, birgt die ein oder andere Überraschung. Die Figuren durchlaufen alle eine Entwicklung, die sich langsam entfaltet. Interessant fand ich auch den Bezug zur japanischen Geschichte und der jap. Community im London jenerZeit. Spannend zu lesen und eine ganz besondere Atmosphäre, die mir sehr gut gefallen hat!

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Eine toller fantastischer Roman, den ich schon nach wenigen Seiten nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Geschichte ist fantasievoll und kreativ, spielt zu aufregenden Zeiten und an interessanten Orten. Die Figuren sind besonders,, mysteriös und spannend. Das Cover ist mir gleich ins Auge gefallen und passt ganz wunderbar. Von mir gibt es fünf Sterne.

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Ich nutze Netgalley für einen ersten Lesedruck, dann, im besten Fall, das Buch ganz zu lesen und anschließend zu besprechen!
Nicht immer beeindrucken mich die Bücher positiv.
Dann nehme ich von einer Beurteilung Abstand.
Mein Credo ist eben #liesdichglücklich.
Ein grundsätzliches Dankeschön an den Verlag und Netgalley!

Alle positiven Besprechungen finden sich als Buchempfehlung
bei Instagram #fraumitzopf

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Ein geheimnisvoller Uhrmacher und ein einfacher Angestellter Telegraphist treffen aufeinander. Nach und nach beginnt eine Freundschaft, welche auch durch dunkle Machenschaften und Ereignisse nicht zerbricht. Das Cover ist dunkel gehalten. Der Leser erkennt in einem verschnörkelten Rahmen eine Taschenuhr, welche in der Zeit um 1895 den adeligen oder gebildeten Menschen oft vorbehalten war. Der Klappentext gibt eine kurze und prägnante Einführung ohne wesentliche Details zu verraten.
In der Geschichte geht es um den jungen Angestellten im Innenministerium Thaniel Steepleton welcher aufgrund einer Reihe von Bombenanschlägen und einer mysteriösen Taschenuhr, welche bei ihm in der Wohnung versteckt wurde auf den sonderbaren Uhrmacher Keita Mori trifft. Schon bald lernt er diesen sonderbaren Kauz kennen und schätzen und begibt sich mit ihm auf die Suche. Dabei kommt er an einen Punkt in seinem Leben, an dem er an fast allem zu Zweifeln beginnt. Der Hauptdarsteller ist eine interessante Persönlichkeit. Er kommt sehr einfach und unbefangen daher. Trotz seiner eher konservativen Haltung ist er Menschen gegenüber sehr aufgeschlossen. Diese Haltung hilft ihm bei dem eher kauzigen Keita Mori sehr. Keita Mori ist der interessante Charakter dieses Buches. Technik und detailverliebt auf der einen Seite im menschlichen Alltag eher zurückhaltend und trotzdem auf der Suche nach Freundschaft und Anerkennung. Ich fand diesen kauzigen aber auf seine Art liebevollen Uhrmacher sehr sympathisch und habe diesen in mein Herz geschlossen. Als bedeutsame Nebendarsteller der Geschichte sind die junge Studentin Grace und ihr Studienkollege Matsumoto zu nennen. Ebenso zu erwähnen ist der mechanische Oktopus Katsu welcher dieser Geschichte eine sehr lustige und liebevolle Note verleiht.
Die Spannung der Geschichte lebt von der Entwicklung der Attentate und der Entdeckungen von Steepton und Mori. Das Ende ist sehr interessant und ich hatte dies so nicht erwartet. Der Aufbau der Geschichte ist gut und übersichtlich. Es sind einzelne Zeitsprünge zu verzeichnen, welche aber in sich logisch dargestellt sind und der Leser kein Problem hat der Erzählung zu folgen. Der Schreibstil ist flüssig und in schöner Sprache vom Übersetzer Jochen Schwarzer übersetzt worden. Als Zielgruppe des Romans kommen Anhänger historischer Romane, sowie Freunde von schön erzählten Geschichten in Frage. Das Fazit ist positiv. Eine schöne Geschichte mit sehr interessanten Persönlichkeiten welche im viktorianischen London spielt. Ich kann diese gut und gerne empfehlen.

Bitte beachten die Rezension geht erst am 15.11..2021 auf unseren Kanälen online. Vielen Dank.

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Eine unterhaltsame Geschichte die dem Leser etwas Geduld abverlangt.
Dafür wurden die Personen und die Settings so ausführlich beschrieben, dass man meinte daneben zu stehen.
Mir gefällt das. Hoffentlich wird der nächste Band auch übersetzt, denn ich würde gerne wissen was aus Katsu geworden ist.

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Hallo ihr Lieben, heute mal wieder ein Tipp für alle, bei denen es in Büchern gerne ein bisschen ungewöhnlich zugehen darf 😊: Der Uhrmacher in der Filigree Street von #natashapulley.

London 1884: eine Bombenserie erschüttert die Stadt. Erst gibt es einen Anschlag auf die Victoria Station, etwas später auf 3 weitere Gebäude - unter anderem das Scotland-Yard-Gebäude. Nur durch eine Uhr, die einige Zeit vorher plötzlich in seinem Zimmer auftaucht,
überlebt Thaniel den Anschlag. Sein erster Weg führt ihn daher zu dem Mann, der diese Uhr gefertigt hat: dem Uhrmacher Keita Mori. Auch die Polizei nimmt diese Spur auf, denn alle Bomben hatten Zeitzünder...

Klingt erstmal 'nur' nach einem historischen Krimi (beruhend auf den Anschlägen, die es tatsächlich in diesem Jahr gab). Das Buch bietet nach und nach aber doch einige fantastische Elemente, denn der Uhrmacher kann noch einiges mehr als Uhren herzustellen 😊. Die Geschichte spielt stellenweise auch in Japan, hier erfährt man etwas mehr über Moris Vergangenheit und das alte Japan.
Generell haben mir die Schilderungen bzw das Einflechten der vielen historischen Zusammenhänge im Buch sehr gut gefallen, sie vermitteln einen lebendigen Eindruck der damaligen Zeit.

Nicht richtig warm geworden bin ich leider mit Grace, einer jungen Frau die im Laufe des Buches mit Thaniel in Kontakt tritt, dafür habe ich Thaniel und Keita Mori umso mehr ins Herz geschlossen.

Es wird auch eine Liebesgeschichte angedeutet, allerdings ohne tiefer zu gehen. Aber das kann ja noch werden: das Buch ist der Auftakt zu einer mehrteiligen Reihe - ich bin schon gespannt!

Für mich eine toll geschriebene Geschichte, in die ich gerne eingetaucht bin. Wer Fantasy mag, aufgepasst: für mich ist es kein Buch, das ich ins Fantasygenre einordnen würde, sondern eher historischer Krimi mit Fantasyelementen :). Nicht, dass es hier zu Enttäuschungen kommt 😉.

Erschienen im @klettcottaverlag

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Als ich Natasha Pulleys "Der Uhrmacher in der Filigree Street" das erste Mal gesehen habe, wollte ich es schon des wunderschönen Covers wegen unbedingt lesen. Ich habe es in wenigen Tagen gelesen und sehr genossen. Das Setting verspricht zur Jahreszeit passende Unterhaltung: Viktorianisches England, jede Menge Uhren und Steampunkgedöns (allen voran ein mechanischer Oktopus namens Katsu), literweise Tee und das alles kombiniert mit spannenden historischen Grundlagen.

Es beginnt mit von irischen Nationalisten verübten Bombenanschlägen, die es aufzuklären gilt. Und Tee wird hier nicht primär britisch getrunken, sondern japanisch - denn beim titelgebenden Uhrmacher handelt es sich um den mysteriösen, wohlhabenden Japaner Mori. So erhalten wir auch einen Einblick ins Japan des 19. Jahrhunderts und die Lebenswelt der in den 1880ern in England lebenden Japaner*innen. In diesem Kontext wundert sich der Telegrafist Thaniel über eine seltsame Uhr, die er bei sich findet und knüpft Kontakt zum geheimnisvollen Keita Mori, während die Physikstudentin Grace versucht, die Existenz des Äthers zu beweisen, der Magie, Hellseherei und ähnliches ermöglichen soll.

Neben einer sehr authentischen Atmosphäre und spannenden Infos über mir bisher unbekannte Teile britischer Geschichte mochte ich die Charakterzeichnungen sehr - und zwar nicht unbedingt, weil die Charaktere besonders sympathisch wären, sondern aufgrund der Komplexität und Empathie, mit der Pulley ihre Figuren entwirft. Es sind Individuen, die teilweise gerade gegen die Schubladen verstoßen, in die man sie geneigt ist, zu stecken, Menschen, die man erst meint, zu mögen, und die man dann zunehmend unsympathischer findet gibt es ebenso wie jene Figuren, denen gegenüber man erst distanziert ist, um dann irgendwann zu merken, wie sehr sie einem ans Herz gewachsen sind.

Ich will nicht spoilern und kann deshalb nur so viel sagen: Es wird sehr realistisch dargestellt, welche Rolle der Ehe und gesellschaftlichen Konventionen in der damaligen Zeit zukam, ohne, dass eine kitschige Liebesgeschichte im Zentrum stünde. Stattdessen geht es um Freundschaft, Verrat, Geheimnisse, Verschwörungen und Magie. Ich habe das Buch sehr genossen und bin traurig, dass ich die Figuren schon wieder verlassen muss.

Was mich etwas gestört hat, war, dass in der Übersetzung teilweise rassistische Wörter reproduziert wurden, bei denen ich nicht wusste, ob das im Original auch der Fall ist, oder der Übersetzung geschuldet.

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Es fiel mir erst schwer, in die Geschichte zu finden. Der großartige, feine Schreibstil hat mich aber so in den Bann gezogen, dass ich nicht aufhören konnte. Das Fantasy-Element ist nicht im Vordergrund, bestimmt aber den Takt des Buches. DIe Handlungsstränge, die nach und nach zusammen laufen, sind gut durchdacht. Zum einen ist da ein japanischer Adliger, der aus Leidenschaft (aber nicht nur) in London dem Uhrmacherhandwerk nachgeht, ein britischer Beamter und eine junge, selbstbestimmte Frau, die stark wissenschaftlich und weniger an gesellschaftlichen Konventionen interessiert. Der Titel ergibt eine stimmungsvolle Gesamtkomposition, die mir sehr gefallen hat. Auch weil es mal ein interesannter, neuer Plot ist.

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Außergewöhnlich

Ja, was ist das für ein Buch, in welches Genre passt es? In keines so richtig, denn es ist ein großer Genremix, der hier verwendet wird. Das Buch führt uns in ein viktorianisches England und nach Japan, ist also ein historischer Roman. Doch es gibt auch Elemente von Steampunk hier und ein Kriminalroman ist es auch. Und dann gibt es auch noch Fantasyelemente. Und ein wunderbar gestaltetes Buch, also auch etwas fürs Auge. Sowohl der Telegrafist Thaniel als auch der japanische Uhrmacher Keita Mori sowie Grace, aber auch und ganz besonders der mechanische Krake Katsu haben mir gut gefallen. Die Geschichte einer goldenen Uhr, die Thaniel geschenkt bekommt, sich aber erst nicht öffnen lässt und dann eine Warnung ausgibt. Kombiniert mit einem wunderbaren Schreibstil war dieses Buch für mich etwas ganz Besonderes, das sich vom Mainstream abhebt.

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„Der Uhrmacher in der Filigree Street“ ist Natasha Pulley‘s fabelhafter Debütroman und gewann wohlverdient den Betty Trask Award.

Sie schreibt ausführlich über historische Fakten zu Themen wie der Frühzeit der Londoner U-Bahn, dem Ausstellungsort in Knightsbridge, dem Bombenanschlag auf Scotland Yard und den Myriaden weiterer interessanter Dinge. Erfolgreich spannt sie obendrein den Bogen zu historischen Ereignissen in Japan und beschreibt diese sogar aus der Perspektive eines Menschen, der dort gelebt hat.

Die Geschichte beginnt in London, 1883 mit einem Bombenanschlag auf Scotland Yard und erweckt zunächst den Eindruck, dieser Kriminalität auf den Grund zu gehen. Weit gefehlt! Denn Pulley führt uns über die nächsten wenige Jahre von London, nach Oxford und Tokyo und spinnt eine Stränge von unvorhersehbaren Handlungen.

Die Hauptcharaktere Thaniel Steeplton, Grace Carrow, Keita Mori und Matsumoto sind in ihrer Persönlichkeit brilliant und vielschichtig beschrieben, so dass man sie sich bildlich vorstellen kann.

Pulley ist in ihrem Schreibstil außerordentlich talentiert, metaphorisch und pedantisch in ihrer Beschreibung der Physik und Mechanik, so daß ich große Freude empfand, über das Uhrwerk an sich zu lernen und mir neues Wissen über den Äther anzueignen. Während Mori als Meister der Mechanik gilt, ist Grace Carrow die Wissenschaftlerin, die die Existenz des Lichtäthers zu beweisen versucht.

Die Beziehungsdynamik zwischen Thaniel, Mori, Grace und Matsumoto bleibt spannend während der ganzen Geschichte und nimmt am Ende eine überraschende Wendung ein! 😯

Glasklare Leseempfehlung für alle, die in einen atemberaubenden Fantasy-Roman eintauchen wollen!

PS: Äther ist die Substanz, durch die sich das Licht bewegt. Wie Schall durch die Luft oder Wellen durchs Wasser.💡📑 📚 🤩

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Ich finde dieses Buch einfach großartig! Es spielt im London der viktorianischen Zeit. Thaniel arbeitet als Telegrafist im Innenministerium. Eines Tages bekommt er eine sonderbare Taschenuhr zugestellt. Die sich leider nicht öffnen lässt. Erstaunlicherweise tut sie dies um ihn vor einem Bombenanschlag, Monate nachdem er sie erhalten hat, zu warnen. Um selbst nicht in Verdacht zu geraten mit dem Anschlag zu tun zu haben und aus Neugier macht er sich auf die Suche nach dem Schöpfer dieser Uhr. Er trifft auf den geheimnisvollen Mori, dessen von außergewöhnlichen Lebewesen bevölkerte Werkstatt und seine ruhige Art Thaniel faszinieren.
Wird er hinter Moris Geheimnis kommen?

Ich bin zwar noch nciht ganz fertig mit dem Buch,.aber ich finde es einfach total toll, da es zwar komplex aber auch ungemein interessant ist. Dazu sollte ich sagen, dass ich den zweiten Teil der Reihe zufällig auf Englisch gelesen habe und auch von diesem Roman absolut begeistert war.

Meine Lieblingsfigur ist übrigens Katsu, Moris mechanischer Oktopus der unglaublich gerne Socken und Silberlöffel klaut oder verstecken spielt.

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Thaniel Steepleton führt ein geordnetes, sicheres und überschaubares Leben als Telegraphist im britischen Innenministerium. Für größere berufliche und sonstige Ambitionen hat er ein paar falsche Abzweige genommen, aber mit ein bisschen Glück und Durchhaltewillen könnte er bald stellvertretender Bürovorsteher werden - denn er ist verdammt gut als Telegraphist.
Es lässt sich schnell erahnen, dass mehr in diesem jungen Mann steckt, der im viktorianischen London versucht, sich und seine verwitwete Schwester finanziell abzusichern. Zumindest ging es mir so - und damit war ich jedenfalls schneller als der Protagonist, der erst einige Anstöße braucht, ehe er sich selbst und seinem Potential vertraut.
Dieses Wachsen der Figur des Thaniel Steepleton war ein besonderer Reiz, der Geschichte zu folgen, die mehrere auf einen Kulminationspunkt zulaufende Handlungsstränge vereint. Mir gefällt dabei besonders, dass Natasha Pulley es schafft, mit Keita Mori eine zwar überlegenen Mentorenfigur zu schaffen, ihn aber gleichzeitig zerbrechlich und anfällig zu gestalten. Das hat mir sehr gefallen und macht einen großen Teil des besonderen Reizes dieses Werks aus - denn »Mentor begleitet Schüler bei Aventüre, damit dieser seine Bestimmung findet« ist ein sehr altes Erzählmuster und sie bricht das sehr angenehm auf.
Wie ihr überhaupt die Figuren sehr gut gelingen, es sind sehr plastisch gezeichnete, lebensnahe Menschen, alle mit ihren ganz eigenen Motiven, Fähigkeiten und Unfähigkeiten. Dass sie es nebenbei noch schafft, die zahlreichen Uhrwerke und Maschinen mit so viel Liebe zum Detail zu schildern, dass sie geradezu lebendig wirken, ist mehr als nur ein i-Tüpfelchen. Hier gibt es einen warmherzigen, spannenden, gut erzählten Roman zu entdecken.

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Eine tolle Geschichte, die einen ins London der Jahrhundertwende 1800/1900 führt.
Ein junger Angestellter des Telegrafenamts wird durch ein ganz besonderes Geschenk vor einem Bombenanschlag gerettet, eine junge Wissenschaftlerin kann sich von ihren Eltern emanzipieren, ein Uhrmacher stellt fast magische Dinge her und kann in die Zukunft sehen.
Ich habe jede Seite dieses besonderen Romans genossen !

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Ein Lesevergnügen von der ersten bis zur letzten Seite, auch für Leser, die eigentlich keine Fantasy-Fans sind!
Eine winterliche Atmosphäre, gut beschriebene Charaktere und eine Handlung, die nicht durch Action geprägt ist, aber dennoch geheimnisvoll und spannend ist, lassen einen erst wieder los, wenn auch die letzte Seite gelesen ist!

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Ich finde es eine wunderbare Geschichte. Die so stilvoll und spannend erzählt wird, das man gar nicht mehr gehen möchte und immer weiter dort bei dem Uhrmacher sein möchte.

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Der Uhrmacher in der Filigree Street ist ein sehr phantasievoller Roman. Er schildert die Verhältnisse in London zu dieser Zeit und parallel dazu in Japan mit einfachen, aber bezaubernden Worten. Der Roman erscheint mir als Leser sehr fiktiv, aber sehr spannend geschrieben. Er liest sich sehr flüssig und man ist immer auf das nächste Kapitel gespannt.
Es ist ein angenehm unterhaltender Roman, den ich durchaus empfehlen kann, wenn man phantasievolle Geschichten mag.

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Ganz zauberhafter Debütroman von Natasha Pulley! Die Mischung aus Fantasy & Abenteuer & History ist einzigartig und die Geschichte super spannend.
Alles findet im London des 19. Jahrhunderts statt. Thaniel Steepleton findet in seinem Apartment eine mysteriöse Taschenuhr. Als diese ihn mit einem schrillen Alarmton vor einem Bombenanschlag auf Scotland Yard warnt, beginnt er nach dem Uhrmacher zu suchen. In der Filigree Street wird er fündig, doch was dort auf ihn wartet übersteigt seine Vorstellungen.

Spannend. Unterhaltsam und Kurzweilig

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"Der Uhrmacher in der Filigree Street" ist ein Buch von Natasha Pulley. Neugierig hat mich hier der Klappentext gemacht und ich habe mich auf eine geheimnisvolle und spannende Geschichte gefreut. Die Handlung ist dicht und die Charaktere wurden gut ausgearbeitet. Ich habe das Buch gerne gelesen.

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London, Oktober 1883. Eines Abends kehrt Thaniel Steepleton, ein einfacher Angestellter im Innenministerium, in seine winzige Londoner Mietwohnung heim. Da findet er auf seinem Kopfkissen eine goldene Taschenuhr. Es ist ihm ein Rätsel, was es mit ihr auf sich hat. Sechs Monate später explodiert im Gebäude von Scotland Yard eine Bombe. Steepleton wurde gerade rechtzeitig gewarnt, weil seine Uhr ein Alarmsignal gab. Nun macht er sich auf die Suche nach dem Uhrmacher und findet Keita Mori, einen freundlichen, aber einsamen Mann aus Japan. So harmlos Mori auch scheint, eine Kette von unheimlichen Ereignissen deutet schon bald darauf hin, dass er etwas zu verbergen hat... (Klappentext)


Fantasy, Krimi, Thriller und Romance vereinen sich vor einem historischen Hintergrund, während die Leser durch das viktorianische London bis ins ferne Japan reisen. Freundschaft spielt hier eine übergeordnete Rolle, eng verflochten mit spannenden Aspekten und Magie. Dennoch überschlagen sich die Ereignisse nicht, viel mehr handelt es sich um eine ruhige Geschichte mit hervorragenden Protagonisten.
Mich persönlich hat »Der Uhrmacher in der Filigree Street« zutiefst berührt. Nur zu gern bin ich diesen fantasiereichen Roman eingetaucht und habe das Lesen sehr genossen.

»Der Uhrmacher in der Filigree Street« - ein hervorragendes Debüt, das es sich zu lesen lohnt.

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Die Geschichte hat sehr interessant angefangen, leider wurde mir die Handlung zum Ende hin etwas verwirrend und ein paar Dinge hätte ich gerne noch aufgeklärt gehabt. Trotzdem habe ich das Buch sehr gerne gelesen und die Liebesgeschichte die sich zum Ende hin angebahnt hat fand ich toll!

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Ein wunderbares Bucvh, das den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. Sprachlich dicht erzählt Natasha Pulley die Geschichte von Thaniel, dem einfachen Angestellten, der duch eine mysteriöse Taschenuhr aus seinem normalen, eintönigen Alltag gerissen wird. Ein konstanter Hauch von Phantastik weht durch die Geschichte, angereichert mit Steampunk und japanischen Einflüssen, die eine ganz einzigartige Stimmung erzeugen. Sehr lesenswert.

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Ein großartiges Buch! Die Protagonisten waren mir auf anhieb sympathisch und die Verbindung zu Japan fand ich wirklich toll. Die Freundschaft, die sich zwischen den beiden Männern entwickelt hat war wunderschön zu lesen und das Ende war ein wenig unerwartet, aber einfach toll!

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Natasha Pulley

Der Uhrmacher in der Filigree Street

Historischer Fantasy Roman



Worum es geht, Klappentext:


Sein Leben lief ab gleich einem Uhrwerk. Bis er dem Uhrmacher begegnete.

»Der Uhrmacher in der Filigree Street« erzählt eine mitreißende,
phantastische Geschichte um eine rätselhafte Uhr
und einen ebenso spektakulären
wie unmöglich aufzuklärenden Bombenanschlag auf Scotland Yard.
Das Buch nimmt die Lesenden mit auf eine Reise
durch das viktorianische England
und das Japan des 19. Jahrhunderts
und es eröffnet Türen in eine ganz andere,
seltsame und magische Vergangenheit.

London, Oktober 1883.
Eines Abends kehrt Thaniel Steepleton,
ein einfacher Angestellter im Innenministerium,
in seine winzige Londoner Mietwohnung heim.
Da findet er auf seinem Kopfkissen eine goldene Taschenuhr.
Es ist ihm ein Rätsel, was es mit ihr auf sich hat.
Sechs Monate später explodiert
im Gebäude von Scotland Yard eine Bombe.
Steepleton wurde gerade rechtzeitig gewarnt,
weil seine Uhr ein Alarmsignal gab.
Nun macht er sich auf die Suche
nach dem Uhrmacher und findet Keita Mori,
einen freundlichen, aber einsamen Mann aus Japan.
So harmlos Mori auch scheint,
eine Kette von unheimlichen Ereignissen
deutet schon bald darauf hin,
dass er etwas zu verbergen hat...


Meine Meinung:


Aufmerksam auf das Buch wurde ich durch das ansprechende Cover.
Auch den Titel fand ich sehr interessant und der Klapppentext
hat mich dann davon überzeugt, dass dies genau "mein Buch"ist.

Es handelt sich dabei um den Debütroman der englischen Autorin
Natasha Pulley, den ich als meisterhaft bezeichnen möchte.
Ich war vom ersten Satz an gefesselt und in ihrer Geschichte gefangen.
Mit ihrer bildhaften Ausdrucksweise und ihrem feinsinnigen Humor
schafft sie eine Atmosphäre, der man sie einfach nicht zu entziehen vermag.

Es ist wie eine kleine, magische Zeitreise in die Vergangenheit.
Ich konnte regelrecht abtauchen und alles um mich herum
vergessen.
Konnte die Gerüche der Dampflokomotiven und des Tees wahrnehmen,
das Rattern der Droschken auf dem Kopfsteinpflaster hören
und mich in der Uhrmacherwerkstatt von Mr.Mori heimisch fühlen.

Eine ganz aussergewöhnliche Reise voller Rätsel und Magie
auf die mich die Autorin mitgenommen hat.
Absolut lesenswert!

Ich lege das Buch all' jenen Menschen ans Herz,
die tiefsinnige, lebendige, historische Fantasy mögen
und die das Träumen noch nicht verlernt haben.

Fantstische 5 Sterne von mir!!!

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Der Angestellte Thaniel Steepleton fristet im viktorianischen London ein eher ereignisloses Leben - bis er eines Tages eine ominöse Taschenuhr geschenkt bekommt und auf den Uhrmacher Keita Mori trifft. Doch kann Thaniel seinem neuen Bekannten wirklich trauen oder hat dieser doch etwas mit dem Anschlag zu tun, der kurz zuvor auf Scotland Yard verübt wurde?

„Der Uhrmacher in der Filigree Street“ ist ein spannender und atmosphärischer Fantasyroman, der einen sofort in seinen Bann zieht. Steampunk Fans kommen hier auf ihre Kosten.

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Dies ist wieder eine Geschichte, die sich schlecht in ein Genre stecken lässt. Es geht um Vertrauen, Familie, Freundschaft, das Übersinnliche.. Sehr spannend geschrieben und ein richtiger Pageturner.

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Eine tolle und sehr einzigartige Geschichte! Ich mag den "historiischen" Aspekt der Geschichte. Das London vom damals wirkt sehr authentisch und die Charaktere verhalten und sprechen auch zeitgemäß, was mir in solchen Fällen immer sehr wichtig ist.

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Ich lese fast gar kein Fantasy, also Glück gehabt: diesen Titel kann man auch als historischen Roman, Buch für London-Freunde, Japan- Fans, alle Leser skuriller Geschichten, altmodischerKrimis, technisch Interessierte usw verkaufen.
Und genau das hab ich auch im Weihnachtsgeschäft getan. Guter Erfolg, gutes Feedback.

Ich sage selten was zum Cover, weil die mir so herzlich egal sind, aber dieses ist schon sehr sehr hübsch, und das hilft einfach beim Verkaufen.

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Das Buch gibt einem das Gefühl, mitten in einem Sherlock Holmes Abenteuer zu stecken. Schnelllebig, Mut einer Prise Humor und unvorhersehbar magisch.

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Rezension „Der Uhrmacher in der Filigree Street“ von Natasha Pulley



Meinung

Rätsel, Geheimnisse und eine mysteriöse Uhr. Zwei Schauplätze - Japan und England im Jahr 1883/84. Was hat es mit dem Uhrmacher in der Filigree Street auf sich?

Ich liebe Geschichten, die uns in eine längst vergangene und oft vergessene Zeit führen. Oftmals mögen sie langweilig und altmodisch wirken, doch mich faszinieren sie, bieten sie doch die Möglichkeit endloser Entdeckungen.

Zunächst einmal lernen wir Nathaniel Steepleton kennen, der 1883 im britischen Innenministerium als einfach Arbeiter arbeitet. Sein Leben scheint langweilig wie ein Uhrwerk zu sein. Doch dies ändert sich Schlag auf Schlag, als er in seinem Appartement eine seltsame Uhr findet.

Wer nun auf den ersten Blick denkt, einen geradezu langweiligen Charakter vor Augen zu haben, dem kann ich nur sagen, Aber……..

Die Geschichte nimmt sehr schnell Fahrt auf, insbesondere ab da, wo die seltsame Uhr ins spielt kommt. Ich witterte große Rätsel und streckte meine Sherlock Holmes Fühler aus, um ein jedem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Brennende Neugierde erfasste mich, denn zweifellos ist „Mysteriös“ hier Gesetz.

Der Autorin ist nicht nur ein faszinierendes Setting gelungen, welches die Atmosphäre perfekt einfängt, sondern auch Protagonisten, deren Charakteristika zu begeistern wissen. Ihre Entwicklungen waren ebenso sichtbar, wie der Rote Faden.

Natasha Pulley führt eine ebenso phantastische, wie spektakuläre Handlung vor Augen, die mich geradezu überflutete mit Eindrücken, Empfindungen, Bildern, Geheimnissen und Überraschungen. Mystik und Magie geben sich die Hand und entfachen eine unvorstellbare Reise, die man als Leser kaum vergessen kann.

Nicht nur Japan, sondern auch das viktorianische England sind Türen zu etwas allumfassend großartigen. Etwas beispiellosen. Etwas, dass noch nie in dieser Form da gewesen ist. Für mich ist es ein Highlight, dass seinesgleichen sucht.



Fazit

Natasha Pulleys „Der Uhrmacher in der Filigree Street“ öffnet Türen in eine ganz eigene Welt voller Magie, Geheimnisse, Phantasie, Bildgewalt, mysteriöser und seltsamer Rätsel, in denen wir Protagonisten begleiten, die unscheinbar wirken, was jedoch gewaltig täuscht. Herausragend und außergewöhnlich lautet hier die Devise. Ein Muss für jeden, der abseits des Mainstreams liest.



💜💖💜💖💜 5/5 Herzen

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Also für Hobbit Presse fand ich den Fantasy/Steampunk Anteil dann doch sehr gering. Es gab ein paar Elemente, wie Katsu, den mechanischen Oktopus. Der war der Beste! Und jmd konnte wahrscheinliche Zukünfte sehen. Die Charaktere fand ich eigentlich gut, aber die ein oder andere Handlung konnte ich nicht nachvollziehen. Ich fand das Buch lebte auch mehr von der Atmosphäre als von der Handlung. Obwohl ich interessant fand, wie manches dann zusammenlief. Da ich nichts als zu Großes erwartet habe, hats mir ganz gut gefallen. Aber die Pressestimmen auf dem Cover hätten nicht sein müssen. Es war gut, wenn man nicht zu hohe Erwartungen reinsetzt. Ich kann mir vorstellen, dass es einigen zu langweilig wird. Es ist ja fast mehr ein historischer Roman mit einem leichten Fantasy Touch. Eine Sache hatte ich allerdings so nicht erwartet und die fand ich gut.

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London, Oktober 1883. Eines Abends kehrt Thaniel Steepleton, ein einfacher Angestellter im Innenministerium, in seine winzige Londoner Mietwohnung heim. Da findet er auf seinem Kopfkissen eine goldene Taschenuhr. Es ist ihm ein Rätsel, was es mit ihr auf sich hat. Sechs Monate später explodiert im Gebäude von Scotland Yard eine Bombe. Steepleton wurde gerade rechtzeitig gewarnt, weil seine Uhr ein Alarmsignal gab. Nun macht er sich auf die Suche nach dem Uhrmacher und findet Keita Mori, einen freundlichen, aber einsamen Mann aus Japan. So harmlos Mori auch scheint, eine Kette von unheimlichen Ereignissen deutet schon bald darauf hin, dass er etwas zu verbergen hat...

Was für ein schönes Buch hinter diesem wunderbaren Cover liegt, welches den Leser ganz ins London der viktorianischen Zeit eintauchen lässt! Themen wie die frühen Londoner U-Bahnen, Bomben, aber auch mechanisches Spielzeug lassen einen ganz in diese faszinierende Zeit eintauchen!

Die Charaktere im Buch sind sehr gut gezeichnet und äußerst sympathisch und nach einiger Zeit hatte ich sie alle lieb gewonnen, ob den Uhrmacher Mr. Mori, oder Thaniel selbst.

Ich fand die Handlung einerseits spannend wie zum Beispiel den Bombenangriff, aber es gab auch immer wieder faszinierende Dinge wenn es um physikalisches oder mechanisches ging. Auch die politischen Ereignisse, egal ob in England oder Japan, kommen nicht zu kurz und runden die Handlung einfach zu einer sehr schönen, abenteuerlichen und faszinierenden Geschichte ab.

Fazit: Wer einmal ins geheimnisvolle viktorianische London mit all seinen Uhren und mechanischen Spielzeugen eintauchen möchte, der ist hier richtig! Gern empfehle ich das Buch weiter.

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Was für ein zauberhaftes, phantasievolles Buch. Man kann den mechanischen Oktopus fast sehen, so toll ist er und auch viele weitere Wunder beschrieben… Eine Geschichte voller Überraschungen und unerwarteter Wendungen. Eins meiner Lieblingsbücher…

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Schöne skurile Geschichte, die ich nur wegen des Anlesen perfekt an die Kunden verkauft bekommen habe, die bei uns einkaufen. Vielen Dank, das ich mich einlesen konnte und wusste dann sofort für wen es was ist. Wenn mehr Zeit mal ist, freue ich mich das Buch zu geniessen. Da wir nur ein kleines Publikum für solche Bücher haben würde sich bei uns keine Lesung lohnen, aber in der Großstadt bestimmt. Wünsche der Autorin viel Glück und weitere solch toller Bücher.

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Thaniel, Telegrafist im britischen Innenministerium führt ein einsames, langweiliges Leben, bis er eines Tages eine sehr kunstvolle, geheimnisvolle Uhr in seiner Wohnung vorfindet. Diese scheint defekt zu sein, bis sie eines Tages einen Alarmton von sich gibt und ihm so bei einem Bobenattentat das Leben rettet. Daraufhin begibt er sich auf die Suche nach dem Uhrmacher dieser Uhr und ein Abenteuer beginnt...
Ein toller Fantasyroman der im 19. Jahrundert angesiedelt ist, voller toller Ideen. Ein super Erstling...

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Fantastisch bis zum Schluss! Ich habe immer wieder mit den Charakteren mitgefiebert und musste manchmal sogar die Luft anhalten. Doch trotz all der Spannung, hat der Roman auch weiche Seiten, weshalb ich mich sehr gut in die Charaktere einfinden konnte. Auch musste ich immer wieder über den manchmal doch sehr trockenen Humor schmunzeln.
Ich habe diese Lektüre wirklich sehr genossen und mir sogar das Hardcover noch zusätzlich gekauft, da ich die Aufmachung des Buches einfach unglaublich schön fand. Nun steht es frontal zwischen all meinen anderen Büchern, damit man das Cover gut sehen kann.

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Rezension: (kann Spoiler enthalten)

Ich mag ja Geschichten, die zeitlich so etwa im 19. Jahrhundert spielen, vor allem, wenn das Setting dann England ist. Ich weiß zwar nicht, woher das kommt, aber irgendwie ist das so. Deshalb war ich bei diesem Buch auch so neugierig.
Thaniel Steepleton ist eine sehr interessante Persönlichkeit, die sich für mich vor allem dadurch ausgezeichnet hat, dass er nicht ruht, bis er die Wahrheit erfährt, die Menschen, die ihm etwas bedeuten, dabei aber niemals vergisst. Und auch wenn man ihm etwas schier Unmögliches auftischt, er analysiert es, und glaubt es auch, wenn es ihm sinnvoll erscheint und es Beweise gibt. Dass er sich dabei nicht gegen Neues versperrt, hat ihn mir sehr sympathisch gemacht.
Mori war ja ziemlich seltsam und auch durchaus recht undurchsichtig, dass hat es immer spannend gemacht, weil man viel von ihm nicht wusste.
Beim Lesen wechselt die Geschichte immer zwischen verschiedenen Personen als Erzähler, Orten und Zeiten und das konnte ich zuerst nicht einordnen, das hat es mir etwas schwer gemacht, in das Buch hineinzufinden. Später erkannte ich dann durchaus aber den Sinn dahinter. Alles hängt miteinander zusammen und auch, wenn bis zum Ende immer ein Puzzleteil zu fehlen scheint, war es super spannend mit Thaniel alles aufzuklären, während eine erstaunliche Enthüllung auf die nächste folgt.

4,5 Sterne

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Thaniels Leben ist an sich relativ eintönig und besteht nur aus Arbeit und Schlafen. Eines Abends findet er in seinem Zimmer eine Taschenuhr, die jemand dort deponiert hat. Zeitgleich wird mit Bomben auf öffentliche Einrichtungen gedroht. Ein halbes Jahr später schrillt die gefundene Uhr plötzlich laut und dieser Alarm rettet Thaniel das Leben. Im Zuge der Ermittlungen trifft er auf Keito Mori, der die Uhr hergestellt hat. Er zieht bei ihm ein, um ihn zu beobachten. Dabei stellt sich heraus, dass Mori viel mehr als nur ein japanischer Uhrmacher ist.

Mir hat an sich die Geschichte gut gefallen. Das Setting ist ungewöhnlich und mit Steampunk Elementen angereichert. Moris Spielzeuge, die er außer den Uhren herstellt, sind sehr ungewöhnlich und gerade der mechanische Oktopus Katsu hat es mir sehr angetan. Die Autorin schafft es auch ihren Charakteren Leben einzuhauchen und sie interessant zu schildern. Grace mit ihrem Wissensdurst, Mori mit seiner Gabe und Thaniel mit seiner Treue zu den Menschen, an denen ihm etwas liegt. Auch die Nebencharaktere sind toll gezeichnet.

Allerdings muss ich sagen, dass sich die Geschichte irgendwie seltsam entwickelt hat. Anfangs geht es vor allem um die Bombenanschläge, aber ab der Hälfte des Buches verliert sich dieser Handlungsstrang und es geht im Prinzip nur noch um die die Dreiecksbeziehung von Grace, Thaniel und Mori. Das ende gibt dann zwar eine Auflösung preis, allerdings eher so nebenbei. Irgendwie hat mir da der rote Faden gefehlt und ich habe mich zwischendrin gefragt, wo die Geschichte denn hingeht.

An sich habe ich das Buch gerne gelesen, der Schreibstil hat mich gefangengenommen und auch das Kopfkino lief. Trotzdem war das Ganze etwas unrund. Es wird eine Fortsetzung des Buches geben, allerdings ist sie auf Deutsch noch nicht angekündigt. Ob ich sie lesen würde? Ganz ehrlich, im Moment kann ich das nicht sagen. Das würde ich dann eher spontan entscheiden.

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Ein wundervolles Buch. Der Schreibstil ist toll und die Charaktere zu beobachten macht echt Freude. Ich werde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Das Fantasybuch „Der Uhrmacher in der Filigree Street“ ist aus der Feder von Natasha Pulley. Dies ist (bisher) ein eigenständiges Werk und kann daher ohne weitere Vorkenntnisse gelesen werden.

Klappentext:
London, Oktober 1883. Eines Abends kehrt Thaniel Steepleton, ein einfacher Angestellter im Innenministerium, in seine winzige Londoner Mietwohnung heim. Da findet er auf seinem Kopfkissen eine goldene Taschenuhr. Es ist ihm ein Rätsel, was es mit ihr auf sich hat. Sechs Monate später explodiert im Gebäude von Scotland Yard eine Bombe. Steepleton wurde gerade rechtzeitig gewarnt, weil seine Uhr ein Alarmsignal gab. Nun macht er sich auf die Suche nach dem Uhrmacher und findet Keita Mori, einen freundlichen, aber einsamen Mann aus Japan. So harmlos Mori auch scheint, eine Kette von unheimlichen Ereignissen deutet schon bald darauf hin, dass er etwas zu verbergen hat...

Der Klappentext zu diesem Buch hat mich neugierig gemacht. Es spielt in London im 19. Jahrhundert, beinhaltet fantastische Elemente und verspricht einen japanischen Einschlag. Dies hat mein Interesse geweckt. Ich habe zwar ein ganz anderes Werk bekommen, als ich erwartet hätte. Aber dennoch wurde ich nicht enttäuscht.
Der Schreibstil von Pulley ist angenehm und gemächlich wird eine Atmosphäre aufgebaut, die einen in den Bann ziehen kann, wenn man dem Buch Zeit lässt. Es ist eher ein gemütlicher Fantasyroman. Wer hier eine Actionszene aneinander gereiht an eine vorherige erwartet, der sucht in diesem Werk vergebens. Die Autorin bedient sich dem Mittel des Perspektivewechsels, um weitere Spannung zu erzeugen und um einen vielseitiger Einblick in die Handlung zu geben. In diesem Roman wird aus der Sicht der jeweiligen Protagonisten erzählt, welche zunächst unabhängig verlaufen. Und im Verlauf des Buches laufen diese Handlungen zueinander und ergeben damit ein Gesamtbild. Es gibt aber auch die ein oder andere Wendung, welche ich so nicht vorhergesehen hätte. Dadurch wird zusätzlich Spannung erzeugt, will man nur zu gerne wissen, wie die Handlung weitergeht. Auch schafft es die Autorin ein tolles Setting aufleben zu lassen. Mir hat der Mix aus London und Japan sehr gut gefallen und die kleinen Rückblenden von Mori waren für mich etwas besonders in diesem Buch. Auch so manche Details konnten mich begeistern, z.B. die mechanischen Uhren von Mori oder auch der mechanische Oktopus mit dem Zufallslaufwerk. Dies waren so Kleinigkeiten, die das Buch zu etwas Besonderem gemacht haben.
Dennoch empfand ich den Einstieg als etwas zäh. Auf den ersten Seiten passiert zunächst inhaltlich nicht so viel. Man lernt einen der Protagonisten besser kennen und bekommt einen Eindruck von seinem eintönigen Leben. Dann explodiert eine Bombe und so langsam kommt Spannung in die Handlung auf. Doch trotzdem muss man als Leser noch ein bisschen Geduld aufbringen, bis man so richtig in die Story eintauchen und in dieser fallen lassen kann. Aber hat man dem Buch die Zeit gegeben, sich zu entwickeln, dann lernt man die lebendigen Charaktere besser kennen. Mir hat die Darstellung der Protagonisten und auch dessen Entwicklung gut gefallen. Sie haben ihre Ecken und Kanten, man lernt sie wirklich Seite für Seite besser kennen und dabei entwickeln diese quasi ein Eigenleben. Grace ist eine moderne Frau für ihre Zeit. Sie ist eine Wissenschaftlerin, welche zum Äther forscht und von einem eigenen Labor träumt. Thaniel hat auch ein besonderes Talent, er kann Töne sehen. Doch um sein Lebensunterhalt zu verdienen, reicht sein musikalisches Talent nicht, sodass er im Ministerium einen einfachen Posten innehat. Er hat manchmal schon eine recht spezielle Art, sein Umfeld wahrzunehmen. Doch er kämpft für die Menschen, welche ihm am Herzen liegen. Auch Mori hat eine besondere Gabe, welches man immer besser kennen lernt. Die Art, wie sich ihre Leben miteinander verknüpfen, hat mir gut gefallen. Manchmal liegt der Fokus der Handlung doch eher auf dem Zwischenmenschlichen, sodass die Story ein bisschen in den Hintergrund gerät. Manche Gedankengänge hätte ich mir intensiver ausgeführt gewünscht. Zum Beispiel das Thema der Frauenbewegung an der Universität oder auch der Widerstand in der einfachen Bevölkerung. Solche wichtigen und interessanten Themen wurden nur kurz angerissen. Aber wegen dem wunderbaren Setting und den lebendigen Charakteren, welche mir über den Verlauf des Buches ans Herz gewachsen sind, kann ich darüber gerne hinwegsehen.

Insgesamt hat mir das Fantasybuch „Der Uhrmacher in der Filigree Street“ von der Autorin Natasha Pulley gut gefallen. Es konnte mich unterhalten, auch wenn es anders war, als ich aufgrund des Klappentextes vermutet hätte. Die Charaktere konnten mich überzeugen und auch die Handlung an sich war interessant. Auf Grund ein paar kleinerer Kritikpunkte möchte ich 4 Sterne vergeben.

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Das Buch war unfassbar packend und hat vor allem auch mit dem malerischen Schreibstil und den wunderbaren Charakteren gepunktet. Ich habe mich direkt verliebt und liebe alles an diesem Buch!!! Ganz, ganz große Leseempfehlung!

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Ein Uhrmacher mit besonderen Fähigkeiten
Es beginnt mit einer Bombendrohung. Am Abend findet Thaniel Steepleton, Telegrafist des Londoner Innenministeriums, eine goldene Taschenuhr in seiner Wohnung, welche ihm ein halbes Jahr später bei dem angedrohten Bombenanschlag das Leben rettet. Die Uhr stammt aus der Manufaktur des japanischen Uhrmachers Keita Mori, welchen er für seinen Arbeitgeber als möglichen Attentäter fortan im Auge behalten soll und der auch weiterhin das Schicksal von Thaniel bedeutend lenken wird.
Man könnte sagen, das Buch handelt davon herauszufinden, wer für den Bau der Bombe verantwortlich ist. Genaugenommen handelt es jedoch auch von Keita Mori, seiner Vergangenheit und seiner besonderen Gabe, welche nach und nach deutlich wird. Und von Thaniel, dessen Leben Dank des Uhrmachers fortan in andere Bahnen gelenkt wird. Moris Pläne werden jedoch durchkreuzt von der angehenden Wissenschaftlerin Grace, ein etwas eigenwilliger Charakter, welche die dritte Erzählperspektive des Romans liefert.
Mir gefiel, mit wieviel Detailverliebtheit die Autorin das London Ende des 19. Jh. in ihrem Roman beschreibt. Alles wirkte auf mich authentisch und greifbar, auch die Personen wirkten für mich zeitgemäß. Besonders die Kapitel rund um Thaniel sowie Mori mochte ich gern lesen, zumal Moris Erfindergeist einige Überraschungen parat hält. Grace als starke Frau, die ihrer Zeit voraus ist, konnte bei mir leider nur bedingt punkten. Mir völlig unbegreiflich war, dass eine Frau, die gegen jedwede frauenfeindlichen Regelungen ist und sich in Männerkleidung in die Bibliothek mogelt, sich gegen den Kampf für mehr Frauenrechte stellt, obwohl sie selbst davon profitieren würde. Ebenso entwickelte sie im Verlauf äusserst aggressive Charakterzüge, welche ich ebenfalls in keinster Weise nachvollziehen konnte, da sie unnötig waren, und welche ich regelrecht abstoßend fand. Da schlug m. E. der Versuch fehl, eine toughe Frau mit einzubauen, eben weil sie trotz wissenschaftlicher Neigungen stark unlogisch agierte. Ein nicht so ganz stimmiger Charakter.
Stilistisch würd ich das Buch eher den älteren Fantasyromanen zuordnen, in denen es vor Superlativen und Standardfloskeln noch nicht so triefte. Empfand ich als sehr angenehm zu lesen, auch wenn das Buch dadurch mit einer gewissen Gemächlichkeit daherkommt.
Ein etwas aussergewöhnlicher Fantasyroman, durch den man wunderschön ins frühere London eintauchen kann und dessen fantastische Elemente eher dezent daherkommen. Einzig der Frauencharakter, welcher erst stark anmutete und dann stark unlogisch agierte, trübte meine Lesefreude unnötig.

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Ein toller Fantasy-Roman der ins viktorianische London entführt und mit sehr viel gelungener Spannung und einer einmaligen Atmosphäre daher kommt.
Insgesamt mochte ich vor allem die Story, denn der HAndlungsbogen hat es wirklich in sich und konnte mich gut unterhalten. Einige Längen hatte das Buch stellenweise, doch lies es sich insgesamt sehr gut lesen.
Vor allem die Charaktere sind sehr gut ausgewählt und ausgearbeitet und machen einfach Spaß. Der Schreibstil ist teilweise etwas anstrengend. So recht flüssig konnte ich das Buch nicht lesen, sondern musste mich erst in die Welt hineinlesen.
Für Fantasy-Leser und -Liebhaber ist dieses Buch mit Sicherheit das richtige. Ich habe mich bei diesem BUch eher von dem Cover und dem Klappentext leiten lassen und die haben mehr versprochen als gehalten.
Nichts desttortz ist das Buch ein außergewöhnlicher und toller Fantasy-Roman, der zwai einige Längen aufweist, dafür mit einer ganz besonderen Geschichte daherkommt.

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