Das zweite Leben des Adolf Eichmann

Roman

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Erscheinungstermin 19.08.2021 | Archivierungsdatum 01.04.2022

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Zum Inhalt

»Vielleicht ist es nicht völlig falsch, wenn sich ein Jude darum kümmert, Eichmann zur Fiktion zu verurteilen.«

Mit beißendem Spott zeigt uns Ariel Magnus in diesem Roman einen unbelehrbaren Menschen, dessen antisemitischer Irrglauben auch im argentinischen Versteck ungebrochen war und der dort bar jeder Reue und völlig unbehelligt von einer Rückkehr nach Deutschland träumen konnte – bis zu seiner Verhaftung 1960.

Buenos Aires, 1952: Ricardo Klement alias Adolf Eichmann hat Pech, denn ausgerechnet an dem Tag, an dem seine Frau Vera mit den Söhnen endlich aus Deutschland in Buenos Aires eintreffen werden, sind alle Blumen ausverkauft. Offiziell gibt sich Klement als der Onkel seiner Söhne aus, um unerkannt zu bleiben. Der einstige Cheforganisator der Deportationszüge nach Auschwitz führt im argentinischen Exil ein bescheidenes Leben und trifft bisweilen im Restaurant »Zur Eiche« zahlreiche SS-Angehörige und NSDAP-Funktionäre zum gemütlichen Plausch. Diese werden nicht nur vom deutschen Botschafter gedeckt, sondern auch von der argentinischen Regierung und Juan Perón unterstützt. Nur wenn sich an den Nachbartischen emigrierte jüdische Familien zum Abendessen niederlassen, wird es für die Nazigrößen ungemütlich – was, wenn jemand sie erkennt?

Nach seiner Verurteilung bestand Eichmann darauf, ein kleines Rad im Getriebe gewesen zu sein. Ariel Magnus führt uns ins Innere dieses unbelehrbaren Nazis und seiner menschenverachtenden Ideologie.

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»Vielleicht ist es nicht völlig falsch, wenn sich ein Jude darum kümmert, Eichmann zur Fiktion zu verurteilen.«

Mit beißendem Spott zeigt uns Ariel Magnus in diesem Roman einen unbelehrbaren...


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AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462000917
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Ein jüdischer Schriftsteller erzählt in Romanform Eichmanns Leben nach, das er nach seiner Flucht über die Rattenlinie in Argentinien unter falschen Namen führte. Er ließ seine Frau Vera und seine drei Söhne nachkommen, gab sich aber als ihr Onkel aus. Das Buch endet nach der Entführung durch den Mossad. Interessant ist auch das angehängte Kapitel, dass die Beweggründe von Magnus ausführt, dieses Buch zu schreiben.

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Klappentext: Buenos Aires, 1952: Ricardo Klement alias Adolf Eichmann hat Pech, denn ausgerechnet an dem Tag, an dem seine Frau Vera mit den Söhnen endlich aus Deutschland in Buenos Aires eintreffen werden, sind alle Blumen ausverkauft. Offiziell gibt sich Klement als der Onkel seiner Söhne aus, um unerkannt zu bleiben. Der einstige Cheforganisator der Deportationszüge nach Auschwitz führt im argentinischen Exil ein bescheidenes Leben und trifft bisweilen im Restaurant »Zur Eiche« zahlreiche SS-Angehörige und NSDAP-Funktionäre zum gemütlichen Plausch. Diese werden nicht nur vom deutschen Botschafter gedeckt, sondern auch von der argentinischen Regierung und Juan Perón unterstützt. Nur wenn sich an den Nachbartischen emigrierte jüdische Familien zum Abendessen niederlassen, wird es für die Nazigrößen ungemütlich – was, wenn jemand sie erkennt? Nach seiner Verurteilung bestand Eichmann darauf, ein kleines Rad im Getriebe gewesen zu sein. Ariel Magnus führt uns ins Innere dieses unbelehrbaren Nazis und seiner menschenverachtenden Ideologie. Meinung: Ein einfach und flüssig geschriebenes Buch, das sich mit einem wichtigen Thema befasst, nämlich der Judenvernichtung in Nazideutschland und der "Wiedergeburt" derer, die dafür verantwortlich waren und die sich einem ordentlichen Prozess für die von ihnen begangenen Verbrechen entzogen. Es ist eine Geschichte, die gegensätzliche Emotionen weckt, denn Magnus entscheidet sich, uns einen gewöhnlichen Eichmann zu zeigen: einen Mann, der bedauert, dass er seiner Frau bei der Ankunft am Flughafen keine Blumen kaufen konnte, oder der durch die argentinischen Straßen spaziert und sich an der lokalen Architektur erfreut. Als romanhafte Reportage ist es in einigen Passagen eine lobenswerte und spannende Erzählung. Der mittelmäßige Bürokrat ist glaubwürdig, er ist sich der Güte seines Jobs sicher und als unbelehrbarer Nazi ist er von seiner menschenverachtenden Weltanschauung immer noch fest überzeugt. Fazit: Ein interessantes Buch für alle, die gerne mehr über das NS-Regime wissen wollen und das ich unbedingt weiterempfehle.

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"Das zweite Leben des Adolf Eichmann" von Ariel Magnus ist ein biografischer Roman, der versucht auszuloten, was für ein Mensch sich hinter dem "Architekten des Holocaust" verbarg. Erzählt wird aus der Perspektive von Eichmann selbst, was den Leser vielleicht zunächst überraschen oder auch schockieren dürfte, aber durchaus gut funktioniert, da man so wirklich in das Denken dieses Verbrechers eintaucht. Die Sprache ist etwas verschachtelt, was eventuell an der Übersetzung liegen könnte. Die erzählte Zeit umfasst die Jahre in Argentinien von der Ankunft Eichmann` s Familie bis zu seiner Gefangennahme .durch den Mossad. Wir erleben einen peniblen Jedermann, der in keiner Weise vom nationalsozialistischen Gedankengut abgerückt ist, einen Lügner und Holocaust-Leugner, selbstgerecht, aber auch ständig unsicher darum bemüht, wie er von anderen wahrgenommen wird. Der Ton ist bissig-ironisch, durch die Erzählperspektive wird die nationalsozialistische Denkweise quasi karikiert, teilweise geht es aber auch an die Schmerzgrenze.. In einem umfangreichen Nachwort gibt der argentinische Autor Aufschluss über seine Motivation, als Enkel einer Holocaust-Überlebenden diesen Roman zu schreiben. Für alle Leser von "Das Verschwinden des Josef Mengele" von Olivier Guez.

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Ein neuer Blick auf Adolf Eichmann „In dieser Bibel des Zionismus schlug der politische Vater der Bewegung Argentinien als Alternative für den Fall vor, dass eine Rückkehr nach Eretz Israel nicht durchführbar wäre,“ und „Wenn er darüber nachdachte, war es amüsant, dass dieses Gelobte Ersatzland letzten Endes nicht die Lösung für das Judenproblem wurde, sondern für das Problem, das er sich selbst bei dem Versuch eingebrockt hatte, Ersteres zu lösen.“ Genau das gilt für Adolf Eichmann, der über die Rattenlinie eben dorthin geflohen ist, sich damit bisher erfolgreich den Nürnberger Prozessen und der Strafverfolgung entzogen hat und dort unter dem Namen Ricardo Klement lebt. Als Leser bekommt man Adolf Eichmanns Leben in Argentinien von 1952, dem Jahr der Ankunft seiner Frau und seiner drei Söhne, bis zu seiner Verhaftung im Jahr 1960 in Romanform erzählt und darf dabei immer wieder auf seine Vergangenheit blicken, besonders intensiv natürlich auf seine Naziverbrechen. Der jüdische Autor geht mit seinem Roman, der Eichmann nicht als bloßes Monster oder einen völligen Idioten darstellt, wie das bisher geschah, einen neuen Weg. Er verwebt gekonnt ein Stück Fiktion mit gründlich recherchierten Fakten und portraitiert damit mit spitzer Feder einen Eichmann, derart, wie es seine eigene Aussage, wen er darstellen möchte, perfekt trifft. »Ein mittelmäßiger Typ, der es weit gebracht hat. Ein ziemlich gerissener Trottel. Ein Rachsüchtiger mit Komplexen. Ein Antisemit, wie er im Buche steht, aber ohne Bedienungsanleitung. Ein Kackhaufen, der es gelernt hat, seinen Geruch zu verschleiern. Ein vom Egoismus überwältigter Fanatiker. Ein zynischer Sentimentalist. Ein Mutiger im Feigesein. Ein armer Typ, reich an Bosheit. Ein zurückhaltender Mörder. Ein Pechvogel, dem das Glück zu lange hold war.« Man verfolgt Adolf Eichmanns Leben in Argentinien, das der Autor Klement stets kommentieren lässt, bei seinen Jobs und Geschäftsideen, die er entwickelt, angefangen, bis hin zu alltäglichen Dingen wie z.B. das überall dazugehörende, lästige Grillen, dessen Geruch er nicht mag, vielleicht weil es ihn zu sehr an den Geruch der Krematorien erinnert oder seinen Eindrücken beim Schlendern durch die Straßen. Dabei erfährt man auch vom Verhältnis zu seiner Frau und seinen Söhnen, davon, wie er sich zunächst als deren Onkel ausgibt, um unentdeckt zu bleiben, später diese Vorsicht aber über Bord wirft und welche „Fehler“ er macht, die zu seiner Ergreifung führen. Ebenfalls wird man Zeuge davon, wie Klement von seinen Erlebnissen, seit seiner Flucht zu Kriegsende, natürlich schöngefärbt für seine Familie, erzählt, von der Geburt seines vierten Sohnes oder auch vom gemeinsamen Haus- bzw. Bunkerbau. Man ist zudem dabei, wenn er sich mit anderen untergetauchten Nazigrößen zum Plausch trifft, hi und da einigen imponieren will, wie z.B. einem Josef Mengele, „Gregor kennenzulernen? Eigentlich wollte er, wenn er ehrlich mit sich war, dass Gregor ihn kennenlernte. Und nicht nur das: Er wollte einen guten Eindruck auf ihn machen, ihm gefallen.“ oder wie er genau abwägt, was der Journalist Sassen im Interview erzählt. Der Roman endet mit der Gefangennahme durch den Mossad und dem Abflug nach Israel. Der Autor vermag sich gekonnt auszudrücken, brilliert mit seinen Formulierungen, die man sich teilweise auf der Zunge zergehen lassen kann, und hat mir damit nicht nur eine neue Sicht auf Adolf Eichmann eröffnet, sondern auch ganz wunderbar unterhalten. Er schreibt mit spitzer Feder, pointiert und mit einer gehörigen Portion Ironie und Sarkasmus. Äußerst gelungen empfand ich so z.B., wie er Eichmann stets über seinen gesellschaftlichen Abstieg reflektieren lässt, „Jetzt, als arbeitsloser Deportologe, hätte er nirgendwo als im Mittleren Osten echte Arbeit finden können, sofern die Araber sich endlich entschließen würden, die Region zu entjuden, und dafür seine Expertise benötigten. Bis es so weit wäre, musste er sich den Umständen anpassen. Und dasselbe galt für fast alle seine Kollegen.“, oder dessen selbstverliebten Versuche, seine wahre Größe, gegenüber denen herauszustellen, die er trifft, und die nun besser gestellt sind als er selbst, obwohl sie doch in der Nazihierarchie deutlich unter ihnen standen. Nicht verkehrt empfinde ich auch, dass er ihm hin und wieder auch fast menschliche Gefühle zusteht, „Der Alkohol betäubte die Erinnerungen, die ihm von seinem Vorgesetzten im Reichssicherheitshauptamt aufgezwungen worden waren. Dieser hatte ihm befohlen, vor Ort in Augenschein zu nehmen, wie die Vernichtungsarbeiten vorangingen, obwohl Klement ihn gebeten hatte, ihn von dieser Aufgabe freizustellen. Dem Pech, einen sadistischen Chef wie Heinrich »Gestapo« Müller abbekommen zu haben, verdankte er nun diese Grube voller Leichen in seinem Kopf, die er in Minsk gesehen hatte. Immer noch so nah, dass sein Hirn mit den Hirnstückchen befleckt zu sein schien, die seinen mit Bärenfell gefütterten Ledermantel verdreckt hatten, nachdem ein Soldat einer Sterbenden mitsamt ihrem Säugling den Gnadenschuss gegeben hatte.“ Manche Beschreibungen stecken so voller Zynismus, dass ich beim Lesen fast schockiert innehalten musste, so lässt er Eichmann z.B. ganz nüchtern Berechnungen anstellen, wie sich die »fünf oder sechs Millionen«, die jetzt in aller Munde waren und derentwegen nach seinem Kopf geschrien wurde.“ schönrechnen lassen, „wenn er beschloss, die Ziffer auf eine halbe Million zu senken, mal sehen, ob das auch diesmal irgendeinem Richter zu Ohren kam und sie letztlich einen Durchschnitt errechneten.“. Stellenweise brachte mich der Autor trotz der Schwere der Sache an sich zum Schmunzeln, wenn er sich z.B. so beißendem Spott bedient. „Er schämte sich nur, als ihm einfiel, dass er eine zerschlissene Unterhose trug, eine von denen, die man sich jedes Mal wegzuwerfen vornimmt, wenn man sie heute aber wirklich zum letzten Mal anzieht. Sofort wurde dieses Unbehagen von einem noch größeren übertroffen, als ihm jemand die Hand in den Mund steckte und ihm die falschen Zähne herausnahm.“, ist dafür nur ein Beispiel, bei dem er mein Kopfkino ganz wunderbar zum Laufen gebracht hat. Erwähnen möchte ich auch noch das letzte Kapitel after office am Ende, das die Beweggründe ausführt und einiges über seine Quellen und den Wahrheitsgehalt seines Romans verrät und sehr aufschlussreich ist. Alles in allem für mich ein äußerst lesenswertes Portrait, das mit Sicherheit einen neuen Blickwinkel auf den Mann öffnet, der als Obersturmbannführer in Berlin das „Eichmannreferat“ leitete und damit maßgeblich mitverantwortlich für die Deportation und Ermordung von schätzungsweise sechs Millionen Menschen war, und der so unfassbar es sein mag, tatsächlich noch von der Richtigkeit seines Tuns überzeugt war, »Erstens muss ich Ihnen sagen, mich reut gar nichts«, sagte er, auch wenn er vorgehabt hatte, das am Ende zu sagen. »Es wäre sehr leicht für mich, mich reuig zu zeigen, so zu tun, als wäre aus einem Saulus ein Paulus geworden.« Er bereue nur, fuhr er fort, seine Arbeit nicht abgeschlossen zu haben.“. Ein Roman, der von mit aufgrund des Stils, der neuen Gedankenansätze und dem Beitrag gegen das Vergessen auf jeden Fall fünf Sterne bekommt.

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Adolf Eichmann gelingt es, über die sogenannten Rattenlinien dem Kriegsverbrechertribunal der Alliierten nach Argentinien zu entkommen. Dort lebt er als Ricardo Klement unbehelligt. Die Leser steigen just zu der Zeit in Eichmanns neues Leben ein, als seine Frau und seine Kinder in Buenos Aires eintreffen. Blöderweise gibt es keinen Willkommensblumenstrauß zu kaufen, denn Präsidentengattin Evita Peron ist gestorben und alle müssen der Toten huldigen. Das Lügen ist ihm so zur Gewohnheit geworden, dass er sich seinen Kindern als Onkel vorstellt. Allerdings rückt er vom NS-Gedankengut keinen Millimeter ab und leugnet die Opferzahlen der NS-Verbrechen. Gleichzeitig ist er emsig darauf bedacht, wie er von seinem Umfeld wahrgenommen wird. Dennoch kann er den Dämonen der Vergangenheit nicht gänzlich entfliehen, was ihn beinahe menschliche Züge verleiht, und die er mit viel Alkohol zu vertreiben versucht: „Der Alkohol betäubte die Erinnerungen, die ihm von seinem Vorgesetzten im Reichssicherheitshauptamt aufgezwungen worden waren. Dieser hatte ihm befohlen, vor Ort in Augenschein zu nehmen, wie die Vernichtungsarbeiten vorangingen, obwohl Klement ihn gebeten hatte, ihn von dieser Aufgabe freizustellen. Dem Pech, einen sadistischen Chef wie Heinrich »Gestapo« Müller abbekommen zu haben, verdankte er nun diese Grube voller Leichen in seinem Kopf, die er in Minsk gesehen hatte. Immer noch so nah, dass sein Hirn mit den Hirnstückchen befleckt zu sein schien, die seinen mit Bärenfell gefütterten Ledermantel verdreckt hatten, nachdem ein Soldat einer Sterbenden mitsamt ihrem Säugling den Gnadenschuss gegeben hatte.“ Meine Meinung: "Das zweite Leben des Adolf Eichmann" von Ariel Magnus ist ein biografischer Roman, der versucht ein Gesamtbild des Adolf Eichmann zu zeichnen. Der abgesteckte Zeitraum beginnt mit der Ankunft seiner Familie 1952 und endet mit seiner Gefangennahme durch den Mossad 1960. Die Story wird aus Sicht Eichmanns erzählt. Der Leser kann quasi in die Haut des Verbrechers schlüpfen, was stellenweise durchaus schockiert, denn es gibt zahlreiche Rückblicke. Der Autor verwebt gekonnt bestens recherchierte Fakten mit Fiktion und karikiert den Massenmörder wie folgt: »Ein mittelmäßiger Typ, der es weit gebracht hat. Ein ziemlich gerissener Trottel. Ein Rachsüchtiger mit Komplexen. Ein Antisemit, wie er im Buche steht, aber ohne Bedienungsanleitung. Ein Kackhaufen, der es gelernt hat, seinen Geruch zu verschleiern. Ein vom Egoismus überwältigter Fanatiker. Ein zynischer Sentimentalist. Ein Mutiger im Feigesein. Ein armer Typ, reich an Bosheit. Ein zurückhaltender Mörder. Ein Pechvogel, dem das Glück zu lange hold war.« Ariel Magnus ist selbst Enkel einer Überlebenden der Shoa. Stellenweise trieft dieser biografische Roman vor Zynismus und lässt mich dennoch schmunzeln. Wie z. B. An jener Stelle, an der sich Eichmann Sorgen um seine zerschlissene Unterhose macht. Nebbich! Sehr interessant ist das umfangreiche Nachwort, in dem Ariel Magnus Aufschluss über die Motivation gibt, sich ausgerechnet mit diesem Massenmörder zu beschäftigen. Wer „Das Verschwinden des Josef Mengele“ gelesen hat, wird an diesem Buch nicht vorbei kommen. Fazit: Ein biografischer Roman, der ein Beitrag wider das Vergessen ist und dem ich gerne eine Leseempfehlung und 5 Sterne gebe.

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Der Roman beschreibt die Jahre, die Adolf Eichmann nach seiner Flucht aus Europa in Argentinien verbrachte. Dies mit Duldung durch die argentinische Regierung. Ausgangspunkt ist die Ankunft seiner Frau und seiner beiden Söhne. Der Leser/die Leserin erlebt einen auch nach dem Untergang des NS-Regimes Unbelehrbaren, dessen Gedanken sich stets um die seiner Ansicht nach vollbrachte logistische "Glanzleistung" drehen und die letztendlich in ihrer Banalität erschreckend sind. Ein empfehlenswertes Buch!

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Heute möchte ich ein Buch vorstellen, dass sich nicht gerade als leichte Lektüre anbietet und von dem ich jetzt auch schwer sagen kann ob ich es jemanden "empfehlen" würde: "Das zweite Leben von Adolf Eichmann" von Arial Magnus. Der Autor ist der Enkel einer jüdischen Holocaust-Überlebenden, der sich in diesem Buch die Aufgabe gestellt hat eine Geschichte aus Sicht eines der schlimmsten Nazi-Verbrechers des 2. Weltkrieges zu schreiben. Das Buch spielt im Buenos Aires der 1950er Jahre, nachdem es Eichmann (wie vielen anderen Nazis und SS-Angehörigen) gelungen ist sich nach Argentinien abzusetzen. Unter dem Namen Ricardo Klement lebt er völlig unbehelligt in Buenos Aires und schlägt sich mit wechselhaften Jobs durch. 1952 holt er seine Familie nach, er gibt sich aber als Onkel seiner Söhne aus um seine Identität zu verschleiern. Die Geschichte deckt den Zeitraum von 1952 (als Eichmann seine Familie nachholte) bis zu seiner Entführung durch den Mossad im Jahr 1960 ab. Der Roman ist in der Ich-Perspektive geschrieben, was das Geschriebene besonders perfide machen, denn wer möchte schon in den Kopf und die kranke Ideologie eines solchen Menschen und unbelehrbaren Nazis eintauchen? Der Stil des Buches ist der einer bitterbösen und bissigen Selbstdarstellung, die die kruden Denkweisen von Eichmann und seine Taten schonungslos offenlegt. Die Handlung orientiert sich dabei stark an den tatsächlichen Ereignissen und als Quellen für Eichmanns Darstellung dienen zahlreiche Aussagen von ihm und auch seine Interviews die er in Buenos Aires mit dem rechtsextremen Journalisten Willem Sassen führte. Befremdlich erscheint es wie wenig Mühe sich Eichmann eigentlich gab seine Identität tatsächlich zu verschleiern. Am Ende des Buches gibt es abschließend noch ein Kapitel "After Office" in dem der Autor seine Beweggründe für das Schreiben seines Buches und die verwendeten Quellen genauer ausführt, was zur Einordnung und zum besseren Verständnis sehr hilfreich ist. Parallel habe ich die historischen Ereignisse und Personen beim Lesen zusätzlich auch immer mal wieder gegoogelt, um mehr über die Hintergründe und Personen zu erfahren.

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Wer komfortables Lesen bevorzugt, sollte einen weiten Bogen um dieses Buch machen, denn dieses Buch handelt von einem Mann, der maßgeblich bei der Organisation der Shoa mitgewirkt hatte. Es handelt von einem Mann, der nach seiner feigen Flucht nach Argentinien alle Schuldgefühle von sich weist, einem Mann, der vieles in seinem Leben dem Pech zuschreibt. Egal, ob bei der Ankunft seiner Frau in Argentinien die Blumen ausverkauft sind, oder dass sein Arbeitgeber in Ungnade gefallen ist und er nur deswegen überhaupt flüchten musste. Alles nur Pech. Es handelt von Adolf Eichmann, dem Mann, der für den Tod unzähliger Juden verantwortlich war und diese Morde damit rechtfertigte, dass er nur dem Wunsch der Natur entsprach, deren Teil er war. Ein „Deportologe“ im Ruhestand. Sommer 1952, kurz nach dem Tod von Evita in Argentinien, versucht ein Mann verzweifelt Blumen für seine Gattin aufzutreiben, die er die letzten sieben Jahre nicht mehr gesehen hatte. Doch wieder einmal hatte er Pech, die Blumen waren ob der Trauer die im Land herrschte, ausverkauft. Mit dieser Szene startet dieser Roman. Ariel Magnus, selbst Jude, hat die Perspektive gewechselt und erzählt in dieser Geschichte über die Fluchtjahre von Adolf Eichmann. Man folgt den Spuren von Adolf Eichmann in Argentinien. Man erfährt von seinen Jobs, von seinen Ideen Geschäfte zu machen, aber man erfährt auch einiges über seine Gattin und seine Söhne. Man erfährt, dass sich in Argentinien die Nazi-Verbrecher die Klinke in die Hand gegeben haben, darunter auch der leider bekannte Nazi-Arzt Mengele, der ebenfalls mit derartig widerlichen Zitaten auffällt, dass man dazu neigt die Seiten aus dem Buch zu reißen, so aufgewühlt ist man nach manchem Dialog. Obwohl vieles Fiktion im Kopf des Autors ist, lässt er mit gründlich recherchierten Fakten die Geschichte extrem greifbar wirken. Als Leser kommt man sehr nahe an die Gedankenwelt eines Nazi-Kriegsverbrechers heran. Ständig wird man mit menschenverachtenden Gedanken oder Zitaten, die einem den Magen umdrehen lassen, konfrontiert. Ariel Magnus nähert sich Adolf Eichmann auf einem ironischen Weg, teilweise zieht er die Person gar ins Lächerliche, ohne aber die Taten des Mannes bzw. von den Nazis im Allgemeinen zu verharmlosen. Ganz im Gegenteil, die Wucht des Geschehenen trifft den Leser hart. Auf der anderen Seite wird sogar Adolf Eichmann zum Teil menschlich dargestellt, wobei man sich als Leser davon distanziert bzw. dafür schämt diese Person tatsächlich als Mensch wahrzunehmen. Für die Veröffentlichung dieses Buches waren laut Ariel Magnus zwei Dinge verantwortlich. Zum Einen der Hass seines Vaters auf Adolf Eichmann und zweitens die dem Anschein nach eher unbedeutete Frage, welchen Rotwein Adolf Eichmann wohl vor seiner Hinrichtung getrunken hat. Diese zwei Dinge haben Ariel Magnus dazu gebracht, sorgfältig zu recherchieren und die Realität mit Fiktion zu vermischen. Der Zugang, den Magnus für dieses Buch gewählt hat, ist allerdings nicht der blanke Hass auf Adolf Eichmann, sondern seine ironische Beschreibung. Er beschreibt ihn mehr oder weniger als einen mittelmäßigen Typ, der es weit gebracht hat, oder aber auch, als einen ziemlich gerissenen Trottel. Ohne den ironischen Tonfall wäre ob der Grausamkeit die Geschichte gar nicht lesbar.Sowohl der Autor, als auch die Übersetzerin Silke Kleemann, haben für diesen Roman den richtigen Ton getroffen. Die Erzählweise lässt einen tief hinter die Fassade eines Mörders blicken, teilweise so tief, dass man angeekelt wegschauen muss. Man kann solche Bücher einerseits als literarisches Werk sehen und lesen aber viel wichtiger ist es vielleicht solche Werke als Mahnung zu verstehen, dass sich diese Ereignisse nie wieder wiederholen mögen.

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Das Buch ist für einen Roman inhaltlich sehr trocken, die Protagonisten sind etwas flach und wenig greifbar, die sprachliche Gestaltung ist zu eintönig und unprosaisch. Dadurch gerät der Roman sehr nahe an ein Sachbuch, was aber durch die wissenschaftliche Ungenauigkeit verhindert wird. Der Autor konnte nicht so recht eine klare Linie finden.

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Ein biographischer Roman über einen Naziverbrecher Nachdem ich erst vor kurzem ein Buch über die Rattenlinie gelesen habe, musste es unbedingt noch dieses Buch sein. Immerhin ist Adolf Eichmann über diese sogenannte Rattenlinie seiner drohenden Verurteilung in Deutschland entkommen und konnte in Argentinien unbehelligt weiterleben. Der Roman beginnt 1952, als Eichmanns Frau und seine Kinder nach Buenos Aires reisen. Sieben Jahre hat sich das Paar nicht gesehen und so sollen es zumindest Blumen zur Begrüßung sein – ein schwieriges Unterfangen in Argentinien so scheint es, zumindest wenn gerade Evita Perón zu Grabe getragen wird. Seinen eigenen Kindern wird er als Onkel vorgestellt, um seine wahre Vita zu verschleiern. Doch dies ist nicht die einzige Lüge, die ihm locker-leicht über die Lippen kommt. Erschreckend zu lesen ist, wie sehr Eichmann (oder Riccardo Klement – wie er sich in Argentinien nennt) auch im Exil noch der Naziideologie frönt und mit welchen Zitaten er seine Vernichtungsszenarien rechtfertigt. Erzählt aus der Perspektive von Eichmann selbst, erfährt man einiges über seine Tätigkeiten während des Zweiten Weltkrieges und seine Sicht der Dinge. Beinahe mit Stolz verkündet er über logistische Verbesserungen bei den Deportationen und das Befüllen der Züge mit mehr Menschen als ursprünglich gedacht. Und doch scheint auch Eichmann zum Teil von den Dämonen der Vergangenheit verfolgt zu werden. Er versucht ein Leben ohne Aufsehen und Luxus (nicht zur Freude seiner Gattin) und verdrängt zermürbende Gedankenschleifen mit Alkohol. Der Autor Ariel Magnus ist selbst Jude und schreibt mit einem lockeren – zum Teil sarkastischen Stil – über die Gräuel der Nazis, ohne diese zu verharmlosen. Er erwähnt seine Beweggründe wie er zu diesem Thema kam und kann auf eine solide Recherche verweisen. Wer sich für die Verbrechen der Nazis interessiert, ist mit diesem biographischen Roman gut beraten. 5 Sterne und eine Empfehlung sind hier selbstverständlich.

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Klappentext von der Verlagsseite: »Vielleicht ist es nicht völlig falsch, wenn sich ein Jude darum kümmert, Eichmann zur Fiktion zu verurteilen.« Mit beißendem Spott zeigt uns Ariel Magnus in diesem Roman einen unbelehrbaren Menschen, dessen antisemitischer Irrglauben auch im argentinischen Versteck ungebrochen war und der dort bar jeder Reue und völlig unbehelligt von einer Rückkehr nach Deutschland träumen konnte – bis zu seiner Verhaftung 1960. Buenos Aires, 1952: Ricardo Klement alias Adolf Eichmann hat Pech, denn ausgerechnet an dem Tag, an dem seine Frau Vera mit den Söhnen endlich aus Deutschland in Buenos Aires eintreffen werden, sind alle Blumen ausverkauft. Offiziell gibt sich Klement als der Onkel seiner Söhne aus, um unerkannt zu bleiben. Der einstige Cheforganisator der Deportationszüge nach Auschwitz führt im argentinischen Exil ein bescheidenes Leben und trifft bisweilen im Restaurant »Zur Eiche« zahlreiche SS-Angehörige und NSDAP-Funktionäre zum gemütlichen Plausch. Diese werden nicht nur vom deutschen Botschafter gedeckt, sondern auch von der argentinischen Regierung und Juan Perón unterstützt. Nur wenn sich an den Nachbartischen emigrierte jüdische Familien zum Abendessen niederlassen, wird es für die Nazigrößen ungemütlich – was, wenn jemand sie erkennt? Nach seiner Verurteilung bestand Eichmann darauf, ein kleines Rad im Getriebe gewesen zu sein. Ariel Magnus führt uns ins Innere dieses unbelehrbaren Nazis und seiner menschenverachtenden Ideologie. Autoreninfo von der Verlagsseite: Ariel Magnus, geboren 1975 in Buenos Aires. Studium in Deutschland, schrieb für verschiedene Medien in Lateinamerika, die taz in Berlin und SPIEGEL ONLINE und lebt heute als Autor und literarischer Übersetzer in Buenos Aires. 2007 wurde er für seinen Roman »Ein Chinese auf dem Fahrrad« mit dem internationalen Literaturpreis Premio La Otra Orilla ausgezeichnet. 2012 folgte das Porträt seiner jüdischen Großmutter »Zwei lange Unterhosen der Marke Hering« und 2018 »Die Schachspieler von Buenos Aires«. Erster Satz: Warum musste er immer so ein Pech haben? Meinung: Was hat mich dieser Roman über Adolf Eichmann geschafft. Emotional vor allem und ich musste immer wieder mit dem Kopfschütten, wie es dieser Kriegsverbrecher geschafft hat, so viele Jahre unbehelligt in Argentinien leben zu können, ohne Angst haben zu müssen, dass man ihn findet und vor Gericht stellt. Lange hatte es gedauert, bis der Mossad ihn habhaft werden konnte. Der Schreibtischtäter, der die Deportation von hunderttausenden von Juden zu verantworten hatte, lebte als Ricardo Klement in Argentinien. Weshalb er dort unbehelligt leben konnte unter Péron erzählt Ariel Magnus sehr gut. Er ist auch nicht der einzige Kriegsverbrecher dort und es ist immer wieder schauderhaft, wenn sie aufeinander treffen und bedauern, dass ihre Idee nicht von Erfolg gekrönt war und nun Pläne schieben, wie man es besser machen kann, bei einem neuen Versuch. Da gruselt es einen. Ariel Magnus gelingt es gekonnt Adolf Eichmann darzustellen, wie er ist. Ein Bürokrat, überheblich, selbstherrlich und ohne jedes Unrechtsbewusstsein. Für die Darstellung nutzte er Interviews, die Eichmann in Argentinien gegeben hat. Es ist eine große Rechercheleistung von Ariel Magnus, der Enkel einer Holocaust-Überlebenden, die er vollbracht. Er hat es geschafft einen unheimlich dichten, gruseligen und erklärenden Roman zu schreiben, in denen sicherlich manche Dialoge Fiktion sind, aber noch vielmehr sich an Fakten und Begebenheiten orientiert. Mit seinem ruhigen Schreibstil überzeugt er mich immer wieder, wenn er deutlich macht, wie Eichmann ohne Reue in Argentinien lebt, an seinen Taten von damals festhält und es nicht anders machen würde. Er geizt nicht mit beißenden Spott und manchmal überreizt er etwas. Aber es passt immer noch. Stellenweise war es etwas mühsam zu lesen, da Ariel Magnus auch einige Fremdwörter und auch ab und an verschachtelte Sätze verwendete. Ich stelle es mir unheimlich schwer vor, ein Buch über einen Kriegsverbrecher zu schreiben, der als Schreibtischtäter so viele Gräueltaten begangen hat und der selbst in seinem Prozess 1960 in Tel Aviv keine Reue zeigte und sich nur als winziges Glied der Maschinerie sieht. Was eindeutig widersprüchlich ist, wenn man die vorherigen Seiten gelesen hat, wie er selbst kleine Verbesserungen in der Kriegsmaschinerie immer noch huldigt und verklärt. Das ganze Buch hat mich sehr mitgenommen. Ich bin immer noch fassungslos darüber, wie sie nahezu unbehelligt dort leben konnten. Wie manche Kriegsverbrecher in Saus und Braus dort lebten, teilweise sogar mit ihren Klarnamen, neue Karrieren aufbauten und immer noch den Gedanken von damals nachhingen. Letzteres auch Eichmann, dessen Leben in Argentinien nicht so einfach war. Zumindest das. Fazit In “Das zweite Leben des Adolf Eichmann” entlarvt Ariel Magnus Adolf Eichmann und zeigt deutlich auf, was für ein widerwärtiger, rachsüchtiger und kaltschnäuziger Mensch Adolf Eichmann war. Ein Roman, der mich nachdenklich zurücklässt.

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Ariel Magnus, der Autor ist der Enkel einer jüdischen Holocaust Überlebenden. Er versucht in diesem Roman aus der Sicht des geflüchteten Adolf Eichmanns zu denken. Ein Ansinnen ,dass sehr schwierig auszuführen ist. Eichmann flieht nach dem zweiten Weltkrieg mit Hilfe Gleichgesinnter nach Argentinien, holt irgendwann seine Frau und Kinder nach. Unter verschiedenen Pseudonymen und mit wechselnden Arbeitsstellen versucht er sich über Wasser zu halten. Die Geschichte deckt den Zeitraum ab von 1952 bis 1960 , da endet sie , nachdem der Mossad ihn entführt und zum Gerichtsverfahren nach Israel bringt. Es sind schon einige Werke über Eichmann erschienen z.B. von Hannah Arendt. Sich in das Denken eines solchen Fanatikers reinzuversetzen und seine Taten nochmals aufleben zu lassen macht das Lesen natürlich nicht angenehm und ich war noch einige Zeit danach verstrickt in dessen Gedankengängen. Trotzdem hat mich das Buch nicht zu 100 % überzeugt. Es blieb zu sachlich, zu trocken , es fehlte eine emotionale Ebene für mich. Ein schwieriges Thema, und ich denke es ist eher eine Empfehlung für Kunden, die sich vielleicht neu mit dem Thema beschäftigen wollen passend.

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Ein wirklich ungewöhnlicher Roman über das Leben Eichmanns. Durch die ICH- Form des Erzählers taucht man ein in die perfiden Gedankengänge eines Massenmörders. Man möchte es so manches Mal aus der Hand legen, weil man soviel Böses und Irrwitziges nicht erträgt. Ariel Magnus ist es hier großartig gelungen, dass die Leser sich mit einer Zeit auseinandersetzen, die lang vergangen scheint, aber immer noch lange Schatten wirft.

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