Im Reich der Schuhe

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Erscheinungstermin 26.05.2021 | Archivierungsdatum 11.05.2021

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Zum Inhalt

Wie kann man den Fußstapfen des Vaters entkommen oder gar entwachsen, wenn dieser den Titel »Kaiser der Schuhe« innehat, eine Schuhfabrik sein Eigen nennt und auch sonst mit seinen Spleens recht einnehmend bis übergriffig ist? Der 26-jährige Bostoner Jude Alex Cohen – der bislang nur eine Aufgabe hatte: Sohn sein – versucht im chinesischen Shohan genau das. Auch mit Hilfe der Arbeiterin Ivy, die ihm ihr Leben und die jüngere Geschichte Chinas zeigt und Alex damit ganz neue Wege eröffnet.


Wie kann man den Fußstapfen des Vaters entkommen oder gar entwachsen, wenn dieser den Titel »Kaiser der Schuhe« innehat, eine Schuhfabrik sein Eigen nennt und auch sonst mit seinen Spleens recht...


Eine Anmerkung des Verlags

Ein bissiger Roman über kulturelle Fallstricke. Das gefeierte Debüt eines jungen Amerikaners.

Ein bissiger Roman über kulturelle Fallstricke. Das gefeierte Debüt eines jungen Amerikaners.


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Klappenbroschur
ISBN 9783257300796
PREIS 18,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Man kann es nicht aus der Hand legen! Ein toller Schmöker mit Hintergrund, perfekte Unterhaltung in erstklassiger Diogenes-Manier. Unbedingt lesenswert!

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„Der Kaiser der Schuhe“, lautet übersetzt der Titel des Buches in Originalsprache und trifft das Grundthema des Romans ausgezeichnet: einen Generationenkonflikt (und viel mehr) vor der Kulisse der chinesischen Stadt Foshan. „Wenn die Sonne aufgeht, stehen Entscheidungen an. Mein Vater. Ivy. Die Welt öffnet sich. Hat sich geöffnet. Es geht nicht mehr um die kleine Fabrik, die mein Vater vor zwanzig Jahren aufgebaut hat. Die Welt in ich leben werde, ist eine andere, und noch verstehe ich meinen Platz darin nicht.“ Alex Cohen ist der Erbe einer florierenden Schuhfabrik in Südchina. Er ist anders als sein Vater, und das bedeutet Komplikationen zwischen den Beiden, die weitreichende Folgen haben. Alex‘ Vater steht für Profit, er selbst setzt sich für faire Arbeitsbedingungen ein. Die politische Führung sieht dieses Engagement für die Arbeiterinnen in der Fabrik gar nicht gerne, denn sie verlieren durch höhere Löhne und Sozialleistungen einen Teil ihrer Provision. Die Handlung entwickelt sich langsam, was sehr angenehm zu lesen ist, da man sich in das für viele von uns Leserinnen und Leser einfühlen muss. Trotzdem spürt man das Pulsieren des Geschäftslebens, das Aufeinanderprallen der westlichen und asiatischen Kultur, einen leidenschaftlichen Idealismus etwas verändern zu wollen und trotzdem die Traditionen nicht zu vergessen. Der Autor Spencer Wise hat ein eindrucksvolles Debüt vorgelegt, schwankend zwischen Kritik am chinesischen politischen System, den gesellschaftlichen Werten und einer (nicht kitschigen) Liebesgeschichte. Sehr empfehlenswert.

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Eine interessante Geschichte eines jüdischen jungen Erwachsenen, der gegen das System versucht zu rebellieren. Die Geschichte spielt in einer Schuhfabrik, wo der Sohn des "Schuhkaisers" versuche aus der Autorität seines jüdisch-amerikanischen Vaters und der von China zu entfliehen. Die Geschichte liest sich spannend und einfach, und die skurrilen Szenen der Chinesen zeichnen eine exotische, surreale Welt. Der Sohn steht für die Ideale der Welt, um die es sich zu kämpfen lohnt; die Jugend, die die Welt ändern will. Der Vater und China auf der anderen Seite stellen den übermächtigen Gegener dar, die fast unbezwingbar scheinen. Ich fand insbesondere die Parallelen, die in dem Buch gezogen wurden, sehr interessant. Wieso wählte der Autor gerade eine Schuhfabrik? Sicherlich nicht nur wegen seinen eigenen Erfahrungen, da er selbst in einer chinesischen Schuhfabrik gearbeitet hat. Oder die Unterdrückung und Enteignung bestimmter Völker/-gruppen, die sich in der Geschichte immer zu wiederholen scheinen. Trotz der schweren Thematik schafft es das Buch etwas Leben und Leichtigkeit zu vermitteln. Und ich fand es auch interessant, dass ein jüdischer Amerikaner versucht sich in China zu behaupten, in einer Welt, wo er eigentlich nicht willkommen ist. Der Roman fühlt sich wie ein Coming-of-Age-Roman an, auch wenn der Hauptcharaktere dafür etwas zu alt ist. Insgesamt hat mir die Geschichte gefallen, auch wenn das Ende für mein Geschmack etwas zu vorhersehbar war.

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Alex und Ivy 2015 bekommt der junge Bostoner Jude Alex die Schuhfabrik seines Vaters im chinesischen Foshan überschrieben. Er schildert seinen Vater-Sohn-Konflikt ausführlich, stellt sich selbst nicht unbedingt als sympathisch dar, eher unentschlossen und feige, Jemand, dem der Vater sämtliche Schwierigkeiten aus dem Weg räumt, der im Wohlstand lebt. Erst durch die Begegnung mit Arbeiterin Ivy bekommt er ein Bild der Verhältnisse vor Ort: von katastrophale Arbeitsbedingungen, Druck, Mobbing, Beschimpfungen, Abzügen vom ohnehin schon geringen Lohn für Kleinigkeiten, Einbehaltung wichtiger Papiere, Einschränkung persönlicher Freiheiten. Im Hintergrund des Beschriebenen baut sich eine Welle auf, eine Welle der Verzweiflung, der Wut, des Satthabens der ständigen Maßregelung, der Schikanen, der Korruption, von Unterdrückung und Zensur. Alex muss sich entscheiden. Ist es seine Berufung, einen völlig neuen Schuh zu kreieren? Wird er auch ein »Kaiser der Schuhe«? Wird er das Leben der chinesischen Menschen verbessern? Welchen Weg wird er gehen? Spencer Wise gibt einen fiktiven Einblick in die Verhältnisse in einer chinesischen Fabrik und wirft Fragen, die man sich dazu stellen sollte, auf. Wie würde man sich selbst entscheiden? Glaubwürdig und erhellend geschildert. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Sophie Zeitz, verlegt von Diogenes.

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Mir hat dieses Buch sehr gefallen, da es mich sofort gefangen genommen hat und in eine andere Welt katapultiert hat. Man kann wirklich beim Lesen mal alles um sich herum vergessen und fühlt sich mit dem Protagonisten verbunden. Auch wenn man bisher wenig über jüdische Lebensweise und gar nichts über chinesische Schuhfabriken wusste. Das Buch ist sehr gut übersetzt. Das Cover gefällt mir nicht so gut und deshalb hätte es mich in der Buchhandlung nicht angesprochen. Aber ich hätte tatsächlich was verpasst.

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Alex Cohen steht schon immer im Schatten seines Vaters. Stets bemüht, Anerkennung zu finden, erlangt er diese jedoch nicht. Beide leben und arbeiten in Südchina, wo der Vater in gutem Vernehmen mit der dortigen Obrigkeit (dank großzügiger Schmiergelder) eine kleine Schuhfabrik betreibt. Völlig unerwartet wird Alex von ihm zum Teilhaber ernannt. Eine gute Gelegenheit, eigene Vorstellungen in puncto Design und Betriebsleitung zu verwirklichen. Doch sein Vater ist ein sturer Knochen, an dem er so schnell nicht vorbei kommt. Alex hat unter den Arbeiterinnen eine Geliebte, die ihm neben Eigenarten ihrer Kultur auch die perfide Ausbeutung der Belegschaft erklärt. Bevor Alex überhaupt irgendetwas umsetzen kann, befindet er sich schon zwischen allen Stühlen, weil jede Seite davon ausgeht, ihn für ihre Zwecke einspannen zu können. In der Stunde der Gefahr wächst Alex zur Überraschung aller über sich hinaus und trifft kluge Entscheidungen. Dies ist ein sehr ernsthafter Roman, der den Finger in viele Wunden legt. Er zeigt, wie perfekt das Ausbeutersystem ausländischer Investoren funktioniert: Funktionäre werden geschmiert, Arbeiter bis aufs Letzte ausgepresst und eines menschenwürdigen Lebens beraubt, und dazu die totale Überwachung des Individuums. Dazu kommt die Arroganz der Fabrikbesitzer, die sich nicht die geringste Mühe machen, Sprache und Mentalität des Landes zu verstehen. Es zählt nur der Gewinn. Ebenso interessant ist die Emanzipation des Sohnes, der bis zur Teilhaberschaft wenig Verantwortung übernehmen konnte und vielleicht auch gar nicht wollte. Nun reift er in wenigen Tagen zu einem empathischen erwachsenen Mann heran, der nicht den Profit in den Vordergrund stellt. Man hat das Gefühl, dass der Autor sich gut in den örtlichen Gegebenheiten auskennt, dass der Roman sehr authentisch ist. Eine gute Möglichkeit, durch ein Buch eine andere Seite Chinas kennenzulernen.

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Gefangen in der Kindheit und dem Werden des Loslösens vom Vater spielt die Geschichte in China der Gegenwart und faszinierte mich von Anfang an. Der Protagonist entwickelt eine ungeahnte Stärke, die ihm letztendlich nutzt um dem unvermeidbaren Ende zu entkommen. Die Härte des chinesischen Regimes ist untermalt mit der Magie der alten und vergangenen Heimat von Ivy. Eine Liebesgeschichte, die uns auch genau hinschauen lässt.

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Die Geschichte spielt in der Gegenwart und ist im Süden Chinas angesiedelt. Sie führt uns die Schwierigkeit und Entwicklung eines unselbständigen Mannes, der seinen erfolgreichen Vater nicht erreichen kann und die Gnadenlosigkeit des chinesischen Regimes vor Augen. Alex Cohen, ein 26-jähriger jüdischer junger Mann aus Boston ist von Beruf Sohn. Er ist vom Wohlstand verwöhnt, unentschlossen und daran gewöhnt, dass sein dominanter, übergriffiger Vater ihm Hindernisse aus dem Weg räumt. Er bemüht sich vergeblich um Interesse und Anerkennung seines Vaters, der seit 20 Jahren eine Schuhfabrik im chinesischen Shohan betreibt und nicht zuletzt aufgrund von Bestechungsgeldern von der Obrigkeit in Ruhe gelassen wird. Dass der Vater, der „Kaiser der Schuhe“, seinen Sohn eines Tages zum Teilhaber der florierenden Fabrik ernennt, kommt für diesen plötzlich und unerwartet. Vater und Sohn sind sehr unterschiedliche Männer mit differierenden Haltungen und Werten und schon deshalb ist vorauszusehen, dass nicht alles reibungslos ablaufen wird. Und dann sind da noch die politische Führung und die Liebe... Na ja, und dann nimmt alles seinen Lauf. Alex will eigene Ideen einbringen und seine Vorstellungen verwirklichen, aber sein Vater beharrt auf das Alte und ist äußerst veränderungsresistent. Egal, ob es ein neues Design oder die Leitung des Betriebs ist, sein Vater macht es ihm mit seiner Starrköpfigkeit nicht leicht. Schließlich erfährt Alex über seine Geliebte Ivy, die eine Arbeiterin in der Fabrik ist, von den katastrophalen Arbeitsverhältnissen der Belegschaft. Sie öffnet ihm die Augen und er wird mit der erschütternden Ausbeutung und unwürdigen Behandlung der Arbeiter konfrontiert und gerät damit in einen Zwiespalt und zwischen die Fronten. Jetzt heißt es reagieren, handeln und kluge Entscheidungen treffen. Es macht große Freude, Alex dabei zu beobachten, wie er sich an der Seite seines Vaters entwickelt, emanzipiert und zum reifen erwachsenen Mann heranwächst, dem Menschlichkeit und Würde des Menschen wichtiger sind als Gewinn und Profit um jeden Preis. Der 1970 in Boston geborene Autor Spencer Wise arbeitete selbst in einer Schuhfabrik in Südchina und scheint darüber hinaus sehr gut recherchiert zu haben. Er wirkt äußerst gut informiert und schreibt ernsthaft, glaubhaft, detaiiliert und differenziert über die Verhältnisse eines (mir) fremden Landes, in das ich durch seine authentischen Schilderungen einen guten Einblick bekommen habe. Man wird als Leser zwar nicht in eine andere Zeit, aber in eine andere Welt versetzt und das sagte mir sehr zu. „Im Reich der Schuhe“ ist ein gleichermaßen unterhaltsamer, wie wichtiger und informativer Pageturner über eine unglaublich interessante und spannende Thematik, vor der man die Augen nicht verschließen sollte: die heutige Situation in China. Überwachung und Kontrolle durch den Staat, Korrumpierbarkeit des Staates und Ausbeutung und Unterdrückung der arbeitenden Bevölkerung durch selbstgerechte ausländische Investoren und Fabrikbesitzer, die profitgierig sind und keinerlei Interesse daran haben, Sprache und Kultur des Landes zu verstehen. Ich empfehle diesen beeindruckenden Debütroman von Spencer Wise, der das chinesische Regime kritisiert und mit „Im Reich der Schuhe“ sowohl einen Entwicklungsroman als auch eine Liebesgeschichte geschrieben hat, sehr gerne weiter!

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Die Cohens, Nachkommen russischer Juden, produzieren seit Generationen Schuhe, in den letzten 20 Jahren im Süden Chinas. Der starrsinnige Fedor gründete dort unmittelbar nach Richard Nixons Pingpong-Diplomatie eine Fabrik für Lederschuhe und -stiefel. Damals war das nur gemeinsam mit einem einheimischen Joint-Venture-Partner möglich, der sich seine Unterstützung natürlich gut bezahlen ließ. Mitte der 90er kommt Fedors 25-jähjriger Sohn Alex nach Foshan, um ins Unternehmen einzusteigen. Den in den USA erzogenen und von der Mutter verwöhnten „Mister junger Cohen“ hält Vater Fedor für viel zu verweichlicht für das Arbeitsleben. Alex verfügt offenbar weder über Kenntnis chinesischer Sitten noch über Kompetenzen zur Leitung einer Fabrik. In welchem Unternehmensbereich der Junior und Icherzähler des Romans zukünftig Verantwortung übernehmen wird, bleibt unausgesprochen. Verwunderlich; denn Fedor hat beim Vater und Großvater von der Pieke auf gelernt und zeigt Talent für Modellentwicklung. Dass Vater und Sohn vor ihrem Generations- und Übernahmekonflikt kneifen, ist nicht zu übersehen. Noch ehe er ins Unternehmen eingearbeitet ist, wird Alex durch die Pekingerin Yvy auf ein Problem einer jungen Fabrikarbeiterin bei "Tiger Step"aufmerksam. Für eine Arbeiterin wirkt die 10 Jahre ältere Yvy zu gebildet und ihr Hochchinesisch macht sie im Süden Chinas nicht glaubwürdiger. Offensichtlich testosterongesteuert tappt Alex Ivy nach, tritt in jedes sich bietende interkulturelle Fettnäpfchen und scheint sich immer weiter von der nötigen Auseinandersetzung mit seinem Vater zu entfernen. Schließlich stellt Gang, Cohens einheimischer Joint-Venture-Partner, den jungen Cohen vor vollendete Tatsachen. Bei „Tiger Step“ bereitet eine radikale Bewegung eine Protestaktion gegen die Arbeitsbedingungen vor – und Alex kennt die Hinterleute nur zu gut. Gang will von Alex die Namen der Aktivisten haben; denn es ist sein Profit, den er in der Phantasie schon den Perlfluss hinab schwimmen sieht, wenn die Vorgänge in der Schuhfabrik öffentlich bekannt werden. Viel zu spät erst kann Alex zeigen, dass er doch etwas mehr als Sex im Kopf hat. Alex Cohens langwieriger Umweg über die Arbeitsbedingungen junger Fabrikarbeiterinnen in China, um sich endlich mit seinem Vater und seinem Jüdischsein auseinanderzusetzen, war für mich eine Qual, weil Vater und Sohn jeder auf seine Art wie arrogante, lüsterne Trottel wirkten. Mag sein, dass jüdische Amerikaner darüber schmunzeln können. Unrealistische Exkurse in einem durchaus realistischen Plot, Wises unbedarft als Retter chinesischer Arbeiterinnen in einer fremden Kultur herumtappender Icherzähler, Logiklöcher, Perspektivfehler und uninspirierte Sexszenen fand ich in dieser Massierung einfach nur qualvoll zu lesen. Eine unbedarfte Figur wie Alex als Icherzähler war für Wise als Debütautor offensichtlich eine schlechte Wahl.

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Der jüdisch-amerikanische Alex soll die Schuhfabrik seines Vaters in China übernehmen, die dieser jahrelang staatstreu geführt hat - also ohne Rechte für die Arbeiter*innen und mit einem Haufen Schmiergeld für die hohen Beamten. Der Erfolg und das Geld des Vaters sprechen für sich, ziemlich große Fußstapfen, die Alex zu füllen hat - aber will er das überhaupt? Spencer Wise erzählt eine Geschichte von unfairen Verhältnissen, von der großen Macht der Wirtschaft, der Menschenleben egal sind, davon zu versuchen, sich zugehörig zu fühlen, von Politik, von Liebe.... Obwohl das Buch anfangs ziemlich trocken wirkt und es einem schwer fällt hineinzufinden, möchte man es zum Ende hin, kaum noch aus der Hand legen. Als die Kälte, Gefühllosigkeit und Verlorenheit vom Anfangs wandeln sich über 200 Seiten zu einem Wechselbad der tiefen Emotionen, zu einem Gefühl des Zusammenhalts und einer klaren Linie, einer Botschaft, die der Autor vermitteln möchte. So wandelt sich auch der Protagonist Alex von einem auswechselbaren Typen, von dem scheint, dass er kein Ziel im Leben verfolgt und kaum Selbstwert hat, zu einem engagierten, liebenden, jungen Mann, der eine Veränderung bringen möchte und dafür schon die richtige zu haben scheint. Wise schreibt für alle und auch so, dass es möglichst alle verstehen, denn er hat wichtiges zu erzählen: von den Arbeitsverhältnissen in China, von den Regeln des Weltmarkts, von menschenverachtenden Hierarchien, von Chinas Politik und Geschichte. Und trotz dieser schwierigen Themen bleibt das Buch verständlich und kommt stellenweise mit einer Leichtigkeit rüber, die einem im Nachhinein fast erschreckt. Das Buch ist interessant und auf jeden Fall zu empfehlen, vor allem, wenn man wissen möchte, was uns große Unternehmen gerne verschweigen und was wir uns nicht wahrhaben wollen, denn dieses Buch zwingt uns hinzusehen.

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Wow, die Geschichte hat mir erstaunlich gut gefallen. Die Charaktere sind mir recht sympathisch. Alles im allem ist das Buch sehr gelungen.

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Die Hauptperson des Romans, ein junger Mann namens Jude Alex Cohen, soll die Schuhfabrik seines Vaters übernehmen. Eigentlich ganz normal, aber nur eigentlich. Denn diese Fabrik steht in China und das ist gleichbedeutend mit Problemen. Das liegt nicht alleine an der Tatsache, dass der Vater sich als „Kaiser der Schuhe“ feiern lässt. Jude ist mit den Ansichten seines Vaters absolut nicht einverstanden und möchte den Arbeitern viel mehr Annehmlichkeiten gestatten. Der Autor Spencer Wise kennt sich bestens aus, wenn es um die Herstellung von Schuhen geht. Das zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch #ImReichderSchuhe. Für mich war es mit der Zeit zu viel, da ich lieber Schuhe kaufe und mich nicht für deren Herstellung interessiere. Sehr interessant war aber die Beschreibung der Lebensumstände in China. Auch hier kennt der der Autor sich aus und bringt sie unmissverständlich rüber. Oh ja, auch im „Land der aufgehenden Sonne“ leben intelligente Menschen. Sie nutzen das WWW und wissen sehr genau, wie es in anderen Nationen zugeht. Aber das interessiert die Machthaber nicht. Sobald sich Widerspruch regt, wird dieser brutal gestoppt. Dafür gibt es viele Beispiele, die selbst in jüngster Vergangenheit Thema in den Nachrichten waren. Dass es danach keine Änderung der Verhältnisse gibt, zeigt der Roman #ImReichderSchuhe erschreckend deutlich. Wer also einen Einblick haben möchte, in das Leben der Menschen in Fernost, der sollte das Buch lesen. Nein, es ist kein Roman im üblichen Sinn. Es gibt keine Handlung, die sich vom Anfang bis zum Schluss schlüssig fortsetzt. Auch das Ende rundet die Story nicht ab. Beeindrucken ist allerdings, wie Herr Wise seine Erfahrungen des Lebens in China in diesem Roman verarbeitet. #NetGalleyDE

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Amerikaner in China Die Handlung von “Im Reich der Schuhe” ist in China angelegt. Ein amerikanischer Geschäftsmann und sein Sohn Alex befinden sich dort, weil sie da eine Fabrik haben. Zwischen Alex und seinen charismatisch-exzentrischen Vater gibt es eine Reihe von Konflikten. Zu unterschiedlich sind ihre Sichtweisen, dennoch soll Alex als Partner aufgebaut werden. Alex möchte gerne eine andere Unternehmenskultur. Er hat außerdem eine Liebschaft mit Ivy, eine für Demokratie engagierte Chinesin. Schließlich verstrickt sich Alex immer mehr in Interessenkonflikten und die Situation scheint ihm zu entgleiten. Der in Boston geborene Schriftsteller Spencer Wise hat selbst in China gearbeitet und anscheinend einige Erfahrungen gesammelt und Bebachtungen gemacht, die er in seinem Buch verarbeitet hat. Der Debütroman überzeugt mich nicht ganz, hat aber einige gute Ansätze, zum Beispiel sind die Dialoge ausgezeichnet gemacht und die Lage und Sicht der Amerikaner in China ist glaubwürdig geschildert. Daher bin ich ganz zufrieden mit dem Roman.

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Zum Inhalt: Die Fußstapfen von Eltern können ganz schön groß sein und es ist mitunter schwer, diesen zu entkommen. Alex Cohen, dessen bisherig einzige Eigenschaft Sohn zu sein ist, will aber genau das. Er will dem sogenannten Kaiser der Schuhe etwas entgegen setzen Wird ihm das im fernen Land gelingen? Die Arbeiterin Ivy hilft ihm auf ihre Art und zeigt ihm auch mehr von China. Meine Meinung: Das Buch hat eine Weile gebraucht, um in Fahrt zu kommen. Aber das hat dem Buch trotzdem nicht geschadet, denn der Schreibstil ist sehr gut und das zog einen schon ziemlich gut. Ich fand das Buch ungewöhnlich von der Story, irgendwie auch etwas sonderbar, aber dennoch interessant. Mir hat das Buch insgesamt schon gut gefallen. Ich mag Bücher die nicht so 0815 sind und das Buch ist ganz klar nicht 0815. Ich fand auch die Protagonisten interessant. Fazit: Ungewöhnlich

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Das Cover ist typisch für den Diogenes Verlag. Ein Bezug zu dem Inhalt war für mich nicht so klar. Das Buch beschreibt eine Reihe von Konflikten. Der Ich -Erzähler ist von Beruf Sohn. Sein Vater hat in China eine Schuhfabrik aufgebaut. Wie es in der Familie Tradition ist soll der Sohn die Firma fortführen. Aber es sind sehr unterschiedliche Meinungen bei Vater und Sohn wie das gehandhabt werden soll. Der Alte will nur viel Profit egal wie. Der Sohn hat durch die Bekanntschaft mit Ivy viel von den Problemen der Belegschaft erfahren und will einiges ändern. Die Belegschaft wird wie Sklaven gehalten, geringer Lohn, Erpressung, Zurückhaltung der Pässe. Die unterschiedlichen Kulturen machen ihr Übriges. Auf der einen Seite Chinesen auf der andere jüdische Amerikaner die aus Russland eingewandert sind. Die Frage für mich war, was will der Autor erzählen. Die Konflikte und ihre Lösungen oder will er uns über chinesische Verhältnisse berichten, die er persönlich kennen gelernt hat. Es sind viele Eindrücke die vermittelt werden. Die chinesische Politik, das Macht Gefüge das durch Korruption erhalten wird. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn die sich sehr lange nicht gesehen haben und daher entfremdet waren. Das Vermitteln von Kulturen die uns sehr fremd sind. Die Versuche des jungen Alex Änderungen in der Firma zu erreichen sind lobenswert. Von einem jungen reichen Mann zu einem verantwortungs- bewussten Manager. Es war eher verwirrend zu lesen, da es mir eher wie ein Bericht vorkam nicht wie ein Roman. Ich hatte den Eindruck das viele persönliche Erfahrungen eingeflossen sind. Als Leserin habe ich ein neues Terrain betreten.

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Die Rolle als Kronprinz des "Kaisers der Schuhe" hat nicht nur Vorteile: Alex Cohen, Sohn eines Schuhfabrikanten in China, muss es erst noch schaffen, sich aus dem Schatten seines Übervaters hervorzuarbeiten. Wie sehr er als verkleinerte Fortsetzung des Macher-Menschen gesehen wird, zeigt sich schon an der Tatsache, dass sowohl die Angestellten des Hotels, in dem die Cohens wie all die anderen Expats leben, als auch die Mitarbeiter der Schuhfabrik ihn als "Mr Younger Cohen" anreden. In Spencer Wises Roman "Im Reich der Schuhe" geht es aber nicht nur um eine Vater-Sohn-Geschichte, sondern auch um Identität und Herkunft, um eine Liebe über soziale und kulturelle Schranken hinweg, um ein China, dessen wirtschaftlicher Erfolg von Wanderarbeiten bezahlt wird, die der Perspektivlosigkeit des Dorfes entkommen wollen, in den Städten aber nicht ankommen dürfen. Als Cohen Senior Alex zum Teilhaber befördert, könnte das eine Krönung der bisherigen Laufbahn des 26-jährigen sein - oder doch die totale Vereinnahmung? Dem Schuhgeschäft kann Alex nicht entkommen, schon der Urgroßvater, damals noch im litauischen Stetls, fertigte Schuhe an. Der Familientradition lässt sich nicht entkommen. Alex zeigt Interesse an den Chinesen, muss aber erkennen, dass er für sie stets der "Gweilo" bleibt - der Geistermensch, der Fremde. Und ist damit die jüdische Diaspora-Erfahrung wieder gerade gerückt, das Gefühl, überall ein Außenseiter zu sein und nicht, wie in den USA, gewissermaßen in der weißen Masse unterzugehen? Die Näherin Ivy ermöglicht Alex einen Blick in das China, das den Fremden verschlossen ist - die Traditionen der engen Verbindung zu den Ahnen, das Trauma des blutig niedergeschlagenen Protests auf dem Tiananmen-Platz, den sie als junge Frau erlebte, die Hoffnungen auf Wandel. Alex verliebt sich in Ivy und wird von ihr für eine Protestbewegung rekrutiert. Doch der örtliche Parteichef will ihn ebenfalls als Spitzel. Ähnelt die Erfahrung der niedergewalzten Demokratiebewegung nicht dem Leid seiner Litvak-Vorfahren, die Opfer von Pogromen wurden? Nur sehr vordergründig erzählt "Im Reich der Schuhe" eine Liebesgeschichte. Sehr viel mehr geht es um die Konflikte, die Alex beschäftigen - das Verhältnis zum übermächtigen Vater, das Vermächtnis von Generationen Schuhe herstellender Cohens, der Wunsch, Teil einer Veränderung zu sein - sowohl wenn es um die Lebensbedingungen der Arbeiter geht als auch um unternehmerische Neuausrichtung. Für eine Coming of Age-Geschichte mag Alex schon ein wenig alt sein, aber auch hier geht es um Entscheidungen und Weichenstellungen. Die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Verhältnisse sind dabei ein Katalysator, denn reflektiert wird immer auch Alex´s eigener Hintergrund als junger, jüdischer Amerikaner.

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Klappentext: „Wie kann man den Fußstapfen des Vaters entkommen oder gar entwachsen, wenn dieser den Titel »Kaiser der Schuhe« innehat, eine Schuhfabrik sein Eigen nennt und auch sonst mit seinen Spleens recht einnehmend bis übergriffig ist? Der 26-jährige Bostoner Jude Alex Cohen – der bislang nur eine Aufgabe hatte: Sohn sein – versucht im chinesischen Foshan genau das. Auch mit Hilfe der Arbeiterin Ivy, die ihm ihr Leben und die jüngere Geschichte Chinas zeigt und Alex damit ganz neue Wege eröffnet.“ Die Geschichte von Spencer Wise ist wahrlich besonders. Allein Sprachstil und natürlich Thema selbst, es geht um Schuhe, ist doch etwas anderes als sonst. Protagonist Jude ist es aufgelegt, sein Erbe anzutreten, doch will er das? Was sind denn seine Ziele? Darf er diese nicht leben? Alex lernt aber in China Ivy kennen und diese zeigt ihm eine ganz andere Seite, die er so nie vermutet hätte und genau hier wird es atmosphärisch, jeden falls für mich. Viele Parts wirken hier zweideutig und können so oder auch so interpretiert werden. Vieles ist möglich aber nur wenige Dinge sind richtig. Es ist nicht leicht ein gutes Paar Schuhe zu finden, die einem passt, gefällt, bezahlbar ist, eine gute Qualität hat und vor dem Boden der Tatsachen schützt. Für die Einen ist es ein notwendiger Artikel, für andere Völker völlig überflüssig diese Dinger zu tragen. Ivy nimmt Jude mit ihrer Art ganz besonders ein und bricht irgendwie den festgefahrenen Knoten in Judes Leben - neue Schuhe müssen her, um die Altlasten zu vergessen. Wenn es drückt, auf der Seele, muss man etwas wechseln... 4 von 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung von mir!

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Dieses Buch ist mir leider unverständlich geblieben. Ich verstehe weder die Hauptpersonen in ihren Eigenheiten und ihrem Auftreten noch die gesamten Zusammenhänge. Das gewaltige Konfliktpotential, die verschiedenen Kulturen, die Hierarchien... alles wird angeschnitten, aber ohne dass ich verstanden habe, worauf der Autor hinauswill. Der Humor trifft gar nicht meinen Geschmack und die jiddischen Begriffe sowie das wohl typisch amerikanische Verhalten sind mir fremd. Leider nicht meins!

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Alex Cohen, Sohn eines jüdischen Schuhfabrikanten, verliebt sich in die chinesische Arbeiterin Ivy. Im dabei zwangsläufig Erfahren anderer Kulturen, entfernt sich Alex von den Vorstellungen seines Vaters. Spencer Wise nutzt seinen Debütroman zur Sensibilisierung der jüngeren chinesischen Geschichte und deren gesellschaftlicher Werte. Ein lesenswerter Roman..

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Alex Cohan hatte bisher nur eine Aufgabe: Sohn sein. Als ihm dies nicht mehr reicht und er der Schuhfabrik seines Vaters entkommen will, macht er sich nach China auf, wo er die Arbeiterin Ivy trifft, die ihm ein anderes Leben und völlig neue Möglichkeiten aufzeigt. Ich fand den Roman spannend und interessant. Der Blick in die Schuhwelt und die Reise nach China waren toll beschrieben. Man hat beim Lesen einiges gelernt und der Schreibstil war sehr schön. Die Figuren hatten Tiefe und man fühlte sich ihnen in ihren Gedanken nah. Auch das Cover passt. Ein wunderbares Buch, das ich gerne empfehle.

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Ich mochte das Buch wirklich gern. Mit der chinesischen Politik bin ich nicht sonderlich bewandert, sodass es sehr interessant war, mehr darüber zu erfahren. Ebenso über die Arbeiter, ihr Leben und ihre Probleme. Ich würde das Buch weiterempfehlen.

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ich lesen ja verdammt viel, aber in diesen Plot bin ich leider überhaupt nicht reingekommen, tut mir leid...

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Ein unheimlich gut geschriebener Roman, der trotz seiner vielen Themen nicht überfrachtet wirkt. Uns wird der Blick geöffnet für moderne China, das auch dank unserer Geiz- ist- geil- Mentalität in dieser Form existiert. Wir erhalten Einblicke in das System der Ausbeutung der Fabrikarbeiter*innen, in ihre Leben und ihrem Kampf ums Überleben. Es ist aber auch die Geschichte eines Generationenkonfliktes in einem Land, in dem man zwar lebt, aber sich nicht die Mühe der Integration macht. Ein sehr tiefgründiges Buch, das ich gern empfehle.

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Ein fliesend erzählter Roman um Gesellschaftskritik und Generationenkonflikt, der die größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich thematisiert und gelungen aufgreift. Bildhaft und gefühlvoll erzählt, packt er einen ohne kitschig zu werden oder einfach nur bekannte Konflikte zu zerreden.Lesenswert!

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Verbindung einer Liebesgeschichte und den aktuellen Entwicklungen in China. Er verliebt sich in eine Arbeiterin aus seiner Fabrik, die mit seiner HIlfe eine Gewerkschaft gründen will. das repressive System verhindert dies. Am Ende offen, was eigentlich aus der Liebesgeschichte und aus den politischen Verwicklungen wird. Insofern absolut unbefriedigendes Ende.

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Ich habe nach diesem Buch noch überlegt, aber ich verstehe die Geschichte nicht. Die Hauptperson ist mir zu eigen, wie sie auftritt geht für mich nicht. Aber auch die Zusammenhänge bleiben unklar. Es gibt ja gewaltige Konflikte in den verschiedenen Kulturen, von jedem ist in diesem Buch etwas, aber ohne einen Zusammenhang. Was will der Autor mitteilen ? Der Humor ist auch nicht meins, die ganze jüdischen Begriffe musste ich erst mal durchsteigen und dieses typisch amerikanische Verhalten, ich werde damit nicht warm. Vielleicht bin ich zu einfach gestrickt. War nicht meins

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Ein Mix von Themen Zum Inhalt Der Titel „Im Reich der Schuhe“ ist für den Roman von Spencer Weis beinahe schon relativ wörtlich zu nehmen. Denn die Geschichte, um die es geht, spielt in China, im Mittelpunkt steht eine Fabrik für Schuhe – geführt von Fedor Cohen, dem Vater von Alex Cohen, der als zentraler Protagonist und Ich-Erzähler seine Geschichte erzählt. Meine Meinung Spencer Wise hat einen schönen, angenehmen Schreibstil und es gelingt ihm, sowohl die Charaktere als auch deren Lebensumstände so darzustellen, dass ein deutliches Bild für den Leser entsteht. In dem Roman mischt sich meiner Meinung nach der Drang nach dem Abnabeln und Abgrenzen des erwachsenen Sohnes von seinem Vater mit einer Art Gewissenskonflikt in Bezug auf die Arbeits- und Lebensumstände der in der Fabrik beschäftigten Arbeiter/innen. Ich wähle hier bewusst den Begriff „Art“ Gewissenskonflikt, denn Alex scheint zwar ein guter Mensch zu sein. Allerdings ist er sich meiner Meinung nach durchaus dem Konfliktpotenzial zwischen möglichst hohen Gewinnansprüchen und z.B. einer gewerkschaftlich organisierten Arbeiterschaft bewusst. Überhaupt vermischen sich meiner Meinung nach in Alex Handeln immer wieder verschiedene Motive – der Wunsch nach Unabhängigkeit, seine Beziehung zu Ivy, seine Angst vor dem politischen System in China, in dem unbequeme Menschen einfach verschwinden können. Auch wenn der Affe auf dem Cover des Romans mich zum Schmunzeln gebracht hat, so ist die Geschichte, um die es in dem Roman geht, keineswegs leichte Kost. Es werden sozialkritische Punkte angesprochen, auch um politische Themen geht es immer wieder. Ich gebe zu, dass ich mich weder mit der jüngeren Geschichte Chinas, noch mit den expliziten Details des politischen Systems gut auskenne – für mich waren daher manche Begriffe, die in die Handlung eingewoben wurden, Menschen und Ereignisse, die genannt wurden und gefühlt eine bestimmte Bedeutung hatten, nicht ohne weiteres zu deuten. Und das hat die Geschichte in Teilen ein wenig anstrengend für mich gemacht. Weil ich das Gefühl hatte, hier fehlt mir etwas an Hintergrundinformationen, um das wirklich zu erfassen, um das es in dieser Szene wirklich geht, um zu verstehen, wovon die Rede ist und nicht nur eine vage Ahnung zu haben. Von mir erhält „Im Reich der Schuhe“ daher drei von fünf Sternen. Der Roman hat mich jedenfalls gut unterhalten und auf jeden Fall neugierig darauf gemacht, ein bisschen zu der neueren Geschichte Chinas zu recherchieren.

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In dem Buch geht es um eine Schuhfabrik in China und der gleichzeitigen Ungerechtigkeit, mit der die allgemeine Arbeiterschaft von den großen Industriellen behandelt wird. Der Protagonist möchte dagegen etwas unternehmen. Die Charaktere hätten meiner Meinung nach sehr viel Potential gehabt, das leider nicht ausgenutzt worden ist. Die Beschreibungen ziehen sich teilweise sehr in die Länge, jedoch kommt das alles sehr gefühlskalt und emotionslos rüber, weshalb mir Alex auch nie richtig sympathisch werden konnte. Sehr interessantes Thema, nicht wirklich gute Umsetzung. Stellenweise sehr öde und langwierig.

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Ich habe mich schwer getan mit diesem Buch. Für mich hatte es irgendwie keinen roten Faden und der Hauptdartseller war auch nicht mein Fall. Das Setting war es, was mir am Besten gefallen hat. China und auch die chinesische Hauptakteuerin Ivy. Allerdings hätte ich hier gerne noch mehr Hintergurndinformationen gehabt. Vieles wird angerissen und angedeutet aber dann doch nicht so ausgearbeitet, dass sich mir das Leben und die Einstellung der Chinesen erschließt. Zwei Kulturen und zwei Generationen sind es, die hier aufeinandertreffen. Aber weder der eine noch der andere Konflikt sind so richtig ausgearbeitet. Am Ende lässt mich das Buch etwas ratlos und unzufriedne zurück.

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Alex soll die Geschäfte des Vaters in China übernehmen. Natürlich haben die beiden nicht das beste Verhältnis zueinander und bis jetzt fiel Alex mehr durch sein " Sohn sein " auf. Beide entstammen einer jüdischen Familie und Alex ist sehr verwurzelt in seinem Glauben und dessen Grundsätzen. Der Autor versetzt den Leser nach China, in eine uns fremde Kultur mit einer Politik, die nicht leicht zu verstehen ist. Eine Liebesgeschichte steckt auch noch drin. Diese Fülle nimmt dem Roman und den Personen leider die Tiefe und so bleibt alles an der Oberfläche. Die Entwicklung von Alex zum verantwortungsbewussten Menschen bleibt blass und schwer nachvollziehbar. Hatte mir mehr erhofft.

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Ein wirklich schräger Roman in den ich mich beim besten Willen einfach nicht einlesen konnte. Ich habe nach dem ersten Viertel abgebrochen.

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