Statt einsam gemeinsam

Wie wir im Alter leben wollen

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Erscheinungstermin 29.03.2021 | Archivierungsdatum 31.05.2021

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Zum Inhalt

Das Älterwerden neu erfinden!




Christine Westermann 
Das Älterwerden neu erfinden!




Christine Westermann 

Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783961611102
PREIS 20,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Mit leichter Feder nähern sich die beiden Autorinnen einem ernsten Thema: Wie wollen wir, die Kinder der geburtenstarken Jahrgänge der 1960er Jahre, unser Alter gestalten? Welche Wohn- und Lebensformen sind für uns richtig, die wir unsere eigenen Kinder nicht mit unserer Pflege belasten wollen? Alters-WG, Pflege-Bauernhof, Mehrgenerationenhaus, Alterwohnsitz im Ausland, Leben in der Seniorenresidenz, im Tiny House und auf dem Campingplatz... Die Autorinnen haben es sich angesehen, reingeschnuppert und probegewohnt. Auf einer Info-Seite fassen sie nach ihrer Schilderung jeweils das Wichtigste zusammen und geben Anhaltspunkte zu den Kosten. Dazu gibt es Kurzinterviews mit alten Menschen und ihre Erfahrungen mit dem jeweiligen Alters-Lebensstil und dem Älterwerden allgemein. Zwar wird alles nur kurz angerissen und geht weniger in die Tiefe und die Erfahrungen der Autorinnen sind auch stark subjektiv geprägt. Trotzdem: Das locker und unterhaltsam in einem optimistischen Grundton geschriebenen Buch gibt wichtige Denkanstöße und Impulse und regt dazu an, auch einmal ungewöhnliche Wege in Erwägung zu ziehen.

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Das Autorinnenduo, selbst in den 60er Jahren geboren, beschäftigte sich mit den Zukunftsplänen und Wohnmöglichkeiten ihrer Jahrgänge, und zwar für die Zeit nach dem Job. Das Buch ist ganz klar strukturiert in die verschiedenen Wohn-Alternativen. An die Kapitel anschließend finden sich Interviews mit Bewohnern der jeweiligen Einrichtung, außerdem bewertet jede Autorin ganz persönlich und subjektiv ihr Pro und Contra dieser Einrichtung und ferner gibt es einen Faktencheck. Einfließen lassen die beiden immer wieder passende Liedertexte. So erfährt der Leser Grundsätzliches über das Wohnen in der Alters-WG, dem Tinyhouse, dem Pflegebauernhof, dem Campingplatz, dem Wohnen im Ausland am Beispiel der Schweiz und Thailand, im Mehrgenerationenhaus und der Seniorenresidenz. Die Autorinnen sind das Thema positiv angegangen, sie haben die jeweilige Wohnform getestet und dann Bilanz gezogen. Interviewt wurden vor allem geistig vital gebliebene, gebildete Betroffene. Ferner gut situierte, denn in den meisten Fällen sind diese Wohnmöglichkeiten an ein gewisses Einkommen bzw. finanziellen Rückhalt gebunden. Es wird in den Interviews vor allem auch das Thema Einsamkeit im Alter angeschnitten - die meisten Interviewpartner hatten allerdings Kinder und Enkelkinder. Zum Einstieg in das Thema gibt das Buch oberflächlich einen Überblick über einige Wohnalternativen. Es kann auch nur ein Puzzleteilchen bei anstehenden Überlegungen und vor allem Diskussionen sein. Die Frage was uns glücklich macht, bleibt jedenfalls auch im Alter spannend.

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Irgendwann stellt man sich die Frage, wie es im Alter sein wird. Hat man einen Partner, ist man gesund, wie ist der Kontakt zum Nachwuchs, was kann ich mir leisten und vor allem: wie will ich leben? Die Journalistinnen Christiane Hastrich und Barbara Lueg haben dazu verschiedene Wohnmodelle ausprobiert. Mit den jeweiligen Bewohnern wurden Interviews geführt, Pro und Contra abgewogen, Fakten recherchiert und aufgelistet. Es gibt viele Varianten, egal ob man sich für ein Tinyhouse ( ca. 8x3 m) oder den Campingplatz entscheidet, eine Bauernhof-WG aussucht oder eine Seniorenresidenz ( vielleicht sogar in der Schweiz?) bevorzugt, eine Single-Wohnung oder einen Wohnsitz im Ausland ( Polen, Thailand - vieles ist möglich) wählt, alles hat Vor- und Nachteile. Oft ist die Kostenfrage ein entscheidender Faktor, aber Gemeinschaftssinn, Pflegebedarf oder Unabhängigkeit spielen eine entscheidende Rolle. Die Autorinnen beschreiben, wie und warum die Bewohner sich für die beschriebene Variante entschieden haben, prüfen, ob das entsprechende Modell für die eigene Situation infrage käme. Ein ehrliches Fazit ( ... die Sonne geht mir irgendwann auf den Keks) schließt sich an. Allerdings: die oft angehängten englischsprachigen Songtexte erscheinen mir unnötig. Ihre Schlussfolgerung, der ich mich anschließe: „Solange man noch selbst Entscheidungen treffen und seine Zukunft aktiv gestalten kann, sollte man es tun.“ Dieses Sachbuch ist dafür eine mögliche Entscheidungshilfe aus dem Eisele Verlag.

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📚 📚 BEWERTUNG: 4 ⭐ 📚 📚 Genre: Sachbuch / Ratgeber 📚 Worum geht es? Gerade für die Babyboomer Generationen, aber auch für uns später kann der Wohnraum knapp werden. Deswegen haben sich die 2 Autorinnen verschiedene Wohnkonzepte für die Rentenzeit angeschaut, Interviews mit Bewohnern geführt und sich einen Eindruck verschafft. 📚 Review (spoilerfrei): Ich fand es spannend über die verschiedenen Wohnformen mehr zu erfahren. Ich kannte einige Wohnformen tatsächlich schon, einige waren mir aber gänzlich neu. Ich fand es ziemlich liebevoll gestaltet mit den Interviews, Songzitaten, persönlichen Erfahrungen, Faktenchecks und recherchiertem Hintergrundwissen. Einziger Kritikpunkt: Ab und zu war mir die Meinung der Autorinnen zu präsent, da hat man dem Leser keine Möglichkeit zur eigenen Meinungsbildung gelassen. Aber das ist wahrscheinlich bei solchen Erfahrungen auch schwer zu vermeiden.🤔 . Aber an sich eine Empfehlung, für alle die sich mal mit dem Thema auseinander setzen wollen. Auch geeignet für Leute, bei denen die Rente noch in weiter Ferne ist (so wie mir Hihi, ich sag nur 2066🤫🤭) . Instagram: Live_with_L

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Wie möchte man im Alter leben? „Gemeinsam statt einsam - Wie wir im Alter leben wollen“ ist ab einem gewissen Alter eine ausgesprochene interessante und wichtige Frage. Und da ich von dem Autorinnen-Gespann schon „Das Schönste an uns sind wir“ gelesen habe, hat mich dieses Buch besonders interessiert. Christiane Hastrich und Barbara Lueg gehen auch dieses Thema wieder sehr persönlich an. Sie besuchen 8 verschiedene Wohnmodelle, die sie selbst für eine kurze Zeit ausprobieren. Danach gibt es Interviews mit Bewohnern oder den Betreibern und am Ende einen Faktencheck, was die jeweiligen Modelle kosten würde, was beachtet werden muss und wie die rechtlichen Möglichkeiten überhaupt sind. Als erstes sind sie nach Bremen in die Alters-WG des ehemaligen Bremer Bürgermeisters Henning Scherf gefahren. Da haben sie sich allerdings auch gleich eine echte Sahneschnitte ausgesucht! Denn Henning Scherf und seine Frau haben sich mit 8 gemeinsamen Freuden schon mit 50 Jahren dazu entschlossen, dass sie gemeinsam alt werden wollen. Nach drei Jahren hatten sie ein Haus gefunden, dass sich entsprechend der 10 zukünftigen Besuchern umgestalten ließen. Jetzt leben die WG-Bewohner bereits seit 30 Jahren zusammen. Natürlich haben einige Bewohner gewechselt, aber der Zusammenhalt und das Konzept stimmen immer noch. Danach sind die Autorinnen in ein kleines „Tiny-House-Dorf“ gezogen, was natürlich ein richtig großer Kontrast war. Danach ging es auf einen Bauernhof, wo die alten Herrschaften in den unterschiedlichsten Konstellationen zusammenleben konnten, dann auf einen Dauercampingplatz, in ein Ökodorf in der Schweiz, ein Mehrgenerationenhaus und eine Seniorenresidenz. Und sie besuchen eine Frau, die sogar noch einmal ein ganz neuen Anfang gewagt hat. Mich haben diese Erfahrungen der beiden Journalistinnen und die Interviews mit den alten Herrschaften sehr berührt. Ich bin jetzt (2021) 58 Jahre alt. Und ich habe mir tatsächlich noch nicht wirklich Gedanken darüber gemacht, wie das Leben nach dem Rentenbeginn weitergehen soll. Es sah bisher eher ganz konservativ aus. Wir bleiben möglichst lange in unserer Wohnung wohnen. Und wenn wir das nicht mehr können, dann ziehen wir in ein Seniorenheim oder Pflegeheim um. Wobei sich bei dieser angedachten Wohnform natürlich immer die Frage stellt, was gibt die Rente und das vielleicht Ersparte her. Was können wir uns dann tatsächlich leisten. Und jetzt stelle ich fest, dass ich sogar schon spät dran bin, wenn ich eine andere Wohnform im Alter leben möchte. Dieses Buch ist kein Ratgeber. Es ist eher ein ausgesprochen gut und unterhaltsam zu lesender Bericht, der Lust macht, sich ausführlicher mit dem Thema zu beschäftigen. Ich denke, dass es ein Buch für die Generation ist, deren Kinder aus dem Haus sind. Häufig ist diese Zeit ein massiver Bruch mit dem bisherigen Leben. Das Haus/die Wohnung ist plötzlich zu groß. Sucht man sich etwas Neues? Und wenn ja, was? Soll das neue oder auch alte Heim bis zum Tode reichen, oder steht dann noch einmal ein Wechsel an? Insofern ist es durchaus eine Zeit, wo man schon einmal überlegen kann, was man sich für die Zukunft wünscht. Reisen, solange es geht? In den Süden ziehen? Eine Gemeinschaft mit Gleichaltrigen? Oder doch lieber eine Mischung, wo jung und alt zusammenleben und sich gegenseitig noch etwas zu geben haben. Möglichst große Eigenständigkeit, oder doch viele Gemeinschaftlichkeit. Vielleicht ist auch beides möglich!? Bei mir hat dieses Buch Wünsche geweckt. Es hat mir aber auch Grenzen aufgezeigt. Sowohl finanzielle als auch menschliche. Ich selbst bin eher eine Einzelgängerin. Doch trotzdem könnte ich mir im Alter eine Gemeinschaft vorstellen, in der ich zu nichts gezwungen werde und dabei sein kann, wenn ich möchte. Aber wäre das wirklich das richtige für mich? Und wenn ja, wie findet man so eine Gemeinschaft? Alters-WG oder doch lieber eine Mehrgenerationengemeinschaft? Und wenn ich mich entschieden habe, wie und wo finde ich das, was ich suche? Dies ist das Einzige, was mir an diesem Buch fehlt! Ich hätte gerne am Ende ein Verzeichnis gehabt, wo man Informationen und Ansprechadressen für die verschiedenen Wohnmodell findet. Außerdem hatte ich bei allen Modellen das Gefühl, dass sie nicht unbedingt für Geringverdiener gedacht sind. Besonders gut haben mir die eingestreuten Songtexte (englisch) gefallen, die Lieder meiner Generation sind. Ein kleiner Soundtrack unserer Zeit.

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Wie wirst Du leben, wenn Du alt bist? Wenn Du nicht mehr ganz autonom leben kannst, wenn Du Hilfe brauchst? Welche Lebensformen gibt es überhaupt? Ich habe mich ehrlich gesagt noch kaum mit dem Thema leben im Alter auseinandergesetzt. Christiane Hastrich und Barbara Lueg haben dazu - quasi als eigenen Entdeckungsreise - ein einfühlsames Buch geschrieben. Die beiden haben verschiedenste Menschen besucht, die ihre letzten Lebensjahre bewusst geplant und gestaltet haben, aber auch solche, die eher zufällig da gelandet sind, wo sie jetzt sind. Die beiden Autorinnen haben ganz genau hingeschaut und wurden von den verschiedenen Personen in ihr Leben gelassen. Entstanden sind intime Portraits, genaue Einblicke und ein Potpourri der Möglichkeiten. So vielfältig er Inhalt, so offen die Gestaltung: Statt einsam gemeinsam beinhaltet Erlebnisberichte, Interviews, Fakten. Fast wie ein Magazin gestalten sich die Beiträge. Die Texte lesen sich wunderbar leicht und berührend, sie inspirieren und regen zum Nachdenken an: Wie möchte ich einmal leben? Und wann muss ich anfangen zu planen? Statt einsam gemeinsam ist ein spannendes Buch, gerade, wenn man sich mit dem Thema noch wenig auseinandergesetzt hat.

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Statt einsam gemeinsam: Wie wir im Alter leben wollen............... ...........oder können. Die beiden Autorinnen gehören den Jahrgängen der Babyboomer-Generation an und haben sich Gedanken darüber gemacht, welche Art von Wohnen und Leben im Alter möglich und erstrebenswert ist. Sie haben viele Möglichkeiten getestet und sind mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen. Sei es das Mehrgenerationenhaus oder die Alters-WG, das Tiny Haus oder der Öko-Bauernhof, der Camping-Platz oder die Seniorenresidenz oder gar das Aussteigen im Alter, z.B. nach Thailand. Überall haben sie positive und negative Erfahrungen gemacht (ein persönliches Fazit gibt es immer am Ende der jeweiligen Testphase), haben viele interessante Menschen kennen gelernt, ihren Horizont erweitert, immer passende Textzeilen von Liedern gefunden. Ich fand das Ganze sehr interessant und aufschlussreich, besonders auch die Interviews mit einigen Bewohnern der jeweiligen Lebensform. Diese sind überwiegend zufrieden um nicht zu sagen glücklich mit ihren Entscheidungen. Aber auch zum größten Teil geistig auf der Höhe und körperlich zumindest einigermaßen fit. Obwohl nicht wenige bereits über 90 sind. Einige Aussagen kamen immer wieder und sind mir im Gedächtnis geblieben: Die Menschen haben sich mit ihrer jetzigen Situation arrangiert, sie haben akzeptiert, dass ihre (sofern vorhanden) Kinder und Enkel sie aus den verschiedensten Gründen selten besuchen, ich hörte wenig Groll oder Enttäuschung heraus. Vielleicht bekommt man im hohen Alter auch einen anderen Blickwinkel. Wichtig für alle war die Freiheit, im Großen und Ganzen tun und lassen zu können was man will. Menschen treffen oder nicht, an Aktivitäten teilnehmen oder nicht, viel schlafen zu können und zum Beispiel auch mit über 90 wieder mit dem Rauchen anzufangen. Und dies zu genießen. Ohne schlechtes Gewissen und ohne sich Gedanken darüber zu machen, was "die Anderen" dazu sagen. Die vorgestellten Projekte/Lebensformen kosten alle Geld. Das war auch eine der Aussagen von vielen Interviewten: man sollte sich möglichst früh Gedanken darüber machen, wie man später leben möchte (und kann) und so gut wie möglich vorsorgen. Für viele sicher einfacher gesagt als getan. Insgesamt zeigt das Buch aber viele interessante Möglichkeiten auf, es ist kurzweilig und unterhaltsam geschrieben und regt zum Nachdenken und vielleicht Planen an.

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Ich habe lange überlegt, ob dieses Buch lesen soll. In meiner Generation ist in der Schweiz die Angst vor der Altersarmut nicht so gross. Mit Pensionskasse sind wir gezwungen, für das Alter zu sparen. Also leben wir bis es die Gesundheit nicht mehr zulässt meist in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus. Ich habe trotzdem mal ins Buch gespienzelt und wurde neugierig. 2018 haben sich die beiden Autorinnen Christiane Hastrich und Barbara Lueg mit dem Wendepunkt 50. Geburtstag im Leben einer Frau befasst. Das neue Buch befasst sich mit der Frage „Wie will ich im Alter leben?“ Es ist nach demselben Schema auf aufgebaut: Selbstversuch – Nachgefragt – Faktencheck und wenn möglich ein Experteninterview. So haben die beiden Frauen einen Selbstversuch in einer Alter-WG, in einem Tinyhouse, in einer Bauernhof-WG, auf einem Campingplatz, im Ausland, in einem Mehrgenerationenhaus und einer Seniorenresidenz gemacht. In der Rubrik werden Menschen interviewt, die bereits auf diese Weise leben. Es ist spannend zu lesen, wie sich andere Menschen mit der Lebensweise befassen. Vor allem wie sie sich das Leben nach dem Job vorstellen. In den Interviews wird immer wieder darauf hingewiesen, dass man sich früh damit befassen sollte, wie man im Alter leben möchte. Da die Plätze in den alternativen Wohnformen zum Altenheim noch ziemlich dünn gesät sind. Dieses Buch gibt einen Denkanstoss dafür. Sollte ich im Alter einmal alleine leben, würde mich ein Mehrgenerationenhaus reizen.

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