FREUD

Berggasse 19 – Ursprungsort der Psychoanalyse

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Erscheinungstermin 20.07.2020 | Archivierungsdatum 08.02.2021

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Zum Inhalt

Sigmund Freud selbst war sich der Bedeutung der von ihm begründeten Psychoanalyse durchaus bewusst: Er sah sie auf einer Ebene mit der kopernikanischen Wende und Darwins Evolutionstheorie. Die Theorie des Unbewussten, die heute den Status eines anthropologischen Paradigmas innehat, nahm ihren Ursprung in der Berggasse 19 in Wien. Dort, wo Freud lebte und seine Praxis unterhielt, befindet sich heute das ihm gewidmete Museum. Anlässlich seiner Neugestaltung erscheint die vorliegende Publikation, die sich der faszinierenden und bahnbrechenden Wirkungsgeschichte der Psychoanalyse widmet. Das Katalogbuch beleuchtet ausführlich Freuds Leben und Werk und erfährt durch die Präsentation der Kunstsammlung des Museums eine umfassende Ergänzung: So aktivieren die vertiefenden Textbeiträge zur Psychoanalyse sowie die von Joseph Kosuth initiierte Kunstsammlung Freuds Erbe und lassen Imaginäres und Imagination auf einzigartige Weise aufeinandertreffen. Dem Buch ist ein Grußwort der mehrfach ausgezeichneten Autorin und Wissenschaftlerin Siri Hustvedt vorangestellt.

SIGMUND FREUD (1856–1939) leitete zu Beginn des vorigen Jahrhunderts eine kulturelle Wende ein, indem er sich für die Anerkennung und Erforschung des menschlichen Unbewussten einsetzte. Als Erfinder der Psychoanalyse, innovativer Wissenschaftler und Intellektueller der Wiener Moderne schuf er ein Werk von kaum zu ermessender Bedeutung, das bis heute in den unterschiedlichsten Disziplinen und den Künsten seinen Niederschlag findet.

SIRI HUSTVEDT (*1955) hat zahlreiche wissenschaftliche Artikel über Psychiatrie, Neurologie, Neurowissenschaften und Philosophie veröffentlicht und ist Autorin eines Gedichtbandes, von sieben Romanen und vier Essaysammlungen. Hustvedt erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den International Gabarron Prize for Thought and Humanities, den Los-Angeles-Times-Buchpreis für Belletristik und American Academy Award für Literatur.

JOSEPH KOSUTH (*1945) ist einer der renommiertesten Konzeptkünstler der Vereinigten Staaten. Sein stets mit dialektischem Augenzwinkern geschaffenes OEuvre ist weltweit in Ausstellungen und Sammlungen vertreten. Durch seine Initiative gelangten u. a. Werke von John Baldessari, Wolfgang Berkowski, Pier Paolo Calzolari, Jessica Diamond, Georg Herold, Susan Hiller, Ilya Kabakov, Sherrie Levine, Haim Steinbach, Franz West und Heimo Zobernig ins Sigmund Freud Museum nach Wien.

Sigmund Freud selbst war sich der Bedeutung der von ihm begründeten Psychoanalyse durchaus bewusst: Er sah sie auf einer Ebene mit der kopernikanischen Wende und Darwins Evolutionstheorie. Die...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783775747349
PREIS 54,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Sehr informativ Siegmund Freud ist vermutlich den meisten Menschen bekannt. Daher fand ich die Idee hinter diesem Buch/Bildband sehr interessant und ich würde nicht enttäuscht. Es entstand anlässlich der Neugestaltung des Museums, dass seinen Sitz in Freuds ehemaligen Praxisräumen hat. Der Berggasse 19 in Wien. Mehr als 200 Fotografien zeigen die Räume in den Freu den größten Teil seines Lebens verbracht hat. Dazu gibt es Texte von verschiedenen Autoren, die das Leben und die Arbeit von Freud näher betrachten und dem Leser näher bringen. Zudem zeigen die Abbildungen den Bestand des Museums. Ich habe mir Zeit genommen um das Buch durchzusehen und die Bilder in Ruhe betrachten. Ich kannte Freud natürlich, doch mir seinen Werken und Ansichten im Ganzen habe ich mich bisher noch nicht beschäftigt. Das werde ich nun definitiv nachholen. Die Publikationen fand ich sehr interessant und ganz toll aufgearbeitet. Das Zusammenspiel von Bild und Text passen hier sehr gut zusammen und lassen einen eine gute Einsicht in Freuds Arbeit und Umfeld geben. Wenn ich zudem mal in Wien sein sollte, werde ich mir auch das Museum definitiv anschauen.

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Einer meiner Lieblingsorte in Wien ist das Haus an der Berggasse 19 – es ist die berühmte Adresse, an der Sigmund Freud die menschliche Psyche erforschte und die Wissenschaft vom Unbewussten etablierte. Freud hat da gelebt und gearbeitet – heute befindet sich in den Räumen das Sigmund Freud Museum. Die Mausmatte, die auf meinem Pult liegt, habe ich da gekauft: Es ist ein Miniatur-Replikat des Teppichs, der auf Freuds berühmter Couch gelegen hat. Das Haus bildet das Leben und Arbeiten von Sigmund Freud ab – mit einer grossen Leerstelle allerdings: Die berühmte Couch fehlt. Seit Freuds Flucht vor den Nationalsozialisten nach London klafft hier eine Lücke. Dieses Buch widmet sich der Berggasse 19. Es erzählt die Geschichte von Sigmund Freud in diesem Haus und führt durch das Museum, wie es sich 2020 präsentiert. Das Buch eröffnet damit einen überaus konkreten Weg in den geistigen Kosmos von Sigmund Freud. «Als ich durch die Wohnung ging, spürte ich die Gegenwart von Freuds Patientinnen und Patienten», schreibt Schriftstellerin Siri Hustvedt im Vorwort. Hier, im Behandlungszimmer, habe die Geschichte begonnen: «Sie begann mit der Idee, dass eine bestimmte Art von Gespräch zwischen zwei Menschen heilende Wirkung haben kann. Durch die seltsamen Effekte dessen, was Freud Übertragung nannte, haben unzählige Menschen erlebt, dass sie nach Sitzungen, in denen gesprochen und zugehört wird, ihr Leben besser meistern konnten.» Das Sigmund Freund Museum erinnert an zwei einschneidende Ereignisse: Die Bergasse 19 ist der Ursprungsort der Psychoanalyse, die dem Menschen zu Beginn des vorigen Jahrhunderts eine neue Selbstsicht eröffnete, und die Adresse ist ein Mahnmal, das daran erinnert, wie unter dem Terrorregime des Nationalsozialismus Kultur und Menschlichkeit verloren gingen. Beide Ebenen bespielt das Buch. Anbwechslungsweise beseschreibt es ein Zimmer oder einen Bereich der Wohnung und ein historisches Thema. Auf das Vorzimmer der Familienwohnung folgt eine Einführung zu Sigmund Freuds Weg zur Psychoanalyse. Das Bade- und Ankleidezimmer führt zu einem Text über Sigmund Freuds Sexualtheorien und den Ödipuskomplex. Auf die Beschreibung des Schlafzimmers von Martha und Sigmund Freud folgt ein Aufsatz über Künste, Träume und Revolution. Das Schlafzimmer von Freuds Schwägerin Minna Bernays ebnet den Weg zur Beschreibung von Freuds Beschäftigung mit Hypnose und Hysterie. Minnas Salon, Wohnzimmer und Esszimmer bietet Gelegenheit, die Lebensläufe der Familienmitglieder zu erzählen. Das Wartezimmer von Sigmund Freuds Ordination leitet über zu den Anfängen der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung und der psychoanalytischen Bewegung. Gegenstände aus Sigmund Freuds Behandlungszimmer führen natürlich zu einem Text über die psychoanalytische Behandlungsmethode und Sigmund Freuds Praxisbetrieb in den Jahren 1910–1920. Die einzelnen Zimmer sind nicht einfach beschrieben, sondern werden durch Ausstellungsgegenstände aus dem Museum illustriert und dokumentiert. Pläne, Fotos und Skizzen geben darüber hinaus eine gute Vorstellung vom Haus an der Berggasse. Kurz: Das Buch bietet eine Art psychoanalytische Hintertreppe: den Zugang zu Freuds Gedanken und Ideen über sein Wohnhaus und seine Praxisräumlichkeiten. Spannend und anregend. Monika Pessler, Daniela Finzi (Hrsg.): Freud, Berggasse 19 – Ursprungsort der Psychoanalyse. Hatje Cantz Verlag, 400 Seiten, 75.50 Franken; ISBN 978-3-7757-4734-9 Erhältlich ist das Buch hier: https://www.biderundtanner.ch/detail/ISBN-9783775747349 Wenn Sie das Buch lieber digital für Ihren Amazon Kindle beziehen möchten, klicken Sie hier: https://amzn.to/2YeMm17 Buchtipp zum Wochenkommentar vom 14. August 2020: Warum Firmen nur mit neuen Ideen das Homeoffice überleben Eine Übersicht über sämtliche Buchtipps samt Link auf den zugehörigen Wochenkommentar finden Sie hier: https://www.matthiaszehnder.ch/buchtipp/

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Interessanter und gut aufgemachter Ausstellungskatalog zum Sigmund-Freud-Museum, Berggasse in Wien. Vielseitige und informative Textbeiträge, gute Gesamtkonzeption. Für die Auslage in unserer Buchhandlung leider zu speziell, aber im Kundengespräch kann man bei entsprechender Gelegenheit diesen Katalog gut weiter empfehlen.

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