Überflieger

Roman

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Erscheinungstermin 02.05.2019 | Archivierungsdatum 29.08.2019

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Zum Inhalt

Ein scharfzüngiger und dabei höchst unterhaltsamer Roman über die Absturz-Ängste der Mittelschicht von Karin Ernst für die Leser von Yasmina Reza ("Der Gott des Gemetzels") - intelligente Unterhaltung mit gesellschaftlichem Hintergrund
Claire und ihr Mann Niko glauben, es geschafft zu haben. Sie genießen finanzielle Unabhängigkeit, bewohnen ein wunderbares Haus in einer beliebten Großstadt, sehen blendend aus und sind gesund. Gerade von einem langjährigen Aufenthalt in den USA nach Deutschland zurückgekehrt, führen sie voller Stolz ihren wohlgeratenen Nachwuchs vor. Denn natürlich haben sie zwei großartige und begabte Kinder, denen der Erfolg quasi in die Wiege gelegt wurde.
Cordelia, die Ältere, ist eine talentierte Pianistin, vor allem aber ruhen die Hoffnungen auf dem jüngeren Sohn Raffi, der sich schon als Dreijähriger Lesen und Schreiben beigebracht hat und von dem alle Großes erwarten.
Doch mit Raffis Schuleintritt erweisen sich sämtliche Hoffnungen als reine Fantasie, und es beginnt eine wahre Tour de Force für die Familie…

Ein scharfzüngiger und dabei höchst unterhaltsamer Roman über die Absturz-Ängste der Mittelschicht von Karin Ernst für die Leser von Yasmina Reza ("Der Gott des Gemetzels") - intelligente...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783426281956
PREIS 19,99 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Die Geschichte ist wunderbar spitzzüngig formuliert, die Personen sind mit knappen, eigentlich sachlichen Worten so genau beschrieben, dass man als Leser sofort weiß, wie sie sind und wie sie ticken, entlarvend, aber dennoch empathisch. Die Hilflosigkeit, mit der Niko und Claire auf ihre Kinder reagieren, ist fast mitleiderregend. Da ich mich schon früher mit dem Thema „Hochbegabung“ beschäftigt habe, weiß ich, welchen Streß und welchen Kummer das für die Familien bedeuten kann (nicht: MUSS!). Ich persönlich hätte gern noch etwas ausführlicher von Raffis Gefühlswelt gelesen. Klare Leseempfehlung, nicht nur für Betroffene und ihre Familien und Lehrer.

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Ein Alptraum Überflieger von Karin Ernst ist ein Roman über die Familie von Koppenstein. Die Eltern Niko und Claire sind Akademiker, die überzeugt sind das ihre Kinder hochbegabt sind. Das sieht auch so aus, Cordelia spielt gut Klavier und Raffi, der noch nicht zur Schule geht, kann schon lesen. Besonders Claire lässt gegenüber ihrer Freunde die Talente ihrer Kinder heraushängen. Aber dann kommt Raffis erster Schultag. Von dem war ich entsetzt, der reinste Chaos. Ich bin bloß froh, das meine Kinder von ihren Lehrerinnen besser behandelt wurden. Raffi tat mir da sehr leid, er kann sich in die Schulordnung nicht einfügen und will nicht mehr zur Schule gehen. Niko und Claire meinen er wäre unterfordert und soll eine Klasse überspringen. Der Versuch schlägt fehl. Es kommt so weit, das das Jugendamt ihnen Raffi weg nimmt. Das wird für Raffi besonders tragisch und die Eltern fühlen sich hilflos. Am Ende habe ich die Hoffnung, das Claire und die Kinder es schaffen, Niko muss noch an sich arbeiten. Die Autorin versteht es eine interessante lesenswerte Geschichte, die es so geben kann, zu schreiben. Ich bin von dem Roman beeindruckt.

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INHALT Karin Ernsts Debütroman beschäftigt sich mit dem aktuellen Thema "Helikoptereltern". Im Mittelpunkt der Handlung steht dabei der 5-jährige Raffael von Koppenstein, den seine Mutter Claire für hochintelligent hält. Nachdem die vierköpfige Familie von Koppenstein nach einem längeren Forschungsaufenthalt in den USA nach Deutschland zurückgekehrt ist, läuft ab Raffaels vorzeitiger Einschulung alles schief. Die sonst so entspannten Akademikereltern sind auf einmal mit dem ach so intelligenten Nachwuchs überfordert. Raffael, genannt Raffi, langweilt sich und hasst seine Schule. Er hat sich selbst das Lesen und Schreiben beigebracht und träumt lieber vor sich hin bzw. liest Fachbücher. Schönschreiben und Hausaufgaben will der Sohnemann nicht. Die polyglotte Mutter Claire führt Unterforderung als Grund für Raffis Schulunlust an und erwirkt nach zähem Ringen, dass er eine Grundschulklasse überspringt. Doch auch dadurch ändert sich Raffis Verweigerungshaltung nicht, Claire und Ehemann Niko sind verzweifelt. Die ältere Vorzeigetochter Cordelia fühlt sich von ihren Eltern mehr und mehr vernachlässigt. MEINUNG Ernst hat ihren 448-seitigen Roman als Drama angelegt, das sich von Kapitel zu Kapitel steigert. Sie zeigt darin eindrücklich, was passiert, wenn Eltern versuchen, von Anfang an alles in Sachen Kindererziehung und -förderung richtig zu machen, dabei aber das Wohl und den Willen des Kindes außer acht lassen. Vor allem die omnipräsente Akademikerin Claire von Koppenstein steht im Fokus. Ihre verblendete Auffassung, dass alle Familienmitglieder Intelligenzbestien seien, entfacht das Drama um Anerkennung erst. Im Freundeskreis vergleicht sie sich und den eigenen Nachwuchs stets und glaubt, besser als der Durchschnitt zu sein. Schönheit und Klugheit spielen eine übergeordnete Rolle. Obschon Claire die Erziehung von Raffi und Cordelia allzu häufig schleifen lässt und nicht eingreift, wenn nicht mit Messer und Gabel gegessen wird oder Raffi nur noch mit falschem Bart durch die Gegend läuft. Mir hat vor allem der sarkastische Grundton der Story gefallen. Claire ist der Aufbrausende und messerscharf analysierende Elternteil, während Niko den ruhigen, pragmatischen Part übernimmt. Die Kinder Raffi und Cordelia haben ihren eigenen Kopf und rebellieren auf, was fortwährend zu innerfamiliären Kämpfen führt. In deren Folge bekommt das ach so heile Familienbild Risse und jedes Familienmitglied leidet auf seine Weise, weil nach außen stets der schöne Schein gewahrt wird. Hierbei fand ich es spannend, dass die Autorin die handelnden Personen wechselweise zum Sprechen brachte. Problem hatte ich damit, dass sich der Plot ab dem 2/3 bis zum Ende recht hinzog und redundante Passagen enthielt. Hier wäre weniger, mehr gewesen. Auch der offene Schluss war nicht nach meinem Geschmack, da ich mir nach dem aufwühlenden Hin und Her einen geradlinigen Schnitt gewünscht hätte. FAZIT Eltern müssen lernen, dass nicht jedes Kind automatisch ein Genie ist. Ernst zeigt in ihrem Debüt eindrücklich, wohin falsche Erwartungen und Entscheidungen führen können. Wahrlich ein tagesaktuelles Familiendrama, das zum Nachdenken anregt.

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Ein scharfzüngiger und dabei höchst unterhaltsamer Roman über die Absturz-Ängste der Mittelschicht. Die Eltern Niko und Claire sind Akademiker, die überzeugt sind, dass ihre Kinder hochbegabt sind. Das sieht auch so aus, Cordelia spielt gut Klavier und Raffi, der noch nicht zur Schule geht, kann schon lesen. Besonders Claire lässt gegenüber ihren Freunden die Talente ihrer Kinder heraushängen. Cordelia, die Ältere, ist eine talentierte Pianistin, vor allem aber ruhen die Hoffnungen auf dem jüngeren Sohn Raffi, der sich schon als Dreijähriger Lesen und Schreiben beigebracht hat und von dem alle Grosses erwarten. Aber dann kommt Raffis erster Schultag. Von dem war ich entsetzt, der reinste Chaos. Ich bin bloss froh, dass meine Kinder von ihren Lehrerinnen besser behandelt wurden. Raffi tat mir da sehr leid, er kann sich in die Schulordnung nicht einfügen und will nicht mehr zur Schule gehen. Ein Buch zum Nachdenken.

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