Hans-Erhard Lessing erläutert und erzählt, wie das Fahrrad vor 200 Jahren weltweit eine nie gekannte Euphorie auslöste. Zum ersten Mal konnten sich alle individuell bewegen und sich das »Glück auf zwei Rädern « leisten. Eine Kulturgeschichte des Zweirads voller Überraschungen – vom Ausbruch eines Vulkans am Beginn bis zur Revolution des E-Bikes.
Kein Verkehrsmittel ist auf der ganzen Welt so weit verbreitet. Keines ist so zahlreich vorhanden. Keines hat eine solche rasante Entwicklung durchgemacht: Von der Laufmaschine über das Hoch- und Niederrad, vom Tret- zum Rennrad und Elektrobike hat sich das Fahrrad gegen alle Konkurrenten durchgesetzt und ist das weitverbreitetste Verkehrsmittel. Etwa 12–14 Milliarden Fahrräder wurden seit seiner Erfindung gebaut und 72 Millionen werden allein in Deutschland bewegt. Das Fahrrad ist für jedermann erschwinglich, wie gerade seine Verbreitung in Indien oder China heute oder in Europa und Nordamerika im 19. Jahrhundert belegt. Auch die gesellschaftliche, ja kulturelle Veränderung, die das Fahrrad ermöglichte, ist beeindruckend. Die anstehende E-Bike-Revolution lässt heute schon erahnen: Bald werden Jung und Alt mobil wie noch nie sein, und der individuelle Verkehr in den Städten wird sich von Grund auf verändern – dank des Fahrrads, das seit seiner Erfindung keinen Tag gealtert ist.
Hans-Erhard Lessing erläutert und erzählt, wie das Fahrrad vor 200 Jahren weltweit eine nie gekannte Euphorie auslöste. Zum ersten Mal konnten sich alle individuell bewegen und sich das »Glück auf...
Hans-Erhard Lessing erläutert und erzählt, wie das Fahrrad vor 200 Jahren weltweit eine nie gekannte Euphorie auslöste. Zum ersten Mal konnten sich alle individuell bewegen und sich das »Glück auf zwei Rädern « leisten. Eine Kulturgeschichte des Zweirads voller Überraschungen – vom Ausbruch eines Vulkans am Beginn bis zur Revolution des E-Bikes.
Kein Verkehrsmittel ist auf der ganzen Welt so weit verbreitet. Keines ist so zahlreich vorhanden. Keines hat eine solche rasante Entwicklung durchgemacht: Von der Laufmaschine über das Hoch- und Niederrad, vom Tret- zum Rennrad und Elektrobike hat sich das Fahrrad gegen alle Konkurrenten durchgesetzt und ist das weitverbreitetste Verkehrsmittel. Etwa 12–14 Milliarden Fahrräder wurden seit seiner Erfindung gebaut und 72 Millionen werden allein in Deutschland bewegt. Das Fahrrad ist für jedermann erschwinglich, wie gerade seine Verbreitung in Indien oder China heute oder in Europa und Nordamerika im 19. Jahrhundert belegt. Auch die gesellschaftliche, ja kulturelle Veränderung, die das Fahrrad ermöglichte, ist beeindruckend. Die anstehende E-Bike-Revolution lässt heute schon erahnen: Bald werden Jung und Alt mobil wie noch nie sein, und der individuelle Verkehr in den Städten wird sich von Grund auf verändern – dank des Fahrrads, das seit seiner Erfindung keinen Tag gealtert ist.
Dieses Jahr wird das Fahrrad 200 Jahre alt und das Verlagshaus Klett-Cotta hat sich dieses runde Jubiläum zum Anlass genommen, eine kleine Kulturgeschichte zur Thematik herauszugeben.
Der Technikhistoriker Hans-Erhard Lessing arbeitet sich auf insgesamt 255 Seiten von den technischen Anfängen und Vorbildern des "Drahtesels" bis zu den heutigen hochmodernen Fahrradmodellen vor. Während der Autor die momentanen Fahrradtrends eher sporadisch abhandelt, so detailreich geht er auf die Entwicklungen des 18. und 19. Jahrhunderts, vor allem auf die Draisine und das Veloziped ein. Dies empfand ich anfangs noch recht spannend und aufschlussreich, wurde auf Dauer und mit Zunahme der Seiten aber anstrengend bis öde. Zudem hätte ich mir mehr Bildmaterial zur Auflockerung und Veranschaulichung des Fachtextes gewünscht. Die kulturgeschichtlichen Exkurse stellten hingegen meine Highlights dar, weil hier eingehend auf das Verhältnis von Frau bzw. Kirche zum Fahrrad eingegangen wurde, was bisher viel zu selten beleuchtet worden ist. Zudem konnte ich lernen, dass damals Kokabonbons und Cola als Aufputschmittel für längere Touren genutzt wurde und wie es zur Bezeichnung "Eisbein" gekommen ist. Auch die Ausführungen zum Hochrad gerieten unterhaltsam. So schön die reiche Quellenarbeit von Lessing auch sein mag, so ermüdend empfand ich die teilweise seitenlangen Zitate aus Zeitschriften etc. Auch der für ein Sachbuch typisch nüchterne Erzählton fehlte nicht.
FAZIT
Ein solides, wenngleich an manchen Stellen etwas ausschweifendes Sachbuch zum Thema "Fahrrad".
3 stars
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Jennifer H, Rezensent*in
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Dieses Jahr wird das Fahrrad 200 Jahre alt und das Verlagshaus Klett-Cotta hat sich dieses runde Jubiläum zum Anlass genommen, eine kleine Kulturgeschichte zur Thematik herauszugeben.
Der Technikhistoriker Hans-Erhard Lessing arbeitet sich auf insgesamt 255 Seiten von den technischen Anfängen und Vorbildern des "Drahtesels" bis zu den heutigen hochmodernen Fahrradmodellen vor. Während der Autor die momentanen Fahrradtrends eher sporadisch abhandelt, so detailreich geht er auf die Entwicklungen des 18. und 19. Jahrhunderts, vor allem auf die Draisine und das Veloziped ein. Dies empfand ich anfangs noch recht spannend und aufschlussreich, wurde auf Dauer und mit Zunahme der Seiten aber anstrengend bis öde. Zudem hätte ich mir mehr Bildmaterial zur Auflockerung und Veranschaulichung des Fachtextes gewünscht. Die kulturgeschichtlichen Exkurse stellten hingegen meine Highlights dar, weil hier eingehend auf das Verhältnis von Frau bzw. Kirche zum Fahrrad eingegangen wurde, was bisher viel zu selten beleuchtet worden ist. Zudem konnte ich lernen, dass damals Kokabonbons und Cola als Aufputschmittel für längere Touren genutzt wurde und wie es zur Bezeichnung "Eisbein" gekommen ist. Auch die Ausführungen zum Hochrad gerieten unterhaltsam. So schön die reiche Quellenarbeit von Lessing auch sein mag, so ermüdend empfand ich die teilweise seitenlangen Zitate aus Zeitschriften etc. Auch der für ein Sachbuch typisch nüchterne Erzählton fehlte nicht.
FAZIT
Ein solides, wenngleich an manchen Stellen etwas ausschweifendes Sachbuch zum Thema "Fahrrad".