Rezension
Rezension von
Anne J, Buchhändler*in
Eine merkwürdig-lustige Parallelwelt, die viel mit unserer eigenen Welt zu tun hat
Vor Jahrzehnten fand ein unerklärliches Ereignis statt, bei dem ein paar Kaninchen vermenschlicht wurden. Nun leben sie unter uns Menschen bzw. unter den Menschen in Groß Britannien und noch genauer im Dorf Much Hemlock, in dem auch der Hauptcharakter Peter Know wohnt. Er gerät ständig in Kontakt mit den Kaninchen – ob er will oder nicht. Und oft will er nicht, aber er wird in eine Geschichte von historischem Ausmaß hineingezogen, in der er versucht, er selbst zu bleiben: offen, tolerant, friedlich. Währenddessen sind um ihn herum die meisten Menschen fremden- bzw. kaninchenfeindlich, hass- bzw. angsterfüllt und sogar gewaltbereit.
Constance ist eine selbstbewusste, intelligente, charmante Kaninchenfrau, die sich auch vor Füchsen und Repressalien nicht wegduckt. Und die (eine absolute Lieblingsszene) versteckt im Wandschrank „Der Graf von Monte Christo“ liest, falls die Affäre, die sie aktuell hat, aufzufliegen droht.
Worum geht es noch? Gesellschaft, Ausgrenzung, Bücher und Büchereien, Behörden, Politik, Nachbarschaft, Freundschaft, Liebe, Karotten, umgegrabene Gärten, Kaninchenbaue und die Partys darin, Spiritualität, Religion, Ohren, Ehre und Duelle, Selbstwert, Mut, Umsiedlung, das größere Wohl, Zusammenhalt, Widerstand, Philosophie, das Leben und den Tod, Respekt, Fremdenhass …
Es ist unfassbar, wie viele aktuelle und wichtige Themen Jasper Fforde unterbringt. Und es ist schlichtweg beeindruckend, wie es ihm gelingt, in einem Buch über menschengroße, bekleidete, denkende und sprechende Kaninchen real-bedrohliche Gesellschaftsprobleme darzustellen.
Darüber hinaus ist dieses Buch umwerfend witzig! Ffordes Schreistil ragt heraus aus allem, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Seine Charaktere sind interessant entworfen, konsequent entwickelt und allesamt großartig!
Das Ende hat mich noch einmal völlig sprachlos zurückgelassen.
Insgesamt ist „Wie die Karnickel“ ein großer Gewinn für die Literaturlandschaft!
PS: „Karnickel“ sagt man aber eigentlich nicht.
Vor Jahrzehnten fand ein unerklärliches Ereignis statt, bei dem ein paar Kaninchen vermenschlicht wurden. Nun leben sie unter uns Menschen bzw. unter den Menschen in Groß Britannien und noch genauer im Dorf Much Hemlock, in dem auch der Hauptcharakter Peter Know wohnt. Er gerät ständig in Kontakt mit den Kaninchen – ob er will oder nicht. Und oft will er nicht, aber er wird in eine Geschichte von historischem Ausmaß hineingezogen, in der er versucht, er selbst zu bleiben: offen, tolerant, friedlich. Währenddessen sind um ihn herum die meisten Menschen fremden- bzw. kaninchenfeindlich, hass- bzw. angsterfüllt und sogar gewaltbereit.
Constance ist eine selbstbewusste, intelligente, charmante Kaninchenfrau, die sich auch vor Füchsen und Repressalien nicht wegduckt. Und die (eine absolute Lieblingsszene) versteckt im Wandschrank „Der Graf von Monte Christo“ liest, falls die Affäre, die sie aktuell hat, aufzufliegen droht.
Worum geht es noch? Gesellschaft, Ausgrenzung, Bücher und Büchereien, Behörden, Politik, Nachbarschaft, Freundschaft, Liebe, Karotten, umgegrabene Gärten, Kaninchenbaue und die Partys darin, Spiritualität, Religion, Ohren, Ehre und Duelle, Selbstwert, Mut, Umsiedlung, das größere Wohl, Zusammenhalt, Widerstand, Philosophie, das Leben und den Tod, Respekt, Fremdenhass …
Es ist unfassbar, wie viele aktuelle und wichtige Themen Jasper Fforde unterbringt. Und es ist schlichtweg beeindruckend, wie es ihm gelingt, in einem Buch über menschengroße, bekleidete, denkende und sprechende Kaninchen real-bedrohliche Gesellschaftsprobleme darzustellen.
Darüber hinaus ist dieses Buch umwerfend witzig! Ffordes Schreistil ragt heraus aus allem, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Seine Charaktere sind interessant entworfen, konsequent entwickelt und allesamt großartig!
Das Ende hat mich noch einmal völlig sprachlos zurückgelassen.
Insgesamt ist „Wie die Karnickel“ ein großer Gewinn für die Literaturlandschaft!
PS: „Karnickel“ sagt man aber eigentlich nicht.