Rezension

Cover: LESEPROBE: Vergissmeinnicht

LESEPROBE: Vergissmeinnicht

Erscheinungstermin:

Rezension von

Nana S, RezensentIn

Meine Bewertung:

Viel zu kurz und trotzdem schon sofort angefixt! 

Das Cover hat Kerstin Gier schon in einer Social Media Action vor einiger Zeit effektvoll enthüllt. Aber auch zu recht. Das Cover finde ich einfach gigantisch! Ein bisschen erinnert es mich an das Cover von “Plötzlich Banshee” von Nina MacKay oder an “Für dich soll’s tausend Tode regnen” von Anna Pfeffer. 

Auf schwarzem Hintergrund sind sehr viele Ornamente, Ranken und Tieren in hellen und kräftigen Farben verteilt. Im oberen Viertel ist unter dem Autorenname ein Skelettschädel gezeichnet, in der Mitte steht in einer verspielten Serife der Buchtitel “Vergiss mein nicht”. Der Untertitel “Was man bei Licht nicht sehen kann” steht in einer geschwungenen Banderole im unteren Viertel. Die Ausführung der Zeichnungen und des gesamten Covers ist sehr filigran und vor allem sehr detailreich. In jeder Ecke entdeckt man neue Strukturen oder die Gestalt eines Tieres. Unglaublich schön!

Die Leseprobe ist - leider - recht kurz! Außerdem steigen wir bei Seite 85 mit einem Kapitel aus Quinns Sicht ein und umfasst insgesamt nur 12 Seiten aus dem Buch. Es ist am Anfang erst mal etwas verwirrend, da man kaum Vorabinformationen erhalten hat, aber aus dem Klappentext lässt sich schon einiges ablesen und erschließen. Zum Beispiel, dass Quinn einen Unfall hatte und dadurch im Rollstuhl sitzt bzw. Gehhilfen benötigt.

Es ist wohl Nacht aber Quinn ist wach und beschreibt, wie er plötzlich viele detailreiche Dinge in der Nacht erkennen kann. Es ist sogar ziemlich unheimlich, weil er plötzlich vor seinem Fenster am Friedhof vor seinem Haus einen Mann erkennen kann, der zu ihm hinaufschaut. Und Quinn kann jede Einzelheit in seinem Gesicht erkennen. Noch gruseliger wird es, als der Mann zur Seite tritt und auf einen Grabstein zeigt, auf dem eine recht merkwürdige Inschrift steht. 

Der Sprung zum nächsten Tag ist etwas abrupt und wirkt so, als würde ein Teil fehlen. Denn plötzlich ist Matilda bei Quinn, das Nachbarmädchen mit dem Grübchengesicht, und gemeinsam beschließen sie auf den Friedhof zu gehen, um sich ein Mausoleum genauer anzuschauen. Matilda hilft Quinn mit dem Rollstuhl und zum Erstaunen von Quinns Mutter ist Matilda damit sehr geschickt. Auf dem Friedhof begegnen Sie dann einen freundlichen aber sehr merkwürdigen Herren, der Quinn beim Namen kennt und hier endet die Leseprobe dann mit einem sehr fiesen Cliffhanger. 

So ganz kann ich noch nicht einschätzen, wie alt die Protagonisten Quinn und Matilda sind, ich würde schätzen so um die 14 Jahre? Quinn wirkt sehr neugierig aber mit einer gesunden Portion an Skepsis. Er möchte wissen, was es mit dem komischen Mann in der Nacht auf sich hat, und warum er plötzlich in der Nacht besser sehen kann als jedes Raubtier. Von Matilda und ihrer recht religiösen Familie hält er eigentlich nicht sehr viel, aber sie scheint die Einzige zu sein, die ihm bei seinem Unternehmen helfen kann. Dabei ist Matilda absolut nicht auf dem Mund gefallen und mir hat der kurze Moment zwischen den beiden schon sehr gut gefallen, da sich die beiden nicht mit Samthandschuhen anpacken.

Kerstin Gier schreibt wie gewohnt rasant, flüssig und vor allem mit sehr viel Witz und Charme. Da brauche ich eigentlich nicht viel dazu sagen. Sie trifft den Ton der Jugend und es macht gleich wieder richtig Spaß, auch wenn es nur so kurz ist -leider! Ich hätte so gerne sehr viel mehr gelesen - naja, gleich am liebsten das ganze Buch. Ich habe damals die Edelstein-Trilogie verschlungen, die Silber-Trilogie sogar gleich mehrmals gelesen und bin auch bei dieser Leseprobe sofort angefixt. Ich freue mich riesig auf das ganze Buch und bin mir sicher, dass Kerstin Gier mich auch dieses mal wieder begeistern wird!

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