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Buchcover für Was das Schweigen übrig ließ

Was das Schweigen übrig ließ

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Erscheinungstermin 01.09.2026 | Archivierungsdatum 14.03.2027


Zum Inhalt

»Halinka!« Ein Ruf am Strand von Tel Aviv reißt Viviane Aline aus ihrer geordneten Schweizer Welt. Es ist ein Name, den nur ihr Großvater benutzte – und der ein jahrzehntelanges Schweigen bricht.

Wer war die junge Frau, die mit zwanzig Jahren im Dunkel von Treblinka verschwand? Warum durften die Großeltern nie über Polen
sprechen? Und warum wurden aus den Edelmanns über
Nacht die Grabiks?

Die Spurensuche führt von den glanzvollen Tagen in Łódź bis in die tödliche Enge des Warschauer Ghettos. Viviane entdeckt die wahre Geschichte ihrer Großeltern, die für ihre Liebe alles riskierten. Es ist
das Erbe Halinas, das sie wie ein unsichtbares Band mit
der Vergangenheit verknüpft.

Über das Buch:
Genre: Belletristik / Historischer Roman / Biografischer Roman
Themen: Transgenerationales Trauma, Familiengeheimnisse, Holocaust/Zweiter Weltkrieg, Identität & Spurensuche, Schweiz/Israel/Polen

Hinweis: Dieser Titel ist auch in einer englischen Ausgabe erhältlich (What Silence Left Behind).

»Halinka!« Ein Ruf am Strand von Tel Aviv reißt Viviane Aline aus ihrer geordneten Schweizer Welt. Es ist ein Name, den nur ihr Großvater benutzte – und der ein jahrzehntelanges Schweigen bricht.

Wer...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Taschenbuch
ISBN 9783952656112
PREIS 16,99 € (EUR)
SEITEN 290

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Schweigen schützt nicht, es verdrängt nur den Schmerz

Ich habe wohl ein Gespür für Titel wie diesen. Wunderbar ist dieses Buch, tief bewegend und mit Herzblut geschrieben. Ich finde es beneidenswert, wie die Autorin aus langen und zermürbenden Recherchen Literatur macht! – Bevor ich das Buch begann, habe ich zufällig auf Arte eine Doku zur Piotrkowska (Serie Legendäre Prachtstraßen) gesehen und mein Mann hat gerade zwei Bücher gekauft, die auch in Łódź angesiedelt sind. Andreas Kosserts "Elsas Welt" und Ina Weisses "Die Töchter der Weber". Viele meiner Verwandten sind im Holocaust umgekommen. Auch das bewegt mich. So viele Ähnlichkeiten, meist der Tod am Ende, kaum Dokumente. Noch weniger Fotos.
Schweigen sollte schützen, ich kenne das nur zu gut, mit meiner Großmutter konnte ich über „früher“ nur wenig sprechen, über meinen Großvater sprach sie nie. Auch er war im Krieg „verloren gegangen“. Ich kann mich gut einfühlen in die Autorin, die in diesem Buch mit künstlerischen Mitteln die Vergangenheit aufarbeitet und beschreibt, von der niemand in der Familie genau weiß, wie sie nach der Auswanderung des Großvaters Józiek in die Schweiz tatsächlich verlaufen ist, was sie gesprochen haben und gedacht und gefühlt. Viviane Grabik beschreibt alles, als sei sie dabei gewesen. Und ich glaube ihr diese Fiktionen, so authentisch lesen sie sich.
Die Schilderung der Ereignisse in Łódź hat mich sehr bewegt, besonders die antisemitischen Ausschreitungen und Demütigungen schon vor Kriegsbeginn lesen sich wie Berichte aus deutschen Städten der gleichen Zeit. Was sich später im Warschauer Getto ereignete, kann man kaum fassen, die physische Vernichtung begann lange vor den Gaskammern mit einer unvorstellbaren Grausamkeit.
Halina ist als Schwester des Großvaters das Sinnbild seiner Schuld, die ihn bis zu seinem Tod nicht verlässt. Die Autorin schildert Józieks Leben, seine Auswanderung und seine Qualen während der Schweizer Internierung, wie auch seine Liebe zur jungen Schweizerin Greti, die ein Leben lang hält. Parallel zu seiner Geschichte erinnert sie an das Verschwinden seiner Eltern, seines Brudes Julek und seiner Schwester, an den schrecklichen, unumkehrbaren Weg ins Vernichtungslager.
Eingefasst werden diese beiden Handlungsstränge in das Leben und Fühlen der Autorin von ihrer Kindheit bis zur schmerzhaften Beendigung ihres Romans. Wissenschaftliche Studien befassen sich seit Längerem mit dem „Blinden Fleck“ und dem offenbar doch vererblichen (Kriegs)-Trauma der Vergangenheit auf Kinder und Enkel. Viviane Grabik scheint mir der lebende Beweis dafür. Dieses Zitat wird mir in Erinnerung bleiben: „Eine Trauer, die nicht meine eigene war, die ich aber wie ein Erbstück mit mir herumtrug. Ich wusste noch nicht, wer ich war. Aber ich wusste, dass die Antwort in jener Zeit lag, über die niemand sprach.“ In ihr lebt ein Stückchen „Halinka“ weiter, so wie in mir etwas von der Schwester meines Großvaters existiert.
Am Ende des Romans zeigt die Autorin ihre Schätze, darunter das im Roman beschriebene Foto ihrer Urgroßeltern Perla und Benjamin und ihrer Großtante Halina, das ihr so viel bedeutet und das ihr Großvater Józiek jahrzehntelang bewahrte.

Fazit: Die Erinnerung wachzuhalten in Form von unvergänglicher Literatur ist auch eine Art der Vergangenheitsbewältigung. Viviane Grabik ist sie gelungen. Ich wünsche dem Buch viele Leser.

Diese Rezension gibt meine eigene Meinung wieder und wurde nicht mit Hilfe von KI erstellt.

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