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Buchcover für Der gute Mensch von Sandvika

Der gute Mensch von Sandvika

Roman

mit Gabriele Haefs (Übersetzer*in)

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Erscheinungstermin 26.08.2026 | Archivierungsdatum 25.10.2026


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Zum Inhalt

Vom Unglück eines Lottogewinns - Der neue Roman von Norwegens eindrücklichsten Gegenwartsautorin

»Die arbeitende Bevölkerung war verreist, wir waren in der Kneipe, Sandvika schlief, die meisten Bewohner Sandvikas hatten Hütten oder Geld, um ans Mittelmeer zu reisen, wir waren in der Kneipe, es war verschlafen und schön, still und schön, in derselben Bar und gleichsam im selben Boot, so konnte es mir vorkommen, ab und zu.«

Eine alte Kneipe in Sandvika, einem Vorort von Oslo, ist der Ort, an dem sie immer wieder zusammentreffen: die junge Frau, die jeden Samstag Lotto spielt, das ältere Ehepaar, das kein Wort miteinander wechselt, der streitlustige Mann mit dem Schnurrbart, der lebensmüde Trinker, der weinend an der Bar sitzt und – eine Schriftstellerin, die sie beobachtet. Das Geld ist knapp, getrunken wird alleine, und doch sind sie hier weniger einsam. Eines Abends gewinnt die junge Frau, Ada, tatsächlich im Lotto und das Unglück nimmt seinen Lauf.

Vigdis Hjorth schreibt über das Leben, wie es gelebt wird, über das Gewöhnliche, sodass es außergewöhnlich wird. 

Der gute Mensch von Sandvika erzählt präzise und nervenstark von den Unterschieden, die von außen nicht immer sichtbar sind. Davon, was es heißt, ein guter Mensch zu sein und wer es sich leisten kann in Würde zu leben – und davon, wie viel Zärtlichkeit das Leben braucht. Ein tragikomischer Roman über Wirtschaft, Glücksspiel, Bier, Schicksal und soziale Schichten.


Vom Unglück eines Lottogewinns - Der neue Roman von Norwegens eindrücklichsten Gegenwartsautorin

»Die arbeitende Bevölkerung war verreist, wir waren in der Kneipe, Sandvika schlief, die meisten...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783103977721
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 176

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Geld allein macht nicht glücklich. Diese Weisheit hat jeder schon mal gehört. Und dass Geld unglücklich machen kann, beschreibt Vigdis Hjorth in ihrem nachdenklich machenden Roman.
Eine Kneipe, dort treffen sich verschiedene Typen, bis auf die Schriftstellerin alles Menschen, die auf Sozialhilfe angewiesen sind. Daher ist der Treffpunkt zum Monatsende meistens leer. Unter den Gästen gibt es Ada, die fast jeden Abend dort ihr Bier trinkt. Ada ist im Waisenhaus aufgewachsen, hatte keine Chance auf Adoption und lernte schnell, dass es nicht immer einfach war, auf gutgemeinte Geschenke richtig zu reagieren. Entweder bedankte man sich zu wenig oder zu euphorisch.
Ada spielt jede Woche Lotto. Die Schriftstellerin beobachtet sie, und eines Tages gewinnt Ada tatsächlich eine sehr hohe Summe. Und dieses Geld gibt sie ihren Mitmenschen, denen es vermeintlich schlechter geht. Die Schriftstellerin versucht, sie davon abzubringen. Denn Ada hat bereits gelernt, mit einem Lottogewinn gewinnt man auch Sorgen. Ihr bis dahin einfaches aber meist sorgenfreies Leben gibt es nicht mehr.
Wird es ein gutes Ende geben?
Ein sehr fesselndes Buch. Hjorth schreibt wieder sehr leise aber eindringlich. Richtig spannend wird es mit dem Lottogewinn. Bis dahin ist es eine interessante Gesellschaftsstudie.

5 stars
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Der Engel Ada

Die norwegische Schriftstellerin Vigdis Hjorth hat wieder einen besonderen Roman geschrieben.
Ich habe schon einiges von ihr gelesen und es war immer interessant.
Mit, Der gute Mensch von Sandvika, ist ihr etwas gutes intelligentes gelungen.
Sie lässt eine Schriftstellerin erzählen. Die geht immer in einen Gasthof und schreibt da sie ihren Krimis.
Sie beobachtet die Gäste.
Besonders die fünfzigjährige Ada ist ein lieber Mensch.
Als die im Lotto gewonnen hat, lässt sie sich von einigen Saufkompanen
ausgenutzt.
Jetzt hat sie erst richtige Sorgen.
Die Schriftstellerin will sie warnen, aber so richtig traut sie sich nicht.
Vigdis Hjorth versteht es wunderbar die Personen zu gestalten.
Das Buch ist einfach gut und sehr zu empfehlen.

5 stars
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Vigdis Hjorths namenlose Icherzählerin kehrt nach langen Spaziergängen regelmäßig in eine Kneipe in Oslos Vorort Sandvika ein, um dort an ihrem Roman zu schreiben. Im Winter ist auch ihr Hund dort willkommen. Die Stammgäste leben sichtlich in bescheidenen Verhältnissen. Es dauert allerdings eine Weile, ehe die Erzählerin vom Wirt Janus erfährt, dass er nur volles Haus hat, kurz nachdem seinen Gästen die Sozialhilfe überwiesen worden ist. Über sich selbst gibt die Erzählerin kaum etwas preis. Spätestens durch eine entschiedene Bemerkung Janus‘ muss sie zur Kenntnis nehmen, dass ihr Ansehen als Autorin hier nicht gilt; im Gegenteil könnte man ihre Behauptung für einen Witz halten. Zu Ada, einer Frau, die regelmäßig die Ziehung der Lottozahlen verfolgt, entwickelt sich auf dem Umweg über den Hund Kontakt zur Erzählerin. Von Hunden versteht Ada offensichtlich etwas; der Kontakt zu Menschen fällt ihr erheblich schwerer, wird sich später herausstellen. Unter anderem, weil Ada über weniger Worte verfügt als andere Menschen, sagt sie über sich. Sie kennt jedoch die anderen Gäste lange und nimmt ihnen, anders als die Erzählerin, ihre Anekdoten nicht ab. Als Ada tatsächlich im Lotto gewinnt, zeigt sich, dass ihr Kommunikationsproblem offenbar gravierender ist, als die Erzählerin sich vorstellen konnte.

Fazit
Eine Autorin sieht sich für Außenstehende nicht erkennbaren Regeln in einer Kneipe gegenüber, in der sich regelmäßig Sozialhilfeempfänger treffen. Die Annäherung zwischen ihr und Ada illustriert die Einsamkeit der beiden Frauen, von denen eine mit Schreiben ihren Lebensunterhalt verdient und die andere einen Lotteriegewinn erhofft. Das Manuskript kreist schließlich um die Frage, ob in einer Klassengesellschaft Freundschaft möglich ist und ob Empfänger von Almosen dafür Dank schulden. Ein philosophischer Denkanstoß, der mich mit der Frage zurücklässt, warum die etablierte Autorin die Kneipe mit zwei „Krücken“ aufsucht: Hund und Laptop.

4 stars
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