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Raub in der Rue Mistral
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Erscheinungstermin 16.06.2026 | Archivierungsdatum N/A
Aufbau Verlage GmbH & Co. KG | Aufbau Digital
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Zum Inhalt
Als der Direktor des Musée de Quentin-Savary, Monsieur Formentin, an einem sonnigen Aprilmorgen zur Arbeit kommt, traut er seinen Augen kaum: Das gesamte Museum ist leergeräumt. Verschwunden sind Gemälde, Porzellan und alte Dokumente. Nur eine Bank, der Empfangstisch und ein einsamer Farn sind geblieben. Verzweifelt ruft er die Polizei, und Untersuchungsrichter Antoine Verlaque übernimmt den Fall.
Doch je tiefer Verlaque gräbt, desto rätselhafter wird alles. Warum sollte jemand unscheinbare Sammlerstücke stehlen? Hängt der Diebstahl mit dem kürzlichen Einbruch bei Madame de Montbarbon zusammen? Und wie soll Verlaque sich auf die Ermittlungen konzentrieren, wenn er und seine Frau Marine Bonnet sich gerade auf ihr erstes Kind freuen?
Ein unterhaltsamer, atmosphärischer Provence-Krimi über Geheimnisse, Kunst, und das ganz normale Chaos des Lebens.
Als der Direktor des Musée de Quentin-Savary, Monsieur Formentin, an einem sonnigen Aprilmorgen zur Arbeit kommt, traut er seinen Augen kaum: Das gesamte Museum ist leergeräumt. Verschwunden sind...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | E-Book |
| ISBN | 9783841237057 |
| PREIS | 9,99 € (EUR) |
| SEITEN | 389 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Journalist*in 1353557
Kann man ein ganzes Museum stehlen? Unglaublich, aber man kann.... nur warum sollte man so etwas tun? Die Geschichte, die im schönen Aix in Frankreich spielt, kommt sehr langsam in Fahrt, wird dann aber flüssiger und spannender. Ich mag Krimis, in denen geschichtliche Details vermittelt werden, in diesem Fall habe ich sehr viel über Porzellan und seinen Wert im Laufe der Jahrhunderte gelernt. Die Auflösung kommt nicht allzu überraschend, enttäuscht aber nicht. Macht Lust auf mehr!
Ein unterhaltsamer, atmosphärischer Provence-Krimi über Geheimnisse, Kunst, und das ganz normale Chaos des Lebens. Als der Direktor des Musée de Quentin-Savary, Monsieur Formentin, an einem Aprilmorgen zur Arbeit kommt, traut er seinen Augen kaum. Das gesamte Museum ist leergeräumt. Die Szene sehe ich bildlich vor mir. Monsieur Formentin, der Direktor, steht da wie ein Mann, dem man sein Zuhause ausgeräumt hat. Ich sehe seine Hände, die nach Bildern greifen, die nicht mehr da sind. Ein Museum ohne Gemälde ist wie ein Herz ohne Erinnerung. Nur eine Bank, der Empfangstisch, ein einsamer Farn und die Stille, die lauter ist als jeder Alarm. Antoine Verlaque tritt in diese Stille mit der Vorsicht eines Menschen, der weiss, dass Antworten oft in den Zwischenräumen liegen. Je länger er gräbt, desto mehr wächst die Ahnung, dass hier nicht nur Wertvolles verschwunden ist, sondern Geschichten, Verbindungen, kleine Geheimnisse, die jemand für bedeutungslos hielt. Viele Fragen nagen, während zu Hause ein anderes Leben wächst. Die Vorfreude auf ein Kind, das Verlaque und Marine erwarten. Diese Freude macht ihn verletzlicher, gibt dem Fall eine neue Schwere. Beim Lesen mischen sich in meinem Kopf der Museumsstaub und Wiegenlieder, Aktenstapel und Babystrampler. Es ist diese Mischung aus Verlust und Erwartung, die mich nicht loslässt, die Erkenntnis, dass ein Diebstahl nicht nur Besitz nimmt, sondern auch Räume öffnet für Lügen, für Wahrheiten, für die leisen Entscheidungen, die unser Leben formen.
Das geraubte Museum
Ein bizarrer Fall beschäftigt Untersuchungsrichter Antoine Verlaque. Das kleine Musée de Quentin-Savary wurde während des Wochenendes völlig ausgeraubt. Bis auf den Empfang und eine einsame Topfpflanze haben die Diebe alles mitgenommen - die Porzellansammlung, alte Dokumente, Terrakottabüsten und einige Gemälde. Kommissar Bruno Paulik und der Richter fragen sich, wer Interesse am Raub der kompletten Sammlung eher unbedeutender Ausstellungsstücke hat. War die jüngste Schenkung an das Museum, ein Gemälde des provenzalischen Malers Felix Ziem, das Objekt der Begierde? Ein zeitnah erfolgter Einbruch bei der Spenderin könnte darauf hinweisen. Oder verbergen sich im Museum bisher unbekannte Schätze? Die Ermittler tappen noch im Dunkeln als einer der Verdächtigen ermordet wird.
Mary L. Longworth lässt Untersuchungsrichter Verlaque in seinem 9. Fall ermitteln. Dieses Mal muss er weitgehend auf die Unterstützung seiner Frau Marine verzichten, da sie ihr erstes Kind erwarten. Die bewährte Mischung aus Kriminalfall, Savoir-vivre und Lokalkolorit hat mich kurzweilig unterhalten. Das Buch ist auch für Einsteiger in die Reihe gut lesbar.
Während Antoine und Bruno nach dem Motiv für das mysteriöse Verbrechen suchen, ist Marine erleichtert, dass ihr Mann einen spannenden Fall auf dem Tisch hat. So ist er von ihrer Schwangerschaft und seiner neuen Vaterrolle zumindest zeitweilig abgelenkt. Longworth versteht es, dem Privatleben ihrer Charaktere genügend Raum zu bieten, ohne dass der rätselhafte Fall ins Hintertreffen gerät. Auch Lea, Pauliks talentierte Tochter, spielt dieses Mal eine kleine, aber wichtige Rolle bei der Aufklärung des Verbrechens.
Überhaupt macht das Wiedertreffen mit den sympathischen Protagonisten der Reihe ebenso Vergnügen, wie ein Bummel durch Aix-en-Provence. Der Tatort, ein kleines privates Museum, befindet sich im Zentrum der Stadt. Keiner außer dem Direktor, der sein kleines Reich abgöttisch liebt, kann nachvollziehen, warum es Ziel eines aufwendigen Raubzugs wurde. Eine Spur weist nach Marseille, während eine andere zu einer ehemaligen Kunstdiebin führt. Letztlich erweist sich Antoines Gespür als richtig. Das Verbrechen kann nur einen bestimmten Grund haben. Auch über die Identität des Täters sind sich der Richter und der Kommissar einig. Aber wie beweisen?
Herrliche Gegend, köstliche Menüs, edle Weine und exquisite Zigarren kennzeichnen die Krimiserie mit dem kultivierten Richter Antoine Verlaque und seiner Frau Marine Bonnet, einer ehemaligen Universitätsdozentin, die jetzt eine Doppelbiografie des Ehepaars De Beauvoir/Sartre schreibt. Mary L. Longworth lebt seit 1997 in Aix-en-Provence. Die Liebe zur Region aber auch ihr Faible für die gutsituierte gehobene Gesellschaft kennzeichnen alle Bände dieser Reihe. Französisches Savoir-vivre und provenzalisches Lokalkolorit, verquickt mit einem spannenden, eher unblutigen Verbrechen. Mir gefällt die Kombination.
Der mysteriöse Raubzug wird ebenso lückenlos aufgeklärt wie der Mord. Einmal mehr löst das Team Verlaque und Paulik erfolgreich einen schwierigen Fall. Jetzt kann sich Antoine wieder ungestört der Frage widmen, in welche Schule er sein noch ungeborenes Kind schicken wird.
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