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Buchcover für Wie viele Tage muss ich gehen

Wie viele Tage muss ich gehen

Zu Gast in unbekannter Nachbarschaft

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Erscheinungstermin 26.03.2026 | Archivierungsdatum 10.05.2026


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Zum Inhalt

Millay Hyatt begibt sich auf eine Reise ins Ungewisse: Von Berlin zieht sie zu Fuß los in Richtung Osten, um den Linien zwischen Hauptstadt und Provinz, zwischen Fremden und Freunden, zwischen Geschichte und Gegenwart nachzuspüren. Ohne Smartphone, aber mit Fontane im Rucksack, lässt sie sich von Tür zu Tür weiterempfehlen – von linken Hausprojekten über Stadtflucht-WGs bis zu pensionierten Bürgermeisterinnen und Zigarettenverkäufern auf dem Polenmarkt. Sie steht vor verschlossenen Hofläden und den offenen Armen ihrer Gastgeber, die selten mehr als einen Tag im Voraus feststehen, jeder Tag eine Improvisation und ein Experiment. Sie läuft durch sonnendurchflutete Wälder, verirrt sich in verlassenen Landschaften, wird von einem Forstarbeiter gerettet, übernachtet in mittelalterlichen Türmen und bestaunt die Brüche und Schönheiten der brandenburgischen und westpommerschen Provinz.

 

Wie viele Tage muss ich gehen ist ein literarischer Reiseessay über Gastfreundschaft und Fremdsein, über Stadt und Land, Grenzen und Übergänge. Millay Hyatt verwebt persönliche Erfahrungen mit philosophischen Reflexionen, die Geschichte mit aktuellen Konflikten. So entsteht ein vielschichtiges Buch über die Freude, bei Fremden willkommen zu sein – und eine Einladung, sich vor der eigenen Haustür auf Abenteuerreise zu begeben.   

Millay Hyatt begibt sich auf eine Reise ins Ungewisse: Von Berlin zieht sie zu Fuß los in Richtung Osten, um den Linien zwischen Hauptstadt und Provinz, zwischen Fremden und Freunden, zwischen...


Vorab-Besprechungen

»Die Philosophin Millay Hyatt ist auf Tuchfühlung mit der Wirklichkeit.«– Svenja Flaßpöhler

»Die Philosophin Millay Hyatt ist auf Tuchfühlung mit der Wirklichkeit.«– Svenja Flaßpöhler

Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783751880602
PREIS 22,00 € (EUR)
SEITEN 224

Auf NetGalley verfügbar

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Durchschnittliche Bewertung von 4 Mitgliedern


Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Ein wunderschönes, poetisches Buch über das Reisen zu Fuss und einer Landschaft rund um Berlin bis nach Polen. Das Wandern erschließt der Autorin und damit auch uns die intimen Details und Begegnungen einer kargen Region, die doch so viel zu bieten hat. Ich komme auch aus Berlin und habe hoffentlich die Chance, einmal ihren Spuren zumindest zum Teil zu folgen. Es geht jedoch nicht nur um die konkreten Orte, sondern um die Poesie des Wanderns selbst. Sehr empfehlenswert.

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Obwohl es schon einige Zeit her ist, dass ich dieses Buch gelesen habe, geht es mir nicht aus dem Kopf. Den Mut der Autorin, sich alleine aufzumachen, bewundere ich immer noch., ebenso ihr Gottvertrauen, dass Menschen ihr bezüglich einer Unterkunft immer weiterhelfen. Wie komme ich aus meiner Blase raus- das beschäftigt mich ebenfalls und schließlich habe ich jetzt Lust, mir die polnischen Orte anzusehen. Hoffentlich spricht es sich in Berlin herum, dass es dieses Buch gibt!

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Wenn man Reiseberichte im Netz sieht, führen sie einen meistens an weit entfernte Orte. Aber unsere direkte Umgebung scheint für einen längeren Urlaub nicht interessant genug zu sein. Millay Hyatt zieht es genau in diese Nähe und gerade deswegen entfernt sie sich weiter aus ihrer Komfortzone, als sie sich vor Beginn ihrer Reise vorstellen konnte.

Die Idee ist einfach: von Berlin aus geht es los, immer nach Osten. Zu Fuß und mit kleinem Gepäck. Ohne die Unterstützung ihres Smartphones, sondern mit Karten, sie mitgenommen hat oder sich anhand von den Wegbeschreibungen ihrer Gastgeber selbst macht. Sie weiß nur, wo sie am selben Abend sein wird. Um die nächste Übernachtung kümmern sich die Menschen, bei denen sie schläft. So ist jeder Tag ein neuer Aufbruch ins Ungewisse, bei dem der Weg die einzige Konstante ist.

Wie viele Tage muss man gehen, um außerhalb der Reichweite der S-Bahn zu sein oder außerhalb der Kontakte der eigenen Blase zu sein? Es gibt auf der Wanderung viele erste Male. Manche fühlen sich wie ein kleines Abenteuer an, bei anderen ist die Herausforderung fast zu groß, besonders, als es keine gemeinsame Sprache mehr mit ihren Gastgebern gibt. Plötzlich ist sie unsicherer, als sie es am Anfang ihrer Wanderung war.

Ihre Wanderung öffnet Millay die Augen und sie lernt gerade die scheinbar bekannte Umgebung in und um Berlin noch einmal kennen. Allein zu wandern, macht zu einem gewissen Grad abhängig von den Menschen, denen man begegnet, wenn man nicht allein bleiben will. Es gibt jeden Abend Gespräche über Gott und die Welt, selbst als es keine gemeinsame Sprache mehr gibt. Millay muss und will sich auf die Menschen einlassen, denen sie begegnet, auch wenn sie nicht immer deren Ansichten teilt.

Das Sprichwort sagt es: man muss nicht immer in die Ferne schweifen. Auch wenn es nicht immer nur das Gute ist, das nahe liegt, ist es wert, es zu erkunden.

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