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Buchcover für Precious Metal

Precious Metal

Aus der Welt von LITTLE BIRD

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Erscheinungstermin 16.03.2026 | Archivierungsdatum 09.04.2026


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Zum Inhalt

Das Prequel zum Comic-Hit LITTLE BIRD - Kampf um Elders Hope 35 Jahre vor den Ereignissen von LITTLE BIRD: Max Weaver ist ein Mod-Tracker, er jagt modifizierte Individuen, und ziemlich desillusioniert von seiner Arbeit und der Welt im Allgemeinen. Alles ändert sich, als die Suche nach einem modifizierten Kind eine grausame und unerwartete Wendung nimmt. Plötzlich hat er einen unberechenbaren Mod an seiner Seite, der der Schlüssel zu seinen fehlenden Erinnerungen sein könnte. Doch nicht nur Max hat Interesse an dem einzigartigen Kind, auch ein gefährlicher Kult ist ihm auf der Spur … Das mit dem Eisner Award ausgezeichnete Kreativteam DARCY VAN POELGEEST und IAN BERTRAM kehrt mit dieser packenden Geschichte in das dystopische amerikanische Reich zurück.

Das Prequel zum Comic-Hit LITTLE BIRD - Kampf um Elders Hope 35 Jahre vor den Ereignissen von LITTLE BIRD: Max Weaver ist ein Mod-Tracker, er jagt modifizierte Individuen, und ziemlich...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783986667832
PREIS 35,00 € (EUR)
SEITEN 320

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

4 stars
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Der Comic „Precious Metal“ von Darcy Van Poelgeest und Ian Bertram ist eine sechsteilige Miniserie, die als Prequel zur preisgekrönten Graphic Novel Little Bird fungiert. Die Handlung spielt etwa fünfunddreißig Jahre vor den Ereignissen der ursprünglichen Serie und erweitert das düstere Universum des sogenannten „American Empire“, einer dystopischen Zukunftsgesellschaft, die von religiösem Fanatismus und brutaler Machtpolitik geprägt ist. Im Mittelpunkt steht der desillusionierte Mod-Tracker Max Weaver, der seinen Lebensunterhalt damit verdient, genetisch veränderte Menschen aufzuspüren. Als eine Routinejagd auf ein modifiziertes Kind unerwartet eskaliert, gerät Max in eine Kette von Ereignissen, die nicht nur seine eigene Vergangenheit, sondern auch die Zukunft dieser Welt betreffen könnten.

Bereits im ersten Heft wird deutlich, dass „Precious Metal“ kein gewöhnlicher Science-Fiction-Comic ist. Van Poelgeest setzt auf eine fragmentierte, teilweise bewusst rätselhafte Erzählweise, die Erinnerungen, Visionen und Gegenwart miteinander verwebt. Max Weaver ist dabei keine klassische Heldenfigur, sondern ein gebrochener Mann, der von Schuld, verlorenen Erinnerungen und einer tiefen moralischen Erschöpfung geprägt ist. Die Suche nach dem mysteriösen modifizierten Kind entwickelt sich schnell zu einer Reise in die eigene Vergangenheit. Immer wieder tauchen Hinweise auf Experimente, religiöse Kulte und eine Welt auf, in der menschliche Körper nach Belieben verändert werden. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, die gleichermaßen von existenzieller Verzweiflung und mythischer Symbolik geprägt ist.

Im Verlauf der sechs Kapitel entfaltet sich die Geschichte langsam, beinahe traumartig. Die Handlung springt zwischen verschiedenen Zeitebenen und enthüllt nach und nach Zusammenhänge zwischen Max, dem Kind und den Mächten, die im Hintergrund agieren. Besonders die Begegnungen mit Figuren aus seiner Vergangenheit verleihen der Serie eine emotionale Tiefe, die über reine Action weit hinausgeht. Gleichzeitig baut die Serie immer deutlicher eine Verbindung zur späteren Handlung von Little Bird auf. Der abschließende Band führt mehrere Erzählstränge zusammen und erweitert das Universum auf eine Weise, die sowohl neue Fragen aufwirft als auch zentrale Motive der Reihe vorbereitet. Kritiken lobten besonders, dass das Finale die Welt der Serie sinnvoll erweitert und viele zuvor nur angedeutete Ideen zusammenführt.

Ein herausragendes Merkmal von „Precious Metal“ ist jedoch vor allem die visuelle Umsetzung. Ian Bertrams Zeichnungen gehören zu den eigenwilligsten und beeindruckendsten Arbeiten im aktuellen amerikanischen Comic. Seine Figuren wirken oft grotesk und überzeichnet, die Körper werden deformiert, erweitert oder technisch verändert gezeigt. Die Seiten wirken wie surreale Gemälde, die zwischen religiöser Ikonographie, Science-Fiction und Horror oszillieren. Viele Panels laden dazu ein, länger betrachtet zu werden, da sie voller Details und symbolischer Hinweise stecken.

Gerade diese künstlerische Radikalität macht den Comic allerdings auch anspruchsvoll. „Precious Metal“ erklärt seine Welt nur selten direkt. Stattdessen müssen Leserinnen und Leser viele Zusammenhänge selbst erschließen. Für manche kann das irritierend wirken, doch gerade diese Offenheit gehört zum Reiz der Serie. Die Geschichte entfaltet ihre Wirkung nicht allein durch die Handlung, sondern durch die Atmosphäre und die emotionalen Untertöne, die sich zwischen den Panels entfalten.

Fazit
Als Gesamtwerk erweist sich „Precious Metal“ als ungewöhnlich dichter und ambitionierter Comic. Die Serie verbindet dystopische Science-Fiction mit philosophischen Fragen nach Identität, Erinnerung und Menschlichkeit. Gleichzeitig erweitert sie das Universum von Little Bird um eine tragische Vorgeschichte, die dem späteren Geschehen zusätzliche Bedeutung verleiht. Wer eine klare, geradlinige Handlung erwartet, wird mit der komplexen Struktur überfordert sein. Wer jedoch bereit ist, sich auf die visuelle und erzählerische Experimentierfreude einzulassen, entdeckt einen außergewöhnlichen Comic, die noch lange nach der letzten Seite nachhallt.

4 stars
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