What about the bodies
Kriminalroman
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Erscheinungstermin 18.02.2026 | Archivierungsdatum 21.06.2026
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Zum Inhalt
Ein Unglück kommt selten allein – diese müssen auch Carla, Reed und Liz machen. Ihr Leben in der amerikanischen Kleinstadt Locksburg verläuft in geregelten Bahnen.Verbrechen kennen sie nur aus dem...
Vorab-Besprechungen
„Ich habe jedes Wort verschlungen und konnte bei dem rasanten Tempo, mit dem hier eine unerträgliche Spannung aufgebaut wird, nicht aufhören zu lesen. ‚What about the bodies‘ hinterlässt einen bleibenden Eindruck.“
Sarah Weinman | New York Times
„Der für den Edgar Award nominierte Ken Jaworowski hat einen herausragenden Roman mit unverwechselbaren Charakteren geschrieben, den man nicht mehr aus der Hand legen kann.“
The Bookreporter
„Ich habe jedes Wort verschlungen und konnte bei dem rasanten Tempo, mit dem hier eine unerträgliche Spannung aufgebaut wird, nicht aufhören zu lesen. ‚What about the bodies‘ hinterlässt einen...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783865329264 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
| SEITEN | 320 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Rezensent*in 427080
3 Episoden
Das Buch nimmt seine Dramatik daraus, dass aus 3 Ebenen erzählt wird. Carla, Reed, Liz. Sie haben gemeinsam, das sie jeweils ein konkretes, gefährliches Problem haben und das sie in Pennsylvania leben.
Mir haben die Handlungsteile unterschiedlich gut gefallen. Am Besten fand ich den um Carla und ihren Sohn Billy, der in seiner Angst eine an einer Überdosis gestorbene Kommillitonin im Garten vergraben hat. Jetzt versuchen Mutter und Sohn die Leiche loszuwerden.
Reed ist ein junger Mann, der Autismus hat und dessen Mutter gerade gestorben ist. Wegen seinem Zustand lässt er sich schwer kontrollieren. Dieser Handlungsstrang steigert sich immer mehr und es gibt ein paar Passagen, die wirklich hängen bleiben.
Auch die Musikerin Liz hat Probleme, da sie verschuldet ist.
Die Episoden sind locker miteinander verbunden.
Ein gut zu lesendes Buch, das für mich mehr Drama als Kriminalroman ist.
Das Buch spielt in einer amerikanischen Kleinstadt. Es gibt 3 Handlungsstränge.
Damit ist das Buch mal anders aufgebaut,als die meisten anderen Geschichten und erinnert mehr an 3 Kurzgeschichten.
Liz, Carla und Reed erleben unabhängig voneinander ( und doch kreuzen sich deren Wege) die Härte des wirklichen Lebens.
Die einzelnen Geschichten sind tragischer Natur und man verfolgt gespannt,deren Entwicklung. Alle Stories drehen sich jedoch um Mord und ihre Folgen.
Alle Protagonisten versuchen ehrliche und gute Menschen zu sein, die aber durch die Umstände in zwielichtige Situationen kommen und sich für einen Weg entscheiden müssen.
Die Story über Carla ist mir am längsten im Kopf geblieben,da diese als einzige recht offen blieb und mich als Mutter am meisten berührt hat.
Ich war jedenfalls positiv überrascht über die Handlung und den spannenden Schreibstil. Gerne mehr davon.
Gebine S, Buchhändler*in
Pleiten, Pech und Pannen! Der Pendragon Verlag sorgt immer wieder für außergewöhnliche Krimis!
Besondere Menschen, eher aus der Kategorie Verlierer, schmeißt das Schicksal in eine Geschichte, die Ihresgleichen sucht. Sie geben alles, um dem Schlamassel zu entkommen, aber das Pech scheint an ihren Füß0rn zu kleben. Klingt lustig nach Slapstick. ist es irgendwie auch.
Aber für mich ist es vor allem eine berührende Geschichte über den Mut der Verzweiflung, die Kraft des Zusammenhaltes, des immer wieder Aufstehens.
Werden aus Verlierern Gewinner? Seien Sie gespannt auf diesen besonderen Krimi!
Ja, auch der Chevrolet spielt eine Rolle, spätestens als er nach vermurkster Reparatur abbrennt und damit Liz noch mehr Schulden macht. In dem Ort irgendwo im Nowhere der Staaten haben auch andere ihre Probleme. Nichts geht so reibungslos über die Bühne wie es könnte. Rührende Typen beschreibt Ken Jaworowski, nicht alle Loser. Am Ende gewinnt doch eine- und eine andere. Ein gutes Ende - nicht für jeden.
Locksburg, eine amerikanische Kleinstadt. Hier läuft alles in geregelten Bahnen. Jeder kennt jeden, man grüßt sich, man weiß Bescheid. Und doch gerät das Leben von Liz, Reed und Carla auf ganz unterschiedliche Arten außer Kontrolle. Und bei ihren Versuchen alles richtig zu machen, rutschen sie immer tiefer in den Sumpf aus Polizei, Gangster und Gefahr.
"What about the bodies" war mein erster Krimi von Ken Jaworowski und er hat mich überrascht. Ich wusste vor der Lektüre nicht, was mich erwartet und selbst beim Lesen konnte man mir das "WTF?" deutlich ansehen. Chapeau!
Die Geschichte wird kapitelweise aus Liz', Reeds und Carlas Perspektive geschildert. Alle 3 sehen sich mehr oder minder mit Verbrechen konfrontiert und wollen diese bereinigen. Und jeder Versuch macht es schlimmer, aber auch witziger. Denn Liz, Reed und Carla waren bis zu diesem Zeitpunkt unbescholtene Bürger:innen und ihre Vertuschungsversuche wirken wie ein Fiebertraum mit immer neuen Tücken.
Der Stil von Ken Jaworowski ist leicht zu lesen und übt einen besonderen Sog aus. Der Autor erzählt locker und es wirkt, als wenn man gemeinsam mit ihm auf der Terrasse bei einem Kaffee sitzt und er aus seinen Erinnerungen erzählt. Klasse!
Eine klare Empfehlung!
Ich war von der ersten Seite an in eine Atmosphäre gezogen, die sich wie ein kalter Luftzug anfühlt unheimlich, drängend, voller unausgesprochener Wahrheiten. Der Roman arbeitet nicht mit lauten Schockmomenten, sondern mit einer unterschwelligen Bedrohung, die sich langsam, aber unaufhaltsam ausbreitet. Genau diese Langsamkeit, dieses stetige Ziehen an den Nerven, hat mich tief beeindruckt. Locksburg, eine verschlafene Kleinstadt, in der jeder jeden kennt. Hier verläuft alles in geregelten Bahnen, selten geschieht etwas Aufregendes. Auch Carla, Liz und Reed sind davon überzeugt, dass ihre Zukunft bereits in Stein gemeisselt ist. Schon bald wird diese Überzeugung allerdings ins Wanken gebracht. Während ihre Welt von Kleinkriminellen, korrupten Polizisten und mehreren Leichen auf den Kopf gestellt wird, müssen sie sich die Frage stellen: Was würden sie riskieren, um ihre Zukunft zu retten? Was mich besonders fasziniert hat, ist die Art, wie der Roman mit Wahrheit spielt. Nichts ist eindeutig, alles bleibt in Bewegung. Hinweise tauchen auf und verschwinden wieder. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto stärker spürt man, dass die Wahrheit nicht nur gefährlich ist sie fordert einen Preis. Ein intensiver, klug konstruierter Thriller über Angst, Wahrnehmung und die Frage, wie viel Wahrheit ein Mensch ertragen kann.
Ein Kriminalroman, dessen Protagonisten erstmal nichts miteinander zutun haben und sich doch zufällig kriminell begegnen.
Die Geschichte beginnt mit verschiedenen Protagonisten, wir erfahren wer sie sind, was sie machen und mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen haben.
Aus Zufällen oder Missgeschicken müssen sie plötzlich ganz gegen ihrer Natur handeln, um sich selbst zu retten.
Besonders gut gefallen hat mit die Geschichte rundum Kap, der für mich schmierig und einschüchternd rüberkommt. Das Ende seiner Geschichte hat mich sehr zum Schmunzeln gebracht, weil ich das absolut nicht erwartet hatte.
Auch über die Liebe einer Mutter, die alles für ihr Kind aufnimmt war bewegend und erschreckend zugleich. Würde das jede Mutter so bedingungslos tun? Ich wäre mir da nicht sicher.
Oft konnte ich zwischen Kopfschütteln und Schmunzeln nicht unterscheiden, aber es gab überraschende Wendungen und Ereignisse die mich gut unterhielten.
Fazit: Ein toller Kriminalroman für Zwischendurch mit unterschiedlichsten Figuren, die man trotz ihrer Ecke und Kanten sympathisch findet oder finden wird.
Rezensent*in 464978
„What about the bodies“ von Ken Jaworowski ist eine versteckte Perle, die beim Lesen eine unglaubliche Sogwirkung erreicht.
Wir sind in einer winzigen amerikanischen Kleinstadt, die von Trostlosigkeit und vorgegebenen Lebenswegen geprägt ist. Hier lebt Carla, die Mittvierzigerin, die endlich ihren Traum von einem eigenen Restaurant verwirklichen will, als ihr Sohn ein Geständnis macht, welches alles zerstören könnte. Reed ist Autist und will unbedingt den letzten Wunsch seiner verstorbenen Mutter erfüllen. Und da ist auch noch Liz, die seit Jahren erfolglos ihren Traum von einer Karriere als Countrysängerin verfolgt und die nun eine reelle Chance haben könnte. Wäre da nicht der brutale Kleinstadtgangster, dem sie nicht entkommen kann. Alle haben ihr Ziel fest im Blick und wollen endlich die Kontrolle über ihr eigenes Leben zurück.
Ich habe dieses Buch von Ken Jaworowski auf gut Glück ausprobiert und ich war absolut begeistert. Sein Schreibstil ist detailreich, atmosphärisch und fesselnd, aber gleichzeitig so unaufgeregt und nüchtern, wie die gesamte Grundstimmung.
Das Setting dieser typischen amerikanischen Kleinstadt wirkt einfach authentisch, denn hier wird nichts romantisiert, sondern es herrschen eher Trost- und Perspektivlosigkeit, bis zu kompletter Resignation vor. Lebenswege sind vorgezeichnet und jede Flucht nach vorn, wird schnell von der Realität ausgebremst. Doch da sind auch Carla, Reed und Liz, die sich eben nicht zufriedengeben wollen, sondern endlich ausbrechen.
Alle drei erzählen nacheinander aus ihrer jeweiligen Perspektive und sie könnten auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein. Im Laufe der Handlung kreuzen sich ihre Wege und dadurch bekommt die Story eine so packende Dynamik, so dass ich immer noch ein weiteres Kapitel lesen wollte. Ich war enttäuscht, als das Buch dann zu Ende war, denn ich wollte alle drei noch weiter begleiten.
Der Autor hat ein Talent, kleine Momente und Facetten perfekt einzufangen und Abgründe nicht nur anzudeuten. Manchmal eskalieren die Situationen derart, dass man wie bei einem Unfall nicht wegsehen kann, obwohl man die Katastrophe schon ahnt.
Mein Fazit:
Ein kleines Highlight, welches sich definitiv lohnt. Klare Leseempfehlung!
Danke @netgalley und @pendragon_verlag für das Rezensionsexemplar 🖤
Der Titel hat mich angesprochen, aber sonst hatte ich eigentlich keine Erwartungen an dieses Buch. Wir verfolgen die Geschichte aus drei Perspektiven: Carla, Reed und Liz. Alle drei wohnen in der kleinen Stadt Locksburg und alle drei leben einfach nur ihr Leben. Doch plötzlich verändert sich alles für jeden von ihnen und sie werden aus ihrem geregelten Alltag gerissen. ”Und je mehr sie versuchen alles richtig zu machen, desto mehr geht alles schief. - Ein Unglück kommt selten allein.”
Das fand ich super. Der Schreibstil und der Vibe der Geschichte haben mich ein klein wenig an die Bücher von Liz Nugent erinnert und das fand ich grandios. Wir begleiten drei unterschiedliche Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen, die kaum etwas gemeinsam haben, außer dass sie alle in Locksburg wohnen. Und doch führt am Ende irgendwie alles zusammen. Für meinen Geschmack hätte das Buch noch ein paar Seiten mehr haben können, um dem Ende noch etwas mehr Platz zu geben. Alles in allem hat mir die Geschichte aber super gefallen und ich wurde sehr positiv überrascht.
Buchhändler*in 1558980
Das ist mal wieder seit längerem ein richtig tolles Buch. Die Lektüre sollte sich ein Krimi-Leser, der Wert auf was Besonderes legt, nicht entgehen lassen.
Die Personenzeichnung ist toll, die Hauptpersonen wachsen dem Leser sofort ans Herz, obwohl sie meiste mehr Ecken als Kanten haben und wahrhaftig nicht nur "Gut" sind. Aber genau das macht das Besondere aus. Ihnen widerfährt viel Pech, aber sie meistern ihr Leben. Dabei gibt es natürlich auch Tote, gewollt und nicht gewollt.
Toll. Bitte mehr davon.
Dagmar F, Rezensent*in
In der Kleinstadt Locksburg, Pennsylvania, werden Carla, Reed und Liz unvermittelt aus ihrem Alltag gerissen und mit einem Problem konfrontiert. Je mehr jede der drei Hauptfiguren versucht, alles richtig zu machen, desto mehr geht schief.
Die drei Handlungsstränge, jeweils aus der Ich-Perspektive erzählt, beginnen unabhängig voneinander, treffen jedoch irgendwann aufeinander, wie das auch im wirklichen Leben in einer Kleinstadt ist, in der jeder jeden kennt und man sich immer mal wieder über den Weg läuft. Sehr gut gefallen hat mir auch, wie realistisch Locksburg beschrieben wird, das seit dem Ende des Bergbaus seine besten Zeiten hinter sich hat.
Abwechselnd begleite ich die Protagonist.innen bei ihrem Versuch, alles wieder in Ordnung zu bringen und die Kontrolle zurück zu gewinnen und erlebe jede Eskalation mit wachsendem Entsetzen. Alle drei Charaktere sind sympathisch und liebenswert, Carla ist Mitte 40, hat einen studierenden Sohn und ist mit dem Bau eines eigenen Restaurants beschäftigt, Liz ist 30, Singer-Songwriter, talentiert, aber erfolglos, und hat nun endlich die Chance, sich einer Produzentin in Nashville vorzustellen und Reed, Anfang 20, hat gerade seine Mutter verloren. Reed hat eine Störung im Autismus-Spektrum und ist mit seiner Empathie, Logik und vor allem seiner Herzensgüte meine Lieblingsfigur.
Ich teile Gedanken und Gefühle der Charaktere und auch durch Erinnerungen und Rückblicke werden die Protagonisten immer greifbarer. Ich habe die überraschende und auch spannende Entwicklung ihrer Geschichten zunehmend beunruhigt verfolgt. Auch Nebenfiguren erscheinen glaubhaft und authentisch.
Ken Jaworowskis Sprache ist den verschiedenen Charakteren angepasst, sein unaufgeregter Schreibstil ist angenehm zu lesen, schwarzer Humor, Sprachwitz und Situationskomik haben mich auch laut lachen lassen, oft musste ich schmunzeln. Gleichzeitig sind seine Protagonisten und ihre Geschichten berührend und am Ende habe ich sehr bedauert, die drei nicht weiter begleiten zu können.
Der Pendragon Verlag hat mit der Entscheidung, Ken Jaworowski erstmalig auf deutsch zu verlegen, ein gutes Gespür bewiesen und ich würde mich über weitere deutsche Veröffentlichungen des Autors freuen.
Claudia K, Rezensent*in
Als Leser neigt man dazu, Romane einem Genre oder Untergenre zuzuordnen. Bei dem Versuch, für den Kriminalroman „What about the bodies“ des US-amerikanischen Autors Ken Jaworowski eine passende Schublade zu finden, scheitert man jedoch schnell – und zwar auf durchaus reizvolle Weise.
Worum geht es in diesem Roman?
Im Kern erzählt er von außergewöhnlichen Situationen, richtigen und falschen Entscheidungen im Leben dreier Menschen:
Carla, 45 Jahre alt und alleinerziehende Mutter, hat sich aus eigener Kraft von der Kellnerin zur angehenden Restaurantbesitzerin hochgearbeitet. Die Eröffnung steht kurz bevor. Ihr Sohn Billy studiert und unterstützt sie, wo er nur kann. Doch eine Beichte von Billy droht die Zukunft von Mutter und Sohn zu gefährden.
Liz ist 30 Jahre alt und Country-Musikerin. Schon immer träumt sie davon, von ihrer Musik leben zu können. Trotz aller Anstrengungen und Entbehrungen ist sie davon noch weit entfernt – bis ein unerwarteter Anruf aus Nashville ihr plötzlich die Chance ihres Lebens eröffnet.
Reed, ebenfalls 30, hatte es aufgrund seiner Neurodiversität nie leicht. Seine Mutter ist gerade beerdigt worden, und es scheint, als sei er nicht ganz unschuldig an ihrem Tod – zumindest legt dies das Verhalten seines Umfelds nahe.
Alle drei leben in Locksburg, Pennsylvania, einer Stadt im Niedergang. Seit der Schließung der Kohleminen, die einst für bescheidenen Wohlstand sorgten, geht es mit dem Ort und seinen Bewohnern bergab. Viele sind bereits gegangen, einige wenige halten noch an der Hoffnung auf ein besseres Leben fest.
Die Handlung erstreckt sich über nur wenige Tage – Tage jedoch, die das Leben der Figuren grundlegend verändern, zum Guten wie zum Schlechten, je nach Perspektive. Gleichzeitig erhalten wir einen Einblick in die Hintergründe und persönlichen Geschichten dieser Personen.
Die drei Protagonisten sind keine Unschuldslämmer: Im Verlauf der Geschichte werden sie in unterschiedlich schwere Verbrechen verwickelt, wenn sie diese nicht sogar selbst ausgelöst haben. Dennoch sind sie keine schlechten Menschen. Vielmehr treffen sie folgenschwere Entscheidungen, die sie zu tragischen Figuren machen. Ihre Motive sind menschlich und nachvollziehbar, ihre Handlungen hingegen moralisch fragwürdig.
Ken Jaworowski gelingt es, diese ambivalenten Charaktere als Sympathieträger anzulegen, man ist als Leser definitiv auf ihrer Seite. Diese Parteinahme wird durch einige der Opfer, die eindeutig zu den Bösen gehörten, legitimiert. Dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse auf interessante Weise.
Erzählt wird der Roman aus wechselnden Perspektiven in kurzen, prägnanten Kapiteln. Diese enden häufig mit Cliffhangern, was ein konstant hohes Spannungsniveau erzeugt. Zwar gibt es einige brutale Szenen, doch werden diese durch den witzigen und charmanten Tonfall des Autors abgefedert, sodass sie eher skurril und überdreht wirken als abschreckend.
Alles in allem ist „What about the bodies“ ein Kriminalroman, den man nur schwer aus der Hand legen kann.
Fazit:
Ken Jaworowski liefert einen ungewöhnlichen Krimi, der sich bewusst gängigen Genregrenzen entzieht. Besonders die vielschichtigen Figuren und der gekonnte Mix aus Spannung, schwarzem Humor und moralischer Ambivalenz machen den Roman zu einem ebenso unterhaltsamen wie eigenwilligen Leseerlebnis.