Schwimmen im Kongo
Ein humanitärer Helfer stolpert durch Krisenherde in aller Welt
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Erscheinungstermin 02.01.2026 | Archivierungsdatum 16.07.2026
Zum Inhalt
Schon wieder ist er fast ertrunken. Vor vielen Jahren hat ihn sein Freund Reto aus dem Atlantik gezogen, diesmal kann er sich selbst retten. Er lebt auf der Insel Mindanao und leitet ein medizinisches Projekt mit mobilen Kliniken und kleinen Krankenhäusern. Er ist zufrieden mit seinem Leben. Aber seine Rastlosigkeit ist groß. Während sein draufgängerischer und extrovertierter Freund Reto in Berlin an seiner Karriere bastelt, zieht er selbst von einem Ort zum nächsten, stolpert durch Krisenherde in Afrika und Asien. Aber er lässt keine Gelegenheit aus, um schwimmen zu gehen ...
Schon wieder ist er fast ertrunken. Vor vielen Jahren hat ihn sein Freund Reto aus dem Atlantik gezogen, diesmal kann er sich selbst retten. Er lebt auf der Insel Mindanao und leitet ein...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Paperback |
| ISBN | 9783384773838 |
| PREIS | 19,99 € (EUR) |
| SEITEN | 393 |
Auf NetGalley verfügbar
Durchschnittliche Bewertung von 1 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Manche Leben lassen sich nicht in einem Lebenslauf unterbringen. Oliver Mohr, 1964 in Sindelfingen geboren, hat Medizin studiert, dann noch International Public Health in Baltimore (reicht ja nicht) und ist danach nach Südafrika gegangen, nach Thailand, nach Nordkorea, hat humanitäre Kurzeinsätze in Asien, Afrika und dem Nahen Osten absolviert, lebte auf der philippinischen Insel Mindanao, wo er ein Projekt mit mobilen Kliniken leitete. Ein Buch hat er schon geschrieben und jetzt kommt endlich das zweite!
Der Protagonisit dieses autobiografisch gefärbten Romans befindet sich auf Mindanao, als das Buch beginnt. Er ist fast ertrunken und das nicht zum ersten Mal. Vor Jahren hat ihn sein Freund Reto aus dem Atlantik gezogen. Diesmal rettet er sich selbst. Das Schwimmen ist Metapher und Praxis zugleich: Er schwimmt überall, wo er hinkommt, in Flüssen und Meeren. Unterm Strich in Gewässern, die oft keine vernünftigen Menschen aufsuchen würden. Und er zieht scheinbar rastlos immer weiter: von Krisenherd zu Krisenherd, von Projekt zu Projekt. Reto macht währenddessen in Berlin Karriere, ordnet sein Leben und kommt an. Das Buch handelt schlussendlich von zwei Männern, die unterschiedliche Ansätze für ihre Leben wählen.
Es ist ein wunderschöner Vergleich zwischen dem rastlosen Helfer und dem sesshaft gewordenen Freund, der im Hintergrund immer mitläuft, ohne je die Hauptrolle zu übernehmen. Es zeigt zwei so unterschiedliche Ansätze, wie man das Leben leben und gestalten kann, was man eben geschenkt bekommen hat.
Empfehlen würde ich das Buch allen, die Reiseliteratur und humanitäre Memoiren mögen. Für Menschen, die sich fragen, wie das Leben eines Menschen aussieht, der sich gegen jede Form von Sesshaftigkeit entschieden hat, ist das ein super schöner Begleiter! Als persönliches Zeugnis eines ungewöhnlichen Lebens ist es richtig gut!