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Lukas Santana muss sterben
Roman
von Elvira Dones
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Erscheinungstermin 26.01.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Zum Tode verurteilt:
Lukas Santana ist Mitglied einer Gang aus dem Rio Grande-Tal im Südosten von Texas, ein Gangster mexikanischer Abstammung, der zehn Jahre in der Todeszelle verbringt, ohne je getötet zu haben.
Beatriz Macedo, die Lukas erst drei Monate vor seiner Verhaftung kennengelernt hat, kann ihn nicht im Stich lassen. Die beiden heiraten noch im Gefängnis, und bis am Ende bleibt sie an seiner Seite. Ihre Träume als Mädchen – das Rio Grande-Tal hinter sich zu lassen, eine Universität zu besuchen, sich von einem Schicksal der Armut und Frustration zu befreien, das für alle Latinas vorgezeichnet zu sein scheint – hat sie begraben. Stattdessen wird sie, wie so viele aus der Unterschicht Amerikas, in den tragischen Strudel eines scheinbar von Klischees überzeugtem Rechtssystem hinein gezogen.
Das Gesetz des Bundesstaates Texas erlaubt es, jemanden des Mordes ersten Grades anzuklagen, auch wenn dieser weder vorsätzlich getötet noch einen Mord geplant hat. Seine Zelle ist zwei Mal drei Meter gross. Mehrmals hat er in den letzten Jahren versucht, sich umzubringen, während er auf die Vollstreckung seiner Strafe wartet.
Um Lukas und Beatriz scharen sich menschliche Kraftfelder voller Nächstenliebe: Thierry Morel, ein schweizerisch-französischer Doktorand der Kriminologie, mit dem Lukas korrespondiert; der Heilige, ein afroamerikanischer Häftling, der in der Zelle neben Lukas wohnt; Miriam, die Mutter von Lukas, die sich am Todestag ihres Sohnes frisierte Haare und lackierte Nägel wünscht; ihre jüngere Schwester Ynez, die in Kalifornien lebt und eine intellektuelle Karriere anstrebt; Falma, die Freundin von Ynez, albanischer Herkunft, Vertraute, Stütze und kritisches Gewissen. Im Hintergrund der Geist von Abel, Miriams und Ynez’ jüngerem Bruder, der wahrscheinlich beim Versuch, die Grenze zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten zu überqueren, ums Leben gekommen ist.
Elvira Dones stellt in einem Wechsel aus Rück- und Vorblenden ein greifbar nahes menschliches Panorama dar, das zwischen der gegenwärtigen Geschichte – den letzten Monaten in Freiheit, der Verhaftung, der Gefangenschaft von Lukas Santana – und Momenten einer Kindheit, die von Schmerz und Gewalt geprägt ist, changiert. Im Zentrum: die Lebensschicksale der Frauen, die ihm mit jeder Pore beistehen und das Leid, das Unrecht, welches ihm geschieht und das als Exempel für einen überforderten und dysfunktionalen Rechtsapparat in aller Transparenz geschildert wird.
Der Roman beruht auf mehreren wahren Geschichten.
Zum Tode verurteilt:...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783906811239 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Elvira Dones legt einen Roman vor, der zugleich Anklage, Porträt und menschliches Mosaik ist. Es ist ein Buch, das nicht schreit, sondern brennt, leise, aber unaufhaltsam. Lukas Santana, ein junger Mann mexikanischer Herkunft aus dem Rio-Grande-Tal, wird in Texas zum Tode verurteilt, obwohl er niemanden getötet hat. Zehn Jahre verbringt er in einer winzigen Zelle, mehrfach am Rand des Suizids. An seiner Seite, Beatriz, die ihn erst kurz vor seiner Verhaftung kennenlernt, ihn heiratet und ihr eigenes Leben opfert, um ihn nicht allein zu lassen. Dones erzählt in Rückblenden, Fragmenten, Stimmen ein Kaleidoskop, das sich langsam zu einem erschütternden Bild fügt. Der Roman zeigt ein Rechtssystem, das nicht nur versagt, sondern Menschen aktiv deformiert. Beatriz, Miriam, Ynez, Falma sie tragen die emotionale Last. Ihre Stärke ist nicht laut, sondern alltäglich, erschöpft, kompromisslos. Die Zelle als existenzieller Raum zwei mal drei Meter. Die Todeszelle wird zum Brennpunkt von Erinnerung, Angst, Hoffnung und Resignation. Der Geist des verstorbenen Bruders Abel, vermutlich an der Grenze gestorben, schwebt über allem. Für mich ein mehrstimmiger, fesselnder Roman von grosser Intensität, der daran erinnert, dass Tragödien immer kollektiv sind. Der Roman beruht auf mehreren wahren Geschichten. Dieses aussergewöhnliche Buch kann ich sehr empfehlen.