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Buchcover für Die Liebe, später

Die Liebe, später

Ein lebenskluger Roman über eine Ehe im Umbruch, zweite Chancen und Selbstfindung

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Erscheinungstermin 27.01.2026 | Archivierungsdatum 10.02.2026


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Zum Inhalt

Was, wenn sich plötzlich alle Gewissheiten verschieben? Ein großer Roman über eine Liebe, die auf dem Prüfstand steht, und eine Frau auf der Suche nach sich selbst.

Seit über zwanzig Jahren sind Kora und Anselm glücklich verheiratet: sie, die erfolgreiche Journalistin, er, der Biologe, der Woche für Woche in die Hauptstadt pendelt. Doch nach einer Herz-OP findet Kora nicht mehr zurück in ihr Leben. Ihr Beruf, ihr Alltag, ihre Ehe – alles steht plötzlich infrage. Anselm wiederum hat die Rente eingereicht. Er will die verbleibende Zeit mit Kora genießen und einen alten Traum umsetzen: einen Libellenteich im Garten. Der sorgfältig zwischen Nähe und Distanz austarierte Alltag gerät aus dem Takt. Kora flüchtet – und begibt sich auf eine Reise zu Menschen und Orten, die sie als junge Frau geprägt haben. Wer ist sie einmal gewesen? Was hält das Leben noch für sie bereit? Und kann sie wieder mit Anselm glücklich sein?

Einfühlsam, lebensklug und mit großem literarischen Gespür erzählt Gisa Klönne von einer Liebe, die in die Jahre gekommen ist.

Was, wenn sich plötzlich alle Gewissheiten verschieben? Ein großer Roman über eine Liebe, die auf dem Prüfstand steht, und eine Frau auf der Suche nach sich selbst.

Seit über zwanzig Jahren sind Kora...


Eine Anmerkung des Verlags

Seit zwanzig Jahren sind sie ein Paar. Was, wenn sich plötzlich alle Gewissheiten verschieben?

Ein großer Roman über eine Liebe, die in die Jahre gekommen ist, und eine Frau auf der Suche nach sich selbst

Gisa Klönne erzählt mit einem unvergleichlichen Gespür für ihre Figuren von den großen Umbrüchen im Leben.

Seit zwanzig Jahren sind sie ein Paar. Was, wenn sich plötzlich alle Gewissheiten verschieben?

Ein großer Roman über eine Liebe, die in die Jahre gekommen ist, und eine Frau auf der Suche nach...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783463000756
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 320

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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...über das nicht mehr ganz jung sein & auch noch nicht alt... über Übergänge, das Leben, Veränderungen, mit sehr viel tiefe...
Zum sinnieren... wie man sein Leben leben möchte... immer & immer wieder aufs neue <3 mochte ich sehr, in diese Gedanken abzutauchen.

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„Die Liebe, später“ von Gisela Klönne / Verlag: Rowohlt
Was passiert, wenn das Leben plötzlich innehält, nicht freiwillig, 
sondern durch einen Eingriff, der alles verändert?
Die Liebe, später von Gisa Klönne ist ein leiser, intensiver Roman über genau diesen Moment: wenn Gewissheiten brüchig werden und man sich, vielleicht zum ersten Mal seit Jahrzehnten, selbst wieder befragt.
Kora ist sechzig, erfolgreiche Journalistin, unabhängig, klar, strukturiert. Seit über zwanzig Jahren ist sie mit Anselm verheiratet. Ein Modell, das funktioniert hat: Distanz unter der Woche, Nähe am Wochenende. Köln und Berlin. Freiheit und Verlässlichkeit in einem sorgfältig austarierten Gleichgewicht.
Doch dann kommt die Herz-OP. Und mit ihr eine Zäsur.
Nach dem Krankenhausaufenthalt findet Kora nicht mehr zurück in ihr altes Leben. Ihr Beruf, ihr Alltag, ihre Ehe, alles steht plötzlich auf dem Prüfstand. Anselm, der Biologe, hat sie in dieser schweren Zeit begleitet, für sie gesorgt, war da. Und doch sagt er später: Sie hat es allein geschafft. Sie braucht mich nicht.
Ein Satz, der nachhallt. Weil er Stärke meint und gleichzeitig Distanz schafft.
Anselm reicht frühzeitig seine Rente ein, zieht ganz nach Köln und möchte einen alten Traum verwirklichen: einen großen Libellenteich im verwilderten Garten. 
Mehr Nähe. Mehr Zeit. Mehr Wir.
Aber will Kora das? Wo bleibt ihre Freiheit?
Und was sagt ihr Herz, jetzt, wo es weiterschlägt und sie zwingt, genauer hinzuhören?
Kora beginnt zu zweifeln. Nicht aus eigenem Antrieb, sondern weil ihr Arbeitgeber ihr einen Aufhebungsvertrag geschickt hat. Plötzlich steht etwas im Raum, das sie selbst noch gar nicht zu Ende gedacht hat. Soll sie unterschreiben? Ist das ein sanfter Abschied nach der Herz-OP oder eine Entscheidung, die ihr abgenommen wird?
Ihr Late-Night-Talk war gut. Sie war gut. Und doch fragt sie sich, ob jetzt der richtige Moment wäre, loszulassen. Oder ob sie gerade jetzt noch einmal etwas Neues beginnen könnte. Ein Rückzug? Oder ein Neuanfang?
Ihre Sehnsucht nach Distanz wächst. Ausgerechnet jetzt, wo Anselm täglich da ist. Kora reist immer öfter nach Berlin. Dort hat sie eine Wohnung, ein Rückzugsort? Eine Flucht? Oder ein stiller Versuch, wieder gesehen zu werden? Zu heilen? Sich selbstbezogen finden?
Zum ersten Mal hat sie Geheimnisse. Und zum ersten Mal stellt sich die Frage so deutlich: Wie viel Freiheit verträgt eine lange Liebe?
Auch Anselm bleibt nicht unberührt. Ihm fällt es schwer, mit Koras Emotionen, ihrem Rückzug und ihren offenen Fragen umzugehen. Immer nur Ich, wo bleibt das Wir?
Und auch er muss sich neu verorten: in der Beziehung, im Ruhestand, in einem Leben, das plötzlich anders verläuft als geplant.
Gisa Klönne erzählt diese Geschichte mit großer Einfühlsamkeit und Lebensklugheit. Sie schreibt über den Umbruch nach einer Krankheit, über das Älterwerden, über Nähe und Distanz, über die leisen Verschiebungen in einer langen Ehe. Abwechselnd führt sie uns in Koras Zeit im Krankenhaus, in ihren journalistischen Alltag, in ihre Erinnerungen, ihre Reisen, ihre Sehnsucht und immer wieder in diesen sicheren Hafen, der doch ins Wanken gerät.
Die Liebe, später ist ein Roman, der nachdenklich macht, ohne zu urteilen. Der Fragen stellt, statt Antworten aufzuzwingen.
Wie sieht Glück aus? Ist es für beide dasselbe?
Und wie findet man sich und eine Beziehung neu, wenn sich die Lebensumstände ändern?
Ein stilles, warmes, tief berührendes Buch über eine Liebe, die in die Jahre gekommen ist und gerade deshalb so viel über das Leben erzählt.
Ein Roman, der bleibt. Und lange nachhallt.
Eigene Meinung. Eigenes Lesen. Eigene Worte.

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DIE LIEBE, SPÄTER
Gisa Klönne
ET: 27.01.26

Die 60-jährige Nora findet nach ihrer überstandenen Herzoperation nicht mehr in ihren Alltag zurück. Wie auch, wenn sich scheinbar alles verschoben hat. Ihr Mann Amsel, der während der OP nicht von ihrer Seite wich, ist inzwischen im Ruhestand und pendelt erstmals seit ihrem gemeinsamen Leben nicht mehr zwischen den Städten. Stattdessen ist er nun ständig präsent im Kölner Haus, richtet sich häuslich ein, erfüllt sich den lang gehegten Traum von einem Gartenteich und streicht an Regentagen die Innenwände. Auch Noras eigenes Berufsleben steht zur Disposition: Ein Aufhebungsvertrag vom Radio liegt auf ihrem Sekretär, unterschriftsreif, aber noch ohne Entscheidung.

Während Amsel sich auf das neue gemeinsame Zuhause freut, beginnt Nora zu zweifeln. Ist das wirklich das Leben, das sie führen möchte? Vergangene Entscheidungen drängen sich auf, alte Freundschaften werfen lange Schatten, und ihr bisher so stabiles Dasein gerät ins Wanken. Lohnt es sich, in diesem Alter noch einmal alles infrage zu stellen und neu anzufangen – und warum sollte sie das tun, wo sie doch den Mann an ihrer Seite hat, den sie all die Jahre geliebt und geschätzt hat?

Zusätzlich beschäftigt Nora das rätselhafte Verschwinden von Leonie, der Frau eines Bekannten. Liegt ein Verbrechen vor oder hat Leonie ihr Leben einfach hinter sich gelassen, um einen neuen Weg einzuschlagen?

Gisa Klönne erzählt in ruhigem, klarem Ton von einem kinderlosen Ehepaar im Übergang und vom Älterwerden mit all den leisen Erschütterungen, die damit einhergehen. Authentisch und feinfühlig lässt sie ihre Protagonistin auf ein gelebtes Leben mit all seinen Brüchen, Verlusten und verpassten Möglichkeiten zurückblicken. Besonders gefallen haben mir Noras immer wiederkehrende fünf Gedanken, mit denen sie Situationen und Menschen einordnet – ein kluges erzählerisches Mittel, das dem Roman zusätzliche Tiefe verleiht.

Ich habe das Buch sehr gern gelesen. DIE LIEBE, SPÄTER empfehle ich vor allem Leserinnen und Lesern in der Lebensmitte; ob jüngere Menschen denselben Zugang finden, bezweifle ich.

Fazit:
Ein kluger, ruhiger und sehr authentischer Roman über das Älterwerden mit all seinen Reizen und Ambivalenzen.
4/5

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"Die Liebe, später" ist ein eindringlicher Roman über Selbstfindung im Alter, wenn es zu Umbrüchen im Leben kommt. Wie geht es weiter nach einer lebenseinschneidenden Operation? Wie geht es weiter mit dem Job oder mit der langjährigen Partnerschaft? Wohin möchte man noch gehen? Woran zweifelt man? Die Protagonistin Kora durchlebt zahlreiche Fragen in dieser Art im Laufe des Romans und beschreitet ihren eigenen Weg zu Antworten auf diese Fragen Stück für Stück.

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DIE LIEBE SPÄTER von Gisa Klönne, Rowohlt Kindler, ET 27.01.2026, 320 Seiten
(Rezension - unbezahlte Werbung)

🌟 Große Leseempfehlung 🌟

Was, wenn sich plötzlich alle Gewissheiten verschieben?

Worum geht‘s?
Schicksalsschläge, Umbruch, zweite Chancen, Selbstfindung, Resilienz

—>Näheres zum Inhalt im Klappentext

Autorenportrait:
Gisa Klönne, geb. 1964, lebt als Schriftstellerin, Schreibcoach und Yogalehrerin in Köln. Ihre Kriminalromane um Kommissarin Judith Krieger erreichten eine Gesamtauflage von einer halben Million, wurden in mehrere Sprachen übersetzt, mit Presselob und mit Auszeichnungen bedacht, unter anderem mit dem Glauser-Preis. Ihr autobiografisch inspirierter Familienroman „Das Lied der Stare nach dem Frost“ war ein Spiegel-Bestseller. Bevor Gisa Klönne das Glück hatte, ihren Lebensunterhalt mit der Literatur zu verdienen, studierte sie Anglistik, wirkte nebenbei als Opernstatistin, züchtete in einem Forschungsprojekt für biologische Schädlingsbekämpfung Mehlmotten. Später arbeitete sie als Redakteurin und freie Journalistin.

Mein Leseeindruck:
Bemerkenswert literarisch gekonnt verhandelt Gisa Klönne mit gutem Gespür Themen des Älterwerdens und eine in die Jahre gekommene Liebe des kinderlosem, verheiratetem Akademikerpaars Kora und Anselm- einfühlsam, intensiv, emotional, echt, lebensklug, nachvollziehbar, nachhallend, nachdenklich machend - Stellt heraus wie herausfordernd Krisen und neue Lebensabschnitte als Paar, aber auch für jeden einzelnen sein können, insbesondere für die erkrankte Kora, welche nach diesem Schicksalsschlag mit Selbstfindung, Loslassen, Annäherung, ihrer Resilienz kämpft. - Wie alte Freundschaften hilfreich sein können, aber auch alles durcheinander wirbeln können. Eine große Empfehlung an Fans von Krien, Mohn und Bilkau! Unbedingt lesen!

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| „Die Liebe, später“ von Gisa Klönne [Werbung, Rezensionsexemplar]

In „Die Liebe, später“ erzählt Gisa Klönne von Menschen, deren Leben von vergangenen Entscheidungen, verpassten Chancen und unausgesprochenen Gefühlen geprägt ist. 💭 Im Zentrum steht die Frage, wie sehr die Vergangenheit die Gegenwart bestimmt – und ob es möglich ist, verlorene Nähe und alte Liebe zu einem späteren Zeitpunkt wiederzufinden. ✨ Der Roman bewegt sich dabei ruhig und konzentriert durch Erinnerungen, Beziehungen und innere Konflikte.

Heute erscheint das Buch, und ich hatte die Möglichkeit, es vorab als eBook zu lesen. Ich habe den Roman als leise, nachdenklich stimmend und zugleich sehr intensiv empfunden. ⚡️ Gisa Klönnes Schreibstil ist detailreich und eindringlich, ohne sich aufzudrängen. ✍🏻 Gerade die ruhigen Töne und die psychologische Tiefe haben mich berührt und lange nach der Lektüre beschäftigt. „Die Liebe, später“ ist ein Buch, das nicht laut sein muss, um Wirkung zu entfalten – und genau darin liegt seine Stärke. 👌🏻

Vielen lieben Dank @netgalleyde und @rowohltverlag für das digitale Rezensionsexemplar! 🫶🏻

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Eine Herzoperation als Auslöser für eine Lebens- und Ehekrise. Kora macht sich Gedanken: Wie will sie weiterleben: Frührente? Zweisamkeit am heimischen Gartentei ch zusammen mit ihrem Ehemann? Das Bedürfnis nach Freiheit schleicht sich ein und wird immer stärker.

Die Autorin gibt ihrer Figur viel Zeit für Entwicklung und dies mit großem psychologischem Gespür. Koras Innenleben nimmt den größten Teil des Buches ein. So handelt es sich um eine leise Geschichte, die trotzdem stark ist, weil sie so echt wirkt.

Gisa Klönne schreibt über Umbrüche und Selbstfindung, aber eigentlich schreibt sie über uns alle: Wie wir uns selbst treu bleiben und wie befreiend es ist, unsere Gefühle zuzulassen, auch wenn es weh tut.

Ein authentisches Buch, das tiefgründig daherkommt und nachklingt!

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Zart, klug erzählt, bleibt im Kopf
Die Liebe, später von Gisa Klönne hat mir sehr gut gefallen. Der Roman erzählt ruhig und eindringlich von einer langen Ehe, die durch eine gesundheitliche Krise aus dem Gleichgewicht gerät, und von einer Frau, die sich selbst neu befragen muss. Gleichzeitig muss sie sich damit auseinandersetzen, nach einer jahrelangen Wochenendehe auf einmal rund um die Uhr mit ihrem Mann zusammen zu leben. Gerade diese leisen Verschiebungen, die nichts Spektakuläres haben und doch alles verändern, machen das Buch für mich besonders stark.
Kora und Anselm sind liebevoll und sehr glaubwürdig gezeichnet. Man spürt die gemeinsame Geschichte, die Vertrautheit, aber auch die unterschiedlichen Bedürfnisse, die mit dem Älterwerden deutlicher hervortreten. Während Anselm ankommen und gemeinsam Zukunft gestalten möchte, zieht sich Kora zurück und begibt sich auf eine Reise in ihre eigene Vergangenheit. Diese Suche nach dem eigenen früheren Selbst fand ich sehr berührend und klug erzählt.
Besonders gefallen hat mir der Schreibstil. Koras Listen über alles Mögliche lockern den Text auf und geben Koras innerem Erleben eine ganz eigene Form. Sie machen den Roman lebendig und nahbar und haben für mich viel zu seiner besonderen Atmosphäre beigetragen.
Ein kleiner Punkt hat mich etwas gestört: Die Geschichte um die verschwundene Frau wird nie wirklich aufgelöst. Das blieb für mich offen und leicht irritierend. Gleichzeitig muss man sagen, dass dieser Strang für die eigentliche Entwicklung der Figuren keine zentrale Rolle spielt und das offene Ende letztlich gut zum Grundton des Romans passt.
Insgesamt ist Die Liebe, später für mich ein einfühlsamer, lebenskluger Roman über Liebe, Veränderung und die Frage, wie man nach vielen gemeinsamen Jahren weiter zusammenleben kann. Ein Buch, das nicht laut ist, aber lange nachwirkt.

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Cora und Anselm sind beide Anfang 60, leben in Köln und, nachdem Cora eine unerwartete Herzoperation hatte, hat Anselm sich zur Ruhe gesetzt. Cora war Radiomoderatorin und weiß noch nicht so genau, wie sie mit ihrer neuen Lebenssituation umgehen soll. Damit, dass ihr Leben überraschend auf dem Spiel stand, sie möglicherweise selbst nicht mehr arbeiten wird, damit, dass ihr Podcast abgesetzt wurde, dass ihr der Sender kündigen möchte und damit, dass Anselm nun auch nicht mehr arbeiten wird. Er will im Garten einen Libellenteich bauen, auch dieses Projekt überfordert Cora irgendwie. Und so flieht sie gewissermaßen. Trifft alte Freunde in Berlin, ihrem früherern Wohnort, trifft quasi auf ihr altes Leben. Gleichzeitig trifft sie Felix, einen früheren Freund, dessen Frau Leonie spurlos verschwunden ist und der sich von Cora wünscht, dass sie darüber schreibt. Sie fragt sich, warum Menschen vielleicht einfach verschwinden möchten und, was das mit den Zurückbleibenden macht und wie es ihr wohl damit gehen würde....Anselm ist wütend auf sie, weil sie einfach weggelaufen ist und begibt sich nun selbst auf Spurensuche in die eigene Vergangenheit.
Ihr gemeinsames Leben steht an einem Scheidepunkt, beide müssen sich darüber klar werden, wo sie selbst stehen und was das Leben noch für sie bereit hält....
Dieses Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen, sehr nachvollziehbar und emotional schildert Gisa Klönne die veränderte Lebenssituation, wenn man an der Schwelle zur Rente steht und sich die Frage stellt, was man mit der gewonnenen Zeit anfangen kann. Aber sie zeigt auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit und wie einen Situationen, die lange zurückliegen prägen und unsere Entscheidungen beeinflussen, dass man diese aber auch hinter sich lassen kann/muß, um im Hier und Jetzt anzukommen. Toll gemacht, werde ich auf jeden Fall empfehlen. Ein Buch, das nachwirkt.

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Selten wird so liebevoll und kritisch realistisch über die Liebe im Laufe der Jahre geschrieben. Ein herrliches Buch.

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