7 Arten, eine Katze zu töten
von Matías Néspolo
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Erscheinungstermin 16.02.2026 | Archivierungsdatum 25.01.2026
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Zum Inhalt
So spannend wie ein Thriller, so lebendig wie eine Undercover-Dokumentation: Matías Néspolos mutiger und brillanter Debütroman nimmt den Leser mit auf eine Achterbahnfahrt. Durch eine Gegend voller...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783910918429 |
| PREIS | 17,00 € (EUR) |
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Rezensent*in 427080
Ein hartes Buch, aber nicht ohne Komik
Dieser Roman aus Argentinien hat eine ganz andere Ausstrahlung als Kriminalromane aus den USA oder England.
Es zeigt Lebensumstände in Buenos Aires Elendsvierteln, die geprägt sind von Kriminalität.
Für mich ist es fast mehr eine Milieustudie.
Das Buch wird von der schnoddrigen Erzählstimme von Gringo, wie er genannt wird, bestimmt. Am Anfang wirkte es in den Dialogen fast wie aus einem Coming-of-age-Roman, aber die Beschreibungen sind gut gemacht.
Es ist ein hartes Buch, hat aber auch komische Seiten.
Ein Nachwort von Peter Henning schließt das Buch!
Von diesem Roman wurde ich stärker gepackt als ich erwartet hatte. Matías Néspolo schreibt mit einer Wucht, die mich sofort in die engen, flirrenden Straßen von Buenos Aires gezogen hat. Es fühlt sich an, als würde man Gringo direkt über die Schulter schauen einem Zwanzigjährigen, der viel zu früh begreift, wie dünn die Linie zwischen Überleben und Untergehen ist. Was mich besonders berührt hat, ist die Freundschaft zwischen Gringo und Chueco. Zwei Jungen, die eigentlich nur erwachsen werden wollen, aber in einer Welt leben, die ihnen keine unschuldigen Wege lässt. Chueco klammert sich an die Illusion von Stärke, an die Hoffnung, in El Jetitas Gang wenigstens ein Stück Kontrolle zu gewinnen. Gringo dagegen sieht klarer und gerade diese Klarheit macht seine Geschichte so schmerzhaft. Je tiefer die beiden in den Bandenkrieg hineingezogen werden, desto deutlicher spürt man die Tragik ihrer Lage. Ein paar Tage zuvor reden sie noch über dumme Mutproben, jetzt geht es um Leben und Tod. Diese Fallhöhe hat mich nicht losgelassen. Matías Néspolo schreibt in einer Sprache die roh, rhythmisch, voller Strassenslang ist. Damit entsteht eine Intensität, die fast körperlich wirkt. Die Figuren bleiben im Kopf: der verletzliche Gringo, der gefährliche Jetita, der groteske Fat Farías. Und obwohl der Roman fest in Buenos Aires verankert ist, erzählt er von etwas Universellem, von jungen Menschen, die in eine Gewalt gedrängt werden, die sie zerbricht. Für mich ist es ein Buch, das lange nachhallt hart, ehrlich, erschütternd lebendig.
Gunnar W, Rezensent*in
Der Titel ein wenig eine Mogelpackung, denn direkt zu Beginn meint der Chueco, einer der Hauptfiguren, eigentlich gibt es „in der Stunde der Wahrheit nur zwei…nett und freundlich oder auf die harte Tour“. Und dann tötet er eine Katze, nett und freundlich wie er findet, um das Fleisch zu essen, denn in diesem Barrio von Buenos Aires ist Fleisch nicht so häufig auf dem Teller, da nimmt man auch schon mal eine Katze. Chueco und Gringo leben dort in Armut und Gewalt, irgendwann während einer der vielen Krisen Argentiniens der letzten dreißig Jahre. Die beiden Jungspunde, insbesondere Chueco, halten sich für ziemlich clever, übernehmen selbst kleine kriminelle Dienste. Eines Tages überredet Chueco Gringo, gemeinsam den Dicken Farías zu überfallen, einen Wirt des Viertels. Die Beute ist dann auch nicht so üppig wie gedacht und erst viel später findet Gringo heraus, dass Chueco selbst im Auftrag gehandelt hat. Der örtliche Gangsterboss Jetíta nimmt die Jungen nach und nach unter seine Fittiche und so geraten sie relativ schnell im wahrsten Sinne in die Schusslinie eines tödlichen Kampfs zwischen den kriminellen Banden.
Matías Néspolo schildert diesen sowohl vom Umfang als auch von der erzählten Zeit kurzen Roman aus der Ich-Perspektive Gringos, der zwar eher zurückhaltend agiert, aber sich von seinem Kumpel mitreißen lässt und zu spät die Auswirkungen begreift, die ihr Handeln hatte. Die beiden werden zu Spielbällen in einem blutigen Bandenkrieg, der allerdings auch nur ein Teil dieser unruhigen und gewaltsamen Zeit ist. Im großen Kontrast dazu steht Gringos Moral, Zuneigung (zu seiner ihn aufziehenden Großmutter, zum kleinen Quique, zu Yanina, der Tochter des Dicken Farías) und seine Überlegungen für die Zukunft abseits des Barrios. Mit dem geklauten Geld vom Dicken Farías kauft Gringo sich als erstes das Buch „Moby-Dick“ und lässt uns immer wieder an seinem Leseerlebnis teilhaben. Fluchend, weil Melville so oft abschweift, Unverständnis zeigend über Ahabs Vergeltungssucht und Erkenntnis findend, dass jeder für sein Schicksal selbst verantwortlich ist.
„Sieben Arten, eine Katze zu töten“ ist ein klassischer hartgesottener Roman aus einem dieser abgehängten Armenviertel der Megametropolen, in denen der Ausweg aus der Gewaltspirale kaum möglich erscheint. Der Plot wirkt etwas banal und in ähnlicher Form oft erzählt, viel mehr Augenmerk legt der Autor auf die Entwicklung seiner Hauptfigur und die kleinen Nebenbeschreibungen und Randgeschichten des Barrios. Dies macht den Roman dann auch insgesamt durchaus lohnenswert.
Der Krimi hat mir sehr gut gefallen. Schon der Titel hat mich sehr neugierig gemacht, ebenso auch das Cover und die kurze Inhaltsbeschreibung. Beim Lesen wurde ich nicht enttäuscht. Der Krimi war spannend und bestach durch immer wieder überraschende Wendungen. Besonders interessant fand ich den Schauplatz der Handlung, der auch detailreich beschrieben wird. Die Figuren sind undurchsichtig und mysteriös. Sehr empfehlenswert.
LeserInnen dieses Buches mochten auch:
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