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The Paris Maid - Der stille Mut
von Ella Carey
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Erscheinungstermin 01.01.2026 | Archivierungsdatum N/A
Aufbau Verlage GmbH & Co. KG | Aufbau Digital
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Zum Inhalt
„Verräterin!“ schreit die Menge, als sie mich auf den Hocker stoßen. Tränen trüben meinen Blick, blonde Haarsträhnen fallen zu Boden, jemand malt ein Hakenkreuz auf mein Gesicht. Doch tief in mir halte ich an einem winzigen Funken Hoffnung fest. Denn sie wissen nicht, wer ich wirklich bin.
Paris, 1944. Louise Basset arbeitet als Hausmädchen im legendären Hotel Ritz. Dort, wo die Mächtigen der deutschen Besatzung logieren, wo Champagner fließt und Geheimnisse im Schatten der Kristallleuchter ausgetauscht werden. Niemand ahnt, dass Louise jedes Gespräch, jedes Flüstern belauscht, und alles an die Résistance weitergibt. Als ein junger alliierter Pilot verletzt ins Hotel geschmuggelt wird, gerät Louises gefährliches Doppelleben ins Wanken. Zwischen Angst und Sehnsucht, zwischen Pflicht und Liebe steht sie vor einer Entscheidung, die ihr Leben – und das vieler anderer – für immer verändern wird ...
Jahrzehnte später. Ihre Enkelin Nicole steht vor der prachtvollen Fassade des Ritz und kann kaum atmen. Auf einem vergilbten Foto sieht sie ihre Großmutter – kahlgeschoren, als Verräterin gebrandmarkt. Alles, woran Nicole geglaubt hat, zerbricht. Doch dann stößt sie auf eine Spur, die Louise in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt. War sie wirklich eine Kollaborateurin? Oder war sie eine Heldin, die alles opferte, um die zu retten, die sie liebte?
„The Paris Maid – Der stille Mut“ – eine bewegende Geschichte über Hoffnung, Liebe und die Macht der Wahrheit von Bestseller-Autorin Ella Carey.
„Verräterin!“ schreit die Menge, als sie mich auf den Hocker stoßen. Tränen trüben meinen Blick, blonde Haarsträhnen fallen zu Boden, jemand malt ein Hakenkreuz auf mein Gesicht. Doch tief in mir...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | E-Book |
| ISBN | 9783841235602 |
| PREIS | 9,99 € (EUR) |
| SEITEN | 355 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Bibliothekar*in 1036346
Dieser Roman spielt auf zwei Zeitebenen, 1944 in Paris während der Besatzung durch die Nationalsozialisten und in der Gegenwart. Louise arbeitet 1944 als Zimmermädchen im berühmten Hotel Ritz in Paris. Das Hotel wird während der Besatzung überwiegend von Nationalsozialisten bewohnt. Der Barmann Frank Meier ist im Widerstand tätig und Louise unterstützt ihn dabei. Als die Frau des Hoteldirektors einen von den Nazis gesuchten Pilotien im Hotel versteckt, hilft sie und kümmert sich um den Mann.
In der Gegenwart bekommt Nicole, die in London lebt, von ihrer Tante Mariah ein Bild von ihrer Großmutter Louise gezeigt. Das Bild zeigt die Großmutter mit abgeschorrenen Haaren und einem Hakenkreuz auf die Stirn gezeichnet. Nicole will herausfinden, ob ihre Großmutter eine Kollaborateurin war und macht sich auf die Suche nach Hinweisen.
Ich fand die historischen Hintergrund sehr interessant und die Figuren und ihr Handeln sehr realistisch und glaubwürdig. Die Handlung ist spannend und durch die flüssige Sprache ist das Buch leicht zu lesen. Ein Buch für Leser, die gerne historische Romane mit dem Thema Widerstand währnd des 2. Weltkriegs lesen.
Rezensent*in 1502785
Ein rundherum gelungens Buch.
The Paris Maid, beschreibt Louise leben im legendären Hotel Ritz während der deutschen Besatzung im 2. Weltkrieg.
Es spielt in zwei Zeitzonen.
Die zweite Zone handelt von ihrer Enkeltochter die versucht mehr über das Leben ihrer Großmutter zu erfahren die Mitglied der Renistance war.
Mir hat das Buch wunderbar gefallen und es gibt eine 100 prozentige Weiterempfehlung.
" The Paris Maid - Der stille Mut" von Ella Carey spielt im Paris der Zeit der Besatzung durch die Nazis. Ein Zeitdokument, das viele wahre Elemente enthält und dadurch beeindruckt.
Paris 1944:Louise ist Zimmermädchen im legendären Hotel Ritz, das während der Besatzung überwiegend von den Nazis besucht wird. Louise hat sich unter die Fittiche von Frank Meier, dem Barmann des Ritz, begeben und hilft ihm bei seiner Arbeit für den Widerstand. Sie hilft der Frau des Hoteldirektors Blanche Auzello einen von den Deutschen gesuchten Piloten der Alliierten ins Hotel Ritz zu schmuggeln, dort zu verstecken und kümmert sich persönlich um ihn.
Heute: Nicole lebt in London und bekommt von ihrer Tante Mariah ein Foto zugesandt, das ihre Großmutter Louise zeigt, als Kollaborateurin gebrandmarkt., mit geschorenen Haaren und einem Hakenkreuz auf der Stirn. Nicole kann nicht glauben, was sie da sieht und begibt sich auf Spurensuche in Paris.
Der Roman spielt in den beiden Zeitebenen 1944 und heute. In abwechselnden Kapiteln begleiten wir Louise ,Nicole und deren Verwandte, die Widerstandskämpfer der Résistance, dazu das Hotel Ritz und einige seiner Mitarbeiter, besonders Frank Meier. Der Roman ist in eingängiger Sprache verfasst, die wechselnden Zeitebenen lassen den Lesenden Zeit zum Durchatmen. Da ich bereits "Der Barmann des Ritz" von Philippe Colin gelesen habe, fiel mir der Einstieg leicht. Die Parallelen der beiden Romane sind historisch verbürgt. Auch dieser Roman wird durch fiktive Ereignisse ergänzt, die aber tatsächlich so passiert sein könnten. Der Roman ist von Anfang an spannend, auch wenn mich die Querelen in Nicoles Familie nicht sonderlich interessiert haben. Der historische Teil dagegen war spannend und beklemmend geschrieben, als Lesender war man hautnah dabei.. Gerade das Wissen um die historischen Tatsachen trieb mir immer wieder Schauer über den Rücken. Die Auflösung des Familiengeheimnisses kam für mich nicht total überraschend, trotzdem hat es den Roman abgerundet. Ich habe den Roman gerne gelesen und Louise auf ihrer Reise durch die Zeit in 1944 begleitet.
Gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Lesende von "Der Barmann des Ritz" (Philippe Colin) und "Die Nachtigall" (Kristin Hannah)!
Merve U, Rezensent*in
"The Paris Maid" von Ella Carey erzählt die Geschichte von Louise Basset, die 1944 als Zimmermädchen im Hotel Ritz gearbeitet hat. Jahre später erfährt ihre Enkelin Nicole, dass Oma Louise Geheimnisse hatte...
Die Autorik beschreibt das Hotel Ritz als einen Ort der Kontraste – auf der einen Seite der Luxus und der Champagner der Nazis, auf der anderen Seite die Gefahr und die heimliche Arbeit für die Résistance. Man spürt beim Lesen förmlich die Angst, die Louise bei jedem belauschten Gespräch begleitet.
Der Wechsel zwischen Louises Überlebenskampf im Jahr 1944 und der Suche ihrer Enkelin Nicole in der Gegenwart ist perfekt ausbalanciert. Das Foto der kahlgeschorenen, als "Verräterin" gebrandmarkten Großmutter zu Beginn des Buches lässt einem keine Ruhe, bis man endlich die ganze Wahrheit erfährt.
Louise ist eine wunderbare Protagonistin – keine unfehlbare Heldin, sondern eine junge Frau, die aus Liebe und Mut über sich hinauswächst.
"Was hätten wir getan? Es geht um die moralischen Grauzonen des Krieges und darum, wie Geheimnisse Generationen belasten können.
Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.
Die Autorin führt uns mitten hinein ins Paris des Jahres 1944, in das schillernde, widersprüchliche Biotop des Hotel Ritz. Ein Ort, an dem Macht und Angst, Luxus und Verrat, Hoffnung und Verzweiflung in denselben Fluren atmen. Beim Lesen entfaltet dieses Buch sich wie ein geheimnisvoller Duft, der aus einer längst vergangenen Zeit herüberweht, intensiv, bittersüss und voller Schatten. Louise Basset ist eine Figur, die man nicht so schnell vergisst. Sie wirkt zunächst unscheinbar, fast durchsichtig. Gerade diese Unsichtbarkeit wird zu ihrer grössten Stärke. Ihre Begegnung mit dem verletzten Piloten bringt eine neue, gefährliche Farbe in ihr Leben. Der zweite Erzählstrang, Jahrzehnte später, verleiht dem Roman eine zusätzliche emotionale Wucht. Nicole steht vor dem Ritz, und man spürt förmlich, wie ihr der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Dieser Teil des Romans ist leise, nachdenklich, fast melancholisch und gerade deshalb so kraftvoll. Das Buch ist atmosphärisch dicht, emotional vielschichtig und voller menschlicher Wahrheit. Es erzählt nicht nur eine spannende Geschichte, sondern öffnet ein Fenster in die Seele zweier Frauen, die durch Jahrzehnte miteinander verbunden sind. Man liest ein Roman, der nicht laut ist, sondern eindringlich ist.
Silke B, Journalist*in
Louise Basset ist Französin und arbeitet 1944 im Pariser Hotel Ritz als Zimmermädchen. Aber auch für die Resistance. Als ein allierter Pilot bei ihnen unterkommt, droht ihr Doppelleben aufzufliegen.
Der Roman ist in zwei Handlungs- und Zeitebenen aufgeteilt. Nicole lebt in England und ist die Enkelin von Louise. Sie entdeckt Briefe und wundert sich, geht den Geschehnissen von damals auf den Grund. Louise wiederum ist nicht die als die sie sich ausgab. Wie alles zusammenhängt, erfährt man im historischen Strang. Dieser ist sehr kurzweilig und anregend verfasst. Einerseits die Verhältnisse im Ritz, andererseits sollen britische Piloten eine Brücke zerstören, werden selbst abgeschossen und landen per Fallschirm in und um Paris. Der eine kommt im Ritz unter, dem anderen wird auf dem Land geholfen. Die Resistance ist gut organisiert und hilft dem Piloten vom Land in die Stadt zu gelangen.
Beide Stränge sind interessant gestaltet, wobei mir der eigentliche am besten gefiel. Ein Jahr vor Kriegsende drehte sich das Blatt für die Besatzer deutlich.
Rezensent*in 658031
Auf einem alten Foto erkennt Nicole ihre Großmutter Louise. Das Foto entstand 1944 in Paris. Es zeigt eine junge Frau, der die Haare geschoren worden sind. Offensichtlich ist sie als Kollaboratorin gebrandmarkt worden. Nicole reist nach Paris, sie kann nicht glauben das ihre geliebte Granny mit den Nazies symphatiesirt hat.
In einem zweiten Erzählstrang wird Louise Geschichte erzählt. Sie arbeitete 1944 als Zimmermädchen im Ritz und war im Wiederstand tätig, doch sie entschließt sich zu einer gefährlichen Mission. Ihr Doppelleben gerät ins Wanken ...
Der Roman brilliert vor allem auf der historischen Ebene. Louises Geschichte und die damit verbundene Geschichte der französischen Widerstandskämpfer ist sehr realistisch und authentisch dargestellt. Nicht nur Louise ist eine mutige junge Frau, es gibt auch viele Andere die immer wieder ihr Leben riskieren. Die Autorin schafft es den Mut und die Entschlossenheit dieser Menschen einzufangen. Gleichzeitig erzählt sie von Louise und deren Familie, vom Leben in einem vom Feind besetzen Hotel und von der Hoffnung.
Der Teil in der Gegenwart war für mich ein willkommene auftauchen aus der Geschichte die sehr emotional war. Auch wenn dieser Teil nicht ganz so stark war, wie der in der Vergangenheit, hat er mir auch gut gefallen.
Zwischen Schweigen, Angst und Wahrheit
Ein historischer Roman über Mut im Verborgenen, über falsche Urteile und eine Wahrheit, die erst Jahrzehnte später ans Licht kommt.
Louise arbeitet während der deutschen Besatzung in Paris als Hausmädchen im Hotel Ritz. Ein Ort, an dem Macht, Luxus und Gefahr dicht beieinanderliegen. Nach außen wirkt ihr Alltag ruhig, doch sie lebt ständig mit der Angst, etwas Falsches zu sagen oder zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Denn sie arbeitet heimlich für die Résistance.
Parallel dazu führt der Roman in die Gegenwart. Nicole stößt auf Hinweise, die das Bild ihrer Großmutter verändern. Der Vorwurf des Verrats steht im Raum, doch vieles passt nicht zusammen. Die gezielte Suche der Enkelin nach der Wahrheit begleitet die Geschichte, ohne zu viel Raum einzunehmen.
Der Wechsel zwischen den Zeitebenen ist klar und gut nachvollziehbar. Die Ereignisse im Jahr 1944 geben der Geschichte Tiefe. Paris während der Besatzung wird lebendig, der Alltag im Hotel Ritz zeigt die Nähe zu Macht und Gefahr, und historisch belegte Personen tauchen neben fiktiven Figuren auf, was alles noch glaubwürdiger macht. Nicoles Blick auf die Vergangenheit zeigt, wie Entscheidungen auch später noch Folgen haben. Besonders eindrücklich ist, wie schnell Menschen verurteilt werden und wie schwer es ist, die ganze Wahrheit zu erkennen.
Der Schreibstil ist ruhig, flüssig und angenehm zu lesen. Paris wirkt lebendig, ohne beschönigt zu werden. Glanz, Angst und Unsicherheit stehen nebeneinander. Die Darstellung der Emotionen ist zurückhaltend und ruhig, was vieles glaubwürdig macht.
Ein bewegender historischer Roman über Mut im Stillen, über falsche Urteile und über eine Wahrheit, die lange verborgen bleibt.
5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Inge H, Rezensent*in
Im Widerstand
The Paris Maid – Der stille Mut, ist ein mitreißendes Werk der Schriftsteller Ella Carey.
Es ist ein Roman, der die Zeit, als Paris von den Nazis besetzt war.
Wir erfahren von der Arbeit der Résistance, den Verhaftungen und Demütigungen. Im Ritz machen sich die Nazis breit Louise Basset ist Zimmermädchen und wir erfahren ihr Leben im Sommer 1944.
Die Enkelin forscht später was ihr passiert ist, denn sie hat alles verschwiegen.
Die Abschnitte werden immer in Ichform der jeweiligen Personen erzählt.
Der Roman ist außergewöhnlich mitreißend. Das hat die Autorin besonders gut hinbekommen. Man findet sich in den Zeiten hinein.
Es ist ein Stück Zeitgeschichte, das ich gerne weiter empfehle.
Kerstin M, Rezensent*in
Paris 1944 - die junge Louise Basset arbeitet im Hotel Ritz als Hausmädchen. Dort trifft sie neben berühmten Menschen auch auf hochrangige Nationalsozialisten, die sich dort die Klinken in die Hand geben und den französischen Luxus in vollen Zügen genießen. Als Zimmermädchen ist Louise ein unsichtbarer Geist, der so manches Geheimnis erfährt und belauscht. Das meldet sie sogleich an die Résistance, die sie bald als fähiges Mitglied schätzt. Ihre Ambitionen und ihr Mut wird immer größer, sowie auch ihre Einsätze.
Nach dem Fund eines aufwühlenden alten Fotos ihrer Großmutter, begibt sich Jahrzehnte später ihre Enkelin Nicole, auf Spurensuche nach Paris und findet dabei Erstaunliches über ihre Großmutter und die Geschichte ihrer Familie heraus!
Die australische Autorin Ella Carey hat mit ihrem historischen Roman „The Paris Maid“ den tapferen und mutigen Mitgliedern der französischen Résistance ein Denkmal gesetzt. Mit dem Untertitel „Der stille Mut“ ehrt sie dabei auch die unzähligen Menschen, die ihr Leben aufs Spiel gesetzt und geholfen haben, Frankreich aus den Fängen der Nationalsozialisten zu befreien.
Auch wenn die Protagonisten der Geschichte fiktiv sind, so wirken Ablauf, Handlung und Zeitgeschehen sehr authentisch und historisch gut recherchiert. Dabei gefällt mir auch Schreibstil und Ablauf der Handlung mit ihren Zeitsprüngen sehr gut. Entstanden ist eine richtig aufregende und interessante Geschichte die auf zwei Zeitebenen erzählt wird und mich großartig unterhalten konnte. Das Buch bleibt bis zum Ende spannend und es gibt so manchen Twist und so einige Überraschungen.
Das dynamisch gestaltete Cover mit dem dahineilenden Dienstmädchen finde ich bezaubernd und es passt gut zur Story.
Mein Fazit:
Fesselnde Unterhaltung bis zum Schluss, ein sehr gelungener Roman mit interessantem historischen Hintergrund, außerordentlich unterhaltsam.
Stephanie B, Rezensent*in
Mit The Paris Maid – Der stille Mut erzählt Ella Carey eine bewegende Geschichte über Zivilcourage, Menschlichkeit und leisen Widerstand vor der eindrucksvollen Kulisse des besetzten Paris. Der Roman verbindet historische Atmosphäre mit einer persönlichen, emotionalen Perspektive und hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck. Für mich ist es eine berührende, feinfühlige Lektüre, die vor allem durch Setting und Charakterzeichnung überzeugt – verdiente 4 Sterne.
Das Setting ist außergewöhnlich stark. Das Paris der Kriegsjahre wird atmosphärisch dicht und detailreich eingefangen: elegante Häuser mit dunklen Geheimnissen, enge Gassen voller Angst und Hoffnung zugleich, und eine Stadt, die zwischen Schönheit und Bedrohung schwankt. Ella Carey nutzt diese Kulisse nicht nur als Hintergrund, sondern als aktiven Teil der Geschichte. Die allgegenwärtige Spannung und Unsicherheit sind in jeder Szene spürbar und verleihen dem Roman eine eindringliche Authentizität.
Besonders beeindruckt haben mich die Charaktere. Die Protagonistin ist leise, beobachtend und mutig auf eine stille, unaufdringliche Weise. Ihre Stärke liegt nicht in großen Gesten, sondern in kleinen Entscheidungen, die umso mehr Gewicht tragen. Gerade diese Zurückhaltung macht sie so glaubwürdig und nahbar. Auch die Nebenfiguren sind sorgfältig gezeichnet und tragen mit ihren individuellen Schicksalen zur emotionalen Tiefe der Geschichte bei.
Der Schreibstil von Ella Carey ist ruhig, fließend und sehr zugänglich. Sie erzählt mit Feingefühl und Respekt vor der historischen Thematik, ohne dabei pathetisch zu werden. Manche Passagen entwickeln sich bewusst langsam, was der Atmosphäre zugutekommt, auch wenn das Tempo stellenweise etwas gedämpft wirkt. Dafür bleibt Raum für Emotionen, Reflexion und Charakterentwicklung.
„Mut ist nicht immer laut – manchmal zeigt er sich im Stillen.“
Mein persönliches Fazit: The Paris Maid – Der stille Mut ist ein eindrucksvoller historischer Roman, der durch seine dichte Atmosphäre und seine starken, menschlichen Figuren überzeugt. Die Geschichte erinnert daran, dass selbst in dunkelsten Zeiten Mitgefühl und Mut ihren Platz haben. Eine bewegende Lektüre für alle, die historische Romane mit emotionalem Tiefgang schätzen – klare 4 Sterne.
Laura G, Rezensent*in
Sehr sehr tolles Buch!
Frankreich während der Nazi Besetzung, die Resistance im Untergrund und ein Hausmädchen, das sich in beiden Welten bewegt und im französischen Widerstand aktiv ist.
Louise arbeitet im Pariser Hotel Ritz, bedient Nazi Offiziere und versteckt gleichzeitig einen alliierten Soldaten.
Die zweite Storyline begleitet einen amerikanischen Piloten der britischen Luftwaffe, der abgestürzt ist und von Mitgliedern der Resistance durch Frankreich geschleust wird.
Beide Storylines sind sehr spannend und gleichzeitig bewegend und lehrreich.
Als dritte Ebene gibt es noch die Gegenwart, in der die Wirren der Nachkriegszeit langsam aufgearbeitet werden
Ich will gar nicht so viel verraten. Große Leseempfehlung!
Ein bewegender, atmosphärisch dichter Roman über Mut, Loyalität und die Grauzonen der Geschichte. Die wechselnden Zeitebenen sind spannend miteinander verwoben, und Louises stiller Widerstand geht unter die Haut. Eine emotionale Geschichte, die zeigt, wie trügerisch Urteile sein können – und wie kraftvoll Wahrheit und Hoffnung sind.
Renate S, Rezensent*in
Die australische Autorin Ella Carey erzählt eine bewegende Geschichte über Freundschaft und Mut. Louise ist 1944 Zimmermädchen im Ritz. Sie lernt reale und fiktive Personen kennen und erlebt die Liebe, aber auch Enttäuschungen. In der Gegenwart sucht ihre Enkelin Nicole die Spuren ihres Lebens und dabei nähern sich auch Tante und Cousine.
Das Cover ist wunderschön, die Geschichte bis zum Schluss spannend und entspricht auch dem Inhalt des "Barmann vom Ritz "
Isabel G, Rezensent*in
4.5 Sterne von mir - schmerzlich schön!
4.5 Sterne von mir - schmerzlich schön
Paris, 1944: Die junge Louise arbeitet als Zimmermädchen im Ritz. Sie zog vor ein paar Jahren aus einer kleineren Stadt nach Paris, um zu studieren, doch der Kriegsausbruch verhinderte das. Immerhin nutzt sie ihre Stellung im Ritz, wo sich die hohen Tiere der deutschen Nazi-Besatzung einquartiert haben, um den Alliierten zu helfen. Die Nazis schwelgen im Luxus, während die Bürger:innen von Paris in ihren kalten Wohnungen unter Hunger leiden. Aber sie sind auch unvorsichtig, da viel zu selbstsicher – sie plaudern offen und lassen wichtige Papiere herumliegen – sodass Louise, die für die Résistance arbeitet, wertvolle Informationen an die Alliierten weiterleiten kann. Als ein amerikanischer Pilot verletzt ins Ritz geschmuggelt wird, kümmert sie sich um ihn, doch nach dem erfolglosen Attentat auf Hitler wird es in Paris gefährlich chaotisch …
London, heute: Nicole, die Enkelin von Louise, erhält ein Foto, das ihre Tante, eine Tochter von Louise, bei ihren Recherchen zur Familiengeschichte entdeckt hat – es zeigt Louise als Nazi-Kollaborateurin gebrandmarkt. Nicole kann nicht glauben, dass ihre geliebte Omi mit den Nazis zusammenarbeitete und reist nach Paris, um nachzuforschen. Dort trifft sie sich mit ihrer Tante sowie deren Tochter, ihrer Cousine, aber wieso haben die beiden ein Problem mit Louise und zweifeln keine Sekunde an ihrer vermeintlichen Nazi-Zusammenarbeit? Nicole, die schwanger ist und um ihre kürzlich verstorbene Mutter trauert, kann nicht auch noch die guten Erinnerungen an ihre liebe Omi verlieren — also recherchiert sie gegen alle Widerstände.
Neben den beiden genannten Figuren wird zudem aus der Sicht einer dritten erzählt … Es geht um die Ungerechtigkeiten und das Chaos des Krieges, um die Gräueltaten der Nazis, um unerbittlichen Kampfgeist, Mut, Hoffnung, Familie, Freundschaft sowie romantische Liebe. Vor allem aber geht es um den französischen und deutschen Widerstand und die zwiespältigen Gefühle, die sich ergeben, wenn man Menschen mag, die aus Pragmatismus auf der falschen Seite stehen. Louise ist mit einer französischen Schauspielerin befreundet, die sich mit einem Nazi eingelassen hat, um weiterhin unbehelligt und im Luxus zu leben – macht sie das zu einem schlechten Menschen?
Nicoles Geschichte fand ich gut, aber nicht so gut und bewegend wie die von Louise. Was Louise und ihre Familie erleben, ist vielschichtig, spannend, dramatisch, tragisch sowie bittersüß … Einen Satz fand ich besonders beeindruckend, als es darum geht, die vermeintlichen Nazi-Kollaborateurinnen zu bestrafen: “Wollt ihr euch so aufführen wie die, gegen die wir fünf Jahre lang gekämpft haben? Wollt ihr das wirklich?” Ich finde das sagt so viel über den Krieg aus bzw., was er mit Menschen macht.
“The Paris Maid“ ist ein schmerzlich schöner, überraschender Roman voller Facetten, Klugheit, Menschlichkeit und Heilung.
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Belletristik, Krimis, Thriller, Mystery