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Buchcover für Das Flimmern der Raubtierfelle. Rilke und der Faschismus

Das Flimmern der Raubtierfelle. Rilke und der Faschismus

Rainer Maria Rilkes Biografie in neuem Licht

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Erscheinungstermin 03.09.2025 | Archivierungsdatum 17.04.2026


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Zum Inhalt

Die brisanten Briefe des Dichters

In den Briefen, die Rilke insbesondere nach dem Ersten Weltkrieg mit der jungen Mailänder Fürstin Aurelia Gallarati-Scotti wechselte, offenbart der Dichter eine noch immer wenig bekannte und gern verdrängte Seite: Er zeigt offen Sympathien für den italienischen Faschismus und autoritäre Regime – Gallarati-Scotti widerspricht ihm mit humanistischer Klarheit, woraufhin sich Rilke nur noch tiefer verrennt.
Hans-Peter Kunisch gelingt in seiner Biografie mit erzählerischen Mitteln eine brillante Analyse, die das Werk eines der bekanntesten deutschen Dichter und seine politischen Überzeugungen in einen neuen Kontext stellt.

Die brisanten Briefe des Dichters

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Vorab-Besprechungen

»Das Buch ist die interessanteste Publikation im Jubiläumsjahr Rilkes.« (Jürgen Kaube, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.11.2025)

»Ein kluges, nachdenkliches Buch.« (Romy Weber, Buchhändlerin, Berliner Zeitung, 24.11.2025)

»Ein starkes Porträt über Kunst, Verführung und Verantwortung.« (Dresdner Morgenpost, 18.10.2025)

»Das Buch ist die interessanteste Publikation im Jubiläumsjahr Rilkes.« (Jürgen Kaube, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.11.2025)

»Ein kluges, nachdenkliches Buch.« (Romy Weber, Buchhändlerin...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783150115039
PREIS 26,00 € (EUR)
SEITEN 336

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Was nehme ich aus diesem Buch mit? Rainer Maria Rilke hatte, für mich persönlich wenig überraschend, auch seine Schattenseiten, und das waren keine kleinen. So ist das ja bei vielen berühmten Menschen: wo viel Licht ist, ist oft auch so einiges an Schatten. Wer seine Gedichte bewundert, projiziert gerne so einiges in ihn hinein und meint etwa, so ein Mensch, der so feinfühlige Gedichte über die tiefsten Facetten der menschlichen Psyche und so schöne Naturbeobachtungen schreiben könne, der müsse immer empathisch sein, und politisch sowieso auf der richtigen Seite.

Nun, wie der Autor dieses Buches aufgrund von überlieferten Briefwechseln des Dichters mit einer italienischen Bekannten, aber auch weiteren Briefwechsel und Quellen klug analysiert, war Rilke keinesfalls immer sonderlich empathisch gegenüber realen Menschen, mit denen er in Austausch stand. Im Gegenteil, auf deren Sorgen und Nöte ging er teilweise kaum ein und idealisierte stattdessen den italienischen Faschismus und Mussolini. Einen großen Teil des Buches nimmt die Analyse dieser Briefwechsel zwischen Rilke und seiner italienischen Bekannten Lella ein. Diese erlebt, in Italien lebend, die Schattenseiten des aufziehenden Faschismus hautnah mit und weist Rilke darauf hin, doch seine Meinung ändert er nicht unbedingt, zu "groß und unbedingt ist mein Verlangen nach Ordnung", so schreibt er selbst in einem Brief an die Italienerin.

Auch sonst findet sich so einiges Fragwürdiges zur Persönlichkeit des großen Dichters, wenn man seinen Nachlass genauer analysiert: an sozialen Veränderungen scheint er nicht interessiert und spricht sogar dafür aus, dass die "Varietäten" der Natur, einschließlich der Bettler, bestehen bleiben, schon "um der Freude des Dichters an dieser leidenden Vielfalt" willen, denn sonst gäbe es ja weniger Material für seine Werke. In einem weiteren Austausch mit einer jungen Jüdin zu deren Volk und Religion zeigt er auch Ansichten, die heute als antisemitisch gewertet werden würden. Aufgrund seines Todes im Jahr 1926 ist zu seiner weiteren Entwicklung zu diesem Thema nicht mehr viel bekannt geworden.

Ich finde es eine wichtige Aufgabe, auch jene, die großartige und beeindruckende Werke hinterlassen haben, nicht blind zu idealisieren. Insofern sei dem Autor und dem Verlag für dieses wichtige Buch gedankt, das das Bild des Dichters Rainer Maria Rilke vervollständigt.

Stilistisch ist es ein eher anspruchsvoll zu lesendes Werk, das schon aufgrund seiner Thematik voll von Referenzen auf Rilke-Gedichte ist. Daneben erfährt man aber auch viel Interessantes über die ersten Jahre des italienischen Faschismus unter Mussolini in Italien. Es ist ein interessantes Buch, für das man Zeit braucht und am besten einiges an Rilke-spezifischem Vorwissen mitbringt, um insbesondere von den Bezügen auf sein Werk voll profitieren zu können. Ich kann es jenen, die sich sehr für diesen Dichter interessieren und auch seine problematischen Aspekte kennen lernen möchten, auf jeden Fall empfehlen.

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Dieses Sachbuch bietet eine tiefgreifende und analytisch scharfe Auseinandersetzung mit der Beziehung zwischen Rainer Maria Rilke und den politischen Strömungen seiner Zeit. Hans-Peter Kunisch gelingt es, komplexe biografische und ideologische Zusammenhänge verständlich aufzubereiten, ohne dabei die literarische Qualität Rilkes aus den Augen zu verlieren. Die Recherche ist beeindruckend detailreich und wirft ein neues Licht auf einen der bedeutendsten Lyriker der Moderne. Ein essenzielles Werk für alle, die sich für die Verflechtung von Literatur und Politik im frühen 20. Jahrhundert interessieren.

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