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Buchcover für Als der Golem die Augen schloss

Als der Golem die Augen schloss

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Erscheinungstermin 30.09.2025 | Archivierungsdatum 09.02.2026


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Zum Inhalt

1903 ereignet sich im damaligen russischen Kaiserreich ein Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung, das als »Massaker von Kischinjow« in die Geschichtsbücher einging und heute weitgehend vergessen ist. In »Als der Golem die Augen schloss« erinnert der auf Jiddisch schreibende Boris Sandler an die 49 Toten und hunderten Opfer des Pogroms und ergründet die ihm vorausgegangenen Hetzkampagnen und ihre nicht nur in Osteuropa bis heute spürbaren Nachwirkungen. Sein historischer Roman zeugt aber nicht nur von antisemitischen Ressentiments und Gewaltbereitschaft der Täter und Zuschauer, sondern entwirft zugleich ein lebendiges und unsentimentales Zeugnis vom einstigen Leben im Schtetl und dem multikulturellen Reichtum der jüdischen Kultur- und Geistesgeschichte. »Die Städte und Dörfer ruhten. Menschen und Tiere hatten sich nach den Anstrengungen eines Tages endlich in einem Traum verloren, lang wie die Nacht und kurz wie das Leben. Selbst Gott schien nach seinen Mühen für die Welt einen Moment ein Nickerchen zu machen … Ein stiller unschuldiger Augenblick am Vorabend eines blutigen Massakers.«

1903 ereignet sich im damaligen russischen Kaiserreich ein Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung, das als »Massaker von Kischinjow« in die Geschichtsbücher einging und heute weitgehend vergessen...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783707608861
PREIS 25,00 € (EUR)
SEITEN 304

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

5 stars
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5 stars
5 stars
5 stars

Bewegend, präzise und erschreckend aktuell
Ein eindringliches Buch, das den Alltag im Schtetl zeigt und die fatalen Folgen von Verdächtigungen für das Pogrom von 1903.

Die Geschichte setzt ganz ruhig ein und schildert ausführlich das Leben im Schtetl: den Umgang der Nachbarn, die kleinen Freuden, die tägliche Arbeit und die vertrauten Rituale von Festen und Märkten. Alles wirkt lebendig und nah. Man spürt die Sorgen und Hoffnungen der Menschen, aber auch, wie fragil dieses Gefüge ist und wie leicht es ins Wanken geraten kann.
Schon früh legt sich ein düsterer Schatten über die Geschichte: Der Mord an dem Knaben Michail Ribatschenko in Dubossary steht sinnbildlich für die wachsende Gefahr. Schritt für Schritt zeigt sich, wie Verdächtigungen und Gerüchte Kreise ziehen, Misstrauen wächst und alte Vorurteile eine zerstörerische Dynamik annehmen. Die zunehmende Verunsicherung und die drohende Eskalation sind klar und nachvollziehbar dargestellt.
Besonders eindrucksvoll ist, wie sensibel und zugleich ungeschönt der Autor diesen Wandel beschreibt. Die Brutalität des Pogroms wird greifbar, ohne reißerisch zu wirken. Gleichzeitig macht Boris Sandler das vielschichtige Leben im Schtetl sichtbar: die Feste, die religiösen Bräuche, die familiären Bindungen – und rückt die Menschen in ihrer ganzen Menschlichkeit ins Licht. Dieses Nebeneinander von Alltagsnähe und drohender Katastrophe erzeugt eine intensive Spannung.
Mich hat das Buch sehr bewegt, weil es nicht nur die Grausamkeit zeigt, sondern auch den Zusammenhalt, die Kultur und die Widerstandskraft der Menschen würdigt. Ihre Angst, ihre Unsicherheit und ihre Hoffnung konnte ich beim Lesen mitfühlen.
Das Buch macht deutlich, dass Geschichte nie abstrakt ist. Sie besteht aus Menschen, die lieben, leiden, hoffen und kämpfen. Für mich war die Lektüre ein stiller, eindringlicher Moment, der nachhallt. Ein starkes, wichtiges Werk, das ich uneingeschränkt mit fünf Sternen empfehle.

5 stars
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