Damals waren wir unzertrennlich
von Elisa Shua Dusapin
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Erscheinungstermin 08.09.2025 | Archivierungsdatum 16.11.2025
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Zum Inhalt
Agathe lebt als Drehbuchautorin in New York, als Véra Kontakt mit ihr aufnimmt. Fünfzehn Jahre lang haben sich die Schwestern nicht gesehen, doch jetzt kehrt Agathe nach Frankreich ins Périgord zurück, um gemeinsam mit Véra ihr Elternhaus auszuräumen. In den neun Tagen, die sie miteinander verbringen, müssen sie ausloten, was von ihrer einst so engen Verbindung noch übrig ist, und eine neue Sprache miteinander finden, denn Véra spricht nicht. Früher hatte Agathe das Reden für ihre kleine Schwester übernommen, doch nach den Jahren ihrer Abwesenheit steht sie einer selbstständigen und erwachsenen jungen Frau gegenüber, die gelernt hat, für sich selbst einzustehen. Schritt für Schritt tasten die beiden Schwestern sich vor, nähern sich einander an und schrecken wieder zurück, denn in der vertrauten Umgebung kommt Agathe nicht umhin, den Erinnerungen endlich wieder Raum zu geben und sich der Frage zu stellen, warum sie damals überhaupt fortgegangen ist.
Agathe lebt als Drehbuchautorin in New York, als Véra Kontakt mit ihr aufnimmt. Fünfzehn Jahre lang haben sich die Schwestern nicht gesehen, doch jetzt kehrt Agathe nach Frankreich ins Périgord...
Vorab-Besprechungen
»Elisa Shua Dusapin berührt uns, spricht uns an. Ein lodernder Roman über die Gefühlsgewalt, die zwei Schwestern miteinander verbindet.«
Le Figaro
»Diese Sprache ist auch deshalb so schön, weil sie sich an der Grenze des Unsagbaren bewegt, extrem sparsam, von komplexer Einfachheit. Vieles wird nicht mit Worten, sondern über die sinnliche Wahrnehmung erzählt.«
France Culture
»Mit diesem sehr persönlichen Roman legt Elisa Shua Dusapin eine Reflexion über die Abwesenheit vor, deren Kürze eine erstaunliche Komplexität birgt. Wenn man dieses Buch aufschlägt, wird man mitgerissen.«
La Liberté
»Die Schönheit des Buches rührt auch daher, dass es an einem Kippmoment spielt, in dem alles möglich scheint, Zerwürfnisse ebenso wie Zärtlichkeit.«
Le Monde
»Elisa Shua Dusapin berührt uns, spricht uns an. Ein lodernder Roman über die Gefühlsgewalt, die zwei Schwestern miteinander verbindet.«
Le Figaro
»Diese Sprache ist auch deshalb so schön, weil sie...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783036950754 |
| PREIS | 23,00 € (EUR) |
| SEITEN | 144 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Inge H, Rezensent*in
Schwestern
Damals waren wir unzertrennlich, ist ein stimmungsvolles Buch der Schweizer Schriftstellerin Elisa Shua Dusapin.
Sie hat einen ruhiger Erzählstil.
Agathe ist Drehbuchautorin in New York. Sie hat ihre Schwester Vera seit 15 Jahren nicht mehr gesehen. Die lebt in Frankreich und redet seit der Kindheit nicht mehr.
Jetzt müssen sie das Haus ihres Vaters ausräumen. So leben sie eine Zeit miteinander zusammen.
Agathe denkt viel über die Kindheit nach, da musste sie für ihre Schwester das Reden übernehmen.
Es ist eine schöne Geschichte der Beiden mit ihren Emotionen.
Vielleicht ist es eine neue Annäherung.
Lesenswert.
Agathe lebt als Drehbuchautorin in New York. Véra nimmt Kontakt mit ihr auf. Die Schwestern haben sich Fünfzehn Jahre lang nicht gesehen. Nun kehrt sie nach Frankreich ins Périgord zurück, um gemeinsam mit Véra ihr Elternhaus auszuräumen. Die beiden müssen in neun Tagen ausloten, was von ihrer engen Verbindung noch vorhanden ist. Mit diesem Roman ist Elisa Shua Dusapin eine Geschichte über familiäre Nähe, Sprachlosigkeit und die fragile Kunst der Versöhnung gelungen. Beim Lesen merkt man, dass sich die beiden Schwestern neu kennenlernen müssen nach so langer Zeit. Die Beziehung der Schwestern ist komplex und vielschichtig. Dass Véra nicht spricht, wird nicht als Defizit dargestellt, sondern als Ausdruck einer eigenen, stillen Stärke. Bei beiden kommen verdrängte Erinnerungen, alte Verletzungen und die Frage nach dem eigenen Platz in der Familie. Das Lesen dieser leisen und stillen Annäherung ist sehr feinfühlig geschildert. Mir kam es so vor, als lebe die Geschichte vom Ungesagten. Meiner Meinung nach wird in dieser Geschichte das Wiederfinden, das Verzeihen und das Weitergehen besonders feinfühlig geschildert. Von mir gibt es für dieses Buch eine Leseempfehlung.
Zwei Schwestern, eine davon stumm, treffen sich nach 15 Jahren wieder, um das Haus ihrer Eltern auszuräumen. Die Annäherung und die Suche nach Gemeinsamkeiten gestalten sich schwierig. Mir hat der ruhige Schreibstil und die unaufgeregter, aber tiefgründige Geschichte gut gefallen. Sehr empfehlenswert.
Michelle N, Buchhändler*in
Zwei Schwestern, einst unzertrennlich, begegnen sich nach Jahren wieder und schweben zwischen Distanz und der Sehnsucht nach Nähe. Wunderschön und poetisch erzählt. Zudem wird eine melancholische und zugleich warme Atmosphäre wiedergegeben. Eine wirklich schöne Geschichte!
Rezensent*in 1602709
Zwei unglaubliche Schwestern
Agatha ist Drehbuchautorin und lebt in New York.
Eva ist stumm und lebt in Frankreich. Als der Vater stirbt treffen sich beide nach 15 Jahren wieder.
Sie müssen sich beide neu kennenlernen.und die Suche nach Gemeinsamkeiten gestaltet sich schwierig.
Der Roman besticht durch Ruhe aber mit einer Tiefgründigkeit.
Hat mir sehr gefallen.
Judith M, Rezensent*in
In ruhiger Tonart beschreibt Elisa Shua Dusapin wie sich zwei Schwestern einander annähern, nach dem sie sich 15 Jahre nicht gesehen haben, während sie ihr Elternhaus ausräumen. Eine berührende Geschichte.
Agathe hat sich eine Karriere als Drehbuchautorin in New York aufgebaut. Dann, nach 15 Jahren nur spärlichen Kontakts, meldet sich ihre Schwester Véra: Ihr Vater ist gestorben, sie müssen ihr Elternhaus im Périgord ausräumen. In den wenigen Tagen, die sie gemeinsam verbringen, loten die beiden Frauen aus, was von ihrer einst engen Verbindung noch übrig ist.
Ihre gemeinsame Sprache war nie einfach: Véra spricht nicht. Nicht mehr – als Kind hatte sie eines Tages plötzlich damit aufgehört, weshalb, hat man nie herausgefunden. Als ältere Schwester hatte Agathe das Sprechen für Véra übernommen, sie beschützt und verteidigt. Doch nun, nach Jahren der Abwesenheit, findet sie sich einer erwachsenen Frau gegenüber, die ein selbstständiges Leben führt und sehr wohl für sich einstehen kann.
Nun müssen die beiden Schwestern eine neue Sprache miteinander finden. Und an der Oberfläche funktioniert das gut: Agathe spricht, Véra tippt auf dem Smartphone. Das, was diesen Roman interessant macht, liegt aber viel tiefer verborgen. Schicht für Schicht werden nicht nur alte Kleidungsstücke und verstaubte Spielsachen freigelegt, sondern auch verdrängte Erinnerungen und Gefühle, die in der Familie unausgesprochen blieben.
Elisa Shua Dusapin beschreibt Alltagsszenen in schlichter, aber nuancierter Sprache und mit viel Fingerspitzengefühl. Oft reichen Andeutungen, um erahnen zu lassen, weshalb die Schwestern – einst unzertrennlich – einander fremd geworden sind. Unter der Oberfläche schwelen Anspannung, unterdrückte Wut, Trauer und Verständnislosigkeit, aber auch ein bleibender Funke der Zuneigung. Nur die emotionale Nähe von früher zurückzubringen, scheint unmöglich.
TW: Sexuelle Gewalt
So schön sich der Text liest, liess mich eine Szene dennoch fassungslos zurück: Eines Nachts wacht die Erzählerin auf, weil sie von ihrem Partner im Schlaf penetriert wird. Sie empfindet den Moment als romantisch – bitte, was? Eine derartige Banalisierung eines Übergriffs auf die körperliche Selbstbestimmung ist in einem solchen Roman mehr als fehlplatziert.
Mein Fazit:
Mit "Damals waren wir unzertrennlich" ist Elisa Shua Dusapin eine emotionsgeladene Geschichte gelungen, welche mich mitnehmen und überzeugen konnte.
Der Schreibstil des Buches ist hierbei sehr fesselnd sowie gut flüssig zu lesen, sodass ich das Buch nicht aus den Händen legen konnte.
Zudem haben mir Agathe und Véra als Protagonisten gut gefallen, sie waren authentisch beschrieben und auch das Coverbild ist passend zum Buch.
Eine kurzweilige Geschichte, trotzdem mit Tiefgang, welche ich empfehle, zu lesen.
Ich gebe dem Buch sehr gerne 5 Sterne.
Renate B, Buchhändler*in
Agathe und Vera, zwei Schwestern, die sich jahrelang weder gesehen noch gehört haben, treffen sich in ihrem Elternhaus, um diesen Besitz aufzulösen. Von ihrem früheren Zusammengehörigkeitsgefühl ist nichts mehr übrig geblieben. Vorsichtig nähern sie sich wieder einander an.-
Besonders hat mich die Sprache fasziniert, die die Lesenden die. Zerbrechlichkeit der Beziehung unter den Schwestern miterleben lässt.
Erst die völlige Sprachlosigkeit unter ihnen und dann das ganz vorsichtige Zulassen der gemeinsamen Erinnerungen und das zögernde Annähern.
Dieser kleine Roman hat mich von Anfang bis Ende total mitgenommen und ich freue mich darauf, ihn meinen Leserinnen (ja ein Buch für Frauen, meiner Meinung nach) empfehlen zu können.
Florian R, Journalist*in
Der Tod des Vaters bringt zwei Schwestern wieder zusammen. Das Elternhaus muss ausgemistet werden, bevor der Rest auf der Müllkippe landet. Véra , die jüngere, ist stumm, kommuniziert nur via Textnachrichten auf ihrem Handy, Agathe lebt in New York, schreibt Drehbücher. Angelegt ist der Kurzroman Elisa Shua Dusapin über einen Zeitraum von einer Woche, innerhalb der Tage springt sie Absatzweise in die Kindheit der Geschwister, wo sich nach und nach enthüllt, warum alles so ist, wie es gekommen ist. Ein eher mühsames Puzzle, nicht mal schlecht geschrieben, aber in seiner Banalität nicht fesselnd genug, dass man unbedingt erfahren möchte, wie es bis zum Finale weitergeht. Geschwister entfremden sich schon mal.
Buchhändler*in 1260935
Ein berührendes und stilles Buch über zwei Schwestern, die sich seit langem nicht gesehen haben. Während sie das Haus ihrer Eltern räumen, müssen sie den Zugang zueinander wieder finden. Die eine Schwester spricht nicht, was das Ganze nicht einfacher macht, aber auch nicht als Makel beschrieben wird. Die Sprache ist sehr klar und schnörkellos. Ich habe diese Geschichte gern gelesen.