Das Haus der Gefühle
Warum Zukunft Herkunft braucht
von Harald Welzer
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Erscheinungstermin 10.09.2025 | Archivierungsdatum 09.11.2025
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Zum Inhalt
Wir wohnen in unseren Gefühlen wie in Häusern. Diese inneren Landschaften prägen unsere Entscheidungen und sind das Ergebnis zahlreicher Einflüsse von der Geburt bis zum Erwachsenwerden. Wenn gewohnte Sicherheiten bröckeln, eine als gegeben vorausgesetzte Welt verschwindet, verunsichert das die Menschen zutiefst, ohne dass sie recht wissen, warum. Das nutzen Antidemokraten aus und schüren Angst, denn Demokratie setzt Vertrauen, Sicherheit und Zuversicht voraus. Aber das sind Gefühle und nichts, was man rational erlernt oder erklärt bekommen hat. Sie müssen gelebt werden, vital erworben worden sein in der Wirklichkeit. Erst das erlaubt ein Gefühl von Beheimatung und Zukunftsvertrauen.
Harald Welzer zeigt, woraus unsere Weltbeziehungen gemacht sind. Und wie wirkungsvoll es für unsere Demokratie wäre, eine aufgeklärte, zupackende Politik der Gefühle zu haben.
Wir wohnen in unseren Gefühlen wie in Häusern. Diese inneren Landschaften prägen unsere Entscheidungen und sind das Ergebnis zahlreicher Einflüsse von der Geburt bis zum Erwachsenwerden. Wenn ...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783103976915 |
| PREIS | 25,00 € (EUR) |
| SEITEN | 304 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Einfluss der Gefühls- auf die politische Lage
Seit ich Harald Welzer erstmals sah, stelle ich immer wieder erstaunt fest, wie recht er mit vielen seiner Aussagen bzw. Ansichten hat. Wenn er nun also ein Buch vorlegt, das sich mit dem „Befinden“ unserer Demokratie auseinanderzusetzen scheint, kann das nur spannend sein.
In „Das Haus der Gefühle“ geht er von der Prämisse aus, dass menschliche Gefühle einer Behausung gleichen – und wie man wohnt, entscheidet man. Das Bild ist bestechend, vor allem, wenn man sich vor Augen führt, wie unterschiedlich Menschen wohnen. Allerdings ist die Behausung so manchen Wählers (denn um die geht es letztlich, wenn man vom Bild des „Gefühlshauses“ zur Demokratie und ihrem Zustand kommen will) etwas in die Jahre gekommen: Es zieht und regnet auch bei einzelnen durchs Dach – zumindest scheint es so (oder was sonst besagen die Flecken auf dem Boden?). Und so wie man von (gefühlten) Feststellungen zu einem Dachboden auf den Zustand des Daches schließt, geschieht es mit der Politik; wir rufen bloß keinen Dachdecker bzw. wäre der schwer zu finden …
„Das Haus der Gefühle“ zu beschreiben, ist nicht einfach, da es kein klassisches Sachbuch ist, das einem bestimmten Thema mit Analyse, Hypothesen usw. nachgeht, sondern einer Art Rundgang durch Situationen aus Welzers Gefühlsleben gleicht, wobei er seiner Leserschaft Erkenntnisse aus Psychologie (etwa Bindungstheorie), Neurowissenschaft und Soziologie mitgibt. Es geht um Klassenzimmer, Kneipen und Bars, Inseln mit und ohne Resonanz und den Blick versperrende Palmen (und eine erstaunlich einfache Lösung), wie sehr wir verhaftet sind in unseren Denkweisen, die wir „mit der Muttermilch“ aufgesogen haben, wie Sorgen, Ängste usw. uns beeinflussen (und wir doch irgendwie auf die Statik des bröckelnden Hauses vertrauen) bzw. was wir ihnen entgegensetzen können. Wer sich auf das Konzept einlassen kann, wird einiges über die menschliche Gefühllandschaft bzw. -architektur lernen und sich mehr als einmal ertappt fühlen bzw. sich hinterfragen: Was ist Gewissheit, was „nur“ ein Gefühl bzw. woher kommt es? Wegen des „Erzählkonzepts“ liest sich das Buch weniger flüssig als sonstige von Welzers Werken – in seiner Analyse dürfte er dennoch recht haben, weshalb ich „Das Haus der Gefühle“ wohl ein andermal nochmal hervorkramen werde, weil es zwar ein intelligentes Buch ist, zurzeit aber meine „Gefühlswellenlänge“ nicht trifft – womit ich wohl schon etwas daraus mitgenommen habe.