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Buchcover für Roberto und ich

Roberto und ich

Ein Bund mit Büchern

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Erscheinungstermin 17.04.2025 | Archivierungsdatum 21.07.2025

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Zum Inhalt

Er, Roberto Calasso, ist der Mailänder Verleger, der Autoren aus aller Welt im von ihm geführten Adelphi Verlag versammelt, und zudem ein scharfsinnig gelehrter und sprachlich eleganter Autor. Sie, Anna Katharina Fröhlich, zieht von Frankfurt nach Mornaga am Gardasee und befindet sich als junge, abenteuerliche Frau zwischen Büchern und ihrem Garten auf dem Weg zur erfolgreichen Schriftstellerin. Zum ersten Mal begegnen sich die beiden im Oktober 1995 auf der Frankfurter Buchmesse. »Eine Liebesgeschichte unter dem Stern des Reisens« beginnt – und ein Bund mit Büchern. Knapp dreißig Jahre später blickt Anna Katharina Fröhlich zurück und erzählt von der Verbindung zweier Menschen, die gemeinsam den Mut hatten, sich auf ein ganz und gar unkonventionelles Abenteuer einzulassen, das Geist und Leben zu vereinen versprach – und bis 2021 andauerte, dem Todesjahr von Roberto Calasso, der auf der venezianischen Toteninsel San Michele neben seinem besten Freund, dem Dichter Joseph Brodsky, sein Grab fand.

Anna Katharina Fröhlichs erinnerndes Erzählen ist frivol und diskret zugleich, humorvoll und intim, vor allem aber gedankenreich. Es zeichnet aufs Lebendigste das Porträt eines Menschen und den Kern im umfangreichen Œuvre eines Schriftstellers nach, der sich die Freiheit nahm, alle Konventionen des Literatur- und Wissenschaftsbetriebes zu ignorieren.

Er, Roberto Calasso, ist der Mailänder Verleger, der Autoren aus aller Welt im von ihm geführten Adelphi Verlag versammelt, und zudem ein scharfsinnig gelehrter und sprachlich eleganter Autor. Sie...


Vorab-Besprechungen

»Anna Katharina Fröhlich beweist eine ganz eigene und eigensinnige literarische Kraft.«
— FAZ

»Es ist die Gegenströmung der Sehnsucht, aus der sich bei Anna Katharina Fröhlich die Spannung ergibt.«
— DIE ZEIT 

»Anna Katharina Fröhlich beweist eine ganz eigene und eigensinnige literarische Kraft.«
— FAZ

»Es ist die Gegenströmung der Sehnsucht, aus der sich bei Anna Katharina Fröhlich die Spannung ergibt.«
—...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783751880367
PREIS 22,00 € (EUR)
SEITEN 202

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Ein Buch, durchtränkt von Literatur

Anna Katharina Fröhlich hat ein Buch über ihren Freund Roberto Calasso, italienischer Verleger und die Literaturwelt gemacht.
Es ist ein bewunderndes Buch, das Calassos Bedeutung als Kulturschaffender heraustreicht. Sie hatten sich 1995 auf einer Buchmesse kennen gelernt und schließlich verliebt. Sie reisten auch zusammen. Es gibt einige bemerkenswerte Passagen über Orte in Italien, streckenweise sind sie auf den Spuren von Joseph Brodsky, mit dem Calasso befreundet war und der 1996 starb.

Man spürt, wie die Autorin Kultur und bedeutende Literatur mit einem Mann in Verbindung bringt.
Anna Katharina Fröhlich hat ein Talent für Details, wenn auch leicht überfrachtet eingesetzt und es dürfte interessant sein, auch ihre Romane zu lesen.

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Anna Katharina Fröhlich ist 23 Jahre alt, als sie dem damals 54jährigen Roberto Calasso begegnet und erkennt, dass diese Begegnung „der schicksalhafteste Moment meines Lebens war“. Roberto Calasso führte das Verlagshaus Adelphi in Mailand, einen unabhängigen Verlag, der ausgewählte Autoren in ästhetisch ansprechenden Ausgaben herausbrachte und auch deutsche Autoren wie Robert Musil oder Alfred Kubin dem italienischen Publikum zugängig machte. Calasso war schon damals, wie es der italienische Kulturminister ausdrückte, eine Säule des italienischen Kulturbetriebes.
Die junge Anna Katharina Fröhlich ist fasziniert von dem älteren Mann. Sie sieht in ihm „Eleganz, Belesenheit, Weltläufigkeit, Ernsthaftigkeit, Kindlichkeit und Großzügigkeit“. Sie überlegt, was sie zu bieten habe und kommt zum Schluss, dass sie „über drei Mittel [verfüge], um Faszination auf Calasso auszuüben: meine Leidenschaft für Literatur, mein Leben in Mornaga und meine Schönheit.“
Schönheit entsteht bekanntlich im Auge des Betrachters, nicht unbedingt im eigenen, und das Selbstbewusstsein, mit der die Autorin sich selber Schönheit attestiert, ist beachtlich. Was ihre Leidenschaft für Literatur betrifft, erkennt sie jedoch im reflektierenden Rückblick, dass sie ihren Vater, Hans Jürgen Fröhlich, „seit seinem frühen Tod wie eine Heiligenfigur“ in ihrer Erinnerung herumtrug und erwartete, dass man sie als die Tochter des Schriftstellers ehrte. Ihr literaturaffines Elternhaus – wenn man denn von Elternhaus sprechen will – sorgte auf alle Fälle dafür, dass sie nach eigener Aussage „ein scharfes Auge für Bücher entwickelt“ hatte. Auch wenn sie, durchaus mit Humor, sich selber eher mit einer „Flickendecke“ vergleicht, die aus den all den Büchern gemacht sei, die sie bisher gelesen hatte. In der Liebe zu Literatur findet das ungleiche Paar eine tiefe und tragfähige Verbindung.
So wie die Autorin immer wieder von eigenen Selbstinszenierungen spricht, so inszeniert sie auch ihre Sprache. Sie ist sprachmächtig, unbestritten, aber ihre langen und umständlichen Schachtelsätze versperren immer wieder den Zugang zur Aussage.

Roberto Calasso starb im vergangenen Jahr im Alter von 80 Jahren, und mit diesem Buch setzt die Autorin der Liebe ihres Lebens ein Denkmal. Zugleich setzt sie sich selber in die Rolle einer geistigen Nachlass-Verwalterin und stärkt damit ihre Position bei den derzeitigen Auseinandersetzungen um das künftige Programm des Adelphi-Verlags.

Fazit: ein gedankenreicher Roman um Literatur, ein Selbstportrait der Autorin und ein differenzierter Nachruf auf Roberto Calasso.

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