Alles gut? Das meiste schon!

Meine Eltern, diese gemeine Krankheit und ich

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Erscheinungstermin 02.11.2023 | Archivierungsdatum 01.06.2024

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Zum Inhalt

Die schlichte Frage »Alles gut?« ist mittlerweile eine der beliebtesten Begrüßungsformeln – aber was bitte soll man darauf antworten? Marco Schreyl kann sich an eine Zeit erinnern, in der überhaupt nicht alles gut war, in der ihn die Sorge um seine Mutter fast erdrückte, ihm aber nichts anderes übrigblieb, als trotzdem zu funktionieren und in die Kamera zu lächeln.

Im Sommer 2015 stand es fest: Marcos Mutter hat Chorea Huntington, eine erbliche Erkrankung des Gehirns, die in Demenz mündet und zwangsläufig zum Tod führt. Auch vor der Diagnose war klar, dass etwas nicht stimmte; dass seine Mutter schon eine Weile nicht mehr die Person war, die er geliebt und die immer eine große Rolle in seinem Leben gespielt hatte. Der Versuch, sich diese Nähe zu erhalten, für seine Mutter da zu sein, würde ihn in den nächsten Jahren an seine Grenzen bringen. 

Nach und nach macht die Krankheit jedes Kümmern, jede Kommunikation unmöglich – und wie vor ihm schon sein Vater muss auch Marco einsehen, dass er nur verlieren kann. Dass er sich selbst schützen muss, auf eine konsequente und brutale Art: indem er sich zurückzieht. Marcos Mutter stirbt 2021, und für Marco beginnt die eigene Auseinandersetzung mit den Jahren der Krankheit. Und mit den Jahren davor.

Er erinnert sich an seine Jugend in Thüringen und Urlaube an der Ostsee, an seine Eltern als junge, energiegeladene Menschen, die Großes vorhatten im Leben. Daran, wie die junge Familie die Wende erlebt, wie er selbst aufbricht, in die Öffentlichkeit und in die Medien – wo er Jahre später auf die Frage »Alles gut?« nur so antworten kann: »Alles nicht, aber das meiste schon!«

Die schlichte Frage »Alles gut?« ist mittlerweile eine der beliebtesten Begrüßungsformeln – aber was bitte soll man darauf antworten? Marco Schreyl kann sich an eine Zeit erinnern, in der überhaupt...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462005455
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 272

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Der Blick aufs Leben
Marco Schreyl „begleitet“ mich schon seit Jahren durchs Fernsehschauen und beim Radiohören. Ich höre gerne seine Stimme im Radio. Zudem ist er im gleichen Jahr wie mein Bruder geboren. Seine Eltern waren aber deutlich jünger als unsere Eltern.
Ich habe das Buch als E-Book gelesen.
Beschreibung des Buches:
„Alles gut? Das meiste schon!“ ist 2023 im Kiepenheuer & Witsch Verlag als Hardcover mit 272 Seiten erschienen. Das Titelbild ist eher schlicht in Blau gehalten, zwei Fotos mit Marco Schreyl als Kind und als Erwachsener in gleicher, stehender Position sind hier abgebildet.
Kurze Zusammenfassung:
Marco Schreyl hatte junge Eltern, trotzdem sind sie beide mit Mitte 60 verstorben. Die Mutter litt an der unheilbaren und vererbbaren Krankheit Chorea Huntington. In diesem Buch beschreibt Marco Schreyl seine Kindheit, aufgewachsen in der DDR und seine Leben mit seinen Eltern und mit dieser Krankheit.
Mein Leseeindruck:
Als Marco Schreyl noch bei hr1 moderierte, hatte ich fast täglich das Radio an. Ich hatte damals auch oft recherchiert, wann ist er wieder „on air“. Bei einem Besuch im Studio ist er mir sogar über den Weg gelaufen und hat mich freundlich begrüßt…
Da er auch noch im gleichen Jahr wie mein Bruder geboren ist, hat mich dieses Buch gleich angezogen. Ich habe es in kürzester Zeit, auch abends, gelesen, obwohl ich zu Beginn skeptisch war, ob das eine gute Einschlaflektüre sein könnte.
Auch wenn ich mich erst in den einfachen (als würde man sich unterhalten 😉) Sprachstil hineinlesen musste, hat mich das Buch gefesselt. Das Aufwachsen in der DDR, die Kindheit in einer Familie mit Großeltern und Tanten und Onkeln – all das fand ich sehr interessant.
Marco Schreyl hat hier im Prinzip sein Tagebuch (während der Krankheitsphase seiner Mutter) geöffnet und einzelne Szenen so beschrieben, wie er sie an vielen (oft auch schwierigen Tagen) empfand. Dabei kritisiert/reflektiert er auch sein Verhalten (damals) und fragt sich immer wieder: Hätte ich es anders machen können/sollen?
Aber auch die schönen Erlebnisse im Alltag und in gemeinsamen Urlauben, auch im Erwachsenenalter, erzählt Marco Schreyl hier mit viel Empathie.
So geht es doch vielen Kindern, wenn ihre Eltern älter werden und Unterstützung bräuchten, sie aber nicht annehmen – sei es aus Stolz oder durch eine wesensverändernde Krankheit.
Mich hat das Buch berührt. Ich finde es bewundernswert, dass bisher nichts davon an die Öffentlichkeit geraten war. Es scheint also durchaus zu funktionieren, dass Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, den Blick in ihr Privatleben steuern können. Um so bewundernswerter finde ich es, dass Marco Schreyl sich jetzt doch des Themas „pflegebedürftige Eltern“ angenommen und seine Geschichte zu Papier gebracht hat. Sicherlich war das auch eine Art Selbsttherapie, aber es kann Menschen in ähnlicher Situation Mut machen!
Ich kann es verstehen, dass Marco Schreyl nicht wissen möchte, ob er die Krankheit seiner Mutter geerbt hat. Wer möchte schon in eine Zukunft schauen, die einen beängstigt – lieber jeden Tag aufs Neue genießen!
Fazit:
Ein Buch für Menschen, die sich gerade in einer ähnlichen Situation befinden (oder gerne Marco Schreyls Stimme lauschen)– sehr lesenswert!

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Hier war ich zum Teil sehr amüsiert und zum Teil auch etwas geschockt, weil ich mich teilweise im Buch wiedererkannt habe. Das soll ja auch so sein, denn sonst regt es nicht zum Nachdenken an. Trotz ernsthaftem Thema lässt es sich sehr gut lesen!

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Ein unglaublich ehrliches und berührendes Buch. Vieles aus der Kindheit des Autors kennt man und vermisst man heute: die Unbeschwertheit und Freiheit. Ohne in (N)Ostalgie abzudriften zeigt er das klare Bild einer glücklichen Kindheit. Auch seinen beruflichen Werdegang habe ich mit Interesse gelesen. Über den scheibchenweisen Verlust seiner Mutter wurde ich mit jeder Zeile trauriger, weil diese Wesensveränderungen schon ziemlich hart waren - und immer schwebt dieses Damoklesschwert der genetischen Vererbbarkeit der Krankheit über ihm. Und doch gelingt es Marco Schreyl aus jeder Situation etwas Positives heraus zu holen, sich zu engagieren und zu arrangieren. Und die Erinnerungen an die glücklichen Zeiten sind die Wegzehrung auf dem weiteren Weg. - Und ich ertappe mich dabei die Frage "Alles gut?" so nicht mehr zu stellen.

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