Der Friedhof der vergessenen Bücher

Erzählungen

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Erscheinungstermin 30.11.2022 | Archivierungsdatum 30.01.2023

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Zum Inhalt

Eine letzte Reise in die magische Erzählwelt von Carlos Ruiz Zafón

Der Friedhof der vergessenen Bücher ist der geheimnisvolle Ort, um den das gesamte Erzähluniversum von Carlos Ruiz Zafón kreist: Eine tief unter Barcelona verborgene Bibliothek, in der die Bücher darauf warten, ihre Seele an ihren Leser weiterzugeben. Im 2001 erschienenen Roman »Der Schatten des Windes« entführte uns Carlos Ruiz Zafón zum ersten Mal in dieses magische Labyrinth und schuf einen Weltbestseller.

Zafóns letztes Projekt war es, diesen Ort in Erzählungen weiter wachsen zu lassen. Es entstand ein Geheimfach von Geschichten, das hier vollständig geöffnet wird. Es war sein großer Wunsch, diese Texte in einem Buch zu sammeln, nun wurde es zum letzten Geschenk an seine Leser und Leserinnen.

Mit sieben bislang unveröffentlichten Erzählungen.

»Das dunkle, düstere, neblige Barcelona, das der Geheimnisse, Mysterien und faszinierenden Fabelgeschichten, dieses Barcelona gibt es nur noch in den Büchern Carlos Ruiz Záfons.« Alexander Kluy, Buchkultur

Eine letzte Reise in die magische Erzählwelt von Carlos Ruiz Zafón

Der Friedhof der vergessenen Bücher ist der geheimnisvolle Ort, um den das gesamte Erzähluniversum von Carlos Ruiz Zafón kreist: Eine...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783596706150
PREIS 14,00 € (EUR)
SEITEN 224

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Friedhof der vergessenen Bücher, welch eine schöne Ergänzung an den "Schatten des Windes" ´´
und der Nachfolgebände sind diese Erzählungen von Zafon. Er lässt noch einmal in der Unterwelt Barcelonas
die Bücher der Bibliothek zu uns sprechen. und das in der ihm eigenen wunderbaren Sprache. Als letztes Geschenk Zafons bezeichnet und genauso empfinde ich es auch. Gern bin ich den Buchhändlern, dem Schriftsteller und einigen anderen wiederbegegnet. Hilfreich und informativ fand ich die Anmerkungen und Erklärungen im Anhang.
ein Buch, das ich nicht nur Lesern der Bücher von Zafon empfehlen werde, sondern auch denen, die es vielleicht noch werden wollen.

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Wunderschöne Erzählungen an der Grenze zwischen Realität und Traum

"Kurz darauf verlieren sich Vater und Sohn,
Dunstgestalten, im Gedränge auf den Ramblas,
ihre Schatten gehen für immer unter im Schatten des Windes."

"Der Friedhof der vergessenen Bücher" stellt die Fortführung des Romans "Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón dar. Die im Friedhof der vergessenen Bücher enthaltenen Kurzgeschichten habe ich gelesen, ohne die Schatten des Windes zu kennen. Auch so konnte ich den Stories folgen. Ob die Kurzgeschichten in diesem Buch mit Kenntnis des Vorgänger-Romans eine darüber hinausgehende Tiefe besitzen, indem sie weitere Interpretationsmöglichkeiten bieten, vermag ich aber nicht zu beurteilen.
Die Geschichten dieses Bandes stellen kleine, trotz ihrer Kürze in sich abgeschlossene Kunstwerke dar. Denn diese Stories sind nicht offen gehalten, wenn sie mit einem Abschied, ohne dass es ein Wiedersehen geben wird, oder mit einem Verlust - teils einer Hauptfigur, teils einer zentralen Nebenfigur - enden.

Der poetische Schreibstil von Carlos Ruiz Zafón, der seine Geschichten prägt, hat mich bezaubert. In lyrischen Beschreibungen erweckt der Autor eine Welt zwischen den Schatten, an der Grenze zwischen Traum und Realität zum Leben. Dazu gehört etwa eine düstere Bücherfabrik in Barcelona. Dort sucht eine namenlose, hochschwangere, junge Frau in einer einsamen Nacht des Jahres 1905 Hilfe und Zuflucht. Dabei würde diese Bücherfabrik, die durch ihren extravaganten Stil besticht, der sich in zahllosen Türmen, Minaretten, Kuppeln, Gewölben und auf den Simsen hockenden Wasserspeiern niederschlägt, auch jedem Fantasy-Roman zur Ehre gereichen.
Zudem lässt der Autor in seinen Geschichten wiederholt die Grenze zwischen Traum und Wachzustand, Illusion und Wirklichkeit verschwimmen. So etwa in der Geschichte "Blanca und der Abschied", die von der einzigen Freundin Blanca des erst acht Jahre alten David Martín erzählt. David, der trotz seines jungen Alters bereits davon träumt Autor zu werden, denkt sich Geschichten für seine Freundin Blanca aus. Denn Blanca liebt Geschichten, da ihr Vater Autor ist. Und David ersinnt Schauermären und romantische Abenteuer, die von den Gespenstern in der Kathedrale handeln. Die Geschichte "Ein junges Mädchen aus Barcelona" schildert das Leben von Laia, die im Alter von fünf Jahren lernt die Trauer anderer zu lindern. So tröstet Laia Doña Eulalia, indem sie die Illusion ihrer verstorbenen Tochter zum Leben erweckt. Laia wird zu dem kleinen Engel, den Doña Eulalia verloren hat, wenn sie deren Kleider trägt und mit ihrem Spielzeug spielt. Um diese Illusion zu vervollkommnen, muss Laia aber ihr eigenes Selbst vergessen, um stattdessen ganz in der Persönlichkeit von Doña Eulalias Tochter aufzugehen.

Carlos Ruiz Zafón überzeugte mich mit den komplexen Protagonisten und ungewöhnlichen Nebenfiguren seiner Geschichten. So ist Laia eine interessante Hauptfigur. Der Autor erzählt aus Laias Leben beginnend in ihrer Kindheit, bis sie eine junge Frau geworden ist. Sie besitzt das einzigartige Talent, die Illusion eines anderen Menschen heraufzubeschwören, indem sie dessen Persönlichkeit anhand von Erinnerungen und anderen Fundstücken annimmt, um dann ganz zu diesem zu werden. Dabei verschwindet Laia selbst hinter der von ihr getragenen Maske. Innerlich ist sie leer. Es sei denn sie streift sich die Fassade eines anderen Menschen über, indem sie dessen Persönlichkeit vortäuscht.
Die Beziehungen, in denen die verschiedenen Figuren zueinander stehen, sind gut von Carlos Ruiz Zafón herausgearbeitet. Damit meine ich etwa die besondere Freundschaft von David und Blanca. Für Blanca denkt sich der junge, von seinem zukünftigen Autorendasein träumende David Geschichten aus. Die beiden sind genauso einsam, bis sie einander finden. Dabei steht ihre Freundschaft von Anfang an unter keinem guten Stern, da Blanca eine Tochter aus gutem Hause ist, die sich aufgrund ihrer Herkunft nicht mit David abgeben soll. Und so beginnen sich David und Blanca heimlich zu treffen, um ihre Leidenschaft für Geschichten auszuleben. Glaubwürdig beschrieben ist ebenfalls die Beziehung zwischen Laia und Doktor Sentís, der seine Tochter verloren hat und für Laia zum einzigen Vater wird, den sie je kannte.

Da viele Geschichten mit einem endgültigen Abschied oder Todesfall enden, sind diese oft tragisch, mal dramatisch, mal traurig. Da konnte ich die Verzweiflung und den Schmerz über den erlittenen Verlust der überlebenden bzw. zurückgebliebenen Figuren nachvollziehen. In manchen Geschichten hat mich der Autor aber mit seinem feinen Sinn für Humor überrascht, der etwa die Dialoge zwischen David und Vater Sebastián prägt. Denn dem Vater sind die heimlichen Treffen von David und Blanca, die in seiner Kirche stattfinden, nicht entgangen.
Zudem lässt der Autor nebenher bestechende Analysen zwischenmenschlicher Beziehungen einfließen. Die Erkenntnis, was zum tiefen Fall des einst so geachteten und erfolgreichen Doktor Sentís geführt hat, ist etwa die folgende: "Der Sturz der Gerechten wird stets von jenen betrieben, die ihnen am meisten zu verdanken haben. Man verrät nicht jene, die einem Böses wollen, sondern jene, die einem die Hand reichen, und sei es nur, weil man nicht wahrhaben will, wie tief man in ihrer Schuld steht."

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Der spanische Schriftsteller Carlos Ruiz Zafón feierte nach seinen ersten drei phantastischen Schauerromanen „Der Fürst des Nebels“, „Mitternachtspalast“ und „Der dunkle Wächter“ vor allem mit seiner Tetralogie rund um den Friedhof der vergessenen Bücher - „Der Schatten des Windes“, „Das Spiel des Engels“, „Der Gefangene des Himmels“ und „Das Labyrinth der Lichter“ – seine größten internationalen Erfolge. Nachdem er im Jahr 2020 im Alter von nur 55 Jahren seinem Krebsleiden in seiner Wahlheimat Los Angeles erlag, erschien mit „Der Friedhof der vergessenen Bücher“ posthum ein Band mit elf Erzählungen rund um den magischen Kosmos, den Zafón auf sprachlich so virtuose Weise erschaffen hat und mit dem er Millionen von Lesern in den Bann zog.
„Der Friedhof der vergessenen Bücher“ erlaubt ein Wiedersehen mit vertrauten Figuren. So rekapituliert David Martin in „Blanca und der Abschied“, wie er als knapp achtjähriger Junge die Selbstsicherheit besaß, die ein bis zwei ältere Blanca kennenlernte und sie zu seiner ersten Leserin machte, als er ihr Abenteuer-, Schauer- und Liebes-Geschichten von Prinzessinnen, Hexern, Zaubersprüchen und infernalischen Bestien erzählte. „Ein junges Mädchen aus Barcelona“ wiederum handelt von dem Totenfotografen Eduardo Sentís, der die von seinem Mentor geerbten Schulden abzahlt, indem er seine fünfjährige Tochter Laia an eine Familie verkauft, die ihre Tochter auf tragische Weise verloren hat und in deren Rolle Laia schlüpfen soll. Später erfüllt sie auf andere Weise die Sehnsüchte von Männern, die sich nicht mit Geld kaufen ließen.
Mit „Die Feuerrose“ entführt Zafón seine Leser in die Welt des Labyrinthebauers Edmond de Luna, der zur Zeit der spanischen Inquisition damit beauftragt wird, in Konstantinopel ein großes Bücherlabyrinth zu erschaffen, als Lohn aber nur den Schlüssel zur Hölle erhält. In der bereits zuvor veröffentlichten Geschichte „Der Fürst des Parnass“ begegnen wir dem Büchermacher Antoni de Sempere wieder, der die Geschichte von Miguel de Cervantes Saavedra und seiner berühmten Schöpfung „Don Quijote“ zum Besten gibt.
„Damals war Barcelona ein kleiner befestigter Flecken, der zwischen Bergen voller Wegelagerer im Schoß eines Amphitheaters ruhte und sich um Rücken eines weinfarbenen, lichtdurchfluteten Meeres verbarg, auf dem sich die Piraten tummelten. Vor seinen Toren hängte man Räuber und sonstige Schurken, um vor der Gier nach fremdem Eigentum abzuschrecken, und in seinen aus den Nähten platzenden Mauern balgten sich Kaufleute, Weise, Höflinge und Adelige jeder Couleur und Abhängigkeit im Dienste eines Labyrinths aus Verschwörungen, Geld und Alchemien, dessen Ruf die Horizonte erreichte und die Sehnsüchte der bekannten wie der geträumten Welt wachrief.“
In „Graue Männer“ soll ein Auftragskiller seinen Lehrmeister töten, „Gaudí in Manhatten“ stellt eine außergewöhnliche Hommage an den berühmten spanischen Künstler dar. Oft sind es nur Fragmente, die uns Zafón in diesen oft nur wenige Seiten umfassenden Geschichten präsentiert, Eindrücke aus einer aus der Zeit gefallenen Welt, in der schauerliche Momente in romantischen Träume, in exotischen Abenteuern und in wunderbaren Märchen münden. Der gerade mal gut 200 Seiten umfassende Erzählband „Der Friedhof der vergessenen Bücher“ fasziniert durch die grandiose Fabulierkunst des Autors, durch die märchenhaften Stimmungen und die Figuren, die in ihren Träumen Großes bewirken. Die Geschichten selbst geraten dabei fast zur Nebensache. Wer sich von den fesselnden Romanen der Tetralogie hat mitreißen lassen, wird vielleicht enttäuscht sein, dass hier nur einzelne Aspekte so manch vertrauter Gefährten ausgeschmückt werden, bevor das nachfolgende Kapitel schon wieder den Beginn einer ganz neuen Geschichte einläutet. Auch wenn auffällig viele Motive der viktorianischen Schauerliteratur bemüht werden, finden sich in dem Sammelband letztlich ganz unterschiedliche Genres wieder, von der erwähnten Gothic Novel über den Bildungs- bis zum Abenteuer-, Liebes- und Historienroman präsentiert Zafón auf den überschaubaren Seiten ein erstaunlich buntes Potpourri, das einem stimmigen Gesamteindruck etwas zuwiderläuft. Doch für Fans gibt es hier allerlei zu entdecken, zumal die Sammlung von Geschichten noch durch ein kurzes Interview mit dem Schriftsteller und ein Nachwort des Herausgebers ergänzt wird.

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REZENSION – Fünf Jahre nach Abschluss seiner zwischen 2003 und 2017 veröffentlichten Tetralogie um die Bibliothek der vergessenen Bücher, die den spanischen Schriftsteller Carlos Ruiz Zafón (1964-2020) weltweit berühmt gemacht haben, dürfen seine Fans nun erneut in die mystisch-düstere Atmosphäre Barcelonas in der doch nur fiktiven Welt des Autors eintauchen: Nach der deutschen Hardcover-Ausgabe (2021) erschien Ende November beim S. Fischer Verlag nun auch die preiswertere Taschenbuchausgabe des Erzählbandes „Der Friedhof der vergessenen Bücher“. Mit seinen elf Erzählungen, von denen sieben bisher unveröffentlicht waren, setzt Zafón seiner Heimatstadt, die er allerdings schon 1994 als 30-Jähriger in Richtung Los Angeles verließ, erneut ein Denkmal.
Jede dieser elf Erzählungen, die zwischen dem 16. Jahrhundert und unserer heutigen Zeit spielen, nimmt der Autor einzelne Aspekte seiner vorangegangenen Tetralogie noch einmal auf, vertieft die Charaktere der Hauptfiguren – dazu gehören der Dichter David Martin, die Buchhändlerfamilie Sempere ebenso wie der geheimnisvolle Verleger Andreas Corelli –, lässt durch seinen alle Geschichten verbindenden Ich-Erzähler über deren Vorgeschichte berichten oder trägt damit zum umfassenderen Verständnis seiner magischen Welt um die tief unter Barcelona verborgene Bibliothek bei, in der die durch staatliche Willkür verbotenen und in Vergessenheit geratenen Bücher darauf warten, sich endlich ausgesuchten Lesern wieder öffnen zu dürfen.
Wie die vier Romane bilden auch die Erzählungen eine Erfolg versprechende Mischung aus Schauerroman und Thriller, aus historischem Roman und Liebesgeschichte. So dürfte Zafón mit diesem postum veröffentlichten Band eine breite Leserschaft ansprechen. Andererseits mag man gelegentlich auch ein Abgleiten ins Triviale und Kitschige beobachten, wenn immer wieder von engen, labyrinthischen Gassen Barcelonas, von düsteren, in Nebelschwaden eingetauchten Fassaden zu lesen ist, als würde in Spanien niemals die Sonne scheinen. Doch genau diese düstere Schein- oder Parallelwelt, diese mystische Atmosphäre ist es, die Zafóns Romane zu Bestsellern hat werden lassen.
Der vor 20 Jahren erschienene erste Band um die Bibliothek der vergessen Bücher, „Der Schatten des Windes“, ist nach Experten-Aussage „der größte spanische Bucherfolg seit Cervantes' Klassiker 'Don Quijote'“. Da passt es, dass Zafón gerade ihn in der atmosphärisch besonders beeindruckenden Erzählung „Der Fürst des Parnass“ wieder aufleben lässt. Wenn auch nur entfernt nach der realen Vita des spanischen Nationaldichters angelegt, erfahren wir hier vom Werdegang des zu Lebzeiten noch erfolglosen Miguel de Cervantes (1567-1616), der – so erzählt es Zafón – erst durch den teufelsgleichen Verleger Andreas Corelli, schon damals mit Engels-Brosche am Revers und uns aus „Das Spiel des Engels“ bekannt, zum Abfassen seines 1605 erstveröffentlichten und später zum National-Epos erhobenen Ritterromans „Don Quijote“ genötigt wird. Drucker und Verleger dieses Werks ist in Zafóns Geschichte Antoni Sempere, ein Ahnherr des aus „Der Schatten des Windes“ bekannten Buchhändlersohns und Dichters Daniel Sempere. Tatsächlich ist Cervantes in Madrid beigesetzt, doch Zafón lässt ihn in Barcelona begraben. Auf Cervantes' Grab errichtet Sempere ein Bauwerk, „einen Friedhof der Gedanken und Erfindungen, …. dass er eines Tages die größte aller Bibliotheken beherbergen würde, in der jedes verfolgte oder von der Ignoranz und Bosheit der Menschen verschmähte Werk eine Heimstatt fände und auf die Wiederbegegnung mit dem Leser wartete, den jedes Buch in sich trägt“.
Schon zwischen den einzelnen Bänden der Tetralogie vergingen Jahre, so dass es kaum möglich war, sich der jeweiligen Handlung bis zum nächsten Band zu erinnern. Andererseits ließ sich jeder Band auch unabhängig vom Vorgänger lesen. Dasselbe gilt für die nun veröffentlichten Erzählungen. Doch alle Bücher vereint die magische Erzählwelt Zafóns, die seine Werke so einzigartig machen, dass die Lektüre auch dieses Bandes trotz punktueller Möglichkeit zur Kritik schon sprachlich ein literarischer Genuss ist.

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Mystisch, düster, romantisch: Ein letztes literarisches Meisterwerk von einem Künstler des geschriebenen Wortes!

Als Fan von Zafóns Büchern war für mich klar: Auch dieses muss ich lesen! Der Schreibstil ist wunderbar wie eh und je, mitreißend und spannend. Zwischen Realität und Traum, Iillusion und Märchen - spielend und mystisch bewegt sich der Autor durch verschiedene, kurze Episoden, von einer Dimension zur anderen. Geheimnisse werden gelüftet, neue kreiert, während die Liebe zu der Stadt Barcelona in all ihrer Schönheit und Hässlichkeit stets allgegenwärtig ist!

Carlos Ruiz Zafón hinterlässt eine wunderbare Welt der Geschichten und eines ist sicher: Seine Werke werden nie auf einem Friedhof für vergessene Bücher landen!

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Ein letztes Mal entführt uns Carlos Ruiz Zafón in seine Welt. In die Welt der Nebel, der Schattengestalten, der alten Paläste von Barcelona. Die verschiedenen Geschichten lassen den Autor nochmal lebendig werden, eher er gefühlt ein letztes Mal grüßend im Nebel verschwindet. Ein Buch, dass einen in dunklen Winternächten in seinen Bann zieht und nicht komplett wieder freigibt.

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Interessante Geschichten mit unterschiedlichen Wendungen und Verknüpfungen, die einer düsteren Atmosphäre gehalten sind.
Einige in ihrem Kern nicht gänzlich neu, aber dennoch unterhaltsam geschrieben.

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Sehr liebevoll verfasste Geschichten. Bin normalerweise kein Fan von Kurzgeschichten. Diese Geschichten haben mich aber sehr überzeugt. Ich werde das Buch empfehlen!

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