Happy New Year – Zwei Familien, ein Albtraum

»An Spannung und psychologischer Raffinesse kaum zu überbieten.« WDR

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Erscheinungstermin 16.11.2022 | Archivierungsdatum 16.01.2023

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Zum Inhalt

»Kommt einem so nahe, dass man sich nicht wehren kann.« Mattias Edvardsson

Dichter Nebel liegt über der Stadt: Die 17-jährige Jennifer verschwindet von einer Party. Am anderen Ende des Orts stößt ihre Mutter Lollo mit ihren alten Freundinnen Nina und Malena auf das neue Jahr an. Sie haben nicht mehr viel gemeinsam, aber die Silvesterfeier der Familien hat Tradition. Als die Eltern nach einem Abend mit zu viel Alkohol und zu wenig Ehrlichkeit aufwachen, ist der Albtraum Realität. Pure Panik folgt. Dunkle Geheimnisse kommen an die Oberfläche. Wie gut kennen wir unsere Freunde und unsere Liebsten? Und was ist wirklich in dieser Silvesternacht passiert? 

»Hinter den perfekten Fassaden von Freunden, Paaren, Eltern und Kindern lauern die Geheimnisse. Unerbittlich nähert sich die Geschichte dem bösen Kern.« Aftonbladet

»Was spannend beginnt, wird immer fesselnder, weil Stehn ein Familiengeheimnis nach dem anderen lüftet.« M-Magazin

Der packende Bestseller aus Schweden.


»Kommt einem so nahe, dass man sich nicht wehren kann.« Mattias Edvardsson

Dichter Nebel liegt über der Stadt: Die 17-jährige Jennifer verschwindet von einer Party. Am anderen Ende des Orts stößt ihre...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783651001169
PREIS 16,00 € (EUR)
SEITEN 464

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Wie jedes Jahr feiern die Familien zusammen die Silvesterparty. Dieses Jahr wird alles verändern , von
Anfang an schleichen sich leise Misstöne ein. Fredrik hat zum Ärger seiner Frau Nina, den 17 jährigen
Töchtern erlaubt, in ihrem zuhause ihre eigene Party zu feiern.
Als Jennifer in der Nacht spurlos verschwindet und auch nach zwei Tagen nicht wieder auftaucht, befürchten alle das Schlimmste.
Und es soll sich bewahrheiten.

Schon während der Fahrt zur Party gibt es Grund für Ärger bei Nina und Fredrik. Schon die Erlaubnis zur
eigenen Party hat bei Nina für ein ungutes Gefühl gesorgt, jetzt stellt sich heraus, dass Fredrik versäumt
hat, rechtzeitig ein Taxi für die Heimfahrt zu bestellen. Anlass für Nina, sich einige Gedanken um ihre
Ehe und ihr Familienleben zu machen. Und die sind alle nicht so erfreulich, wie die Fassade scheint.
Schon seit Monaten gibt es keine Intimitäten mehr, gesprochen wird nur noch über organisatorische
Fragen, die beiden kleinen Söhne sind immer mehr mit Handy und Laptop beschäftigt und auch der
Kontakt zur 17 jährigen Tochter Smilla beschränkt sich auf das Nötigste. Und die Risse werden immer
offensichtlicher, auch das Verhältnis der Freunde untereinander. Als dann Jennifer in der Silvesternacht
verschwindet, steuert alles auf eine Eskalation zu.

Der Roman spielt vorwiegend in 2019, zwischen Silvester und dem 6. Januar, allerdings gibt es auch
Rückblicke zu früheren Begebenheiten. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht der wichtigsten
Beteiligten, dabei macht es die Autorin den Lesern leicht: durch die namentliche Bezeichnung der
einzelnen Kapitel, ist leicht zu erkennen , aus wessen Sicht gerade berichtet wird.
Dramaturgisch geschickt erzählt Malin Stahl nicht genau, was in jener Nacht tatsächlich passiert ist,
sie gibt nur wenige Informationen preis und überlässt vieles der Phantasie des Lesers. Erst ganz am
Ende erfährt man, was wirklich geschah.
Erschreckend, wie unwissend manche Eltern sind, wenn es um ihre Kinder geht. So muss Lollo, die
Mutter von Jennifer und langjährige Freundin von Nina, die bittere Wahrheit über die Aktivitäten ihrer
Tochter in ihren Accounts finden und feststellen, dass sie ihr Kind kaum kennt.

Ja, es ist ein Pageturner, der mir sehr gut gefallen hat. Ich finde es sehr spannend und voll mit überraschenden
Wendungen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung

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Ein Krimi ganz anderer Art, der mich begeistert hat. Alles beginnt mit einer Silvesterfeier bei Freunden. Da verschwindet eine der Töchter. Die Beziehungen eskalieren, einer versucht dem anderen Schuld in die Schuhe zu schieben. Alles wird zu einem Albtraum und fesselt bis zu Schluß. Das Ende ist der Hammer..... Klasse geschrieben

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"Happy New Year" von Malin Stehn ist ein ausgesprochen spannender, psychologischer Skandinavienkrimi in der Tradition von Mattias Edvardsson.
Zwei Familien feiern Sylvester. Auf der einen Seite der Stadt die Eltern mit ihren Freunden, auf der anderen zwei Töchter, die zum ersten Mal sturmfreie Bude haben. Am Neujahrsmorgen ist eines der Mädchen verschwunden...
Die Geschichte wird aus immer wieder wechselnden Perspektiven erzählt, wobei der Leser tief in die Gefühlswelt der Figuren eintaucht.
Sehr schwer aus der Hand zu legen, überhaupt nicht platt und sehr realistisch.
Top-Krimi-Empfehlung für die dunkle Jahreszeit.

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Ein eigentlich unspektakulärer Krimi und doch so spannend. Der Familienalltag wird zum Albtraum. Kann ich gut empfehlen. Jedes Kapitel ist aus der Sicht von einer Figur aus dem Buch, was es zusätzlich spannend macht
Der Schluss ist sehr gut.

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Zum Inhalt:
Silvester wird gefeiert, doch die Dinge laufen nicht wie geplant. Die siebzehnjährige Jennifer verschwindet, während die Mutter an einem anderen Ort mit den alten Freundinnen auf das neue Jahr anstößt. Am nächsten Tag ist nichts mehr wie es war, denn durch das Verschwinden des Mädchens kommen dunkle Geheimnisse ans Licht. wem kann man denn überhaupt noch trauen?
Meine Meinung:
Das ist so ein Buch mit einem enorm hohen Spannungsbogen. Nicht nur das Verschwinden des Mädchens sondern auch das gesamte Drumherum ist spannend, weil eben so viel ungesagte Dinge zunächst im Raum stehen und dadurch eine noch bedrohlichere Stimmung entsteht. Mir hat das Buch und im Besonderen auch das Hörbuch sehr gut gefallen. Beim Hörbuch lesen unterschiedliche Personen unterschiedliche Figuren, was anfangs etwas schwierig ist, später aber klasse ist. Daumen hoch für beide Versionen.
Fazit:
Sehr spannend

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Ein Mädchen verschwindet und der Fall scheint von Anfang klar zu sein. Aber weit gefehlt! Mit einer sich ins Unermeßliche steigenden Spannung wird die Geschichte rund um alle Beteiligten erzählt und am Ende ist doch nichts so, wie es scheint. Es war ein großes Vergnügen, dieses Buch zu lesen!

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Nina und Frederic verlassen mit ihren Söhnen das Haus, um bei ihren Freunden Lollo und Max Silvester zu feiern. Die Tradition, dass die Freunde, gemeinsam mit ihren Familien, zusammen ins neue Jahr feiern, besteht bereits jahrelang. In diesem Jahr gibt es allerdings eine kleine Änderung im Ablauf, denn Smilla, die älteste Tochter von Nina und Frederic, darf in diesem Jahr, zusammen mit Jennifer, der Tochter von Lollo und Max, eine eigene Feier im Haus von Nina und Frederic ausrichten. Am Neujahrsmorgen stellt sich heraus, dass Jennifer die Teenie-Party vorzeitig verlassen hat und spurlos verschwunden ist. Ein wahrer Albtraum für beide Familien beginnt...

Die Handlung wird in der Ich-Perspektive der unterschiedlichen Charaktere erzählt und ist in relativ kurze Kapitel unterteilt. Da die Wechsel entsprechend gekennzeichnet sind, fällt es leicht, die Übersicht zu behalten. Durch die verwendete Perspektive taucht man hautnah in die Gedanken und Gefühle der jeweiligen Person ein, die gerade ihre Sicht der Dinge schildert. Da die Gefühle intensiv geschildert werden, taucht man früh in den Sog der Ereignisse ein und stellt sich die Frage, was mit Jennifer geschehen ist. 

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Es gelingt der Autorin hervorragend, Handlungsorte und Charaktere so zu beschreiben, dass man alles mühelos vor Augen hat. Dadurch kann man sich ganz auf Jennifers Verschwinden einlassen und eigene Vermutungen darüber anstellen, was in der Nacht von Silvester auf Neujahr geschehen ist. Doch der Lösung auf die Spur zu kommen, ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Denn die vermeintlichen Freunde hüten einige Geheimnisse. Schon bald weiß man deshalb nicht mehr, was man glauben soll und wem man hier vertrauen kann. Diese Ungewissheit macht einen großen Reiz der Handlung aus und sorgt dafür, dass man das Buch bereits nach kurzer Zeit nicht mehr aus der Hand legen mag. Das Ganze gipfelt in einem überraschenden Finale, das allerdings etwas kurz abgehandelt wird. Dennoch klappt man das Buch mit einem zufriedenen Gefühl zusammen.

Ein spannender Pageturner, der auf ein überraschendes Finale zusteuert.

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Sehr einfühlsamer, nachvollziehbarer Schweden-Krimi.

Bei drei lange befreundeten Paaren, die eine feucht fröhliche Party zu Silvester 2018 ausschweifend feiern wie viele Jahre zuvor auch, kommen alle Protagonisten incl. ihrer Kinder abwechselnd zu Wort, mit überzeugend präsentierter Charaktere, sogar mit speziell schwedischem Ambiente. Anfangs ist der Spannungsbogen dadurch zu ‚lasch‘ gespannt. Probleme mit großer Zuwanderung in Schweden, aber auch Mithilfe von Missing People bei der Polizeiarbeit werden hier verarbeitet. Während das Lehrerehepaar Fredrik und Nina Andersson mit ihren drei Kindern als sehr menschlich, einfühlsam, verantwortungsbewusst mit vielen positiven Eigenschaften beschrieben werden, kommt das Verhalten von Max und Lollo mit ihrer Tochter Jennifer extrem negativ zur Geltung. Die Arbeit der Polizei von Malmö wird als effektiv und taktvoll vorgestellt. Die große psychische Belastung bis hin zu körperlichem Verfall bei den Beteiligten wird detailliert festgehalten. Überdies werden Fragen zum Nachdenken aufgeworfen wie z.B.: Wie verhält man sich, wenn jemand sein Kind verloren hat? Und was sagt man in so einem Moment? Was ist Glück? Die Liebe gefunden zu haben?

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Dunkle Geheimnisse vor der Enthüllung

Malin Stehn hat in dem Buch eine Geschichte mit vielen Geheimnissen entstehen lassen, die alle gelöst werden wollen. Die Charaktere wirken authentisch und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen und die Kapitel haben eine angenehme Länge Die Kapitel geben zu Beginn immer eine Auskunft, aus wessen Sicht die Geschehnisse geschrieben sind.

Hauptcharaktere sind Fredrik, Nina, Lollo, Max, Smilla und Jennifer.
Sie sind 2 befreundete Familien, die Mittsommer und Silvester immer gemeinsam feiern. Zu diesem Silvester möchten die Mädchen Jennifer und Smilla gerne eine eigene Feier machen und so kommt es, dass Fredrik und Nina zu Max und Lollo fahren und dort mit den anderen feiern. Doch kurz vor Mitternacht nimmt die Feier der Erwachsenen eine ungeahnte Wendung, die Alle in den nächsten Wochen und Monaten auf Trab hält.
Max zeigt mal wieder deutlich, dass er gegen die Migration in Schweden ist und stößt damit einige Gäste vor dem Kopf. Nina macht deutlich, dass sie sich mehr Aufmerksamkeit von Fredrik wünscht und Fredrik erhält eine Nachricht von Jennifer, die Alles auffliegen lassen will.
Ohne das es die Anderen merken, schlicht er sich kurz nach Mitternacht von der Feier und trifft sich mit Jennifer. Es kommt zu einem Streit und zu Handgreiflichkeiten, doch er geht einfach wieder auf die Feier zurück. Nur mit Mühe gelingt es ihm seine Frau und die Söhne weit nach Mitternacht ins Auto zu bewegen und macht sich auf den Heimweg.
Am Neujahrstag dann die Ernüchterung. Nicht nur das Nina eindeutig zu viel Alkohol getrunken hat, fehlt auf einmal jede Spur von Jennifer. Aus Smilla bekommen sie nur raus, dass sie sich vor Mitternacht von der Party verabschiedet hat, da diese völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Smilla macht sich Vorwürfe, dass sie Jennifer nicht aufgehalten hat und Fredrik igelt sich richtig ein. Er ist sich zwar sicher, dass Jennifer noch gelebt hat, als sie sich nach dem Streit in unterschiedliche Richtungen begeben haben, aber er kann es ja niemanden sagen, denn sonst kämen die Geheimnisse ans Licht, die er so unbedingt verheimlichen will.
Doch kannten Lollo und Max ihre Tochter wirklich und warum lässt das Verschwinden ihren Vater so kalt. Wer hatte alles einen Grund, Jennifer verschwinden zu lassen?

Spannend, fesselnd und temporeich nimmt der Thriller den Leser in Beschlag. 3 Freundinnen aus Schulzeiten, die sich trotz ihrer Familien zumindest 2 Mal im Jahr zu Feierlichkeiten treffen. Doch welche Geheimnisse haben die Freundinnen, die Männer und die beiden Mädchen?

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Malin Stehn's "Happy New Year - Zwei Familien, ein Albtraum" ist ein wunderbarer Thriller aus Schweden, der dort völlig verdient zum Bestseller geworden ist. Die Komponenten Thriller, spannende Wendungen und facettenreiche Charaktere, ergänzen sich perfekt, sodass sich die Leserschaft auf eine intensive Reise begeben kann. Selten war eine Silvesternacht so spannend - literarisch - inszeniert!

Das Buchcover ist sehr gelungen. Das Design ist farbenfroh, aber ohne sich dessen übertrieben zu bedienen. Insgesamt eine klare Kauf- und Leseempfehlung!

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Malin Stehn - Happy New Year – Zwei Familien, ein Albtraum

Meinung
Ein ergreifendes Familiendrama mit Protagonisten, denen man nahe kommen kann
Fredrik und Nina werden Silvester wie jedes Jahr mit ihren alten Freunden Lollo und Max verbringen. Die Freundschaft zu Lollo und Max ist längst nicht mehr so eng wie früher, zu unterschiedlich sind ihre Lebensauffassungen.
Schritt für Schritt verfolgen wir die Gedanken der Familienmitglieder und das, was um sie herum geschieht.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen
Das Buch ist gut geschrieben, leicht zu lesen, spannend und überhaupt nicht vorhersehbar.
Unbedingt zu empfehlen.

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Nina und Frederik brechen mit den drei jüngeren Kinder zu einer Silvesterparty auf. In diesem Jahr darf ihre Tochter Smilla in ihrem Reihenhaus eine Silvesterparty geben. Jennifer, die Tochter von Lollo und Max feiert mit den Jugendlichen. Zu der alljährlichen Silvesterparty der Erwachsenen kommt auch Milena mit ihrem Sohn und ihrem neuen Freund. Die Freundschaft der drei Frauen die Tradition vor vielen Jahren ins Leben gerufen. Als Jennifer kurz vor Mitternacht die Party verlässt und nicht zu Hause ankommt, ist nichts mehr wie war. Schwerwiegende Geheimnisse kommen nach und nach zu Tage.
Der Titel und das Cover passen ausgezeichnet zur Handlung. Die Protagonisten werden mit all ihren Geheimnissen sehr gut beschrieben. Die Handlung wird wechselnd aus der Sicht von Lollo, Nina und Max erzählt. Zwischendurch gibt es kurze Rückblicke in die Vergangenheit mit Jennifer als Hauptperson. Menschliche Abgründe tuen sich auf und lassen mich immer tiefer in die Geschichte eintauchen, die überall so passiert sein könnte.

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ein überraschender Schluss

Der Silvesterabend beginnt mit den typischen Vorbereitungen und die befreundeten Familien machen sich auf den Weg zur gemeinsamen Silvesterfeier, die Jugendlichen haben eine eigene Party geplant. Die Autorin beschreibt die typischen Gedanken und Alltagshandlungen sehr anschaulich, sodass man als Leser*in das Gefühl hat, ebenfalls auf der Silvesterfeier mit dabei zu sein. Den Begriff „Freunde“ finde ich weit hergeholt, denn eigentlich waren nur die Damen der Runde in ihrer Jugendzeit gute Freundinnen, mittlerweile treffen sie sich auch nur noch sehr selten und dabei wird über die anderen kritisiert und gelästert, die Männer scheinen sich teilweise auch nicht wirklich wohlzufühlen in der heiteren Runde, sodass es eher wie eine Zwangsbeglückung wirkt.
Am nächsten Morgen stellt sich heraus, dass die Party der Jugendlichen nicht ganz nach Plan verlaufen ist und Jennifer gilt vorerst als verschwunden, dann stellt sich sogar heraus, dass sie tot ist. Panik bricht aus, die einzelnen Familienmitglieder und Freunde reagieren völlig unterschiedlich – von panisch, apathisch, beunruhigt, traurig bis gar keine Reaktion ist alles vertreten. Die Ermittlungen ziehen sich schleppend dahin und plötzlich kommen Geschehnisse und Geheimnisse der befreundeten Familien ans Tageslicht, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hätte. Es gelten gleich mehrere Personen als Verdächtig und wie sich die Geschehnisse am Ende herausstellen, hat mich nur teilweise zufriedengestellt. Der Schluss wird sehr lange und ausführlich aufgebaut, kommt dann aber doch recht überraschend und plötzlich und die Beweggründe passen nicht so ganz.

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„Happy new year“ ist mir durch das ungewöhnliche Cover ins Auge gesprungen- pinke Blüten in einer Art Eisblock. Ich muss sagen, im Nachhinein finde ich das Cover wenig passend und überhaupt nicht aussagekräftig, halte es aber immer noch für einen Blickfang. Das Buch, dessen Handlung sich eher langsam entfaltet, hat mir gut gefallen. Nicht zuletzt, weil das Ende doch sehr unvorhersehbar war.

Zum Inhalt: es ist Silvester und während ihre Teenager-Töchter gemeinsam eine Party veranstalten feiern die Freundinnen Lollo und Nina mit ihren Familien und Nachbarn ins neue Jahr. Dich der frohe Start verblasst, als Lollos Tochter am nächsten Tag nicht nach Hause kommt. Was ist mit Jennifer geschehen? Und warum verhält Ninas Mann sich so komisch?

Die Geschichte wird aus den wechselnden Perspektiven der Hauptcharaktere erzählt, jedes Kapitel trägt zudem eine Datumsangabe, was ich vor allem bei den Rückblenden sehr hilfreich fand, um sie zeitlich einordnen zu können. Die Geschichte beginnt recht zügig am Silvesterabend, schon da zeigt sich Streitpotential, erste Geheimnisse kommen ans Licht. Bereits zu Beginn der Geschichte gibt es ein Kapitel, das auf den weiteren Verbleib und das Schicksal von Jennifer hindeutet.

Der Mittelteil hat sich in meinen Augen dann ein bisschen gezogen. Die Tage plätschern ins Land, die typische polizeiliche Ermittlung läuft. Aber es tut sich einfach nichts. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Tempo und Spannung gewünscht, der insgesamt sehr ruhige Spannungsroman ist hier fast zum Stillstand gekommen.
Gegen Ende kommt nochmal Schwung in die Ermittlungen und es gibt ein paar brisante Enthüllungen, auch wenn einige eher als Andeutungen laufen. Das Ende war wirklich stark konstruiert und hat für mich nochmal was rausgerissen.

Insgesamt ist das Buch gut geschrieben. Die Sprache ist im ganz normalen Alltagsslang gehalten und der Erzähltonus eher ruhig. Das Buch hat mich trotz der Längen im Mittelteil gut unterhalten.

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Mir hat dieser psychologische Krimi ausgesprochen gut gefallen. Malin Stehn hat ganz offensichtlich guten Einblick in die Situation von Kindern und Jugendlichen, deren Probleme mit den Eltern und dem Erwachsenwerden schildert sie absolut authentisch.
Die Geschichte bringt Vergangenes und Gegenwart gleichermaßen in die verwickelten Beziehungen der Protagonisten ein. Hauptfiguren sind die Ehepaare Nina und Fredrik, deren Kinder Smilla, Anton und Vilgot, sowie Lollo und Max und ihre Tochter Jennifer.
Alle feiern Silvester 2018, die Erwachsenen bei Lollo und Max, wo auch die Söhne mit dabei sind, Smilla in ihrem Elternhaus mit vielen Freunden einschließlich Jennifer. Als diese während der offensichtlich missglückten Feier einfach abhaut, ist sie sehr betrunken und nimmt Kontakt zu Fredrik auf, mit dem sie sprechen will. Das Ganze eskaliert in der Nähe ihres Elternhauses, Fredrik kehrt missmutig zur Feier zurück. Als Jennifer am Neujahrstag nicht wieder auftaucht, beginnt sich die Geschichte in einen Psychothriller zu drehen. Schuldzuweisungen, Streitigkeiten, Verdächtigungen, Selbstzweifel, Angst, Scham, alle nur denkbaren Gefühle stürzen auf die Beteiligten ein. Ist Jennifer entführt, tot, hat sie Suizid begangen, versteckt sie sich? Alles scheint möglich, bis ihre Leiche gefunden wird.
Wie jeder Einzelne mit der Situation umgeht, schildern die Kapitel, die den Personen direkt zugeordnet sind, inklusive einiger Rückblicke auf vergangene Ereignisse. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen, und auch die Betroffenen versuchen, die Wahrheit zu finden.
Mit Überraschungen wird nicht gespart, ich empfehle den Krimi ganz uneingeschränkt! Er liest sich gut, ein flüssiger Stil und meist gut nachvollziehbare Entwicklungen, er bietet einfach gute Unterhaltung.

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Frederik und Nina fahren am Silvesterabend zu Freunden um mit ihnen Silvester zu feiern. Ihre Tochter Smilla (17) und deren Freundin Jennifer, sie ist übrigens die Tochter der Gastgeber von Frederik und Nina, feiern unterdessen daheim eine Silvesterparty mit zwanzig Teenagern. Doch dann verschwindet Jennifer...

Der Schreibstil ist sehr leicht, bildhaft und zügig zu lesen. Die Protagonisten sind authentisch dargestellt und der Spannungsbogen verläuft dabei genau richtig.

Fazit: Dieser Krimi fängt an Silvester 2018 an und hört im 03.Mai 2019 auf. Es gibt 76 Kapitel die in acht Abschnitte aufgeteilt sind. Sie wechseln sich zwischen Frederik,Lollo und Nina ab. In diesem Buch geht die Story auch zurück in die Jahre 2013 und 2015. Als ich das Inhaltsverzeichnis sah dachte ich auf den ersten Blick dass der Thriller eventuell kompliziert werden könnte aber dem war nicht so. Die Handlung spielt sich in Malmö ab dabei ist die Atmosphäre eher dichter, hintergründig und nebulös. Immer mehr kam bei mir der Verdacht auf dass etwas nicht stimmen könnte. Wer von den zwei Paaren hat etwas zu verbergen? Frederik der sich am Silvesterabend 2018 irgendwie komisch benimmt? Und welche Rolle spielt Jennifer dabei? Nina's Ängste weil Smilla das erste Mal alleine eine Party zuhause gibt gaben mir auch zu denken. In dieser Story dreht es um zwei befreundete Familien und deren Geheimnisse die sich mehr und mehr miteinander verbinden. Die Autorin schreibt sehr bildhaft so als ob ich selbst dabei gewesen wäre. Die Spannung baut sich schon auf den ersten Kapiteln auf so dass ich dieses Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Dieser Thriller ist eher ruhig und dennoch ereignisreich. Meiner Meinung nach ist die Story vielschichtig angelegt genauso wie seine Charaktere. Schon zu Beginn wurde es für mich fesselnd und dies blieb bis zum Schluss. Ab der ca. der Hälfte des Buches wurde es für mich heftiger. Je mehr ich von dieser Story las umso mehr Abgründe taten sich dabei auf. Meiner Ansicht nach nimmt das Buch in bestimmten Abständen an Fahrt auf und legt an Spannung zu. Im letzten Drittel wurde für mich die Story sehr fesselnd und regelrecht dramatisch - fast schon atemberaubend.Das Ende kam für mich so aprupt dass es es meiner Meinung nach fast schon ein Paukenschlag war. Warum nur hat dieses Buch ein Ende? Am liebsten hätte ich weitergelesen. Dieser Thriller zählt zu meinen Lesehighlights und vergebe daher sehr gerne fünf Sterne.

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Zwei Familien, die Silvester feiern, ein Wahnsinn der beginnt.
Aus verschiedenen Perspektiven erzählt, entsteht eine Story, die einen jedesmal links liegen lässt, wenn man denkt, man weiß was Sache ist. Immer tiefer wird man reingezogen in einen Sumpf der Emotionen bis zum unglaublichen Schluß! Gut!

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Ein Mädchen verschwindet und plötzlich müssen viele Menschen aus ihrem Umfeld ihr Leben hinterfragen. Wie gut kennt man seinen Partner, seine Kinder, seine Freunde wirklich? Aus wechselnder Sichtweise erlebt man die Tage nach dem Verschwinden des Mädchens. Immer mehr bislang Verheimlichtes kommt ans Licht.
Die Charaktere sind gut "gezeichnet", ich kam zumindest den Hauptakteuren recht nahe, sah die Szenen aufgrund des bildhaften Schreibstils im Kopfkino vor mir.
Das Buch werde ich gerne empfehlen.

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Inhalt:

Zwei Familien. Zwei Parties. Ein Albtraum.
Silvester. Du dachtest, alles wird wie immer. Alte Freunde, viel Sekt, ein bisschen Hoffnung. Doch dann folgt der absolute Albtraum: Eine der Töchter verschwindet. Die Panik steigt. Die Beziehungen eskalieren. Wer lügt hier und warum?
Dichter Nebel liegt über der Stadt: Die 17-jährige Jennifer verschwindet von einer Party. Am anderen Ende des Orts stößt ihre Mutter Lollo mit ihren alten Freundinnen Nina und Malena auf das neue Jahr an. Sie haben nicht mehr viel gemeinsam, aber die Silvesterfeier der Familien hat Tradition. Als die Eltern nach einem Abend mit zu viel Alkohol und zu wenig Ehrlichkeit aufwachen, ist der Albtraum Realität. Pure Panik folgt. Dunkle Geheimnisse kommen an die Oberfläche. Wie gut kennen wir unsere Freunde und unsere Liebsten? Und was ist wirklich in dieser Silvesternacht passiert?

Meinung:
Das Cover gefällt mir sehr gut.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und fesselnd.

Die Geschichte besticht durch hervorragend beschriebene Charaktere und atemlose Spannung.
Ich war von Anfang bis Ende total gefesselt von diesem Buch.
Spannung pur.
Eine hervorragend erzählte Geschichte mit tollen Wendungen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

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Inhalt:

„Zwei Familien. Zwei Parties. Ein Albtraum.

Silvester. Du dachtest, alles wird wie immer. Alte Freunde, viel Sekt, ein bisschen Hoffnung. Doch dann folgt der absolute Albtraum: Eine der Töchter verschwindet. Die Panik steigt. Die Beziehungen eskalieren. Wer lügt hier und warum?

Dichter Nebel liegt über der Stadt: Die 17-jährige Jennifer verschwindet von einer Party. Am anderen Ende des Orts stößt ihre Mutter Lollo mit ihren alten Freundinnen Nina und Malena auf das neue Jahr an. Sie haben nicht mehr viel gemeinsam, aber die Silvesterfeier der Familien hat Tradition. Als die Eltern nach einem Abend mit zu viel Alkohol und zu wenig Ehrlichkeit aufwachen, ist der Albtraum Realität. Pure Panik folgt. Dunkle Geheimnisse kommen an die Oberfläche. Wie gut kennen wir unsere Freunde und unsere Liebsten? Und was ist wirklich in dieser Silvesternacht passiert?“





Schreibstil/Art:

Zwei Familien, 2 Pärchen aber nur 3 Beteiligte kommen zu Wort. Fredrik, seine Frau Nina und ihre „beste“ Freundin Lollo gewähren einen Blick über die Schulter und schildern was in jener Silvesternacht sowie die Tage danach, und einigen anderen Partys zuvor, passiert ist.

Ein paar fiese Anmerkungen hier, einige bös angedeutete Gedanken da und die eine oder andere unüberlegte Handlung zwischendurch … et voilà … die Spannung erwacht zum Leben und wird fast durchgehend gehalten.



Fazit:

Als Außenstehende Person wollte ich unbedingt zuerst erahnen was wirklich in der Silvesternacht passiert ist aber einige überraschende Wendungen brachten mich immer wieder von meinem eigentlichen Plan ab, so dass ich zum Schluss die aufgedeckten Geheimnisse nicht kommen sah.
Ein Spannungsroman der zwei normale Familien komplett durchleuchtet und ihre Geheimnisse schonungslos offenbart.

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Was geschah mit Jennifer W.?

Cover:
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Das Titelbild passt gut: Ein Grabstein mit Rosen, die ähnlich wie ein Neujahrsfeuerwerk angeordnet sind. Es passt auch von der Stimmung her: Offiziell ist alles rosig, aber dahinter lauert das Dunkle und Abgründige.

Inhalt:
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Silvester 2018: Zwei befreundete Familien wollen wie immer den Jahresausklang miteinander feiern. Die Erwachsenen kennen sich schon lange durch das Studium. Max und Lollo sind erfolgreich und vermögend und haben eine 18 Jahre alte Tochter namens Jennifer. Diese ist mit Smilla, der ältesten Tochter von Fredrik und Nina, eng befreundet. Fredrik und Nina sind als Lehrer in den Augen ihrer Freunde nicht ganz so erfolgreich, da sie sich mehr auf ihre drei Kinder konzentrieren wollen.
Jennifer und Smilla sind wie Schwestern und wollen dieses Jahr ohne die Erwachsenen eine Party feiern. Also fahren Fredrik und Nina mit ihren beiden jüngeren Kindern zur Party im Haus von Jennifers Eltern. Alles scheint perfekt, doch dann verschwindet Jennifer von der Party und kommt nicht nach Hause. Ab da bröckeln die Fassaden der einzelnen Personen, viele Geheimnisse kommen nach und nach ans Tageslicht und am Ende ist nichts mehr so wie es mal war.

Mein Eindruck:
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"Es ist mir unangenehm, das zuzugeben. Ich arbeite mit Kindern und kann normalerweise den Schlüssel zu jedem kleinen Herzen finden. Oder zumindest einen Weg, mich allmählich hineinzuschleichen. Doch Jennifers Herz war für mich immer verschlossen. Als kleines Mädchen war sie wild und laut und wollte immer im Mittelpunkt stehen. Wenn Jennifer und Smilla gespielt haben, war ich ständig in Sorge, dass etwas passieren könnte. Später, als sie Teenager waren, hatte ich richtig Angst. [...] Die Freundschaft der beiden Mädchen war immer ein schwieriger Balanceakt."
(Nina, S. 13)

"Und jetzt, wo es so weit ist, fallen mir tausend Dinge ein, die auf einer Silvesterfeier mit Jennifer Wiksell schiefgehen können. Auch in einer Reihenhaussiedlung."
(Nina, S. 15)

Dieses Buch hatte von Anfang an eine Sogwirkung auf mich. Die Geschichte beginnt scheinbar harmlos mit Beginn der Silvesterfeierlichkeiten. Doch indem der Leser die Handlung abwechselnd durch die Augen von Lollo, Nina und Fredrik erlebt, bekommt man schnell eine Ahnung, dass es hinter der glücklichen und erfolgreichen Fassade brodelt. Nach Jennifers Verschwinden hatte ich schnell eine Ahnung, wer der Verantwortliche sein könnte, aber über das konkrete WIE war ich im Unklaren. So fieberte ich von Kapitel zu Kapitel mit, wie der Täter wohl entlarvt würde. Dabei kamen immer mehr Geheimnisse der einzelnen Personen heraus und am Ende kam es dann zu einer großen und überraschenden Wendung.

Die Bezeichnung "Roman" finde ich unzutreffend, vielmehr kommt die Handlung einem Psychothriller gleich, der ohne viel Blutvergießen, aber mit vielen subtilen Andeutungen einen durchweg bei der Stange hält. Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen und hoffe, noch mehr von dieser Autorin lesen zu dürfen!

Fazit:
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Fesselnder Psychothriller mit überraschender Auflösung

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Wie jedes Jahr verbringen Fredrik und Nina mit ihren langjährigen Freunden Silvester. Während die beiden bei Max und Lollo feiern, feiern deren beiden Töchter Smilla und Jennifer bei Fredrik und Nina zu Hause. Es ist die erste unbeaufsichtigte Feier der 17-jährigen und nicht ganz sorgenfrei machen sich die Eltern auf den Weg zu ihrer Party. Dann beschließt Jennifer noch vor Mitternacht die Party zu verlassen und macht sich auf den Heimweg, doch dort kommt sie nie an. Erst am nächsten Tag bemerken Lollo und Max, dass ihre Tochter verschwunden ist und starten eine Suchaktion. Nach und nach stellt sich heraus, dass sie ihre Tochter auch gar nicht richtig kannten und es kommen immer mehr Geheimnisse ans Tageslicht.

Mir hat die Geschichte von Anfang an sehr gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin Malin Stehn ist sehr flüssig und spannend, sodass man von Anfang an gefesselt von der Handlung ist. Die Story wird aus unterschiedlichen Perspektiven der Eltern Fredrik, Nina und Lollo erzählt, wodurch noch mehr Spannung aufgebaut wird. Die Hörbuchsprecher Tim Gössler, Ulrike Kapfer und Christiana Marx verleihen den Charakteren zudem viel Tiefe, sodass man sich sehr gut in die Gefühle und auch Handlungen hineinversetzen kann. Immer wieder hat man als Zuhörer das Gefühl, dass bald schon wieder ein neues Geheimnis um die Ecke kommt und so ist es dann auch. Der Spannungsbogen bleibt konstant hoch. Auch die Auflösung konnte mich zum Schluss überraschen, was es für mich sehr gut abgerundet hat. Ein wirklich empfehlenswerter Krimi!

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Zum Inhalt
Zwei Familien. Zwei Parties. Ein Albtraum. 

Silvester. Du dachtest, alles wird wie immer. Alte Freunde, viel Sekt, ein bisschen Hoffnung. Doch dann folgt der absolute Albtraum: Eine der Töchter verschwindet. Die Panik steigt. Die Beziehungen eskalieren. Wer lügt hier und warum?

Dichter Nebel liegt über der Stadt: Die 17-jährige Jennifer verschwindet von einer Party. Am anderen Ende des Orts stößt ihre Mutter Lollo mit ihren alten Freundinnen Nina und Malena auf das neue Jahr an. Sie haben nicht mehr viel gemeinsam, aber die Silvesterfeier der Familien hat Tradition. Als die Eltern nach einem Abend mit zu viel Alkohol und zu wenig Ehrlichkeit aufwachen, ist der Albtraum Realität. Pure Panik folgt. Dunkle Geheimnisse kommen an die Oberfläche. Wie gut kennen wir unsere Freunde und unsere Liebsten? Und was ist wirklich in dieser Silvesternacht passiert?

---------soweit die Beschreibung----------
Mein eigenes Urteil:
.... komplett fertig bin ich noch nicht, aber das brauche ich auch eigentlich nicht - denn der Schreibstil gefällt mir: schön flüssig zu lesen und man kommt gut und schnell in die Story rein.. Diese spielt in Skandinavien - in Schweden, wenn ich mich nicht irre. Das einzige was ich etwas verwirrend finde (aber eigentlich genrell immer): man springt von Protagonist zu Protagonist - also jedes Kapitel ist eine andere Person und das im Singular. Dafür gibt es einen Punkt Abzug - denn normalerweise finde ich diese Art von Büchern immer sehr komliziert und verwirrend. Hier aber ist es eigentlich ideal - ohne zuviel zu verraten.

Story ist spannend gehalten und ich bin schon sehr gespannt, wie alles ausgeht.

Ein schönes unterhaltsames Buch für unter den Weihnachtsbaum, für Leute die gerne Kirmis und Thriller lesen!


#HappyNewYearZweiFamilieneinAlbtraum #NetGalleyDE

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Spannender Familienthriller;
Das Buch beginnt mit den Vorbereitungen zu der Silvesterfeier einer Freundesclique, die seit vielen Jahren zusammen feiern und sich zu einer Katastrophe entwickelt. Die Geschichte wird aus den immer wieder wechselnden Perspektiven einigen dieser Freunde erzählt. Ab den ersten Seiten ist es spannend, weil zwischen den verschiedenen Personen eine gewisse Anspannung herrscht. Durch die Perspektivwechsel nimmt man teil an den geheimen Gedanken der Einzelnen mit teilweise bösen Spitzen über die „Freunde“. Mit der Zeit bröckelt die Fassade immer mehr und es kommen einige Geheimnisse ans Licht. Die Charakterisierung und Darstellung der Personen fand ich sehr gelungen und glaubhaft, auch wie sich die alten Freundschaften mit der Zeit oberflächlich entwickeln und Treffen nur noch eine ungeliebte Gewohnheit sind. Die Perspektive der Ermittler wird nie geschildert, so dass man lange im Dunkeln bleibt und die Spannung hochgehalten wird. Ich war immer gut unterhalten und fand den Thriller durchgehend sehr spannend und gelungen.

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"Happy new Year" ist ein Thriller aus Schweden der wirklich spannend gestaltet ist. Schon der Klappentext hat mich unwahrscheinlich angesprochen. Mich faszinieren Geschichten, in denen die heile Fassade einer Familie Stück für Stück bröckelt, schon immer sehr. Zeigt sie uns doch auf, dass auch andere Familien ihre Schwächen haben und das auch normal ist.

Im Buch lernen wir zwei befreundete Familien kennen. Die Eltern, sowie die Teenager Töchter, feiern getrennt von einander jeweils ihre eigene Silvesterparty. Doch leider verschwindet eine der beiden Töchter in dieser Nacht spurlos. Die Familien sind außer sich und zerbrechen an diesem Schicksalsschlag Stück für Stück.

Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mir so gut gefallen hat, obwohl ich fast jeden der Charaktere unsympathisch fand. Die Geschichte und das Miteinander in diesem Freundeskreis waren schockierend und bedrückend.

Gefesselt hat mich dieses Buch trotzdem. Was man daran erkennt, dass ich die Geschichte an einem Abend beendet habe.

Das Ende war überraschend und ich habe es nicht vorher gesehen. Insgesamt hatte der Thriller einige gute Wendungen. An manchen Stellen war die Geschichte etwas zu langatmig und brauchte etwas um in Fahrt zu kommen. Auch ein paar Wiederholungen hätte man sich sparen können. Doch einmal in Fahrt gekommen bekam man hier einen guten und soliden Thriller für zwischendurch geboten.

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Happy new year
Zwei Familien, ein Albtraum
Ein Roman von Malin Stehn

Die schwedische Autorin war mir nicht bekannt. Sie wurde für dieses Buch mehrfach ausgezeichnet. Und das kann ich voll und ganz nachvollziehen.
Ist es ein Thriller? Oder sogar ein Psychothriller? Oder ist es in der Tat ein sehr spannender Roman?
Ich sage fast, es ist alles zusammen. Zwischenzeitlich dachte ich mir, warum wird jetzt alles so ausführlich erzählt. Eigentlich ist es doch sonnenklar. Nichts ist in diesem Fall klar. Die Autorin erzählt aus verschiedenen Perspektiven und das macht es auch aus. Wenn man erstmal weiß, welche Personen mitspielen wird es richtig spannend.
Ein außergewöhnlicher Roman und hoffentlich dürfen wir zukünftig noch mehr Romane der Autorin lesen.

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Silvester. Du dachtest, alles wird wie immer. Alte Freunde, viel Sekt, ein bisschen Hoffnung. Doch dann folgt der absolute Albtraum: Eine der Töchter verschwindet. Die Panik steigt. Die Beziehungen eskalieren. Wer lügt hier und warum?

Dichter Nebel liegt über der Stadt: Die 17-jährige Jennifer verschwindet von einer Party. Am anderen Ende des Orts stößt ihre Mutter Lollo mit ihren alten Freundinnen Nina und Malena auf das neue Jahr an. Sie haben nicht mehr viel gemeinsam, aber die Silvesterfeier der Familien hat Tradition. Als die Eltern nach einem Abend mit zu viel Alkohol und zu wenig Ehrlichkeit aufwachen, ist der Albtraum Realität. Pure Panik folgt. Dunkle Geheimnisse kommen an die Oberfläche. Wie gut kennen wir unsere Freunde und unsere Liebsten? Und was ist wirklich in dieser Silvesternacht passiert? Dieser hoch-identifikatorische Pageturner macht süchtig und packt die Leser:innen mit Enthüllungen bis zur letzten Seite.
Meinung
Das dieses Buch aus verschiedenen Perspektiven geschrieben ist, macht es noch interessanter. Sie kommen wir nach und nach den Geheimnissen auf die Spur. Wer eine spannende Blutige Geschichte erwartet wird enttäuscht sein. Hier lauern nur Ängste und Geheimnisse, die gut bewahrt sind. Die zu entdecken aber richtig spannend ist.
Ich hatte zum Ende hin einen Verdacht, der sich auch bewahrheitet hat.
Große Lese Empfehlung

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Hinter der Fassade

Die ehemals besten Freundinnen Nina, Lollo und Malena haben sich in den letzten Jahren auseinander gelebt und sehen sich nur noch ein paarmal im Jahr.
Zu fest eingefahrenen und verankerten Terminen wie Mittsommer oder Silvester.
Die Töchter von Nina und Lollo sind noch befreundet, aber auch eher lockerer.

Nach einer Silvesterparty, die nach jahrelangen Ritualen wie Erzählungen alter Anekdoten, viel Alkohol, viel Tanz und Überlegungen in der Art von "weshalb mache ich das eigentlich" abläuft, verschwindet Jennifer, die Tochter von Lollo.
Die Teenager haben ihre eigene Silvesterparty im Haus von Nina und Fredrik gefeiert...........

Dieses Ereignis setzt eine Maschinerie in Gang.
Lange gehütete und verdrängte Geheimnisse werden aufgedeckt, jeder verdächtigt jeden, Menschen fallen aus ihren Rollen und Familien drohen zu zerbrechen.
Als Jennifer dann tot aufgefunden wird eskaliert das Ganze und endet recht schnell in einer Aufklärung, die nicht unbedingt vorhersehbar war.

Für mich ist das Buch kein Thriller, nicht mal ein Krimi - eine Geschichte über menschliche Dramen und was es bedeuten und auslösen kann, wenn man jahrelang etwas verheimlicht, trifft es für mich eher.
Das passt auch dazu, dass die Story abwechselnd aus den Perspektiven einzelner Familienmitglieder erzählt, die ermittelnden Kommissare spielen nur eine Nebenrolle und man erhält wenig Einblick in ihre Arbeit.
Mir hat der Aufbau der Story und der Schreibstil wirklich gut gefallen und ich habe das Buch recht schnell gelesen.
Das Ende bzw. die Auflösung flacht leider etwas ab, da ein wenig zu schnell "aus dem Hut gezaubert" und abgehandelt.
Insgesamt kann ich das Buch aber auf jeden Fall empfehlen, es sollte einem nur klar sein, dass es sich nicht unbedingt um einen Thriller oder Krimi im herkömmlichen Sinn handelt.

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Diesen Roman durfte ich als Hörbuch genießen. Mir gefällt sehr gut das die Sprecherstimmen wechseln, so ist es abwechslungsreich und man kann sich auch sehr gut in den jeweiligen Charakter hinein versetzen.
Die Stimmen gefallen mir sehr gut und auch wie sie es sprechen. Ich habe mich nicht eine Sekunde gelangweilt was eben auch an den verschiedenen Sprecherstimmen liegt.
Der Roman hat es in sich. Er beginnt mit einer Sylvester Party die mehr Tradition als Spaß ist,sie ist mehr oder weniger eine Gelegenheit zu zeigen was man hat . Alle machen auf nett und dabei sind sie sich eigentlich garnicht grün. Es wird nach aussen gelächelt und nach innen missgönnt, das typische Prozedere also das man ja in vielen " Freundschaften" findet.
Währenddessen machen die Töchter zweier Familien ihre erste Party ohne die Eltern.
Während dieser Feier verschwindet eines der Mädchen.
Im Laufen der Erzählung kommt immer mehr zu Tage wie falsch und verlogen eigentlich alle sind. Wie jeder versucht eine eventuelle Schuld von sich abzuwälzen um die Fassade aufrecht zu erhalten, sei es auch nur vor sich selbst.
Jeder versucht sich sein eigenes Versagen und Fehlverhalten vor sich selbst und für sich selbst schön zu reden und jegliche Schuld von sich zu weisen. Ein Buch über die Untiefen menschlichen Charakters.
Ebenso über die Verlogenheit .
Letztendlich erfährt man immer mehr und es ist spannend was jeder der Ach so guten Freunde "auf dem Kerbholz hat".
Eigentlich sind es alles ich bezogene Egoisten.
Das Ende hat mich dann allerdings doch ziemlich verblüfft.
Mir hat dieses Hörbuch rundum gefallen,es hat mich auch in dem was ich über zwischenmenschliche Interaktionen sogenannter " Best Friends" kenne ,bestätigt.

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Ich kam nicht leicht ins Buch, da mich der Schreibstil wirklich am Anfang störte. Nicht, dass er sehr gestochen oder überspitzt war, nein. Er war mir tatsächlich zu simpel. Die Sätze sind sehr langweilig aufgebaut. Sie starten meist mit dem Subjekt. Das kann ein Name sein oder ein Personalpronomen.

Wenn man sich dann aber eingelesen hat und in der Geschichte ankommt, blendet man das aus und wird vom Inhalt gepackt. Zunächst wird sehr viel rund um die Party beschrieben. Dann, am nächsten Morgen, das Grauen. Die Tochter des Gastgeberpaars ist verschwunden und es beginnen Andeutungen, die so weit gingen, dass ich mich sehr an Homo Faber aus der Schulzeit erinnert wurde und mir hier ein wenig übe wurde und ich schnell von 5 Sternen auf 2 bei der Bewertung sinken wollte. Allerdings war ich da tatsächlich auf dem falschen Weg...hoffe ich zumindest. Denn der Thriller lässt so einiges offen, was es sicher nochmals extrem spannend macht, aber den ein oder anderen Lesenden auch ziemlich frustriert zurücklässt. Dennoch empfehle ich das Buch jedem, der Thriller liebt. Man wird hier wirklich lange aufs Glatteis geführt, bis die eigentliche Lösung kommt.

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vorab vielen Dank an Netgalley für das Leseexemplar aus dem Adventskalender. Meine Meinung bleibt davon unberührt.
Das Buch ist spannend geschrieben. Es wird eine Geschichte erzählt, welche zunächst undramatisch beginnt und schnell an Fahrt aufnimmt. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar.
Die Story wird abwechselnd aus der Perspektive der beiden Elternpaare erzählt und offeriert dabei so Einiges an dunklen Geheimnissen. Allerdings war es für mich ziemlich schnell klar, dass die ausgelegte Fährte zu offensichtlich war.
Ich hatte dennoch unterhaltsame Lesestunden und mal eine gute Abwechslung beim Genre.
Vielen Dank.

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Happy New Year Malin Stehn

Lollo, Malena und Nina sind seit der Oberstufe befreundet. Eine Freundschaft die sich zufällig aus der Tatsache ergab, dass alle drei Mädchen neu in die Klasse kamen und deren weitere Gemeinsamkeit die Vorliebe für Songs von Madonna waren. Mittlerweile sind sie Ende vierzig, haben eigene Familien und die Freundschaft beschränkt sich auf telefonischen Kontakt und zwei jährliche Treffen zu Mittsomma und Silvester, die vorzugsweise bei Lollo, deren herrschaftliches Anwesen durch seine Größe sehr viel Platz für den Familienanhang bietet, stattfinden. In diesem Jahr fehlen jedoch die siebzehnjährige Jennifer, Tochter von Lollo, und die gleichaltrige Smilla, Tochter von Nina. Mittlerweile sind die beiden Teenager zu alt um am gemeinsamen Fest teilzunehmen, sie feiern lieber mit Freunden in Smillas Elternhaus, sehr zum Unmut von Nina, die sich um beide Mädels sorgt. Am Neujahrstag bestätigen sich Ninas Vorahnungen, denn eine der beiden Mädchen kehrt nicht nach Hause zurück.
Aus der Ich-Perspektive lässt die schwedische Autorin Malin Sten, die Protagonisten Lollo, Nina und Nina’s Ehemann Frederick die Geschehnisse rund um die Silvesternacht und die darauffolgenden Tage erzählen, auch Rückblenden aus der Jugend der drei blitzen immer wieder durch. Ein Kaleidoskop an Selbsttäuschung, Betrug, Selbstbetrug, versteckten Ängsten und Geheimnissen ergeben hier einen spannenden und fesselnden Roman über Freundschaft, Familie und dem schwierigen Umgang mit Heranwachsenden. Dabei reflektiert die Autorin am Rande auch die gesellschaftspolitischen Themen der heutigen Zeit, #MeToo und Zuwanderung wären hier zu nennen. Sollte ich dieses Buch mit einem Wort beschreiben, würde ich „klaustrophobisch“ nennen.
Trotzdem ich am Anfang ein wenig mit den drei Erzählern und ihren doch manchmal sehr kurzen Kapiteln gehadert habe, konnte ich dieses Buch nicht aus der Hand legen. Ich würde es nicht unbedingt als Pageturner bezeichnen, jedoch als unheimlich spannend.

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„Happy New Year - zwei Familien ein Albtraum“ hat mir recht gut gefallen. Es ist eine spannende Geschichte in der es keine Sicht eines Ermittlers/ einer Ermittlerin gibt, was ich sehr erfrischend fand. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und das Buch war dementsprechend sehr schnell durch. Vor allem da ich wissen wollte, was genau passiert ist und wer dahinter steckt. Die Aufklärung war dann leider so, dass ich auf keinen Fall hätte erraten können, was dahinter steckt. Was ich ein klein wenig schade finde. Ansonsten gefiel es mir aber gut und von mir gibt es eine Empfehlung.

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Ich hatte doch mit etwas mehr gerechnet, aber mit weniger Drama und einem anderen Schluss; dieser kam dennoch zu schnell.

Nina und Fredik feiern mit ihren alten Freunden gemeinsam Silvester (oder sollte man besser Bekannte sagen?).

Die Geschichte wird aus Sicht einiger Personen (Nina, Fredrik, Lollo)  erzählt, jeder versucht das Beste in einem aufzuzeigen und denkt sich über den anderen seinen Teil (ob das eine richtige Freundschaft ist, sei mal dahingestellt).

Die Tochter verschwindet und der Albtraum aller Eltern beginnt. Was verbirgt Frederik? Ist Nina so naiv? Wie ehrlich ist Max? Lollo, Max und Malena und wie sie alle noch heißen (viele Namen zu Beginn) wie oberflächlich sind alle und wie echt ist eine Freundschaft? Was weiss Jennifer und Smilla?

Überzeugen konnte mich der Thriller nicht. Zu Beginn war es interessant, doch dann rutschte es eher ins Drama ab.
Langatmig, wenn auch flüssig geschrieben. Erst beim letzten Drittel nahm es dann Fahrt auf.
Weshalb Lollo dann noch Nina angerufen hatte, war das die Retourkutsche?
Manchmal war es verwirrend und manchmal ging es schnell, für mich hätte das Buch eher als Drama statt Thriller gepasst.

3,5* (wohlwollend aufgerundet)

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Na Prost Neujahr…..
Wie jedes Jahr treffen sich die langjährigen Freundinnen Malena, Nina und Lollo mit ihren Ehemännern/Partner und einigen Freunden, um gemeinsam Silvester zu feiern.
Zeitgleich findet in Ninas Haus eine Party mit ihren Kindern im Teenageralter und ihren Freunden statt.
Und nach der Silvesternacht ist plötzlich Jennifer, Lollo‘s Tochter spurlos verschwunden.
Nach einer ausgiebigen ausgelassenen Party macht sich nun Katerstimmung breit und sämtliche Partyteilnehmer werden plötzlich unruhig.
Nach einigen Tagen wird Jennifer gefunden…….
Abwechselnd kommen die Protagonisten zu Wort und erzählen über die gegenwärtige Situation, aber auch über die Vergangenheit. Die Autorin schafft es, dass man, ob man will oder nicht, unbedingt weiterlesen möchte.
Völlig unblutig und eigentlich unspektakulär, aber trotzdem spannend taucht man regelrecht in den Sog dieser doch recht oberflächlichen Freundschaften und Geheimnisse ein.
Das Ende etwas kurz gehalten, aber unverhofft.
Ein Thriller den man zwischen den Feiertagen durchaus mal kurz „inhalieren“ kann.

Happy New Year!

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Für mich ein absolutes Krimi-Highlight!

Zwei Familien wollen zusammen Sylvester feiern, wobei ihre beiden Töchter alleine mit Freunden eine Party schmeißen. Am Ende endet alles in einer Katastrophe und eines der Mädchen verschwindet.
Ein Krimi mit vielen unerwarteten Wendungen und verzwickten Verbindungen, die den Leser bis zum Ende an dieses Buch fesseln.

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Die Geschichte wird abwechselnd von Lollo, der Mutter von Jennifer, Nina, der Mutter von Smilla und Fredrik, dem Mann von Nina erzählt. Nina und Fredrik sind bei Lollo auf der Silvesterparty und haben Smilla erlaubt, mit Jennifer und noch ein paar anderen Freunden eine Party bei ihnen zuhause zu feiern. Nina und Fredrik kommen spät oder auch früh nach Hause und sehen ihre Tochter nicht, als sie ankommen und erst einmal ins Bett gehen. Doch dann, am frühen Abend, ruft Lollo an und fragt, ob Jennifer noch bei ihnen ist, da sie noch nicht zu Hause angekommen ist und auch telefonisch nicht zu erreichen ist. Doch Smilla erklärt, dass Jennifer schon vor Mitternacht weg ist und heim wollte. Ab diesem Moment wird die Geschichte ziemlich heftig. Da man abwechselnd von den Gedanken der drei Personen konfrontiert wird, weiß man zwar in etwa, was vorgefallen ist, aber die ganze Story kommt erst nach und nach heraus. Obwohl es dann noch ein paar Katastrophen gibt, mit denen man nicht gerechnet hat.

Dieser Roman ist eine Herausforderung. Was am Anfang nach einem soliden Krimi aussieht, wird immer mehr auch für den Leser/die Leserin zu einer psychischen Belastung. Die Gefühle der Mutter so hautnah mitzuerleben, zehrt wirklich an den Nerven. Dummerweise kann man das Buch aber auch nicht zur Seite legen, da man natürlich wissen will, wie es weiter geht und was nun wirklich passiert ist. Das ist dann allerdings eine Überraschung.

Absolut ein Pageturner!!! Und dadurch natürlich auch Lesefutter!!! Aber nichts für schwache Nerven.

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Die alljährliche Silvesterparty der Studienfreundinnen Lollo, Nina und Malena beinhaltet wie immer zu viel Alkohol, zur Schau gestellten Wohlstand, Anzüglichkeiten und blöde Sprüche. Ninas Hoffnung, dass im neuen Jahr alles besser wird und sie und ihr Mann wieder zueinanderfinden, wird jäh zerschlagen, als die 17-jährige Jennifer, Lollos Tochter, spurlos verschwindet.
Jedes Kapitel ist aus einer anderen Sicht erzählt, und so erleben wir zum einen die Geschehnisse auf der Party der Eltern aus unterschiedlichen Perspektiven, aber auch die Zeit danach und vereinzelte Kapitel aus der Vergangenheit tragen zum Gesamtbild bei. Misstrauen, Verdächtigungen und Schuld – wie genau kennen wir unsere Familie und Freunde wirklich? Was löst in Menschen welche Handlungen aus? Als Leser bekommt man immer weitere Häppchen der Wahrheit präsentiert, doch am Ende ist alles doch anders als gedacht. Leider sind (mir) die Charaktere fast alle absolut unsympathisch und der Hauptverdächtige im wahrsten Sinne des Wortes blass und weichlich. Das Ende fand ich interessant, aber zu schnell, zu hastig aufgelöst. Da hätte ich mir mehr erhofft. Der Roman liest sich flüssig, die Idee ist wirklich gut, aber für mich gibt es leider einige Schwächen – 3,5 Sterne.

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Dieses Buch habe ich als Hörbuch gehört. Als ich angefangen habe und gemerkt habe, wieviele Erzähler hier vorkommen hab ich etwas Angst bekommen. Ich habe Angst bekommen, dass ich am Ende nicht mehr weiß, wer grad erzählt. Aber das war überhaupt kein Problem. Ich habe immer genau gewusst, an welcher Stelle ich gerade bin und auch wer gerade dran ist seine Geschichte zu erzählen.
Eine spannende Geschichte mit vielen Geheimnissen, die es teilweise echt in sich haben.

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Was für ein spannender, fesselnder Roman! Die Geschichte wird erzählt aus der Sicht dreier Protagonisten, die den Leser intensiv an ihren Leben und ihren Gedanken teilhaben lassen und man tief in ihre Seele schauen kann.
Ein junges Mädchen verschwindet an Silvester - was passiert ist - wie das Leben der Familien war - wie es nach dem Verschwinden weiter geht..... All das wird eindringlich geschildert, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. - Und das Ende erlaubt dem Leser, die Geschichte in viele Richtungen weiter zu erzählen. Ein tolles Buch.

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'Happy New Year' ist meiner Meinung nach weder ein Thriller noch ein Krimi. Stattdessen ist das Buch ein sehr guter Roman mit einigen Spannungs- aber auch Drama-Elementen. Der schwedischen Autorin Malin Stehn ist hier ein toller Roman gelungen, ich konnte das Buch nicht aus der Hand geben und war innerhalb kürzester Zeit am Ende angelangt. Es ist ihr erster Roman für Erwachsene, bisher hat sie sich auf Kinder und Jugendbücher spezialisiert - ich finde aber das merkt man überhaupt nicht.

Das Cover sticht sofort ins Auge. Es ist Interessant und ansprechend gestaltet, die Farben sind gut aufeinander abgestimmt.

Unter 'Über dieses Buch' bekommt man noch nicht viel Einblick in die Geschichte, aber das holt das Buch dann alles nach! Die Geschichte selbst umfasst 76 Kapitel und wird abwechselnd aus Sicht von Fredrik, Nina und Lollo erzählt. Das fand ich anfangs etwas komisch - weil warum wird nicht auch aus Sicht von Lollo's Ehemann erzählt? Dennoch habe ich mich darauf eingelassen und wurde nicht enttäuscht. Das Buch zeigt die sich verändernde Dynamik in Freundschaften im Laufe der Zeit recht gut. Zwischendurch auf der Silvesterparty selbst kam bei mir allerdings Langeweile auf, da gab es einige Abschnitte, die sich mir zu sehr hingezogen haben. Deswegen ziehe ich auch einen Stern ab. Dennoch kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Im Großen und Ganzen ist das Buch bis zum Ende sehr spannend! Manches kann man voraussehen, anderes wiederum hat mich doch überrascht - sehr gelungen!

Fazit: Ein empfehlenswertes Buch mit etwas Spannung, aber auch Drama.

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Inhaltsangabe:

Silvester. Du dachtest, alles wird wie immer. Alte Freunde, viel Sekt, ein bisschen Hoffnung. Doch dann folgt der absolute Albtraum: Eine der Töchter verschwindet. Die Panik steigt. Die Beziehungen eskalieren. Wer lügt hier und warum?

Silvester 2018, Frederick und Nina bereiten sich auf eine Party bei ihren Freunden vor. Nina, Lollo und Malena sind schon seit der Schulzeit befreundet. Die Freundschaft ist etwas „abgekühlt“, sie treffen sich nur noch zu Mittsommer und Silvester.
Für Nina ist es eine lästige Pflicht geworden und auch Frederick fühlt sich nicht wohl.
Smilla, Ninas und Fredericks 17jährige Tochter, hat ihre Eltern überredet, bei ihnen zu Hause eine Party zu feiern. Zusammen mit ihrer Freundin Jennifer, die Tochter von Lollo.
Nina ist wenig begeistert, Jennifer ist ein etwas schwieriges Kind und sie findet, das Jennifer einen schlechten Einfluss auf Smilla hat. Obwohl sie Pädagogin ist und Jennifer von klein auf kennt, hat sie nie einen Draht zu ihr bekommen.

Jennifer verlässt nach einem Streit mit Smilla betrunken das Haus und verschwindet. Damit beginnt ein schreckliches Drama.
Wo ist sie geblieben? Während die Polizei ermittelt, tauchen immer mehr Geheimnisse auf, die mich so manches mal umgehauen haben.
Denn immer wenn mir ein Charakter sympathisch wurde, kam etwas zum Vorschein, was mich geschockt hat.

Die Schreibweise der Autorin hat mir sehr gut gefallen, ich wurde gleich zum Anfang in ihren Bann gezogen.
Die Kapitel wechsel zwischen den einzelnen Charakteren, ab und zu geht es auch in die Vergangenheit.
Immer wieder habe ich mich gefragt, welches Geheimnis Jennifer umgibt.


Persönliches Fazit:

Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen, ich konnte nicht aufhören zu lesen.
Die Story und auch die Protagonisten fand ich sehr authentisch, in der heutigen Computerwelt kann man schnell den Zugang zu seinen Kindern verlieren.
Von mir bekommt „Happy New Year“ eine absolute Leseempfehlung. Gerade wer Psychothriller mag, kommt hier auf seine Kosten.

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Silvesterfeiern bergen für mich ja immer ein gewisses Risiko - ein Thriller der rund um diese besondere Nacht spielt, ist also sowieso schon etwas sehr realistisches in meinen Augen. Und ich liebe Thriller, die aus dem echten Leben stammen könnten. Das war hier eindeutig der Fall.

Jennifer verschwindet in der Silvesternacht. Die Eltern der Jugendlichen sind voller Sorge - oder verhält sich der Vater nicht doch komisch? Vor ihrem Verschwinden war Jennifer auf einer Party im Haus einer befreundeten Familie. Seitdem geht es dem befreundeten Familienvater gesundheitlich schlecht. Ist das Zufall?

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es war durchwegs spannend und ich konnte das Ende nicht vorhersehen. Obwohl mir klar war, dass es bestimmt nicht so war, wie es scheint. Ein überraschendes Ende, das nicht an den Haaren herbeigezogen oder total hektisch wirkt, ist ja schon fast eine Seltenheit.

Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven der Eltern erzählt, was schon vor dem Verschwinden des Mädchens sehr unterhaltsam war. Nicht in lustiger Hinsicht, aber es ist schon amüsant zu lesen, was erwachsene Bekannte voneinander so denken - und halt auch wieder sehr realitätsnah.

Die handelnen Personen haben auf mich auch sehr echt gewirkt. Sie waren nicht immer sympathisch, aber ihre Emotionen waren für mich absolut nachvollziehbar. Es sind sehr unterschiedliche Persönlichkeiten und jeder reagiert anders auf ein tragisches Ereignis. Sehr spannend auch aus psychologischer Sicht.

Für mich ist Happy New Year ein rund um gelungener Thriller, den ich am liebsten nochmal lesen würde.

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wenn Freunde auseinander gehen

Silvester; 2 Partys, 2 Tragödien.

Nina, Lollo und Malena kennen sich seit dem Studium. Damals waren sie die allerbesten Freundinnen, heute treffen sie sich nur noch zu Silvester und Mittsommer, aus Tradition. Denn eigentlich haben die 3 und ihre Familien nichts mehr gemeinsam. Jede neidet der anderen etwas und man lästert übereinander.

Als dann eine der Töchter verschwindet, stehen alle Familien vor einen Trümmerberg ihrer Vergangenheit.

Malin Stehn schreibt flüssig, klar und gut verständlich. Das Drama erzählt sie aus der Sicht (fast) aller erwachsener Partyteilnehmer. Dabei zeigen sich immer mehr die Abgründe und Gräben, die sich innerhalb der Freundschaften aufgebaut haben und auch die innerhalb der eigenen Familie. Besonders stehen hierbei Nina und ihr Mann Fredrik im Mittelpunkt.
Denn das etwas mit Fredrik nicht stimmt und er irgendwas in der Silvesternacht gesehen oder erlebt hat, wird schnell klar.
Wie er dann aber seine eigene Tochter, die beste Freundin des verschwundenen Mädchen, ins Messer laufen lässt und zusieht wie diese leidet, erschien mir doch sehr inszeniert.

Überrascht war ich über das Ende, welches sich anders entwickelt, als die Fährten vermuten lässt, aber in sich stimmig ist und einfach wieder zeigt, das die Freunde schon lange keine Freunde mehr sind.

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Inhalt:
Eine Sylvesterparty unter alten Bekannten und am Ende ist nichts mehr so, wie es einmal war ...


Meinung:
Malin Stehn beschäftigt sich viel mit der Zwischenmenschlichkeit. Fast jeder Charakter bekommt sein eigenes Kapitel und so kann direkt in die Gedanken der Protagonisten geschaut werden. Schnell wird klar, dass sich die Freunde aus den Augen verloren haben und sie nur noch zusammen feiern, weil es eine Gewohnheit ist und weil sie sich schon über Jahrzehnte kennen. Es ist wie aus dem Leben, nicht jeder Kontakt wird abgebrochen - auch wenn man kaum noch Gemeinsamkeiten hat, der Kontakt wird einfach nur reduziert. Wobei man sich schon fragen muss, ob einem auch der wenige Kontakt nicht schon zu viel ist. Aber genau dies wird in den ersten Kapiteln schon deutlich. Dennoch ist die, nach außen scheinende, Fassade so stark abweichend von den Gedanken, dass sich die Frage auftut, warum man sich den Kontakt überhaupt noch gibt. Neid, Missgunst und Abneigung haben auch in einer Bekanntschaft nichts zu suchen!


Der Einstieg ins Buch ist leicht, die Charaktere stellen sich selbst (Eigenwahrnehmung) und durch die anderen (Fremdwahrnehmung) vor und die Abweichungen sind schon heftig. Allerdings fehlt es dennoch an Tiefe der Charaktere, denn eine subjektive Eigenmeinung kommt so nicht wirklich zustande, dafür fehlt es den Personen an Tiefe. Gerade Fredrick wirkt nicht authentisch und seine Verzweiflung wirkt künstlich. Immer wieder in seinen Teilen von seinen Gedanken zu lesen ist anstrengend. Das Ende kommt mir dann zu schnell und zu einfach, hier hätte ich ebenfalls mehr Tiefe erwartet.


Cover:
Das Cover ist wundervoll! Auch, weil das Bild im Buch eine Rolle spielt. Ansonsten passen die Farben sehr gut zusammen.


Fazit:
Ein Thriller, der die menschliche Psyche analysiert und auch das Zwischenmenschliche im Fokus hat. Mir hat die Geschichte gut gefallen, nur Fredrick und das Ende hätte ich gerne etwas differenzierter erlebt. Daher nur 4 Sterne und eine Leseempfehlung geht an Fans von Krimis, Thrillern, Hobbypsychologen sowie an Leser:innen, welche gerne Geschichten von nordischen Autoren lesen.

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HAPPY NEW YEAR wird aus der Sicht von vier Personen beschrieben ... und am Anfang ist alles Friede, Freude, Eierkuchen und es dauert lange, bis sich das Drama zeigt. Aber langweilig wird es nicht, auch wenn es tatsächlich eher unspannend ist und sich nicht von bekannten Silvesterfeiern unterscheidet. Eine Gruppe von Leuten trifft sich, man isst, man redet, man langweilt sich ... oder sorgt sich um die Kinder ...
Und dann beginnt es langsam spannend zu werden. Ein Kind verschwindet ... und nach und nach stellt man fest, dass da mehr dahinter steckt (natürlich). Durch die verschiedenen Sichtweisen der Protagonisten bekommt der Leser Einblicke in deren Gedanken, Ängste und Befürchtungen. Es gibt das was man erwarten darf: Falsche Fährten en masse, Überraschungen en masse ... und es bleibt interessant obwohl ich im Nachblick zugeben muss, dass durch den ständigen Perspektivenwechsel die Spannung auf der Strecke bleibt. Aber das merkt man erst wenn man am Ende des Buchs angelangt ist, denn man wird durchaus gut unterhalten. Der Schreibstil ist spannend und durch den oft cliffhangerartigen Abbruch der einzelnen Kapitel will man wissen wie es weiter geht. Bereits durch zahlreiche andere Thriller kontaminiert (oft wiederholen sich die Plots, so dass es am Autor oder der Autorin liegt aus altbekannten Geschichten etwas Neues zu zaubern) bekommt man schnell ein Gefühl dafür, wer der Täter ist und wer nicht (aber meistens kommt es dann doch anders und ich habe lange nicht gewusst wer für das Verschwinden des Mädchens verantwortlich ist).
HAPPY NEW YEAR ist vielleicht für einen Thriller nicht spannend genug, die Nerven bleiben also unangetastet, aber ... gut geschrieben, auf gewisse Weise kurzweilig und unterhaltsam.

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Die Geschichte fängt harmlos an, 2 Jugendliche geben eine Silvesterparty ohne elterliche Aufsicht, das eine Mädchen kommt am nächsten Tag nicht nach Hause.
Für mich alles Mutter eine schlimme Ausgangslage und auch für die Familie Wicksel ist es unvorstellbar das ihrer Tochter Jennifer etwas zugestossen sein sollte.
Im laufe der Geschichte wird vieles aufgedeckt und ans Licht gebracht wo niemand damit gerechnet hätte.
Der Roman nimmt gut fahrt auf und ist mit ein paar schwächen recht spannend.
Von mir gibt es deshalb 3 1/2 Sterne

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Ins neue Jahr mit einem Albtraum

Befreundete schwedische Familien treffen sich zur gemeinsamen Silvesterfeier, zwei fast volljährige Töchter feiern getrennt mit Freunden. Am nächsten Morgen ist eines der Mädchen verschwunden. In allen beteiligten Familien fahren die Gedanken Karussell und geben tiefe Einblicke in das Seelenheil der einzelnen Protagonisten. Die Kapitel werden jeweils aus Sicht eines von drei Protagonisten erzählt. Peu à peu werden Lügen, verschwiegene Erlebnisse und verborgene Wahrheiten aufgedeckt.

Das Buch wechselt zwischen voraussehbaren und dann auch wieder überraschenden Wendungen. Der Spannungsbogen ist konsequent aufgebaut. Die Themen Freundschaft in unterschiedlichen Phasen, Familienverhältnisse und Geheimniskrämerei stehen im Mittelpunkt, die Polizeiermittlungen werden nur am Rande erwähnt. Leider gibt es zwischenzeitlich Längen in der Entwicklung der Geschichte, was dazu führt, dass die Spannung nachlässt. Dennoch handelt es sich um einen psychologischen Skandinavienkrimi, den ich lesenswert finde; wenn auch vielleicht eher als Familiendrama denn als Krimi. Wobei das Ende durchaus spannend gestaltet ist.

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Es ist Silvester, und fast alles wie immer bei den befreundeten Ehepaaren Lollo und Max, Frederik und Nina. Wie jedes Jahr verbringen sie die letzte Nacht des Jahres zusammen, auch wenn sie sich im Grunde auseinandergelebt haben und nicht mehr viel zu sagen haben. Doch insbesondere die jahrzehntelange Freundschaft der Frauen, Lollo, Nina und Malena scheint der Kitt zu sein, der zumindest zweimal im Jahr das Grüppchen zusammenhält, Silvester eben und Mittsommernacht. Das ist der Ausgangspunkt von Malin Stehns Psychothriller "Happy New Year"

Diesmal allerdings verlässt Nina ihr Zuhause mit gemischten Gefühlen, denn die großem Töchter feiern dort erstmal alleine eine Party, und Nina traut Lollos Tochter Jennifer nicht so recht über den Weg, die schon immer das Risiko liebte und das eigene Kind, wie sie fand, auf falsche Gedanken brachte.

Die Silvesterparty im Haus des wohlhabenden Immobilienmaklers Max und seiner statusbewussten Frau Lollo ist für Fredrik nur mit viel Alkohol zu ertragen, das Protzgehabe der beiden geht dem Lehrer jedes Mal auf die Nerven. Der Neujahrstag beginnt nicht nur mit einem Kater, sondern auch mit vielen Fragezeichen: Denn Jennifer hatte die Party, die ziemlich schnell aus dem Ruder gelaufen ist, vor Mitternacht verlassen, um nach Hause zu fahren, ganz untypisch früh. Doch dort ist die 17-jährige nicht angekommen. Eine SMS kurz vor Mitternacht mit Neujahrsgrüßen ist das letzte Lebenszeichen.

Ein vermisstes Kind, das ist der Alptraum für jede Familie. Bei aller Oberflächlichkeit bilden Max und Lollo da keine Ausnahme. Mit jedem Tag der Ungewissheit steigt die Spannung. In ihrem Versuch, mehr über Jennifers Kontakte herauszufinden, muss Lollo feststellen, dass sie ihre Tochter eigentlich gar nicht richtig kennt und Jennifer einige dunkle Geheimnisse hatte. Doch damit ist sie offenbar nicht die einzige.

Malin Stehn schafft es, immer wieder Verdachtsmomente gegen ihre Protagonisten zu legen und Andeutungen zu machen, die gewissen Schlüsse nahelegen und dann doch widerlegt werden. Ihre Finten sorgen für die Leser immer wieder für Überraschungsmomente und einem immer wieder neuen Blick auf das Geschehen während die scheinbar heile Welt ebenso zerfasert wie die alte Freundschaft. Die Lösung des Rätsels ist überraschend, doch bis dahin werden Persönlickeiten seziert und Grenzsituationen ausgekostet. "Happy New Year" ist nichts besinnlich-hyggeliges zur Weihnachtszeit, sondern Spannung in dunkler Jahreszeit. Dabei lässt sich die Autorin manchmal vielleicht etwas viel Zeit, zur Sache zu kommen. Aber letztlich schade dass der Spannung nicht.

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3 befreundete Paare feiern seit vielen Jahren gemeinsam Silvester. Als Jennifer am Neujahrsmorgen nicht nach Hause zurück kehrt, beginnt die Polizei zu ermitteln. Was ist in der Nacht geschehen? Hier kann man keinem trauen!

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Happy New Year ist ein äußerst spannender Thriller, den ich innerhalb von einigen Tagen durch gelesen habe. Es gibt vielschichtige Handlungsstränge und Perspektiven, durch die Stück für Stück mehr von der Handlung klar wird. Dennoch hat kam der Twist am Ende für mich überraschend. Es war auch ganz passend, das Buch im Dezember zu lesen, da das Thema Neujahr als Neustart immer mal wieder diskutiert wird. Wie bei einem Thriller üblich werden teils recht heftige Themen behandelt, also würde ich empfehlen bei Bedarf auf die Content Warnungen zu schauen (z.B. auf The Storygraph). Insgesamt finde ich das Buch sehr empfehlenswert.

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Hallo Ihr Lieben
Happy new Year🎆 von Malin Stehn

🌟🌟🌟🌟/5

Was ein Alptraum!
In der Silvesternacht feiern die Teenager ohne ihre Eltern eine Party, während die Erwachsenen ebenfalls feucht fröhlich ihre Silvesternacht genießen.
Das böse Erwachen am Neujahrstag, als Jennifer nicht wie geplant nach Hause kommt...

Dieser Roman beinhaltet soviel menschliche Dramen dass es schwer war das Buch aus der Hand zu legen.

Die Story ist komplex und alle Personen um Jennifers verschwinden werden am Ende genial vereint.

Wir lernen die Eltern, die Freunde der Eltern und die Klassenkameraden von Jennifer besser kennen. Die auch aus unterschiedlichen Perspektiven der Protagonisten erzählt wurden. Dies hat das ganze so viel authentischer gemacht. Ich habe mitgefühlt, mitgelitten und wurde von der Autorin immer wieder überrascht.

Das Ende hat mir sehr gut gefallen, überraschend, dramatisch in Szene gesetzt. Etwas womit ich so nicht gerechnet hätte😲

Feiert schön an Silvester und ich hoffe ihr erlebt nicht solch einen Alptraum wie in diesem Buch🤯

Ein Pageturner der für all jene was ist, die menschliche Dramen genauso anspricht wie mich.

Vielen Dank @netgalleyde und den @sfischerverlage für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar

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Malin Stehn: HAPPY NEW YEAR 🎆 🇸🇪

Silvester in Schweden. Die 17-jährige Jennifer feiert mit ihren Freund:innen und verlässt die Party während ihre Mutter Lollo den Jahreswechsel mit ihren Freundinnen Nina und Malena feuchtfröhlich verbringt.

Am Neujahrstag erwartet die Familien jedoch kein schöner neuer Start ins Neue Jahr, sondern ein Albtraum, denn Jennifer wird vermisst.
Was ist mit ihr geschehen? Gab es einen Unfall, ist sie abgehauen oder haben wir es mit einem Mord zu tun?

Wer diesen schwedischen Roman zu lesen beginnt wird kaum aufhören können. Die Autorin erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven und spinnt ein Netz voll von Geheimnissen. Nach und nach glauben wir eine Vermutung zu haben was mit Jennifer passiert ist.
Was tatsächlich geschehen ist geht aber viel tiefer als erwartet.

Ich habe den Roman sehr gerne gelesen. Es ist ein flüssig zu lesendes Buch. Die unterschiedlichen Perspektiven, die Charaktere, das Setting und die Entwicklung der Handlung haben mir richtig gut gefallen. Die Autorin weiß es Wendungen geschickt einzuflechten.

Wir bekommen keinen rasanten Thriller, sondern einen ruhigen Roman, der von Geheimnissen und einer Portion Drama lebt.

Mich haben das Schicksal der Charaktere und die Auflösung sehr berührt und ich kann „Happy New Year“ nur empfehlen 🫶🏻.

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Happy New Year! Für die beiden seit Jahren befreundeten Familien trifft das dieses Jahr (2018/19) nicht zu. Eine der beiden Töchter verschwindet in der Sylvesternacht....
Das Buch wird kapitelweise jeweils aus der Sicht eines der Protagonisten erzählt. Dadurch entwickelt es sehr schnell einen Sog und das Tempo ist hoch. Die Story bleibt bis zum Schluss sehr spannend.

Ganz klar - must read! Ein klasse neuer Schwedenkrimi.

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Ein Buch der ganz besonderen Art. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Man mag den Roman gar nicht aus der Hand legen weil man wissen will wie es ausgeht. Absolut empfehlenswert.

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Wenn die Fassaden bröckeln – fesselnder Pageturner

Silvester 2018 irgendwo in Schweden. Nina macht sich mit den Söhnen und Ehemann Fredrik auf zu einer Party bei ihrer Freundin Lollo, während Tochter Smilla im elterlichen Haus bleibt, um dort mit einigen Freunden, darunter auch Lollos Tochter Jennifer, zu feiern. Die Erwachsenen trinken einige über den Durst, während Jennifer wohl schon vor Mitternacht die Teenie-Party verlassen hat. Doch sie kommt nicht zu Hause an, sondern verschwindet spurlos. Jeder fühlt sich irgendwie schuldig, hat man sich doch vermeintlich zu wenig um Jennifer gekümmert, oder sich mit ihr gestritten oder ist sonst wie in einer schwierigen Situation mit ihr, die ja auch kein ganz pflegeleichter Mensch ist. Doch was ist wirklich passiert? Wo ist Jennifer? Wurde sie entführt? Hat sie Selbstmord begangen oder wurde ermordet? Die Polizei ermittelt und nach und nach kommen Geheimnisse ans Licht, die alle Beteiligten betreffen.

Alter Falter! Was für ein genial aufgebautes Buch! Erzählt wird wechselweise aus der Ich-Perspektive von drei Charakteren: Fredrik (Vater von Smilla), Nina (Mutter von Smilla) und Lollo (Mutter von Jennifer). Dabei erfährt man zunächst immer ein bisschen mehr über die Verhältnisse zueinander, die Jugendfreundschaft der Frauen, die sich auch nach dem Gründen der eigenen Familien fortgesetzt hat, aber eigentlich nur noch aus Pflichtgefühl gepflegt wird, die Verbindungen der Ehemänner zueinander, die sich eigentlich gar nicht leiden können und alle Erwachsenen machen sich selbst und ihrer Umwelt eigentlich ständig was vor. Bis nun, nach dem Verschwinden von Jennifer, so nach und nach die Fassaden bröckeln. Bis es soweit ist, werde ich von Kapitel zu Kapitel neugieriger gemacht, auf die Folter gespannt, auf die falsche Fährte gelockt, im Dunkeln gelassen und dann wieder erhellt, nur um dann am Ende völlig baff dazustehen. Die Erzählweise ist ein genialer Schachzug, gibt sie mir doch das Gefühl, die Situation aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet zu haben. Zwischendurch machen wir ganz kleine Ausflüge in die Vergangenheit und landen im Jahr 2007, 2013 oder auch nur ein paar Monate vor dem Ereignis. Genau das führt dazu, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen kann und völlig davon gefesselt bin. Die Gefühle der Figuren sind deutlich und eindrücklich geschrieben, ihre Handlungen ebenfalls. Und so ist es ein Leichtes, sich völlig in dem Buch zu verlieren. Klasse Schreibstil, klasse Aufbau, klasse Handlung. Ich bin hin und weg und daher natürlich 5 Sterne!

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Zerbrechliche Freundschaften
Wie seit der Schulzeit üblich, so feiern auch 2018 drei befreundete Paare Silvester zusammen. Sie haben nicht mehr viele Gemeinsamkeiten, doch diese Feier ist Tradition. Lollo und Max sind dieses Jahr als Gastgeber an der Reihe, während im Haus von Nina und Fredrik die17jährigen Töchter der beiden Paare ihre erste Party schmeißen dürfen. Es wird viel getrunken, erste kleine Streitereien unter den Paaren entstehen – und als dann am nächsten Tag festgestellt wird, dass Jennifer, die Tochter von Lollo und Max, spurlos verschwunden ist, bricht Panik aus - die Freundschaften nehmen eine gefährliche Wendung …
Malin Stehn wurde 1969 in Boden (Nordschweden) geboren. In ihrem Heimatland ist sie eine bekannte Autorin, die bisher nur Kinder- und Jugendbücher geschrieben hat. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Malmö. Ihr erstes Buch für Erwachsene ist „Happy New Year“, das im Dezember 2022 im S. Fischer Verlag erschienen ist.
Wie die Autorin selbst ausführt, handelt es sich bei dem Buch um einen psychologischen Thriller. Dadurch, dass den beteiligten Personen wechselseitig je ein Kapitel gewidmet ist, erhält man als Leser einen intensiven Einblick in deren Gefühlsleben und Gedankenwelt. Ihre Reaktionen und Handlungen sind verständlich und durchaus nachvollziehbar, zumal kurze Rückblicke und Erinnerungen an vergangene Erlebnisse diese verdeutlichen. Schon früh wird klar, dass die Familienverhältnisse nicht so ideal sind, wie es anfangs den Anschein hat und sich über die Jahre viel Frust angesammelt hat.
Es sind nur wenige Tage im Leben der Beteiligten, dennoch treten die Charakterzüge der einzelnen deutlich hervor. Schon früh glaubt man zu wissen, was sich in der Silvesternacht abgespielt hat. Es herrscht durchgehend eine beklemmende Stimmung, da man als Leser unbedingt wissen will, wo Jennifer abgeblieben ist, was mit ihr geschehen ist und wann sie wieder auftaucht. Der Schluss bringt eine Wendung, die sehr überraschend kommt und die ich so nicht erwartet hätte.
Fazit: Ein gut geschriebener psychologischer Thriller, den ich gerne weiter empfehle.

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Zwei Silvesterpartys und zwei Familien. Während die befreundeten Eltern zusammen feiern, kommt eine siebzehnjährige Tochter nicht nach Hause. Der Alptraum beginnt.

Dieser Thriller hat mich allein schon wegen des Covers gereizt, das sieht schon super aus und hat auch eine Verbindung zum Inhalt.

Kaum angefangen, legt die Autorin Fährten und je weiter das Buch fortschreitet, werden immer mehr Familiengeheimnisse aufgedeckt. Die Frauen kennen sich schon seit der Schulzeit, aber es wird immer mehr offenbart, dass sie sich eigentlich nichts mehr zu sagen haben. Es scheinen perfekte Vorzeigefamilien zu sein, doch hinter den Türen lauern Abgründe.

Es ist eine rätselhafte Spurensuche nach der Tochter und nach der Wahrheit und ich bin sofort mittendrin. Die Beziehungen und Freundschaften werden nach und nach neu sortiert. Überraschende Twists und Dramen vermitteln Spannung pur, die Charaktere waren sehr glaubhaft dargestellt.

Es wird chronologisch ab der Silvesterfeier erzählt, zwischendurch werden Rückblenden eingestreut, die die Beziehungen untereinander näher beleuchten. So war die Auflösung keinesfalls vorhersehbar, die Spannung wurde die ganze Zeit konstant gehalten. Auch die wechselnden Sichtweisen trugen wesentlich dazu bei.

Es ist ein Buch, das mich nicht mehr losgelassen hat.

Absolute Leseempfehlung für kalte Winterabende und 5 ⭐️

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Ich habe jede Seite des Buches genossen. Es war von Anfang bis zum Ende spannend und die Figuren waren sehr gut herausgearbeitet. Der Schreibstil war angenehm zu lesen und nie seicht. Sehr empfehlenswert und vielen Dank!

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Zwei befreundete Ehepaare sowie weitere Paare feiern gemeinsam die alljährliche Silvesterparty. Am nächsten Tag wird die 17-jährige Tochter von Max und Lollo vermisst und wahrer Alptraum beginnt.

Langsam baut sich hier eine Geschichte auf, in der die verschiedenen Charakteren Reaktionen zeigen, die teilweise sehr skurril, abstrus und unmöglich sind. Klar ist, dass eine Mutter, deren Kind vermisst wird, sicherlich einem Stress ausgesetzt ist, der sich niemand vorstellen kann. Auch die weiteren involvierten Personen fühlen sich im Ausnahmezustand. Das Ganze ist ziemlich in die Länge gezogen und ermüdend. Erst in den letzten Kapiteln baut sich wieder eine Spannung auf, doch das Ende ist dann ziemlich abrupt. Mir ist es vorgekommen, als wäre es der Autorin in den Sinn gekommen, dass genug gelitten wurde. Die einzelnen Protagonisten sind mir leider immer unsympathischer geworden, vor allem Fredrik mit seinem ganzen Verhalten und Leiden.

Das Cover ist wunderschön gestaltet. Es widerspiegelt jedoch nicht den Inhalt des Buches.

Ein gut geschriebenes Familien Drama, mit Längen, die mit der Zeit nerven. Gut fand ich, dass die Kapitel immer mit einem Namen beginnen, so dass mehr oder weniger klar war, von wem jetzt die Rede war.

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„17-jähriges Mädchen nach Silvesterparty vermisst.“ Wenn ich dieses Krimi-Debüt im Nachhinein betrachte, dann ist die Handlung recht unspektakulär. Durch den schnellen Wechsel der Erzählperspektiven hat die Autorin Malin Stehn es jedoch geschafft, zumindest zu Beginn ordentlich Spannung in ihr Buch zu packen.

Im Mittelpunkt der Ereignisse stehen zwei Familien, wobei die Perspektive zwischen einem der Ehepaare und der Dame des anderen Hauses wechselt. Warum hier nicht auch der Ehepartner zu Wort kommt, weiß ich nicht so recht. Wenn zu Beginn des Buchs die Figuren relativ fließend den roten Faden einander übergeben, dann ist es sehr spannend. Allerdings verliert dieser Effekt im weiteren Verlauf der Handlung seine Wirkung.

Ebenfalls als Bremse fungieren die etwas zu ausführlich ausgeführten Eheprobleme und Probleme mit den Kindern. Während es ganz gut gewählt ist, dass lange nicht klar war, was mit dem 17-jährigen Mädchen passierte und was in der Nacht tatsächlich geschah, so wurde es nach und nach langweiliger, je weiter die Geschichte fortschreitet. Am Ende bekommt die Autorin zwar noch so gerade die Kurve und die Spannung nahm wieder deutlich zu, aber der Mittelteil war ein wenig zu öde.

Fazit

Sehr viel mehr gibt es zu diesem Krimi nicht zu sagen, weil er einfach auch nicht mehr hergibt. Wer diese Art von Erzählstil mag, wenn die Handlungen in kurzen Häppchen vorangetrieben wird, der ist hier genau richtig. Allerdings sollte man nicht zu viel von der Geschichte erwarten. Dann erhält der Leser einen spannenden Krimi mit deutlichen Schwächen im Mittelteil.

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Es sollte eine fröhliche Silvesterparty mit alten Freunden werden. Malena, Nina und Lollo sind seit der Schulzeit befreundet, auch wenn sie sich inzwischen nicht mehr viel zu sagen haben. Doch die gemeinsame Silvesterparty hat seit Jahren Tradition.

So ganz haut das diesmal allerdings nicht hin. Es fließt reichlich Alkohol, und der Gastgeber vergreift sich im Ton gegenüber Malenas neuem Freund.

Auch Ninas Mann Fredrik hat keine rechte Lust aufs Feiern. Als dann noch Jennifer, die siebzehnjährige Tochter der Gastgeber aus der Nähe anruft und mit ihm reden will, ist seine Stimmung ganz im Keller. Am nächsten Tag ist Jennifer verschwunden, und Fredrick verstrickt sich immer tiefer in Lügen.

Der Leser tappt ziemlich im Dunkeln, was an dem Abend passiert ist. Die Geschehnisse werden abwechselnd aus der Sicht der Pärchen erzählt. Anhand der Datumsangabe in jedem Kapitel kann man direkt erkennen, wann es sich um einen Rückblick handelt. Nach und nach kommen Dinge ans Tageslicht, die niemand vermutet hätte.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Wenn ein Kind verschwindet, ist das für die Eltern eine unvorstellbare Belastung. Die Autorin hat das sehr gekonnt und authentisch rübergebracht.

Bei ` Happy New Year – Zwei Familien, ein Albtraum` handelt sich um keinen Krimi, sondern eher um einen Roman. Es geht mehr um die Probleme der Familien, als um die Suche nach Jennifer. Trotzdem fand ich die Geschichte sehr spannend.

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„Happy New Year“ ist ein spannendes Buch zum
Jahresende 🥂. Angenehm ist, dass die Autorin nicht versucht auf eine falsche Fährte zu locken. Trotzdem bleibt der Leser dran um das Ende, in vielleicht die Win oder andere Überraschung, zu erfahren. Ein paar Seiten lang zieht sich die Handlung.

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Mit dem Jahr stirbt nicht nur die Freundschaft

Zum Inhalt:
Die drei Freundinnen Nina, Lollo und Malena kennen sich schon seit Ewigkeiten und wenigstens zu Silvester und Mittsommar wird noch gemeinsam gefeiert. Dieses Jahr findet zeitgleich eine Fete bei Ninas Tochter statt, auf der auch Lollos Tochter Jennifer eingeladen ist. Zwischen den Mädchen kommt es zum Streit und Jennifer verlässt die Party Richtung Heimat. Doch dort taucht sie nicht auf. Nie mehr.

Mein Eindruck:
Malin Stehn lässt das Grauen durch die Augen vieler Personen sichtbar werden. Dabei sind diese selber nicht sicher, ob sie sich oder ihrem Umfeld trauen können und verraten in den einzelnen Abschnitten nur rudimentäre Einzelteile zu der Tat. Stehn thematisiert nicht nur die Probleme, die schon seit ewigen Zeiten zwischen Eltern und Nachwuchs während der Pubertät auftauchen; die Autorin webt neuere Herausforderungen wie den Umgang mit der Migration und die Gefahren der allgegenwärtigen Social Media dazu. Es gefällt, wie sie für jede Figur nicht nur den richtigen Tonfall trifft, sondern die Ängste der einen im nächsten Abschnitt mit dem Ärger der anderen kontrastiert. Durch die kurzen Kapitel, die sich immer mit der Sicht einer der Hauptpersonen des Dramas beschäftigen, liest man gerne immer weiter, bis das Ende für gewiefte Kenner der Materie zwar nicht überraschend kommt, an einigen Nebenkriegsschauplätzen jedoch noch inhaltstechnische Leckerli zu bieten hat. Die allerletzten Sätze hätte es jedoch nicht unbedingt gebraucht.

Mein Fazit:
Packt Eltern bei ihren Urängsten

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Alte Freunde?

Seit Jahren feiern die Familien zusammen Silvester. Doch eigentlich hat sich die früheren Jugendfreundschaft inzwischen in Gleichgültigkeit oder sogar Rivalität verwandelt. Dennoch wird an alten Traditionen festgehalten. Doch dieses Mal gibt es ein böses Erwachen!
Während die alten Freundinnen Lollo, Nina und Malena mit ihren Partnern wie seit Jahren üblich zusammen Silvester feiern, planen ihre Töchter eine eigene Party bei Nina zuhause. Doch diese läuft ziemlich aus dem Ruder, die 17-jährige Jennifer verlässt vorzeitig die Party und verschwindet dann spurlos. Ist sie nur bei einer Freundin untergetaucht, oder ist ihr etwas Schlimmes zugestoßen, hat sie sich womöglich umgebracht? Offenbar traut jeder der schwierigen Jennifer alles Mögliche zu.
Für die Eltern von Jennifer beginnt ein Albtraum, doch auch für die anderen Familien bedeutet dies, dass alte Geschichten und dunkle Geheimnisse ans Licht kommen. Denn offenbar gab es zwischen den Familien mehr als nur freundschaftliche Beziehungen. Abgründe tun sich auf!
Die Geschichte wird aus der Sicht verschiedener Beteiligter erzählt, von denen jeder so einiges zu verbergen hat. Doch immer wieder wird man aufs Glatteis geführt. Dadurch bleibt die Geschichte durchgehend spannend und es gibt immer wieder neue, überraschende Wendungen, bis hin zum Schluss!

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Super spannender Thriller. Psychologisch gut aufgebaut, Auflösung erst am Schluss des Buches.
Habe mir sehr gut gefallen.

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Der Schreibstil ist flüssig und liest sich angenehm. Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Dadurch erhält man die Einblicke aus dem jeweiligen Blickwinkel und so ergibt sich nach und nach ein Bild. Ein paar Rückblenden runden das Gesamtbild ab. Lollo und Max sind eine Vorzeigefamilie in der alles perfekt scheint. An Silvester bzw. Neujahr verschwindet ihre 17 jährige Tochter und die Fassade beginnt zu bröckeln. Wie sich raus stellt war das Familienleben nicht so wie es schien. Lollo muss sich eingestehen, dass sie ihre Tochter kaum kannte. Max lüftet noch ein riesiges Geheimnis, was die Geschichte nochmal in ein anderes Licht bringt. Nina und Fredrik sind momentan nicht glücklich miteinander und wollen das neue Jahr nutzen um neu zu starten. Dieser Start wird durch Jennifers verschwinden getrübt und Fredrik zieht sich immer mehr zurück. Smilla, die Tochter von Fredrik und Nina ist völlig durch den Wind, da sie Jennifer von Geburt an kennt und sie fast wie Schwestern waren. Es hat sich wirklich spannend gelesen und es hat Spaß gemacht die einzelnen Geheimnisse aufzudecken. Klare Leseempfehlung.

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Sehr, sehr gut! Spannend bis zum Ende!
Jedes Kapitel gibt einer der Hauptfiguren ihre Stimme, was den Leser dazu bringt, in die Gedanken der Figuren und macht die Handlung noch spannender! Der Autor spielt meisterhaft mit dem Schuldgefühl ... Der Schluss ist definitiv befriedigend und verstärkt vieles von dem, was ich während der gesamten Handlung gefühlt habe. Sehr empfehlenswert!
Ich habe eine digitale Kopie dieses Buchs von NetGalley bekommen und ich habe freiwillig eine ehrliche Rezension geschrieben.

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Happy New Year, ein Thriller von Malin Stehn, den ich an 3 Abenden und Nächten durchgelesen habe und absolut empfehlen kann für alle Thrillerfans.
Worum geht es: wir sind auf einem Silvesterabend in Malmö und lernen 2 Familien kennen, Lollo und Max und Nina und Fredrik. Die Teenager Jennifer und Smilla feiern ihre eigene Party. Und da passiert es: ein Mädchen verschwindet. Der absolute Alptraum. Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, was es unglaublich spannend macht. Wir tauchen ein in die Welt der jeweiligen Protagonisten und folgen ihren Gedanken, was das Buch unglaublich spannend macht.
Am Ende ist es ganz anders wie gedacht. Ich habe fast vergessen zu atmen, so spannend war’s.

Danke an Netgalley und den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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- Katharina Seck "Die Dunkeldorn-Chroniken - Ranken aus Asche" (Band 2)
- Angela Lautenschläger "Kalter Neid" (Band 1)
- Lilac Mills "Jingle Bells Kiss"




Eigentlich lese ich nicht saisonal, weil ich diese Einteilung für mich irgendwie nicht so wichtig finde. Allerdings durfte ich das Buch “Happy New Year” lesen und es passte jetzt doch irgendwie zur Zeit. Das neue Jahr startet bald und die einen oder anderen von uns werden sicherlich eine Silvester-Party besuchen.
Silvester und Thriller ist eine mega Kombination, wobei man schon direkt weiß, was passiert. Entweder verschwindet wer oder es wird eine Leiche gefunden. Ich kann mir aktuell wenig andere Szenen ausdenken, die sonst passen würden. Dennoch habe ich mir das Buch vorgenommen, denn ich hatte so gehofft, dass es mich überrascht. Und das hat es tatsächlich. Denn mit der Wendung habe ich absolut gar nicht gerechnet. Aber mehr verrate ich hier auch nicht, um nicht zu spoilern.

Geschrieben ist das Buch in verschiedenen Sichten. Meistens aus der Sicht von den Charakteren Nina, Frederik und Lollo. Es wechselt mit den Kapiteln. Und das absolut logisch und nicht verwirrend. Die Autorin schafft es perfekt eine fließende Geschichte zu erzählen und das aus verschiedenen Sichten. Was ich auch interessant finde, ist dass sie sehr ruhig schreibt. Auch wenn viel passiert und viele Emotionen im Spiel sind, bleibt sie irgendwie immer ruhig in ihrer Erzählweise. Auch wenn es ein Thriller ist und man immer wieder Spannungsspitzen erhofft, bleiben die hier komplett aus. Es passiert nichts, was man in einem 0815-Thriller erwartet. Ich mag diese Art von Thriller wirklich sehr gerne.

Das Ende hat mich, wie gesagt, sehr überrascht und ich habe überhaupt nicht mit dieser Wendung gerechnet. Richtig gut gemacht. Allerdings hätte ich mir hier ein wenig mehr Hintergrundinfos gewünscht. Warum und wieso. Einerseits ist das Ende logisch, wirft bei mir aber noch ein paar Fragen auf. Diese Fragen haben nichts mit der Hauptgeschichte zu tun, würden mich aber dennoch brennend interessieren. Vielleicht wäre das ein guter Ansatz für ein weiteres Buch?

Von mir dennoch eine Leseempfehlung für Thriller-Fans.

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Ich habe dieses Buch innerhalb kurzer Zeit gelesen, was an sich schon ein Zeichen ist, dass es mir durchaus gefallen hat. Positiv fand ich vor allem die Schreibweise der Autorin, welche sich immer auf des wesentliche konzentriert und keine unnötigen Informationen zur Streckung des Buches nutzt. Trotzdem schafft Malin Stehn es Atmosphäre zu erzeugen, in dem Sie ansprechende Bilder erschafft und geschickt zu integrieren weiß. Darüber hinaus wirken die Charaktere in ihrem Handeln logisch und besitzen eine gewisse Authentizität. Mir persönlich haben auch die Gegenwartssprache und die kurzgehaltenen Kapitel, welche immer nur eine Perspektive beschreiben, gefallen.

Fazit: Ein Buch mit einer gewissen Frische und Eleganz, das mir Lust macht weitere Bücher der Autorin zu lesen

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Inhalt:

»Kommt einem so nahe, dass man sich nicht wehren kann.« Mattias Edvardsson

Silvester. Du dachtest, alles wird wie immer. Alte Freunde, viel Sekt, ein bisschen Hoffnung. Doch dann folgt der absolute Albtraum: Eine der Töchter verschwindet. Die Panik steigt. Die Beziehungen eskalieren. Wer lügt hier und warum?

Dichter Nebel liegt über der Stadt: Die 17-jährige Jennifer verschwindet von einer Party. Am anderen Ende des Orts stößt ihre Mutter Lollo mit ihren alten Freundinnen Nina und Malena auf das neue Jahr an. Sie haben nicht mehr viel gemeinsam, aber die Silvesterfeier der Familien hat Tradition. Als die Eltern nach einem Abend mit zu viel Alkohol und zu wenig Ehrlichkeit aufwachen, ist der Albtraum Realität. Pure Panik folgt. Dunkle Geheimnisse kommen an die Oberfläche. Wie gut kennen wir unsere Freunde und unsere Liebsten? Und was ist wirklich in dieser Silvesternacht passiert?

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen.

Eine Geschichte, die mich überrascht und in die Abgründe von Familiengeheimnissen hineingezogen hat. Interessant und weitestgehend spannend.

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Das neue Jahr startet mit einem Alptraum: seit der Silvesternacht ist die junge Jennifer verschwunden. Was ist passiert? Wer hat etwas damit zu tun?

Die Geschichte wird aus der Perspektive von unterschiedlichen Personen erzählt. Das sorgt für Spannung und für tiefe Einblicke in die unterschiedlichen Charaktere. Zwischendurch gibt es Kapitel mit Rückblenden, die für neue Hinweise sorgen, was passiert sein könnte.

Ich fand die Geschichte sehr spannend. Lange Zeit hatte ich den Eindruck, dass relativ klar ist, was passiert ist, aber nach und nach kamen mir daran Zweifel und die Auflösung war überraschend.

Deutlich wird, dass alle Familien nach außen ein gutes Bild abgeben möchten. Sie lassen niemanden hinter die Fassade gucken. Obwohl die Frauen schon sehr lange befreundet sind, kennen sie sich eigentlich kaum noch und wissen nicht, was wirklich in dem Leben der anderen los ist. Silvester feiern sie eher aus Gewohnheit gemeinsam.

Durch das Verschwinden von Jennifer werden nach und nach Geheimnisse gelüftet und alle sind gezwungen, sich mit der Realität auseinanderzusetzen. Durch die Perspektivwechsel ist man als Leser bei allen Figuren sehr nah dran und kann ihre Empfindungen und Beweggründe nachvollziehen. Das ist der Autorin sehr gut gelungen.

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Silvesterparty

Wie in jedem Jahr feiern ein paar Familien gemeinsam den Jahreswechsel. Teilweise kennen sie sich schon seit der Schulzeit und in diesem Jahr sind Lollo und Max dran, die Fete auszurichten. Nina und Fredrik bringen ihre beiden jüngeren Kinder mit. Die Ältere, Smilla darf zum ersten Mal selbst feiern. Im Haus ihrer Eltern ist auch Jennifer dabei, die Tochter von Lollo. Während die Erwachsenen etwas überschwänglich feiern, verlässt Jennifer die Feier am anderen Ende der Stadt verfrüht und sie taucht nie zu Hause auf. Bemerkt wird ihr Verschwinden nicht sofort, schließlich wollte sie bei Smilla übernachten.

Was macht das Verschwinden einer jugendlichen Tochter mit den Eltern? Inwieweit sind auch die anderen Teilnehmer der Party betroffen, die Jennifer kannten? Dabei lief die Party doch gut, oder? Natürlich gab es auch kleine Sticheleien, aber doch nichts von Bedeutung. Max fegte ein arrogantes Gehabe an den Tag. Nina hat ein Glas zu viel Fredrik verhält sich distanziert und abweisend. Oder liegt es einfach daran, dass er nichts trinken darf, weil er vergessen hat ein Taxe vorzubestellen? Lollo ist ganz zufrieden und sie überlegt sich, wie sie die Party für ihren Internetauftritt nutzen kann. Werbung ist schließlich wichtig. Tja, und dann fehlt Jennifer.

Ein Thriller, der mit Überraschungen aufwartet. Man ist schon etwas angefasst, wenn man mitbekommen muss, wie das Verschwinden der 17jährigen Jennifer die Familienidylle zerstört. Man kann gut verstehen, dass sich alle Vorwürfe machen. Wer würde nicht denken, was hätte ich besser machen können oder hätte ich doch so und so reagiert, dann wäre das alles nicht geschehen. Auch wenn sich die Ereignisse eher nach und nach entwickeln, die wirklich überraschende Auflösung reißt einfach mit. Letztlich erweist sich Jennifers Verschwinden als Drama für die meisten Beteiligten, es kommen Sachen ans Licht, die keiner geahnt hat. Wie gut kennt man seine Kinder, seinen Ehepartner, seine Freunde? Die Antwort ist schwierig, aber sehr spannend. Verstärkt wird dies durch die verschiedenen Blickwinkel, aus denen die Geschichte beleuchtet wird.

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Ein Krimi der etwas anderen Art der mich mit jeder Seite immer mehr gefesselt hat. Der Familienalltag wird zum Alptraum. Jedes Kapitel wird aus der Sicht von einer Hauptfigur erzählt. Es gibt zudem einige Überraschungen mit denen man definitiv nicht rechnet.
Von mir eine Empfehlung ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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Perfektes Leben – Endstation Albtraum.

Bei diesem Buch hat mich der Titel angezogen, sowie auch die vielen positiven Berichte über die spannende Story aus Skandinavien. Und so nahm mich die Autorin mit auf eine dramatische, emotional herausfordernde Reise zweier Familien.

Während des Lesens, habe ich mich selbst immer wieder gefragt, wie hätte ich reagiert? Den verstörenden Plot einer vermissten Tochter habe ich so gefühlt, als wenn einer meiner Angehörigen verschwunden und nicht aufzufinden wäre. So kam ich nicht umhin, dieses Buch emotional fesselnd aber ebenso nachhaltig beunruhigend zu finden. Es ist nicht nur ein Thriller, es packte mich tiefgreifend und nach Abschluss des Buches musste ich es erstmal verarbeiten.

Erwartet hatte ich „Skandi – Vibes“ und eine spannungsreiche Geschichte, die spannende Erzählung habe ich bekommen – wirklich sehr fesselnd. Dennoch sollte ich erwähnen, dass mir ein wenig die „Skandi – Vibes“ gefehlt haben.

Malin Stehn schreibt flüssig, fesselnd mit einem besonderem Talent für Spannung. Die Covergestaltung gefällt mir sehr, sie vermittelt die Spannung und ist gestalterisch auf dem Punkt.

Wertung: 4,5*/5

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Aufdeckend. Tiefblickend. Verherrend.
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Leseerlebnis :
"Happy new year" wird abwechselnd aus den Perspektiven der Protagonisten Nina,
Frederik und Lollo erzählt. Die Perspektivwechsel finden immer zu Kapitelbeginn statt und sind auch deutlich gekennzeichnet.
Ich bin problemlos in die Geschichte hinein gekommen und fand sie auch immer wieder spannend. Man erhält ein gutes Bild von den drei Familien, um die sich die Geschichte dreht, auch wenn eine dabei eher im Hintergrund verbleibt. Die Dynamik im Buch gefiel mir unheimlich gut und ließ einen guten Lesefluss entstehen.
Mir ist bewusst, dass Autor:innen gerne falsche Fährten legen. Hier erschien es mir leider oft eher so als wäre der rote Faden zwischendurch ein wenig verloren gegangen. Nichtsdestotrotz hat es mir bis zum Ende gut gefallen. Dieses war mir persönlich dann viel zu abrupt bzw konnte es mich einfach in der Art nicht überzeugen.
Fazit:
Eine spannende Geschichte über die Abgründe dreier Familien und der Frage, wie gut man seine Freunde wirklich kennt.
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Bewertet mit 3,5 von 5 Sternen

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Anders als erwartet!

Erwartet habe ich etwas skandinavisch düsteres das Grenzen überschreitet und auch ein wenig schockiert. Bekommen habe ich etwas viel besseres, einen Pageturner den man nur schwer aus der Hand legen kann.

Das Buch handelt von 2 befreundeten Familien die gemeinsam Silvester feiern während die beiden 17 jährigen Töchter, eine Silvesterparty mit Freunden veranstalten. Es kommt zum Streit weshalb eine der beiden, Jennifer, die Party verlässt und spurlos verschwindet. Was ist mit ihr passiert?

Das Buch ist aus 3 Perspektiven geschrieben, was ich anfangs ungewohnt fand mir dann jedoch sehr gut gefallen hat. Im Laufe des Romans erhält man Einblicke in die Gefühlswelt der Mutter der verschwundenen Jennifer sowie des befreundeten Paares! Anders als bei vielen anderen Thrillern ist nicht der Ermittler/die Ermittlerin im Fokus sondern die sozialen Beziehungen der Protagonisten. Ich wurde sehr oft überrascht und konnte das Buch nur schwer zur Seite legen.

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Drei Familien, seit Jahren befreundet, feiern aktuell jährlich nur noch Mittsommer und Silvester. An diese Tradition halten sich aber alle eisern… Doch dieses Jahr am Silvester soll alles anders kommen. Ausgelassen wird gefeiert, bei den Erwachsenen wie auch bei den schon älteren Kindern. Danach ist nichts mehr wie zuvor. Die Tochter der Gastgeber, Jennifer, wird vermisst und erst scheint es als ob niemand Bescheid weiss… bis nach und nach einige unschöne Details ans Licht kommen…
Im ersten Teil des Buches ging es mir ein wenig zu lange, bis etwas Relevantes geschah. Zu detailreich die Beschreibungen, doch dann wurde mir klar warum. Langsam wird man in jede Person eingeführt und kann so den zweiten Teil, den spannenden und ereignisreichen Teil sehr gut miterleben und mitfühlen. Geschrieben wird abwechselnd aus Sicht der beteiligten Personen. So wird echt Spannung aufgebaut. Alles in allem also ein spannender Psychothriller, der es in sich hat.
Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar!

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Mein letztes Buch des Jahres 2022 und die erste Rezension 2023. Wie jedes Jahr feiern die Freundinnen Lollo, Nina und Malena Silvester gemeinsam mit ihren Familien. Auch wenn sie schon lange nicht mehr so viel miteinander zu tun haben, ist diese Tradition geblieben. Doch dieses Jahr ist es anders als sonst. Zum ersten Mal feiern Jennifer und Smilla, die halbwüchsigen Töchter von Lollo und Nina, eine eigene Party und bei den Erwachsenen ist die Stimmung gereizt. Am nächsten Morgen ist Jennifer verschwunden und während der fieberhaften Suche nach dem 17-jährigen Mädchen drohen Freundschaften und Ehen zu zerbrechen.

Jeder in diesem Buch hat seine kleinen oder großen Geheimnisse, die durch Jennifers Verschwinden aufzufliegen drohen. Und alle werden von Gewissensbissen gequält. Während sich manche der handelnden Personen in die Suche stürzen, tauchen andere in Depressionen ab. Das ist psychologisch sehr interessant. Überhaupt sind die Personen allesamt sehr authentisch und glaubhaft und man kann sich gut in sie hineinversetzen, vor allem, da abwechselnd aus den unterschiedlichen Perspektiven der Personen erzählt wird. Durch eingeschobenen Rückblicke werden sorgfältig gehütete Geheimnisse nach und nach enthüllt und mühsam aufgebaute Fassaden bröckeln langsam. So wird stetig Spannung aufgebaut. Auch wenn das Buch als Roman deklariert ist, für mich ist es eher ein guter Thriller.

Mein Fazit: ein echter Pageturner mit Tiefgang. Absolut lesenswert.

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Fremd

Malmö, Silvester 2018: Zwei seit vielen Jahren befreundete Familien feiern mit Nachbarn und Bekannten im Hause Wiksell, während die 17jährigen Töchter Jennifer und Smilla am anderen Ende der Stadt eine Party im Reihenhaus der Anderssons schmeißen. Der Sekt fließt und feuchtfröhliche Reden unter den Erwachsenen verstören so manchen Gast, gleichzeitig ereignet sich eine Tragödie – Jennifer kommt tags darauf nie zu Hause an. Geheimnisse und Lügen beherrschen die ersten Jännertage, selbst enge Familienmitglieder kennen einander viel weniger als sie denken.

Drei Hauptfiguren – Nina, Lollo und Fredrik – erzählen abwechselnd aus ihrer Sicht in der Ich-Form, genaue Angaben in den Kapitelüberschriften sorgen für eine gute Übersicht. Die Handlung entwickelt sich eher allmählich, bevor das Unglück seinen Lauf nimmt. Das Präsens als Erzählform hält die Szenen oft ein wenig auf Distanz, trotzdem gelingt es Malin Stehn, Spannung aufzubauen und Neugierde beim Leser zu wecken. Das Drama spielt sich unterschwellig ab, die Zerrissenheit so mancher Figur im Spiel ist greifbar. Gekonnt schildert die Autorin die Familien- und Freundschaftsverhältnisse, welche sich in den letzten zwanzig Jahren doch deutlich gewandelt haben, nichts ist mehr, wie es einmal war. Und niemand ist, wie jeder glaubt, dass seine Liebsten sind. Ruhig und dennoch fesselnd reihen sich kurze Episoden und Gedanken aneinander, die möglichen Lösungen rücken immer wieder in die Ferne. Erst nach und nach erschließen sich durch eingestreute Rückblenden überraschende Zusammenhänge und der letzte Sektkorken knallt erst lange nach Silvester, dafür womöglich umso intensiver, das Ende bleibt in einem interessanten Punkt offen …

Malin Stehns Roman „Happy New Year“ hat mich sowohl sprachlich als auch inhaltlich begeistert, die Überraschungen sind perfekt gelungen und gerade die Ruhe während des gesamten Romans übt diesen speziellen Sog auf den Leser aus, dem man sich kaum entziehen kann. Packende Lesestunden ohne Brutalität sind hier garantiert. Egal, ob um rund um den Jahreswechsel oder zu einem anderen Zeitpunkt – dieses Buch kann ich nur empfehlen.

Titel Happy New Year – Zwei Familien, ein Alptraum
Autor Malin Stehn
ASIN B0B8QS9ZBK
Sprache Deutsch
Ausgabe ebook, ebenfalls erhältlich als Taschenbuch (464 Seiten) und Hörbuch
Erscheinungsdatum 1. November 2022
Verlag Fischer
Originaltitel Ett Gott Nytt År
Übersetzer Maria Poets

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Die Konstruktion des Buches hat mir sehr gefallen. Die Geschichte wird aus der Perspektive von insgesamt vier Personen, zwei Ehepaaren, die miteinander befreundet sind, erzählt. Ein Kapitel wird dabei jeweils aus der Sicht einer Person dargestellt. Somit baut sich ein hoher Grad an Spannung auf, da jeweils Informationen gegeben werden, die nur diese Person haben kann. Obwohl zunächst klar zu sein scheint wer den Mord an der Tochter eines der Ehepaare begangen hat, ist das Buch durchgängig spannend, da die Details nicht klar sind. Außerdem wird in einem Seitenstrang das persönliche Verhältnis der Protagonisten zueinander aufgedröselt. Am Ende gibt es einen interessanten Twist. Zudem habe ich das Buch am Silvestertag gelesen, in einem Rutsch. Passender geht es nicht!

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Inhalt: »Kommt einem so nahe, dass man sich nicht wehren kann.« Mattias Edvardsson

Silvester. Du dachtest, alles wird wie immer. Alte Freunde, viel Sekt, ein bisschen Hoffnung. Doch dann folgt der absolute Albtraum: Eine der Töchter verschwindet. Die Panik steigt. Die Beziehungen eskalieren. Wer lügt hier und warum?

Dichter Nebel liegt über der Stadt: Die 17-jährige Jennifer verschwindet von einer Party. Am anderen Ende des Orts stößt ihre Mutter Lollo mit ihren alten Freundinnen Nina und Malena auf das neue Jahr an. Sie haben nicht mehr viel gemeinsam, aber die Silvesterfeier der Familien hat Tradition. Als die Eltern nach einem Abend mit zu viel Alkohol und zu wenig Ehrlichkeit aufwachen, ist der Albtraum Realität. Pure Panik folgt. Dunkle Geheimnisse kommen an die Oberfläche. Wie gut kennen wir unsere Freunde und unsere Liebsten? Und was ist wirklich in dieser Silvesternacht passiert?

Eigentlich wollte ich dieses Buch in der Silvesternacht lesen... aber leider hat dies zeitlich vom Arbeiten nicht gepasst und somit hab ich es jetzt vor Neujahr zumindest abgeschlossen.
Puuuh... sehr detailiert und realitätsecht geht es hier zur Sache... ich hatte teilweise wirklich die Angst von den Charakteren wortwörtlich in den Knochen...
Ich hab mitgefiebert und mitgezittert.
Dieses Buch habe ich so intensiv wahrgenommen, dass ich teilweise das Gefühl hatte, ich würde einen Film ansehen.
Sehr fesselnder und süchtig machender Schreibstil trifft auf eine absolut schockierende aber auch spannende Geschichte.
Klare Kauf- und Leseempfehlung meinerseits.

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Hier geht es um zwei Familien, die Silvester, wie jedes Jahr, gemeinsam feiern. Nur mit dem Unterschied, dass ihre beiden Töchter mittlerweile schon 17 Jahre alt sind und ihre eigene Silvesterparty im Haus der Eltern feiern möchten. Ob das eine gute Idee ist? Das bezweifelt Nina, die Mutter von Smilla von Anfang an, aber sie möchte nicht in den Rücken ihres Mannes fallen und stimmt somit zu. Am nächsten Tag wird klar, dass es doch keine so gute Idee war, denn eine der Töchter wird vermisst. Sie ist seit Mitternacht verschwunden und niemand weiß wo sie ist. Wen kannst du vertrauen und wer könnte etwas mit dem Verschwinden zu tun haben?
Ein spannender schwedischer Krimi. Das Buch wird wechselnd aus den drei Ich-Perspektiven von Lollo, Nina und Frederik erzählt und es kommt immer wieder etwas auf, worüber die einzelnen Personen voneinander denken. Dass die ewige Jugendfreundschaft der beiden Mütter eigentlich nur aus Bequemlichkeit fortbesteht und dass die Väter, die nach außen hin auch befreundet sind, sich eigentlich so gar nicht leiden können. Es kommen von Kapitel zu Kapitel neue Erkenntnisse und immer wieder hat sich auch meine Frage, wer der Täter sein könnte, von neuem gestellt. Es kommen immer mehr die wahren Gesichter der einzelnen Personen zum Vorschein und irgendwann tendiert man drauf, dass es eigentlich jeder sein könnte. Doch der Schluss hat mich aus den Socken gerissen. Er kam vollkommen unerwartet und die Geschichte hat eine ganz neue Wendung angenommen.
Fazit: Absolut empfehlenswert!

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Das Buch war spannend, von Beginn an. Erzählt wird die Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven. Da wäre zum einen Lollo, die Mutter des verschwundenen Mädchens, ihre Freundin Nina und Ninas Mann, Fredrik. Außerdem werden auch noch einige Kapitel aus der Vergangenheit erzählt. Diese Mischung hat mir gut gefallen. Durch die kurzen Kapitel und kleinen Cliffhangern bleibt die Spannung aufrecht erhalten und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Nach und nach deckt die Autorin kleine Geheimnisse der Familien und Freunde auf. Und genau das machte die Story so spannend.

Die Geschichte und Charaktere wirkten sehr authentisch und mir hat gut gefallen, dass die Story so aus dem Leben gegriffen wirkt. Die Alltagssorgen der Familien, das Pflichtgefühl, alte Freundschaften am Leben halten zu müssen, die Geheimnisse der Protagonisten - alles fügt sich gut zusammen und machte die Geschichte rund. Was letztendlich passiert ist und wer darin verwickelt war, war überraschend und für mich nicht vorhersehbar, was mir ebenfalls gut gefallen hat.

Fazit:
Ein Thriller, der gut unterhält und konstant spannend ist. Genau das Richtige zum Jahresabschluss.

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Happy New Year, Spannungsroman von Malin Stehn, ein FISCHER E-Book.
Freundschaft, Lügen und die bittere Wahrheit.
Einige Paare feiern miteinander den Jahreswechsel, nicht weil man nach vielen Jahren noch immer so gut befreundet ist, oder alles gemeinsam macht, sondern aus alter Gewohnheit und Tradition. Es stellt sich das Gefühl ein, dass keiner der Freunde direkt Lust auf die Party hat. Zeitgleich feiern die ebenfalls befreundeten, fast volljährigen Töchter Smilla und Jennifer, von zwei der feiernden Familien, ebenfalls zusammen eine Silvesterparty. Am Ende wird die siebzehnjährige Jennifer vermisst. Es ist der absolute Albtraum für die Eltern.
Eine Geschichte die das Blut in den Adern gefrieren lässt, was aber keinesfalls nur den Temperaturen in Schweden zuzuschreiben ist. Das Buch enthält 76 Kapitel. Die einzelnen Kapitel sind mit Namen überschrieben, drei Personen Nina Frederik und Lollo, die jeweils aus der Ich-Perspektive erzählen. Einige Kapitel sind Rückblicke auf Geschehnisse in der Vergangenheit, hier sind Datum und Anlass beigefügt. Starke Dialoge machen die Erzählung lebendig. Innenansichten sind ganz stark beschrieben, Gefühle z.B. die einer Mutter die um die Tochter bangt. Schlechtes Gewissen das an Personen nagt, das hat die Autorin fabelhaft dargestellt, auch die Beziehungen der Paare und Freunde und was sie wirklich übereinander denken, kann man hier lesen. Es ist so echt beschrieben, dass ich es geradezu am eigenen Leib fühlen konnte, was so peu a peu ans Tageslicht kommt.
Es beginnt mit den Geschehnissen in der Silvesternacht, ein Leichtes in die Geschichte einzutauchen, der Leser ist sich stets bewusst, dass etwas Unfassbares geschehen wird. Ein hoher Spannungsbogen, zieht sich bis zur Eskalation, nach etlichen ungeahnten Wendungen bis zum unvorhersehbaren Ende. Perfekte Unterhaltung, zufällig von mir zum Jahreswechsel gelesen, aber sicher nicht minder unterhaltsam, das gesamte Jahr über. Aufregende Lektüre, die ohne zu viel Blutvergießen auskommt.
Die gesamte Handlung ist nachvollziehbar, die Charaktere sind glaubhaft und authentisch. Viele ungeahnte Enthüllungen und Geheimnisse, haben mich nicht losgelassen, die zweite Hälfte des Buches habe ich in einem Rutsch zu Ende gelesen. Es hat mich an vielen Stellen innehalten lassen, um über das Gelesene nachzudenken. Eine direkte Lieblingsperson hatte ich nicht, denn jeder der Akteure hat Ecken und Kanten, das ist es jedoch was das Buch so spannend macht. Gerade die (Schuld-) Gefühle von Jennifers Mutter, Lollo, haben mich tief getroffen.
Meine Empfehlung für diesen dramatischen und emotionalen Roman, nicht nur für den Jahreswechsel als Lektüre geeignet. Von mir dafür 5 Sterne.

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Eine wirklich gut geschriebene Geschichte, mit Wendungen, die ich nicht kommen sah. Das Buch ist gut geschrieben und flüssig zu lesen. Die Charaktere sind authentisch dargestellt. Alles in allem ein guter Krimi

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Obwohl man sich im Alltag eigentlich seit Jahren auseinandergelebt hat, treffen sich drei schwedische Paare zum traditionellen Silvesterfest, um gemeinsam mehr oder weniger harmonisch ins neue Jahr hineinzufeiern. Während sich Lollo und Max, Nina und Fredrik und Malena mit ihrem neuen Partner Abbe krampfhaft an alten Freundschaften festzuklammern versuchen, dürfen ihre jugendlichen Töchter Smilla und Jennifer zum ersten Mal daheim ihre eigene Party schmeißen – auch wenn Nina die Vorstellung von unbeaufsichtigten und betrunkenen Teenagern große Bauchschmerzen bereitet. Das schlechte Gefühl soll sich leider bewahrheiten, denn auf beiden Feiern kommt es zu Streitigkeiten, und am Ende der Nacht ist die 17-jährige Jennifer spurlos verschwunden.

“Happy New Year” lautet der Titel dieses Romans von Malin Stehn und könnte kaum zynischer gewählt sein, denn glücklich ist in dieser Geschichte eigentlich niemand. Die Ehen der erwachsenen Protagonist:innen hängen längst – wenn auch mitunter unbewusst – an seidenen Fäden und werden durch die schicksalhaften Ereignisse der verhängnisvollen Silvesternacht auf eine zusätzliche Zerreißprobe gestellt, und auch in den Leben der involvierten Teenager tun sich im Laufe der Handlung immer tiefere Abgründe auf.

Durch wechselnde Perspektiven erzählt die Autorin die Story aus der Sicht von Lollo, Nina und Fredrik, wobei sie ihr Publikum von Beginn an gezielt zu einer ganz bestimmten Annahme lenken will. Dies erfolgt zwar wenig subtil und wirkt oft wie ein künstliches In-die-Länge-ziehen der eigentlich offensichtlichen Geschehnisse, dennoch erzeugt “Happy New Year” nahezu durchgehend ein einnehmende Sogwirkung, obwohl über weite Strecken eigentlich gar nicht so viel passiert.

Dennoch schafft es Malin Stehn, die Sorgen und Ängste ihrer (nicht unbedingt sympathischen) Figuren und ihre daraus resultierenden (nicht immer rationalen) Handlungen glaubwürdig darzustellen und so folgt man den Protagonist:innen gebannt und sehenden Auges in ihr Verderben. “Happy New Year” ist gewiss kein literarisches Meisterwerk und von einem raffiniert konstruierten Thriller weit entfernt, dennoch bietet Stehns Werk auf ganz eigene Weise packende Unterhaltung bis zum etwas eigenwilligen Ende. Eine insgesamt kurzweilige Lektüre – und für die nächste Silvesternacht vielleicht die bessere Wahl, anstatt sich auf eine gezwungene Party mit längst verwelkten Freundschaften zu schleppen.