So forsch, so furchtlos

Roman | Der Überraschungserfolg aus Spanien (Gastland Frankfurter Buchmesse 2022)

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Erscheinungstermin 07.07.2022 | Archivierungsdatum 06.05.2023

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Zum Inhalt

»So forsch, so furchtlos« ist eines der aufregendsten Debüts der letzten Jahre, Andrea Abreu der Shootingstar der spanischen Literatur. Ihr Roman über zwei junge Mädchen auf Teneriffa erscheint in 19 Ländern und hat die spanische Presse in Aufregung versetzt.

Ein heißer Juni auf Teneriffa, hoch oben im Norden der Insel zwischen den Vulkanen, weit ab von den Touristen. Zwei junge Mädchen, beste Freundinnen, versuchen, die Langweile zu bekämpfen. Sie wollen dünn bleiben, indem sie Süßigkeiten erbrechen; sie träumen von glänzenden BMWs, die sie an den Strand bringen, wo sie endlich das Meer genießen könnten, genau wie die Touristen, deren Ferienhäuser ihre Mütter putzen. Aber als aus dem Juni der Juli wird und der Juli in den August übergeht, verwandelt sich die schwelende Liebe der Erzählerin zu ihrer Freundin Isora in ein schmerzhaftes sexuelles Erwachen. Sie versucht, mit Isora Schritt zu halten, muss aber einsehen, dass das Erwachsenwerden ein Weg ist, den man allein gehen muss. Eine sprachgewaltige Erzählung über eine innige Mädchenfreundschaft, die an den Wachstumsschmerzen der Pubertät, an zu viel Liebe und zu großer Lust zerschellt.


»So forsch, so furchtlos« ist eines der aufregendsten Debüts der letzten Jahre, Andrea Abreu der Shootingstar der spanischen Literatur. Ihr Roman über zwei junge Mädchen auf Teneriffa erscheint in 19...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462001754
PREIS 20,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Also, coming-of-age auf der Insel wo nichts passiert, die Kinder (zwei Mädels) werden schneller Erwachsene mit falschen Vorstellung was Erwachsensein entspricht. Langweile und Träume sind für den Alltag maßgebend. Ich persönlich würde mich freuen um ein Paar Triggerwarnungen zu bekommen, weil das Buch manchmal zu grafisch ist, aber es loht sich trotzdem es zu lesen.

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Andrea Abreus Debüt ist genau das, was Titel und Cover versprechen. Die Ich-Erzählerin beschreibt keine Urlaubs-oder Wohlfühllektüre, sondern spanische Telenovelas, Dreck auf den Straßen, derbe Sprache, Aberglaube und eine innige Mädchenfreundschaft.
Die beiden Freundinnen sind sehr unterschiedlich, versuchen Schritt zu halten, aber die Erzählerin muss sich eingestehen, dass Erwachsenwerden ein Weg ist, den man allein beschreiten muss.
Mich stört, dass die Unterhaltungen ohne die üblichen "..." geschrieben sind, da das Buch auch nicht sehr lang ist, sind die Kapitel kurz gehalten. Das Cover und der Titel haben mich zum Lesen angesprochen, eine klare Empfehlung kann ich nicht geben.

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Ein Roman wie ein ausbrechender Vulkan

Ein mutiger Roman um zwei Mädchen in Teneriffa. Dieser Schauplatz prägt die Geschichte mit. Wichtig ist die Erzählperspektive. Die Erzählerin ist eins der beiden Mädchen und aus ihrer Sicht entsteht ein Porträt ihrer Freundin Isora und ihrer engen Freundschaft.
Sie sind wirklich forsch, aber auch wild, frech und neugierig und der Roman zeigt den Übergang von Kindheit zu Pubertät.
Prägend ist auch der flinke Stil mit den sprachlichen Mittel von Dichtheit und Intensität. Die spanische Schriftstellerin Andrea Abrieu ist wirklich eine Entdeckung.


9783462001754

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"So forsch, so furchtlos" von Andrea Abreu spielt auf Teneriffa, irgendwann Ende der 90er oder Anfang der 2000, als Pokemons und Gameboy Advance bei Kids noch "in" waren. Die Geschichte wird aus Sicht der Ich-Erzählerin erzählt, einem jungen Mädchen an der Schwelle zur Pubertät, das auf Teneriffa in einer Siedlung auf einem Berg wohnt, in der Nähe ihrer besten Freundin Isora. Die Mutter putzt für Touristen und die Mädchen wohnen grad zu weit weg vom Meer, um etwas davon zu haben, nur extrem selten finden sie jemand, der sie ans Meer bringt, die Alternative wäre ein 3-stündiger Fußmarsch. Das Leben in der Siedling am Hang ist von Aberglaube und Pragmatismus geprägt. Isora's Mutter ist tot, sie lebt mit ihrer verhassten Großmutter zusammen, die dem Mädchen ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Körper einpflanzt. Die Ich-Erzählerin vergöttert Isora, ist besessen von ihr und um ehrlich zu sein auch verliebt, auch wenn ihr eigenes sexuelles Erwachen hinter der frühreifen Isora zurückhinkt, die wiederum eher nix von den Gefühlen ihrer Freundin weiß.

So schildert die Erzählerin in dem Roman einen relativ kurzen Sommer mit ihrer Freundin, geprägt von Langeweile, Eifersucht, Freundschaft, schönen und schlimmen Erlebnissen und widersprüchlichen Gefühlen. Die Sprache ist dabei sehr direkt und derb und sehr sexuell geprägt. Die zerrissenen Gefühle der Ich-Erzählerin kommen so überzeugend rüber, ebenso das Lebensgefühl der jungen Mädchen auf der Insel. Auf jeden Fall eine extrem talentierte und lesenswerte Autorin, auch wenn ich zugeben muss, dass mich die Sprache nicht zu 100% überzeugt hat, etwas zu betont "derb" fand ich sie manchmal. Da wäre etwas weniger vielleicht doch mehr gewesen, aber trotzdem ein sehr gelungenes und aufsehenerregendes literatisches Debut.

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Hier habe ich mich vom schicken Cover verführen lasen. Und wurde nicht enttäuscht! Hat mur sehr gut gefallen, eine junge Autorin, sehr erfrischend und begabt!

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Hmmh, das ist jetzt wirklich schwierig und komplex. Es geht um "So forsch, so furchtlos" von der Spanierin Andrea Abreu, welches bei @kiwi_verlag erschienen ist und mir von @netgalleyde virtuell überreicht wurde. Es spielt auf der Insel Teneriffa spielt und eine Mädchenfreundschaft in der Pubertät schildert, die zusammen einen flirrenden Sommer erleben, hat seinen ganz eigenen Sound. Es macht atemloses Lesen zur Bedingung, die Sprachbilder sind poetisch- gewaltig aber auch derbe- fäkal überfordernd.
Wenn ständig die Protagonistin "kackt", sich "rubbelt" und es um die Mimi geht, das ging mir sehr an die verklemmten Nerven. Ob sich pubertierende Teenager kurz nach 2001 so unterhalten haben, kommt mir konstruiert vor. Die Idealisierung der Freundin der Ich-Erzählerin zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch- das Gefühl des Sommers in einem abgehängten Bergdorf, wo die Eltern die Häuser der Touristen putzen wird in seiner Stickigkeit und Klebrigkeit und der Sehnsucht nach Freiheit gut geschildert. Dennoch- herbe- derbe Kost!

Zum Inhalt: Ein heißer Juni auf Teneriffa, hoch oben im Norden der Insel zwischen den Vulkanen, weit ab von den Touristen. Zwei junge Mädchen, beste Freundinnen, versuchen, die Langeweile zu bekämpfen. Sie wollen dünn bleiben, indem sie Süßigkeiten erbrechen; sie träumen von glänzenden BMWs, die sie an den Strand bringen, wo sie endlich das Meer genießen könnten, genau wie die Touristen, deren Ferienhäuser ihre Mütter putzen. Aber als aus dem Juni der Juli wird und der Juli in den August übergeht, verwandelt sich die schwelende Liebe der Erzählerin zu ihrer Freundin Isora in ein schmerzhaftes sexuelles Erwachen. Sie versucht, mit Isora Schritt zu halten, muss aber einsehen, dass das Erwachsenwerden ein Weg ist, den man allein gehen muss. Eine sprachgewaltige Erzählung über eine innige Mädchenfreundschaft, die an den Wachstumsschmerzen der Pubertät, an zu viel Liebe und zu großer Lust zerschellt.
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In „So forsch, so furchtlos“ von Andrea Abreu (übersetzt von Christiane Quandt) begleiten wir zwei junge Mädchen in ihren Sommerferien. Zwischen Langeweile und Pubertät, zwischen Barbies und Dick-Pics bewegen sich die Ich-Erzählerin und ihre beste Freundin Isora in den ihnen vertrauten Vierteln Teneriffas. Isoras Mutter ist tot, die Mutter der Protagonistin putzt die Ferienhäuser der reichen Tourist:innen. Das Ziel der beiden Mädchen: Schlank sein, sich endlich die Beine und den Damenbart rasieren. Und natürlich: Ans Meer fahren. Das Buch ist gezeichnet von der derben Sprache Jugendlicher, die sich selbst und ihre Umwelt erkunden, Grenzen austesten und ein hartes Image kreieren, um die zerbrechliche Seele zu schützen. Abreu hat damit sprachlich und inhaltlich ein authentisches Abbild der beginnenden Pubertät geschaffen; gleichzeitig fokussiert die Geschichte aber auch auf die Insel Teneriffa und auf die dort und anderswo immer präsente Kluft zwischen arm und reich. Ein knackig kurzes Buch mit einem einzigartigen Klang.

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Andrea Abreu gelingt es sehr anschaulich, die Lebenswirklichkeit pubertierender Heranwachsender in einem Bergdorf Teneriffas darzustellen. Der Roman ist sowohl sprachlich als auch stilistisch herausragend. Ein gelungenes Debüt.

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In "So forsch so furchtlos" begleiten wir das Erwachsenwerden und die aufkeimende Sexualität zweier Mädchen auf Teneriffa. Fernab von Freundschaftsarmbändchen und Pferdehofsommern erleben wir dabei eine Coming of Age-Geschichte, die es in sich hat. Abwesende Eltern, fürsorgliche bis herrische Großmütter, spanische Telenovelas, vulgäre Sprache und ihre gemeinsame Freundschaft; das ist die Welt der beiden. Doch als sich zwischen ihnen mehr entwickelt - die Lust und Liebe zu groß wird - kann nichts mehr so bleiben wie es war.

Zwar absolut kein Feel-Good Buch, aber dafür sehr kurzweilig und authentisch geschrieben. Ich mochte es gern und fand vor allem die Kapitel, in denen die Erzählerin über ihre Gefühle für Isora spricht, eindrücklich und wunderschön beschrieben. Wer für die heißen Tage eine kurze Geschichte sucht, die etwas zwickt und sticht, kann hier problemlos zugreifen.

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Sprachlich ungewöhnlich und eindrücklicher Roman über das Aufwachsen in ärmlichen Verhältnissen, zwischen den unterschiedlichen Welten von heimischer Kultur bzw Bräuchen und der von Touristen geprägten und vereinnahmten Insel.

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der Debütroman der spanischen Autorin Andrea Abreu „So forsch, so furchtlos“ ist eine untypische coming-of-age Geschichte, die von einer vielschichtigen Mädchenfreund:innenschaft auf den kanarischen Inseln handelt. Der Roman, der sich als Milieustudie lesen lässt, zeichnet ein unverblümtes, authentisches Bild von obsessiver Freund:innenschaft, Kindheit und Sexualität.

Besonders gefallen hat mir, dass eine Welt beschrieben wird, die vielen von uns sonst verborgen bleibt. Die prekären Verhältnisse der Charaktere sowie die kindlichen Gedanken der heranwachsenden Ich-Erzählerin haben mir Einblicke ermöglicht, die ich sonst aus wenigen Büchern kannte. Auch das Setting dieser queeren Geschichte wurde auf eindrückliche Weise beschrieben.

Abreus Sprache kennt keine Tabus, sie ist explizit und vulgär, fließt die 200 Seiten entlang im Tonus der zehnjährigen Ich-Erzählerin und wirft dabei immer wieder poetische Bilder ein. Mir persönlich wurde es an vielen Stellen etwas zu vulgär und ich fand die Thematiken hätten etwas ausschweifender auch von anderen Themen als dem Erkunden des Körper handeln können. Wenn man Probleme mit essgestörtem Verhalten oder vulgärer Sprache hat, würde ich jedoch andere Bücher empfehlen.
Trotzdem habe ich diesen Roman mit seinen ungewöhnlichen und ungeschliffenen Charakteren an einem Stück gelesen das auch sehr gern.

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Andrea Abreu
So forsch, so furchtlos
Übersetzt von Christiane Quandt
Verlag Kiepenheuer und Witsch 20 €

Andrea Abreu, 1995 auf Teneriffa geboren, veröffentlichte nach mehreren Lyrikbänden mit „So forsch, so furchtlos“ 2020 ihren ersten Roman. Sie landete damit in Spanien einen Überraschungserfolg, der in 19 Sprachen übersetzt wurde.
Erzählt wird die Geschichte einer Mädchenfreundschaft, zwischen zwei sehr unterschiedlichen 10- bis 11-Jährigen in Teneriffa in den 90ern. Die intensive, aber nicht wirklich gleichberechtigte Freundschaft wird aus dem Blickwinkel der schüchternen und kindlicheren Freundin erzählt. Sie blickt auf zu Isora und folgt ihr in allem, was diese tut. Isora lebt bei ihrer Großmutter, die sie sehr schlecht behandelt, immer wieder zu Diäten zwingt und sie herbe beschimpft. Doch sie setzt sich über all das hinweg, sie ist „forsch und furchtlos“.
Wie die beiden versuchen, ihrem von Armut und auch Gewalt geprägtem Leben schöne Seiten abzugewinnen, in dem sie sich am schmutzigen und trostlosen Kanal in eine schöne Strandszene hineinträumen etwa, das ist beeindruckend.
Die Vorpubertät mit erstem Interesse an Sexualität, aber auch mit allen schmerzlichen Erfahrungen schildert Abreu in einer sehr direkten und sehr körperlichen Sprache. Es geht rauh zu – und doch klingt alles echt und nachvollziehbar.
Die Konflikte der beiden auch miteinander ebenso wie ihre große Liebe – ja, das Wort ist nicht zu hoch gegriffen – zueinander, berührten mich als Leserin sehr. Auch die Sicht von armen Inselbewohnern auf die wie Aliens wirkenden Touristen fand ich spannend.
Eine kleine Warnung muss ich dennoch aussprechen: die derbe Sprache mag manche abschrecken. Ich selbst fand es aber passend zu der Geschichte, die dadurch an Glaubhaftigkeit nur gewinnt.
Ein starkes Debüt von einer Autorin, von der man sicher noch mehr hören wird!

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"So forsch, so furchtlos" von Andrea Abreu hält, was der Titel verspricht. Die teilweise recht derbe Sprache und Themen haben mir durchgehend ein eigenartiges Gefühl beim Lesen gegeben, das zwar auf jeden Fall ein unangenehmes und negatives war, aber auch unangenehme Themen können wichtig sein. So geht es mir mit diesem Buch. Die Protagonistin und ihre beste Freundin teilen Freud und Leid miteinander, bis ein großer Streit sie entzweit und die Protagonistin ihrer großen Ikone beraubt sich erstmals eigene Gedanken machen kann.
Ein gewaltiger Roman vom Erwachsen-werden und Abnabeln (von der Familie, aber eben auch von Freunden), der zwar einige Szenen hat, bei denen ich schlucken musste, der aber gerade dadurch so überraschend, frech und anders ist als Romane mit vergleichbaren Themen.

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