Gewollt. Geliebt. Gesegnet.

Queer-Sein in der katholischen Kirche

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Erscheinungstermin 31.01.2022 | Archivierungsdatum 01.07.2022

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Zum Inhalt

»Gott liebt jeden Menschen« – Sätze wie diesen hört man häufig in der Kirche, aber sie scheinen nicht für alle zu gelten. Wer sich zum Beispiel nicht als Mann oder Frau definiert oder in einer homosexuellen Partnerschaft lebt, wird schnell schief angesehen, abgewertet und ausgegrenzt. In einer Sammlung eindrücklicher Zeugnisse gibt der bekannte Münchner Priester Wolfgang F. Rothe Einblicke in die Erfahrungen von Menschen, die einerseits katholisch sind oder waren und andererseits aufgrund ihrer sexuellen Identität oder Orientierung nicht so leben, wie es ihnen die Kirche glaubt vorschreiben zu können. Darüber hinaus kommen Menschen zur Sprache, die diesen Menschen nahestehen. Wolfgang F. Rothe ist überzeugt: Die

Existenzberechtigung der Kirche hängt nicht zuletzt davon ab, dass sie diese Menschen und ihre Nöte wahrnimmt – sei es im Vatikan oder in der Pfarrei vor Ort.

»Gott liebt jeden Menschen« – Sätze wie diesen hört man häufig in der Kirche, aber sie scheinen nicht für alle zu gelten. Wer sich zum Beispiel nicht als Mann oder Frau definiert oder in einer...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783451383984
PREIS 18,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Mehr als 100 Menschen haben sich vor wenigen Wochen als queere Katholiken geoutet. OutinChurch nannte sich die Aktion, die eine Menge Mut erforderte. Hoffentlich nicht so sehr, weil das Outing im privaten Bereich Freundschaften beenden oder Anfeindungen auslösen könnte, aber auf jeden Fall wegen der arbeitsrechtlichen Konsequenzen für diejenigen, die als Religionslehrer*innen, Gemeindereferent*innen, Kirchenmusiker*innen aber auch Ordensleute oder Angehörige geistlicher Berufe tätig waren und dies auch bleiben wollten. Das mehr oder weniger zeitgleich zum öffentlichen Outing erschienene Buch "Gewollt. Geliebt. Gesegnet", herausgegeben von Wolfgang Rothe zeigt die inneren und äußeren Kämpfe, mit denen sich queere Katholik*innen konfrontiert sahen und sind.

Es sind überwiegen Zeugnisse Betroffener, die ihren oft langen und schwierigen Weg zu (Selbst-)Akzeptanz schilderten, die Angst vor einem Outing im kirchlichen Umfeld, das Versteckspiel in Gemeinde und Ämtern. Es dürfte kein Zufall sein: Die meisten der teils anonym schreibenden sind zwischen 20 und 30 Jahren alt und damit Angehörige einer Generation, in der Genderfragen und -identitäten schon deutlich selbstverständlicher diskutiert werden, die sich sicher sein können, viele Allies zu finden. Wer schon ein jahrlanges "Untergrund"-Leben hinter sich hat, womöglich aus einem sehr traditionell-konservativen Milieu, hat zwar eine viel längere Leidensgeschichte und oft tiefe Verletzungen, aber vielleicht auch noch deutlich größere Bedenken, sich zu outen.

Lernprozesse gestehen auch einige Autoren ein, die in Kirchenämtern sind und erst im Verlauf vieler Jahre ihre Einstellung zu Homosexuellen, Transmenschen und anderen Queeren änderten. Auch die verdrängte Sexualität in der kathlischen Kirche allgemein mit ihren vielfältigen Auswirkungen insbesondere auf zum Zölibat gezwungene Priester werden thematisiert.

Es ist zu wünschen, dass dieses Buch auf den Schreibtischen all jener Bischöfe und Generalvikare landet, die sich mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen befassen und so hoffentlich einen Einblick erhalten in die Auswirkungen eines Codex, der Menschen ausschließt und entweder ganz vertreibt oder zu einem versteckten Leben in Nischen zwingt. Die Debatten zuletzt auf dem "Synodalen Weg" machen Hoffnung, dass nach viel zu langer Zeit nun doch einiges in Bewegung gerät.

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