Die Zeitmaschine

Gesprochen von Dominic Raacke
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Erscheinungstermin 26.08.2021 | Archivierungsdatum 01.09.2021

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Zum Inhalt

H. G. Wells‘ Roman Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der Science Fiction und ist gleichzeitig eine der ersten literarischen Dystopien. Die fesselnde Geschichte eines unverstandenen Wissenschaftlers führt ins ferne Jahr 802.701. Gesellschaftliche Nöte und Konflikte scheinen dort überwunden zu sein.

Doch ist die neue Welt wirklich so paradiesisch, wie sie auf den ersten Blick anmutet? Dominic Raacke leiht dem Zeitreisende seine Stimme, während Stefan Weinzierl den passgenauen Soundtrack liefert.


Dominic Raacke packte kurz vor seinem 20. Geburtstag seine Koffer und ging nach New York City, um am legendären Lee Strasberg Theatre Institute Schauspiel zu studieren. Vier Jahre später kehrte er in die alte Heimat zurück und bekam seine erste Fernsehrolle in der historischen Bergarbeitersaga Rote Erde. Es folgten zahlreiche Hauptrollen in deutschen TV-Produktionen. 1999 bekam er den Ritterschlag im deutschen Fernsehen: Als kantiger Großstadtcowboy gab er dem Berliner Tatort ein neues Profil. 14 Jahre und 36 Folgen lang war er zusammen mit Boris Aljinovic der Frontmann des populären Hauptstadtduos. Mit 120 Film- und Fernsehrollen gehört Raacke inzwischen zu den Veteranen seines Fachs.

Erst spät entdeckte er das Theater wieder. Im Sommer 2016 debütierte er fulminant im Stück Gold bei den Nibelungen-Festspielen in Worms. In der Saison 2019/2020 war er in Martin Woelffers Die Niere u.a. in der Komödie am Kurfürstendamm Berlin und im Winterhuder Fährhaus Hamburg zu sehen.


Die Musik von Stefan Weinzierl passt in keine Schublade - genauso wenig wie sein Instrumentarium. Ob mit großem Orchesterschlagwerk oder kleinen Effektinstrumenten – mit dem einzigartigen Klangspektrum seiner facettenreichen Schlaginstrumente entwickelt der Schlagzeuger und Multi-Perkussionist (Masterstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg) Hörwelten für energiegeladene Bühnenproduktionen und schlägt dabei gern den Bogen zu Literatur oder Schauspiel.

In seinen Produktionen arbeitet er u. a. mit Devid Striesow, Walter Sittler, Dominic Raacke, Ulrike Folkerts und Rolf Becker zusammen und folgte u. a. Einladungen des Schleswig-Holstein Musik Festivals, der Elbphilharmonie Konzerte, der San Francisco Symphony, der NIME Oslo, der Erfurter Herbstlese und zahlreicher großer deutscher Theater.

In seinem Hamburger Tonstudio entwickelt und produziert er regelmäßig Musik für Bühnenwerke, Hörbücher, Radio- und Filmproduktionen.

H. G. Wells‘ Roman Die Zeitmaschine gilt als Pionierwerk der Science Fiction und ist gleichzeitig eine der ersten literarischen Dystopien. Die fesselnde Geschichte eines unverstandenen...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hörbuch
ISBN 9783868476026
PREIS 15,00 € (EUR)
DAUER 1 Stunden, 21 Minuten, 7 Sekunden

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Atmosphärische, gelungene Lesung mit stimmungsvoller, packender Musik. Eine Vorkenntnis des Romans ist zwar nicht notwendig, wäre allerdings sinnvoll.

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Zum Inhalt: Die Zeitmaschine, einst als Pionierwerk der Science Fiction gefeiert, wird hier auf ganz neue weise interpretiert. Meine Meinung: Wer kennt den legendären Film die Zeitmaschine nicht? Hier erleben wir die Geschichte mal ganz anders, als Hörbuch, untermalt mit Musik, die teilweise schon strange ist. Mit einem Sprecher, der meiner Meinung nach extrem gut zur Geschichte passt. Leider ist das Hörbuch sehr kurz, aber auch in der Kürze hat mir das Hörbuch sehr gut gefallen. Fazit: Gute Interpretation

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H.G. Wells Die Zeitmaschine ist bekanntlich ein sehr bekannter Klassiker. Tatsächlich ein so bekannter Klassiker, dass ich das Buch bis heute nicht gelesen hatte und dennoch die Handlung und deren Hintergründe ziemlich gut kannte. Das war hilfreich beim Besprechen meines Exemplars des von Dominic Raacke gesprochenen Hörspiels. Denn irgendetwas stimmte da doch nicht? Der Anfang war ungewöhnlich, begann mit einer Reflexion an einem geheimnisvollen Brunnen. „Interessant“, dachte ich, „dass dieser Roman so modern startet mit einem Einstieg mitten in die Handlung und dabei auf Dinge verweist, die doch eigentlich chronologisch früher passiert sein müssen und von Figuren spricht, die wir eigentlich erst noch kennenlernen.“ Sollte Wells als Autor viel moderner gewesen sein, als ich glaubte? Spielt die Geschichte mit Zeit in der Erzählweise ebenso wie im Inhaltlichen? Oder hat man sich für die neueste Hörspielbearbeitung, die tatsächlich mit einem starken, nicht unbedingt mainstreamigen Soundtrack unterlegt ist, ein neues avantgardistisches Arrangement überlegt? Mit der Zeit wurde klar, dass beim Stream einfach die Tracks durcheinander geraten sein müssen, als Avantgarde-Kunstwerk hätte diese Version nicht funktioniert. Leider habe ich keinen Weg gefunden, das ganze in die richtige Reihenfolge zu bekommen. Hier ist es, wie gesagt, von Vorteil, dass man die Geschichte kennt. So denke ich, ich kann das Material auch bewerten, als sei es in der richtigen Reihenfolge gewesen, wie es dann zur Veröffentlichung hoffentlich arrangiert sein wird (Ich habe zur Sicherheit dann doch noch das englische Original gelesen). Die Zeitmaschine erzählt bekanntlich von einem Zeitreisenden, der Endes des 19. Jhdt weit in die Zukunft reist und dort erst auf die an der Erdoberfläche lebenden Eloi trifft, und Theorien darüber anstellt, wie die Menschheit zu diesem friedlichen aber geistig wie körperlich schwachen Zustand sich entwickeln konnte. Der dann entdeckt, dass unter der Erde die gefürchteten Morlocks hausen und seine Theorie dahingehend modifiziert, dass sich die Spaltung zwischen Bourgeoisie und Arbeiterklasse so vertieft habe, dass praktisch zwei unterschiedliche Lebensformen auf dem Planeten leben, wobei die Morlocks das Leben der Eloi tragen. Doch schließlich findet er heraus, warum die Eloi Angst vor dem Dunkel haben und muss seine Theorie ein drittes Mal modifizieren. Wells ist erzählerisch ein sehr traditioneller Autor, weitaus traditioneller, als es zu seiner Zeit eigentlich noch üblich war. Abgesehen von einer Rahmenhandlung, wie in Die Zeitmaschine, bewegen sich seine Texte normalerweise ganz chronologisch durch die Zeit vorwärts. Sie sind noch dazu unglaublich didaktisch. Tatsächliche Handlung ist spärlich gesät, Theorien über das, was gezeigt werden soll, werden dagegen relativ breit ausbuchstabiert („relativ“, weil Wells zumindest insgesamt sich auf kurze Handlungbögen beschränkt). Eine interessante Eigenschaft dabei ist sicherlich (nicht nur in Die Zeitmaschine), dass das didaktische Moment durch ein detektivisches unterlaufen wird, die ersten Lehren also oft ähnlich falsch sind wie die ersten Lösungsversuche in einem Kriminalroman. Dennoch, seinem großen Ruf als Urvater der Science-Fiction zum Trotz lesen sich Wells Romane durchaus oft recht schwerfällig. Ich habe mich im Studium stellenweise durch „The Island of Dr. Moreau“ gequält, auch das berühmte „Der Krieg der Welten“ ist nicht gerade ein Pageturner. Es liegt also absolut nahe, das Ganze als Hörspiel zu bearbeiten. Kürzung sind durchaus machbar, ohne den Text zu schwächen. Ja, er lässt sich sogar ästhetisch durchaus verbessern. Und diese Hörspielbearbeitung zeigt gute Ansätze dazu. Die tatsächlich mit großer Dringlichkeit vorgetragenen Erlebnisse und Überlegungen bauen eine glaubhaft fremde Welt auf, in die mit großem Sog die Lesenden hineingezogen werden. Die musikalische Gestaltung tut ihr übriges. Die Welt des Hörspiels überzeugt, mehr als die der Lektüre, weil sie in keinem Moment langweilt. Andererseits: Vielleicht hat man es mit dem Kürzungen doch auch etwas übertrieben. Das Buch hat etwa 100 Seiten, eine Hörbuch-Version also normalerweise etwa 3 Stunden. Das Hörspiel hat eine Stunde und 20 Minuten, und das würde vielleicht sogar reichen. Aber die musikalische Untermalung nimmt wirklich viel Raum ein. Ich habe es nicht gestoppt, aber ich würde sagen, sie schneiden noch mal bis zu 20 Minuten weg. Da verlieren dann einige Dinge doch deutlich. Die Beziehung zur geretteten Eloi… etwa, bei der man sich im Hörspiel doch fragt, wieso er der Zeitreisende sie unbedingt mit nach Hause nehmen möchte. Und auch die letzte Wende und die daraus erwachsende dritte Theorie über das Verhältnis zwischen Eloi und Morlock. So ist diese Hörspielfassung dann vielleicht nicht der perfekte Einstieg für Literaturfreunde, die den Text noch nicht kennen. Sondern eher etwas, das man sich anhört, um eine kondensierte und ästhetisch bearbeitete Fassung des Stoffes zu bekommen, die man als Erinnerung immer wieder hören kann, wenn man mit der Geschichte schon vertraut ist. Das schließt allerdings wahrscheinlich tatsächlich viele Menschen nicht aus, die das Buch nie gelesen haben. Denn wie wenige Texte (Kafkas Verwandlung, Der Herr der Ringe vielleicht) ist Die Zeitmaschine zu einem modernen Mythos geworden, zu einer Erzählung, die kollektiv weitergegeben wird, sei es durch Parodien, durch Anspielungen in anderen Medien oder was weiß ich wie noch. Zumindest glaube ich, dass es dort draußen viele Menschen gibt, denen es geht wie ich die mir. Die das Buch nie gelesen haben (bis jetzt) und die dennoch die Geschichte im Großen und Ganzen wiedergeben können. Also: Ein musikalisch und erzählerisch gut gearbeitetes Hörspiel, das vielleicht noch 20 bis 30 Minuten mehr Spielzeit hätte vertragen können.

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Ein Zeitreisender baut sich Ende des 19. Jahrhunderts eine Zeitmaschine und reist mit dieser in das Jahr 802.701. Dort angekommen, trifft er auf das oberirdisch lebenden Volk der Eloi, die mit ihrem naiven und kindlichen Verhalten keine Gefahr darstellen. Den Gegenpart bilden die unterirdisch lebenden Morlocks, die ein kannibalisches Muster an den Tag leben. Der Zeitreise trifft auf diese gefährlichen Wesen und merkt bald, dass die Zukunft nicht so ist, wie er es sich vorgestellt hat. Er reist weiter in die Zukunft, 30 Millionen Jahre, doch was ihn dort erwartet, ist das Grauen. 1895 schrieb der Autor das berühmte Buch "Die Zeitmaschine". Ein Meilenstein unter den Literatur-Klassikern. Leider habe ich es noch nie geschafft, das Buch zu lesen, während der Film schon lange mal geschaut wurde. In gehörter Form, vor allem so eindringlich vorgetragen wie vom Sprecher Dominic Raacke, hat mich die Geschichte sehr gepackt. Aktuell wird sie wohl immer bleiben, da sie sehr gut die Zwei-Klassen-Schicht beschreibt. Während die Reichen immer reicher werden, werden die Armen und Gutmütigen ausgebeutet. Der Sprecher Dominic Raacke überzeugt durch seine Sprechweise. Erst etwas monoton vorgetragen, merkt man jedoch bald, dass dies gar nicht so ist. Das Wechselspiel zwischen Musik und Sprache und die zeitweilige Zusammenarbeit der beiden ergibt einen Hörgenuss der besondere Art. Die Musik schwillt an, der Vortrag wird eindringlich. So werden Freude, Gefahr, Trauer und Leid zu einer Symphonie. Für die Musik zeichnet sich Stefan Weinzierl aus, der mit kleinen Effekten oder gar großem Trommelwirbel und Orchestermusik die gesprochen Version zum Leben erweckt und nochmals etwas mehr Spannung hineinbringt. Die Geschichte ist spannend zu hören, auch wenn sie kurz und knapp gehalten ist. Ich hätte gerne noch mehr gehört und weiter Abenteuer mit dem namenlosen Zeitreisenden erlebt. Die Geschichte ist so aufgebaut, dass der Zeitreisende einen Publikum seine Abenteuer schildert. Dabei erklärt er das Prinzip des Zeitreisens so, dass es jeder verstehen kann - zumindest aus der Sicht, wie sich der Autor das Zeitreisen vorstellt. Dabei schildert der Zeitreisende unglaubliche Entdeckungen. Ob ihm geglaubt wird, bleibt dahingestellt, denn er kann keinerlei Beweise bieten, da er ohne Kamera in die Zukunft aufgebrochen ist. Die Visionen des Autors waren interessant. So stellt er sich die Zukunft vor, die so ganz anders ist, wie die Gegenwart und doch auch wieder viele Parallelen zeigt, wenn es um unterschiedliche Bevölkerungs-Schichten und die jeweiligen Probleme geht. Alles war extrem, zu sehr aufgebauscht, sehr aussichtslos - und damit sehr dystopisch. Quasi ein veraltetes "Panem", jedoch mit dem nötigen Ernst und einer Aussicht auf etwas Besseres. Sehr empfehlenswert und damit eben sehr zeitlos. Meggies Fussnote: Aktueller denn je.

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