Zorro Vela

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Erscheinungstermin 19.09.2019 | Archivierungsdatum 31.12.2019

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Zum Inhalt

Ich heiße Zorro Vela.

Ich bin ein Onari und komme vom Planeten Oneiros.

Ich kann mich in alles verwandeln, was lebt.

Ein sprechender Rabe auf dem Fenstersims? René glaubt schon, verrückt zu werden, da steht plötzlich sein Held aus den West-Comics vor ihm: Zorro! Sein Auftrag: Nichts Geringeres als die Rettung der Erde. Die Mission beginnt und René ist nicht der Einzige, der an diesem Ort im Jahr 1989 Grenzen überwindet.

Ich heiße Zorro Vela.

Ich bin ein Onari und komme vom Planeten Oneiros.

Ich kann mich in alles verwandeln, was lebt.

Ein sprechender Rabe auf dem Fenstersims? René glaubt schon, verrückt zu werden...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783522185301
PREIS 15,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Kreativer Blick in die Vergangenheit Passend zum 30. Jährigem Jubiläum kommt mit Zorro Vela mal ein etwas anderes Buch über die Wendezeit daher. Denn Zorro Vela ist ein Außerirdischer, der die Erde retten will. Dafür braucht er allerdings die Hilfe von Kindern aus Ost- und West-Deutschland. Gar nicht so einfach. Gerade auch für Rene, der bei sprechenden Raben und Kängurus eher denkt, dass er verrückt wird. Erst als Vela als Zorro aus einem von Renes geliebten Westcomics daher kommt, wird er gehört und ein spannender Kampf um die Rettung der Welt beginnt. Ein politisches Thema wird hier auf eine spannende und kreative Weise umgesetzt. Am Anfang hat man etwas viel zu sortieren, wenn Zorro Vela von seiner Spezies und seinem Auftrag erzählt. Wenn man dann jedoch erst einmal in der Geschichte ist, fesselt einen die Geschichte. Gerade wenn Rene sich mit seiner Gruppe aus Kindern von Ost und West zusammen tut, kommt eine tolle Dynamik auf. Dies ist sicherlich auch durch das tolle Setting bedingt - ein Dorf, durch dessen Mitte die Grenze zwischen Ost und West verläuft. In den Beschreibungen des täglichen Lebens kommen die Unterschiede zwischen den beiden doch so unterschiedlichen Teilens sehr gut rüber und auch die doch teilweise bedrückende Stimmung von Grenzpatrouillen und Ausreiseverboten. Eine kreative Aufarbeitung der Vergangenheit, die etwas langsam startet, sich im Laufe der Zeit aber zu einem fesselndem Buch entwickelt. Kreativ, spannend und unterhaltsam - nicht nur für Geschichtsinteressierte interessant.

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1989 – an der Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland: Der Außerirdische Zorro Vela muss den jungen René davon überzeugen, dass genau er auserwählt wurde, die Erde zu retten. Nur leider denkt der angesichts von sprechenden Raben und Kängurus, dass er verrückt geworden ist. Als es Zorro gelingt, die Gruppe Kinder aus Ost und West um sich zu scharen, steht der Weltrettung ncihts mehr im Weg. Den Auftakt der Geschichte macht Zorro, der dem Leser einen Einblick in seine – etwas skurrile Spezies – und die Umstände im Universum gibt. Informationen zu den unterschiedlichsten Außerirdischen gibt es während der Geschichte immer wieder. Manchmal waren es mir zu viele auf einen Moment, sodass ich die Handlung lieber mochte, als René oder einer der Gruppe im Mittelpunkt stand. René ist erstmal davon entsetzt, dass der verwandlungsfähige Zorro sich ihm als sprechender Rabe und sprechendes Känguru präsentiert. Daraus schließt er, dass er nun verrückt wird. Ihm fällt es deutlich schwerer an Außerirdische zu glauben, als es den restlichen Gefährten geht, die sich von Zorro recht schnell überzeugen lassen. Das schlaue Mädchen Anette zieht ihre Schlüsse und die Geschwister Tim und Lucy aus dem Westen müssen sich rasch an die neuen Tatsachen gewöhnen. Für mich war die Umgebung besonders spannend. Der Ort in dem die vier Kinder leben ist ein Dorf, durch dessen Mitte die Mauer und damit der Grenzbereich verläuft. Durch die Beschreibungen des täglichen Lebens merkt man schon, wie sehr sich das Leben im Osten von dem im Westen unterscheidet. Dadurch, dass Renés Vater der Oberst der Grenzsoldaten ist, bekommt man einen guten Eindruck von den Grenzpatrouillen und dem Verbot der Ausreise/Flucht. Auch die Staatssicherheit hat ihren Auftritt und man kann mitfühlen, wie sehr sich jeder beobachtet und ausspioniert fühlt. Gut, dass das Thema auch mal in einem aktuellem Kinderbuch auftritt. Die Handlung rund um die Rettung der Erde kommt in Schwung, als Zorro seine Truppe um sich geschart hat und gestaltet sich einerseits ganz anders als erwartet, andererseits aber doch spannend. Fazit: Mehr noch als der Part rund um die Außerirdischen fand ich das Szenario rund um Osten und Westen interessant. So hat sich ein etwas langatmiger Beginn zu einer unterhaltenden Geschichte entwickelt.

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In Norbert Zähringers „Märchen aus dem Kalten Krieg“ für Leser ab zwölf Jahren steht die innerdeutsche Grenze vor 30 Jahren im Mittelpunkt. „Zorro Vela“ heißt seine völlig abgedrehte Alien-Geschichte, in der ein Außerirdischer und 4 Kinder aus Ost und West den Planeten retten. Sie beginnt im Januar 1989 im thüringischen Marksdorf, durch das sich die streng bewachte Grenzanlage der DDR zieht. Aus der Perspektive der unendlichen Weiten des Universums scheint der „Kalte Krieg“ ein hinreichender Grund sowie gleichermaßen ein probates Mittel, um die Erde, die im Universum als unterentwickelter Lügenplanet bekannt ist, auszuschalten. Für die Menschen vor Ort jedoch ist die innerdeutsche Grenze 1989 bitterer Ernst. Zorro Velas Aufgabe ist es, die 4 Kinder für die Mission zu gewinnen – was nicht so einfach ist. Die üblichen Vorurteile über den Sozialismus und den Kapitalismus, die die Kinder von ihren Eltern oder in der Schule gehört haben, prallen nun aufeinander. Aber für die Errettung der Welt müssen sie zusammenhalten... Neben all den unterhaltsamen Ausflügen mit vielen Reminiszenzen an klassische Science-Fiction in die schräge, unbegreifliche Alienwelt dreht sich diese Ost-West-Geschichte auch um ganz reale Konflikte, mit denen Kinder fertig werden müssen, wie Mobbing, Einsamkeit, Ungerechtigkeit sowie fehlende und/oder dominante Väter. Norbert Zähringer erkundet mal komisch, mal ernst das Alltagsleben in einem geschlossenen Land. Es gelingt ihm, differenziert über das Innenleben der DDR und die deutsch-deutsche Teilung zu schreiben, wichtig besonders für junge Leser, die beides nur vom Hörensagen kennen. Es wird spürbar, dass das Leben in der DDR in vielerlei Hinsicht ganz normal war.. Und doch gab es auch die permanente Politisierung bis hinein ins Private. Von diesem ambivalenten Lebensgefühl erzählt auch dieses Buch, aufschlussreich, eindrücklich.

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Kinderbuch-Highlight, so abgedreht wie es klingt: 1989 müssen vier Kinder aus DDR und BRD gemeinsam die Welt vor Außerirdischen retten. Außerirdische an der deutsch-deutschen Grenze Hier wird 1989 an der deutsch-deutschen Grenze mal ganz anders erzählt. Autor Norbert Zähringer gelingt eine ganz abgedrehte SciFi-Geschichte kurz vor dem Fall des eisernen Vorhangs. Mein 8jähriger Sohn und ich hatten beim Lesen sehr, sehr viel Spaß! Vier Kinder, je ein Junge und ein Mädchen aus jeweils DDR und BRD, müssen die Welt retten. Das alles erzählt ihnen Zorro Vela, ein Gestaltwandler vom Planeten Oneiros, der aber für die Kinder meist die Gestalt der Comic-Figur Zorro annimmt. Die Geschichte wird über weite Strecken aus Zorns Sicht als Ich-Erzähler geschildert (die übrigen Passagen eigentlich auch, weil er dies alles beobachtet haben könnte). Und durch Zorro erfahren wir wundervoll viel absurdes Hintergrundwissen: "Es ist nicht so, dass das All grenzenlos wäre. Wer sich zum Beispiel einmal mit seinem Raumschiff in das System der Reticulaner im Sternbild Netz verflogen hat, kann ein Lied davon singen. Sobald man die äußere Grenze ihres Sonnensystems passiert hat, eine Zone voller Müll und Weltraumschrott, taucht mit Sicherheit wie aus dem Nichts eine Grenzpatrouille auf.“ Zähringer baut dieses Kinderbuch unglaublich klug. Er setzt das Science-Fiction-Genre gekonnt um und spielt mit dessen Versatzstücken. Dass die Außerirdischen die Erde zerstören wollen, kann man einfach nur vollumfänglich verstehen: Die Menschheit ist immer kurz davor, sich selbst oder ihren Planenten zu zerstören. Und das historische Setting, das Zähringer wählt, ist die idealtypische Entsprechung dafür. All dies schildert der Autor mit einem solch liebevollen, ironischen Blick, so dass wir oft herzlich lachen mussten. „Die vier Erdlinge wussten natürlich nicht, was Schakkalack ist. Es ist schon ein wenig nervig, eine noch nicht interstellare Spezies vor dem Untergang zu retten, wenn man beinahe alles und jedes erklären muss.“ Das Worldbuilding gefiel mir ausnehmend gut und da wird echt in die Vollen gegriffen: Eigentlich könnte man meinen, jetzt sei es genug, aber jede neue Idee fügt sich wieder passgenau in die Geschichte ein. Quasi nebenbei erzählt Zähringer vom DDR-Alltag und lässt auch die düsteren Aspekte wie den Schießbefehl an der Mauer und Stasi-Bespitzelung nicht aus. Und die 80er im Westen werden zudem miterzählt. Ich fand es wundervoll, so mit meinem Sohn in meine eigene Kindheit (West) und die seines Vaters (Ost) ein kleines Stück weit eintauchen zu können. Sprachlich ist das Buch schön geschrieben, aber auch recht anspruchsvoll, mit ziemlich langen Sätzen. Manche 10jährige könnte das noch zu kompliziert finden. Und selbst beim Vorlesen musste ich mich konzentrieren, um nicht zu stolpern. Dann aber konnte ich die Geschichte mit ganz viel pointierter Komik vorlesen, so dass es eine echte Freude war. Mein Sohn und ich haben viel gelacht und mitgefiebert. „Der Anblick des ersten Aliens im Leben kann einen ganz schön aus den Socken hauen. Aber – irgendwann ist halt immer das erste Mal. Also mein Tipp: gewöhnt euch dran! Gewöhnt euch dran, dass ihr nicht allein im Universum seid!“ Die Genderrollen sind recht ausgeglichen und, dass Zorro eine nonbinäre Identität hat und zwischen den Gendern wechseln kann, war für mich ein zusätzliches Schmankerl. Fazit So absurd und witzig kann die deutsch-deutsche Geschichte erzählt werden. Tolles Kinderbuch und eines unserer Highlights von 2019/20, das wir von Herzen weiterempfehlen. 5 von 5 Sternen.

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