Rheinblick

Roman

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Erscheinungstermin 22.02.2019 | Archivierungsdatum N/A

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Zum Inhalt

Von der Autorin des Spiegel-Bestsellererfolgs Bühlerhöhe

Deutschland, im November 1972:


Die Presse zu Bühlerhöhe:

Von der Autorin des Spiegel-Bestsellererfolgs Bühlerhöhe

Deutschland, im November 1972:


Die Presse zu Bühlerhöhe:


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783471351802
PREIS 20,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Brigitte Glaser ist seit Jahren für ihre spannenden Krimis bekannt. Mit Bühlerhöhe begab sie sich in ein neues Genre und der Erfolg gab ihr recht. Auch mit dem Buch Rheinblick vereinte sie Spannung mit sehr gut recherchierten Tatsachen.

Rheinblick beschreibt Ereignisse im Leben zweier Frauen, die nicht viel gemeinsam haben. Die eine ist Wirtin und die andere Logopädin. Was beide verbindet, ist ihre Nähe zur Politik. Intrigen, Verrat und Gerüchte stehen im Bonn der 80er Jahre im Mittelpunkt des Geschehens. Wer zur damaligen Zeit in der Bundeshauptstadt unterwegs war, wird viele Orte wiedererkennen und sich an so manchen Namen gut erinnern.

Venusberg und Kottenforst, zwei Namen, die eng zusammengehören. Der Kottenforst liegt direkt hinter dem Universitätsklinikum und ist bis heute ein Naherholungsgebiet. Frau Glaser beschreibt die Charaktere sehr fein und beweist eine gute Beobachtungsgabe. Auch wenn die meisten Politiker inzwischen verstarben, Aufzeichnungen über ihr Leben und berichte von Zeitzeugen gibt es genug.

Ein wenig Spannung gehört im Rheinblick dazu. Für den Mord an einem jungen Mädel gibt es einige Verdächtige und bis in hohe Regierungskreise reichen die Mutmaßungen. Bis zum Schluss kam ich nicht darauf, wer der Täter ist. Mir gefiel das Buch gut. Erinnerungen an die junge Bundesrepublik mit all ihren Neuerungen und Kämpfen werden wach. Sie zeigen den jüngeren Lesern, mit welcher Freude ihre Eltern und Großeltern für ein besseres Deutschland kämpften. Das dabei Fehler gemacht wurden, steht außer Frage. Und dass die Politik von „Wendehälsen“, Verrat und klugen Sprüchen lebt, ist wohl jedem Interessierten bekannt.

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November 1972: Willy Brandt hat gerade die Wahl gewonnen - er bleibt Kanzler. Noch in der Wahlnacht versagt ihm die Stimme und muss operiert werden. Die junge Logopädin Sonja sollte ihn eigentlich therapieren, aber wie soll das gehen, wenn die Amtsgeschäfte immer Vorrang haben. In der Kneipe „Rheinblick“ von Hilde Kessel geben sich die Politiker abends die Klinke in die Hand. Beim Kartenspiel und heiteren Runden werden manche Intrigen geschmiedet. Die beiden Frauen bekommen natürlich die machtpolitischen Spielchen mit und werden dadurch erpressbar.

Nach „Bühlerhöhe“ ist dies der zweite Roman von Brigitte Glaser, der sich mit Politikern der Nachkriegszeit beschäftigt. Vom Vorgänger war ich aus vielerlei Hinsicht enttäuscht. Dieses Buch begann ich zu lesen und war vom lebendigen Schreibstil sofort begeistert. Im Nu wurde ich in die damalige Hauptstadt katapultiert. Der Zeitgeist der 70er hat mich umgeben. Allerdings hat auch dieses Buch seine Schwächen. Für mein Empfinden ist das Buch mit zu vielen Handlungssträngen überfrachtet. Ausser den ständigen Wechsel von der einen Handlung zur anderen geht’s nicht voran und deren Auflösungen sind dann nicht wirklich befriedigend.

Trotz meiner Kritik hat mich das Buch wunderbar unterhalten.

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November 1972 – Bundeshauptstadt Bonn. Willy Brandt hat mit seiner SPD gerade bei den vorgezogenen Bundestagswahlen ein Wahlergebnis von 46% erreicht und steht nun vor schwierigen Koalitionsverhandlungen. Doch diese kann Brandt erst einmal nicht persönlich bestreiten, denn er muss sich direkt im Anschluss an die Wahl im Krankenhaus einer Stimmbandoperation unterziehen, die ihn dazu zwingt, für einige Zeit keinen Ton von sich zu geben, was seinen Rivalen natürlich Tür und Tor öffnet. Die junge Logopädin Sonja Engel hilft Brandt durch den Heilungsprozess, so dass er bald stimmlich wieder auf der Höhe ist und darf den berühmten Politiker nicht nur hautnah von seiner privaten Seite erleben, sondern kann auch einiges von den politischen Machtspielchen mitverfolgen. Währenddessen leitet die verwitwete und von Geldsorgen geplagte Hilde Kessel das „Rheinblick“, eine Kneipe, in der sich die politische Elite, kleinere Akteure, die Angestellten der Politbüros sowie die normale Bevölkerung die Klinke in die Hand geben und bei einem Essen oder einem Kartenspiel so manche internen Informationen fallen lassen. Auf diesem Wege erfährt Hilde auch von den Intrigen, die hinter Brandts Rücken geschmiedet werden. Wird sie die Informationen für sich behalten?
Brigitte Glaser hat mit ihrem Buch „Rheinblick“ einen absolut würdigen Nachfolger für ihr Werk „Bühlerhöhe“ vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, unterschwellig immer mit einer gewissen atmosphärischen Schwingung versehen, fesselt das Buch ab der ersten Seite. Die Autorin versteht es hervorragend, den Leser in die jüngste deutsche Vergangenheit zu ziehen und hautnah den Politzirkus mit seinem Machtgehabe und seinen Intrigen und geheimen Abmachungen mitzuverfolgen. Die Autorin lässt unter Verwendung von historisch belegten Persönlichkeiten und sehr guter Hintergrundrecherche den Leser auch den damaligen Zeitgeist sowie die gesellschaftlichen und sozialen Verhältnisse kennenlernen, wo Frauen noch immer für die Ehe, den Haushalt und die Familie zuständig waren und es noch galt, dass die Erlaubnis des Ehemanns vorliegen musste, damit eine Frau arbeiten durfte. Gleichzeitig galten die 70er Jahre als das Jahrzehnt des Aufbruchs, wo viele Studenten auf die Straße gingen, um für ihre Ansichten zu kämpfen. Wunderbar fließend verknüpft Glaser Realität mit Fiktion und macht die erzählte Geschichte zu einem echten Erlebnis, das die Erinnerung an die damaligen Ereignisse wieder ins Gedächtnis ruft. Obwohl die Handlung schon spannend genug ist, setzt Glaser noch einen zusätzlichen Höhepunkt durch einen ungeklärten Mordfall, der einige Verwicklungen nach sich zieht.
Die Charaktere sind sehr gut geschliffen und detailliert in Szene gesetzt. Individuelle Eigenschaften gepaart mit der guten Beobachtungsgabe der Autorin lassen sie durchweg sehr realitätsgetreu und authentisch wirken. Der Leser darf sich unsichtbar zwischen ihnen bewegen und ihnen über die Schulter schauen. Brandt ist ein schwieriger Patient, nimmt keine Rücksicht auf sich selbst, sondern ist mit Haut und Haar bei den Koalitionsverhandlungen. Dabei kennt er keine Schonung, waswas seiner Gesundheit nicht gerade zuträglich ist. Krankenschwester Sonja fällt die besondere Aufgabe zu, sich um Brandt zu kümmern. Doch Sonja ist mit ihren Gedanken bei ihrer jüngeren Schwester, die spurlos verschwunden ist. Ihre familiären Verhältnisse sind nicht gerade rosig zu nennen. Hilde ist bereits Witwe und muss sich mit dem frisch-renovierten Rheinblick irgendwie durchbringen, auch wenn die Schulden ihr die Luft abschnüren. Sie gilt als verschwiegen und integer, doch weiß Hilde selbst am besten, dass dem nicht so ist. Max verdient sich seinen Lebensunterhalt als Taxifahrer, dabei ist er Student und lebt mit Sonja in einer WG. Er flirtet gerne und ist ein netter Kerl. Die Journalistin Lotti ist für kurze Zeit ebenfalls Mitglied in der WG. Sie hat den Auftrag für eine Bonner Reportage, doch der Mord lässt sie in andere Richtungen forschen. Auch die weiteren Protagonisten stützen die komplexe Handlung und machen sie rundum sehr gelungen.
„Rheinblick“ ist nicht nur ein wahnsinnig spannender und atmosphärischer Roman, sondern eine tolle Zeitreise in die jüngste deutsche Vergangenheit, wo der Aufbruch seinen Anfang nahm. Absolute Leseempfehlung für ein Highlight dieses Jahres - Chapeau!

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Hilde Kessel blickt als Wirtin des "Rheinblicks" hinter die Gesichter, die in Politik und Wirtschaft ein große Rollen spielen. Bei ihr geben sich alle die Klinke in die Hand und lassen so die Hüllen fallen. Doch genau dieser Blick hinter die Kulissen ist es, der Hilde für andere zum Werkzeug macht und sie erpressbar werden lässt.
Das gleiche Schicksal teilt Sonja, denn als Logopädin in der Klink am Venusberg behandelt sie Willy Brandt, dessen Stimme kläglich in der Wahlnacht versagte.
Doch wie kommen bei aus dem Strudel der dunklen Machenschaften wieder heraus ? Müssen sie ihre Prinzipien verraten, um endlich wieder in Ruhe und Frieden leben zu können ?

Nach "Bühlerhöhe" ist "Rheinblick" das zweite Buch von Brigitte Glaser, das ich lesen darf und ich muss sagen, nach der Bauchlandung des ersten Buches bin ich hier voll und ganz überzeugt und Feuer und Flamme für dieses Buch.
Glaser nimmt mich mit auf eine Zeitreise der besonderen Art, denn die in ihrem Roman geschilderten Persönlichkeiten sind alles Figuren und politischen Größen meiner Kindheit und mir somit bestens vertraut. Auch wenn inzwischen viele verstorben sind, sind sie mit ihren Idealen und ihren politischen Ideen immer noch für mich präsent.
Mit dem Gang ins "Rheinblick" bekomme ich einen Einblick in die Ränkeschmiede, die sich damals dort gebildet hat und ich werde mit in den Gewissenkonflikt hineingezogen, in dem sich Hilde und Sonja befinden.
Mehr als einmal habe ich mir die Frage gestellt, wie ich mit diesem Wissen umgehen würde, wenn ich an ihrer Stelle gewesen wäre.
Eine befriedigende Antwort habe ich für mich nicht finden können - es ist schwer, loyal zu bleiben, wenn mal solche schwerwiegenden Informationen mit sich herumträgt.
Die Autorin arbeitet gewissenhaft und man merkt ihrem neuen Roman die akribische Recherche sehr deutlich an, denn ihre fiktive Geschichte lässt die Grenze zwischen Wahrheit und Spekulation so sehr verschwimmen, dass ich fast geneigt bin, dies alles zu glauben und mir bildlich vorzustellen, was ich lese.
Es gibt viele Informationen zu den Politikern von damals, bringt mir so die Zeitgeschichte näher und lässt mich sehr tief in den Roman eintauchen.
Die Handlung bekommt noch zusätzlichen Schliff, in dem Brigitte Glaser einen ungeklärten Mordfall in das Geschehen einstreut, der auch noch seine Kreise im Politzirkus zu ziehen scheint - ein wirklich gelungener Kniff, denn ich habe bis zum Schluss keinen blassen Schimmer, wer dahinter steckt.
Glaser bietet hier Geschichte zum Anfassen - und ich bin gerne ihrer Aufforderung gefolgt, diese Zeitreise zu unternehmen.
Absolute Leseempfehlung !

Herzlichen Dank an den Verlag, der mir dieses Leseexemplar kostenfrei über NetGalley zur Verfügung gestellt hat. Diese Tatsache hat jedoch nicht meine ehrliche Lesermeinung beeinflusst.

#Rheinblick #NetGalleyDE

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Von Brigitte Glaser habe ich schon Bühlerhöhe gerne gelesen. Da musste ich den neuen Roman „Rheinblick“ unbedingt lesen. Der Stil ist wieder realistisch und fesselnd.

In diesem Roman geht es um ein paar Tage ab 18. November 1972 in Bonn. Der Rheinblick ist ein Lokal im Regierungsviertel. Die Wirtin ist Hilde Kessel, sie wird von einem dubiosen Regierungsangestellten ausgefragt, da sie Schulden hat, ist sie ein leichtes Opfer.

Dann ist da die Logopädin Sonja Engel, deren Patient Willy Brand ist. Der hat nach der Wahl seine Stimme verloren, der Krankenhausaufenthalt, von ihm ist belegt.

Beide Protagonisten sind sympathisch

Brigitte versteht es perfekt, bekannte Persönlichkeiten und erdachte Personen miteinander zu verknüpfen. Die politische Atmosphäre und die Intrigen sind gut mit zu erleben.
Rheinblick ist ein interessanter Roman.

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Was für ein wunderschönes Buch. Es hat mich genauso wie der Vorgänger Bühlerhöhe gleich richtig in den Bann gezogen und ich mochte es nicht aus der Hand legen. Auch wohl deswegen, weil ich in den 60zigern geboren wurde.

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Nach "Bühlerhöhe" handelt es sich um den zweiten Roman der Autorin mit zeitgeschichtlichem Hintergrund.
Im November .1972 hat Willy Brandt gerade fulminant die Bundestagswahl gewonnen, liegt aber mit schweren Stimmbandproblemen im Krankenhaus. Eine junge Frau soll ihn logopädish betreuen. Bei der Wirtin im "Rheinblick" treffen sich Politiker aller Coleur und die Lage wird bei viel Alkohol und Nikotin sondiert.
WG-Leben und Kriegstraumata prägen die zwei Frauen, die im Mittelpunkt der Handlung stehen.

Glaser gelingt es ganz vorzüglich die gesellschaftlche Athmospäre dieser Zeit einzufangen. Die Sehnsucht nach politischem und sozialem Wandel, die Beharrungskräfte der alten Machteliten, der Konflikt zwischen den Generationen, der Wunsch der Frauen nach Gleichberechtigung konzentriert sie in weniben Tagen.

Eine echte Empfehlung für alle,die sich erinnern können und für jüngere, um die Zeit besser zu verstehen.

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Im Nachhinein konnte Martha nicht sagen, wann sie Mr. Booker das erste Mal küsste. Vernünftig wäre es gewesen, den verheirateten Mann nicht zu begehren. Doch Martha ist sechzehn und lebt in einer Kleinstadt, die in ihren Augen ein Friedhof mit Beleuchtung ist. Sie wartet darauf, dass der Rest ihres Lebens endlich beginnt. Mr. Booker erhellt ihre Welt mit Stil, Abenteuer, Whiskey, Zigaretten und Sex. Die Wucht ihres Verlangens zerstört und ermächtigt sie. Nur hat Martha die Konsequenzen nicht bedacht. Deutschland, im November 1972: Niemand kennt das Bonner Polittheater besser als Hilde Kessel, legendäre Wirtin des Rheinblicks. Bei ihr treffen sich Hinterbänkler und Minister, Sekretärinnen und Taxifahrer. Als der Koalitionspoker nach der Bundestagswahl härter wird, wird Hilde in das politische Ränkespiel verwickelt. Verrat ist die gültige Währung. Gleichzeitig kämpft in der Abgeschiedenheit einer Klinik auf dem Venusberg die junge Logopädin Sonja Engel mit Willy Brandt um seine Stimme, die ihm noch in der Wahlnacht versagte. Doch auch sie gerät unter Druck. Beide Frauen sind erpressbar. Für Hilde steht ihre Existenz auf dem Spiel, Sonja will ihre kleine Schwester beschützen. Wie ist die Entscheidung?
Das Buch ist zum lesen sehr Lebensnah. Hat mich gefesselt.

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Mit "Rheinblick" hat Brigitte Glaser ein Zeitbild der Bonner Republik in Zeiten voller Aufbruchshoffungen und zugleich das Porträt dreier Frauen gezeichnet. Beim "Rheinblick" handelt es sich um eine Kneipe mit rheinischer Gemütlichkeit, die von der schlagfertigen und ausgesprochen diskreten Wirtin Hilde Kessel mit Charme und Schnauze geführt wird. In unmittelbarer Nähe des Angeodnetenhauses gelegen, zieht der Rheinblick Politiker aller Parteien an - gewissermaßen eine große Koalition bei Kölsch und Rheinwein. Da ist so manches zu hören, doch Hilde weiß zu schweigen. Nur einmal hat sie sich, nicht zuletzt aus einer finanziellen Notlage hearus, zu einer Indiskretion hinreißen lassen und leidet nach wie vor darunter.

In Zeiten der heutigen Politikverdrossenheit liest sich vieles wie aus einem anderen Land, und ein bißchen war diese alte Bundesrepublik das ja auch. Es ist das Jahr 1972 und Willy Brandt ist gerade als Kanzler bestätigt worden. Die Ostpolitik der sozialliberalen Koalition hat verhärtete Fronten des Kalten Kriegs aufgeweicht, es herrscht zumindest unter den Anhängern Brandts eine hoffnungsvolle Aufbruchstimmung.

Nun gehen die Gespräche über die Regierungsbildung los, und ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt ist Brandt schwer indisponiert: Nach dem anstrengenden Wahlkampf und einer Haloperation ist seine Stimme buchstäblich weg, der Kanzler muss sich in der Klinik erholen und vor allem schonen, auch wenn sein Kanzleramtsminister Horst Ehmke im Krankenzimmer für Aufruhr sorgt und ein gewisser Helmut Schmidt mit einem Superministerium seine Machtposition ausbauen will.

Schwierige Lage für die Krankenschwester und Logopädin Sonja, die den Kanzler zu Atemübungen bewegen soll, aber nur schwer einen Zugang zu dem prominenten und schwierigen Patienten findet. Dabei hat Sonja genügend andere Sorgen - ihr jähzorniger Vater verprügelt ihre Mutter, der gealtsame Tod einer jungen, geheimnisvollen Patientin macht der jungen Frau zu schaffen.

Für das Schicksal der Toten, die sich selbst Sally Bowles nannte, interessiert sich auch die junge Journalistin, die zufällig in Sonjas WG landet und dort von dem toten Mädchen erfährt. Denn eigentlich soll die Reporterin einer kleinischen badischen Zeitung ein Porträt des neuen lokalen Bundestagsabgeordneten schreiben, eines gewissen Wolfgang Schäuble. Endlich mal ein Thema, das nichts mit "Kinder, Küche, Kirche" zu tun hat, und mit dem sich die junge Frau als ernstzunehmende Journalistin beweisen will.

Ein bißchen historischer Zeitgeist, ein bißchen Krimi, ein bißchen Klatsch aus der Welt der Politik, das macht die durchaus reizvolle Mischung von "Rheinblick" aus. Noch immer kämpfen die Jungen gegen "den Muff aus 1000 Jahren" - so viel hat die 68-er Generation denn doch noch nicht verändert und nicht nur in Sonjas WG müssen sich die Frauen mit Machogehabe und Küchendienstverweigerung auch der politbewegten Genossen herumärgern.

Vor allem Hilde, die nicht mehr ganz junge Witwe, die viele Höhen und Tiefen erlebt hat, ist eine intetessante Figur, während das Profil von Sonja und Lotti ein wenig blasser bleibt, Sympatischen Frauenfiguren sind alle drei und sind für den Leser wie eine Brücke in eine andere Zeit, als die große Politik noch in einer kleinen Stadt am Rhein gemacht wurde. Gut lesbar und sicher eine gute Empfehlung für alle, die sich für die Zeit von Willy Brandts Kanzlerschaft interessieren, vor reinen historischen Sachbüchern aber zurückschrecken. Deutlich auch mehr als eines der "Frauenbücher" mit ziemlich vorhersehbarem Verlauf.

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Bonn im November 1972. Im "Rheinnblick" von Hilde Kessel treffen sich sowohl Gewinner als auch Verlierer der Bundestagswahl und es wird immer hoch politisch diskutiert. Die Wirtin schafft es jedoch, die Gruppen gut voneinander zu trennen und keinen zu bevorzugen oder zu benachteiligen. Auch wenn sie sich durchaus für Politik interessiert. Die Krankenschwester und Logopädin Sonja leidet unter ihrer Stationsschwester. Der Vater ist gewalttätig und die Schwester von zu Hause abgehauen. Sonja selbst lebt in einer WG und so erhält der Leser auch Einblicke in das Studentenleben. Ein interessantes, zeitgeschichtliches Buch, das einen guten Einblick in die damalige Zeit bietet. Jedoch brauchte ich etwas, um mich einzulesen und die Zusammenhänge zu erkennen, dann konnte es mich jedoch durchaus überzeugen.

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Politiker aller Couleur kommen gerne zu Hilde Kessel ins Rheinblick. So erfährt sie eine ganze Menge Geheimnisse, hält sich aber mit ihrer eigenen politischen Meinung zurück.
Willy Brandt wird 1972 bei der vorgezogenen Wahl wiedergewählt. Aber dann versagt seine Stimme und in der Klinik auf dem Venusberg versucht die junge Logopädin Sonja Engel Brandt zu helfen.
Als es einen Untersuchungsausschuss geben soll, der die Aufgabe hat zu prüfen, ob Stimmen gekauft wurden, geraten die beiden Frauen in ein Ränkespiel der Politik. Beide könnten viel verlieren – wie werden sie sich entscheiden?
Ich mag den Schreibstil der Autorin und das Thema hat mich gleich angesprochen. Die Perspektivwechsel sorgen dafür, dass man ein umfassendes Bild bekommt. Dazu gibt es einige Nebenschauplätze.
Die Geschichte ist komplex und ich denke, dass das Buch einfacher zu lesen ist, wenn man die geschichtlichen Hintergründe kennt. Als Rheinländer habe ich viele der Örtlichkeiten vor Augen gehabt und auch eine Menge Personen waren gleich präsent, da ich die Zeit miterlebt habe.
Die Charaktere sind sehr gut und authentisch dargestellt. Mit Hilde wurde ich zwar nicht so ganz warm, aber sie agiert sehr geschickt in ihrem Umfeld. Ihre Verschwiegenheit wird von den Gästen geschätzt. Sonja war mir sympathischer. Sie hatte es weder in der Familie leicht, noch in ihrem Job. Aber sie hat einen Traum, möchte eine eigene Praxis als Logopädin aufmachen. Auch die ehrgeizige Journalistin Lotti hat mir gut gefallen.
Als ein junges Mädchen ermordet wird, gibt es zahlreiche Verdächtige, die sogar in Regierungskreisen zu finden sind.
Die Bundesrepublik ist 1972 noch recht jung und die Hauptstadt hieß damals noch Bonn. Man wollte nach den Erfahrungen, die man gemacht hatte, einen besseren Staat aufbauen. Dabei läuft aber so manches nicht ganz rund.
Aus Fiktivem und historisch Belegtem ist eine spannende Geschichte mit interessanten Persönlichkeiten geworden.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen.

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Ein sehr interessantes Portrait der frühen 1970er Jahre. Brigitte Glaser verknüpft gekonnt die jüngere deutsche Geschichte mit einem Mordfall, der die politische Bühne ebenso tangiert wie ein Krankenhausaufenthalt Willy Brandts ... Mein persönliches Highlight: Die Schilderung einer typischen Studenten-WG samt revolutionärer Diskussionsstimmung auf der einen und chronisch leerem Kühlschrank auf der anderen Seite. Absolut lesenwert!

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Brigitte Glaser versteht es meisterhaft, Geschichte und Roman zu verknüpfen. Obwohl ich 1972 schon kein kleines Kind mehr war, habe ich eine Menge Neues erfahren und lernen dürfen.
Die Figuren – vor allem die erfundenen – sind gut beschrieben und mir ans Herz gewachsen (na ja, nicht alle natürlich).
Die Story ist spannend und interessant, ohne reißerisch oder voyeuristisch zu sein.
Tatsächlich würde gern noch etwas mehr erfahren über Sonja, Hilde, Lotti und die anderen…

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Keiner hat so einen unterhaltsamen Blick auf die jüngere Vergangenheit wie Brigitte Glaser. Es war für.mich eine Erinnerung an die Jugendzeit. Klasse.

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Ich war ja schon von Bühlerhöhe sehr begeistert, habe darum auch sofort gespannt mit Rheinblick angefangen. Und was soll ich sagen, es hat mich von der ersten Seite wieder mitgenommen, dieses Mal aber in mein Bonn, wie ich es genau so von damals her kenne. So toll, danke Frau Glaser, es war ein leider viel zu kurzes Vergnügen.
Für alle Nicht-Bonner, es lohnt sich alleine schon wegen der unglaublich interessanten politischen Hintergründe, die zumindest ich damals so nicht kannte. Ganz große Empfehlung!

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Brigitte Glasers neues Buch hat mir sehr gut gefallen. Zusammen mit der Logopädin und Krankenschwester Sonja und der Wirtin des Rheinblicks, dem Treffpunkt der Bonner Politikszene, tauchen wir ein ins Bonn der Ära Brandt. Spannend und kurzweilig erfährt man viel über diese prägende Zeit in der alten Bundesrepublik. Der perfekte Mix aus Roman und Geschichtsunterricht. Unbedingte Leseempfehlung

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November 1972 in Bonn: "Willy wählen" ist die Devise - und die Nation wählt und so wird Willy Brandt Kanzler. Noch in der Wahlnacht versagt ihm die Stimme und er muss für zwei Wochen ins Krankenhaus, um sich einer Stimmband-OP zu unterziehen. Dies ist der wahre Hintergrund vor dem Brigitte Glasers neuer (und von mir heiß ersehnter) Roman ansetzt.

Zum einen erzählt sie aus der Sicht der jungen Logopädin Sonja Engel, die (oftmals vergeblich) versucht, zu Herrn Brandt vorzudringen, um mit ihm daran zu arbeiten, seine Stimme zurück zu erhalten. Durch sie tauchen wir ein in das Bonn der WGs, der Jugendkultur und der "einfachen Leute".

Zum anderen aus der Sicht von Hilde Kessel, Wirtin des legendären "Rheinblick", eine Gastswirtschaft im Bonner Regierungsviertel, wo sich alles trifft, was auch nur im Entferntesten mit dem Bonner Politikgerangel zu tun hat: Minister, Sekretärinnen, Taxifahrer, Journalisten und so weiter. Dementsprechend dreht sich hier alles nur um das eine Thema - Politik. Es werden Absprachen auf dem "kurzen Dienstweg" getroffen, Intrigen gesponnen und Verrat begangen. Hilde versucht, sich aus alldem herauszuhalten, was ihr gründlich misslingt, sodass sie bald ein Teil des intriganten Bonn ist.

Brigitte Glaser ist es erneut gelungen, die vielen Geschichten zu einem rundum spannenden und unterhaltsamen Roman zu verweben, bei dem die Grenzen zwischen Fakten und Fiktion oftmals fließend sind. Gekonnt lässt sie das Lebensgefühl der 70er und die Atmosphäre der Bonner Republik lebendig werden, sodass man sich auf eine aufregende Zeitreise begibt.

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Sehr spannend erzählte Zeitgeschichte, die die 70er Jahre in Deutschland wieder aufleben lässt - verknüpft mit einem spannenden Kriminalfall. Unbedingt lesenswert - wie auch schon das vorherige Buch „Bühlerhöhe“ !!

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Brigitte Glaser verwebt in "Rheinblick" eine fiktive Geschichte mit den realen Ereignissen unmittelbar nach der Bundestagswahl 1972. Auf 415 eng bedruckten Textseiten erlebt der Leser aus vier recht unterschiedlichen Blickwinkeln zwei - nicht nur politisch - ereignisreiche Wochen in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn.
Es ist ehrlich gesagt keine sonderlich spannende Geschichte und auch das Konzept ungewöhnliche, starke Frauen in von Männern bestimmten Zeiten gab es schon so oft. Aber Brigitte Glaser gelingt es wie schon bei "Bühlerhöhe", dennoch das ganze sowohl unterhaltsam als auch lehrreich aufzubereiten. Für mich war das Buch vor allem deshalb so lesenswert, weil es das politische und auch das alltägliche Bonn im Jahr 1972 anschaulich charakterisiert. Vor allem die beiden jungen Frauen Sonja und Lotti, aus deren Sicht man u.a. das Geschehen verfolgt, wuchsen mir ein Stück ans Herz. Mit den beiden anderen Hauptdarstellern Hilde und Max habe ich mich etwas schwerer getan, aber es ist ja auch nicht notwendig jeden Charakter zu mögen.
Im Hintergrund schwebt immer wieder der zum Schweigen verdonnerte Bundeskanzler Willy Brandt, der auch aufgrund seiner Spachlosigkeit etwas blass bleibt. Ich finde, Brigitte Glaser hat hier aber ein gutes Maß gefunden – ganz schnell wäre das Buch sonst nämlich ein Roman über die reale Person Willy Brandt geworden anstatt über vier fiktive, mehr oder weniger durchschnittliche Bonner.

Eine unterhaltsame Charakterstudie der Bundesrepublik im Jahre 1972 – da sehe ich großzügig über die etwas schwache Geschichte hinweg.

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Bonn 1972, Die Wahlen stehen an. Politiker integrieren miteinander , untereinander und gegeneinander. Die Wirtin Hilde Kessel , Wirtin der Gaststätte "Rheinblick" sieht dem Geschehen zu und versucht sich herauszuhalten. Sie weiß, wie schnell eine falsche Äußerung ihrem Geschäft schaden kann und damit ihre Existenz gefährdet ist. Aber ein Fehler in der Vergangenheit holt sie ein und sie muss um das Renommee der Gaststätte fürchten. Die junge Logopädin Sonja , wünscht sich nur eins, endlich eine feste Stelle im Krankenhaus zu erhalten, um endlich als Logopädin zu arbeiten. Als sie gebeten wird, den gewählten Bundeskanzler Willy Brandt zu behandeln, wird auch sie in das Politikergerangel einbezogen und dadurch erpressbar. Die Geschichte um die beiden Frauen zeigen die Macht Spielchen der Politiker. Damals wie heute geht es nur um Macht, verbrämt im Mantel um das Wohlergehen der Bevölkerung. hat sich etwas geändert ?

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Zum Inhalt: 

Niemand kennt das Bonner Polittheater besser als Hilde Kessel, legendäre Wirtin des Rheinblicks. Bei ihr treffen sich Hinterbänkler und Minister, Sekretärinnen und Taxifahrer. Als der Koalitionspoker nach der Bundestagswahl härter wird, wird Hilde in das politische Ränkespiel verwickelt. 

Meine Meinung: 

Das war so ein Buch, wo eigentlich nicht so richtig viel passiert und dennoch ist es einfach interessant und gut zu lesen. Vielleicht macht das Buch auch aus, dass es mit historischen Personen und Ereignissen spielt ohne ganz konkret zu werden. Mir hat es gut gefallen und es hat mich recht gut unterhalten auch wenn ich im Grunde meines Herzens eine Thrillermaus bin. Aber zwischendurch muss es dann auch mal was anderes sein und das Buch war einfach mal was was anderes und gut.

Fazit: 

Interessant.

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"Deutschland, im November 1972: Niemand kennt das Bonner Polittheater besser als Hilde Kessel, legendäre Wirtin des Rheinblicks. Bei ihr treffen sich Hinterbänkler und Minister, Sekretärinnen und Taxifahrer. Als der Koalitionspoker nach der Bundestagswahl härter wird, wird Hilde in das politische Ränkespiel verwickelt. Verrat ist die gültige Währung.
Gleichzeitig kämpft in der Abgeschiedenheit einer Klinik auf dem Venusberg die junge Logopädin Sonja Engel mit Willy Brandt um seine Stimme, die ihm noch in der Wahlnacht versagte. Doch auch sie gerät unter Druck. Beide Frauen sind erpressbar. Für Hilde steht ihre Existenz auf dem Spiel, Sonja will ihre kleine Schwester beschützen. Wie werden sie sich entscheiden? "

Eine tolle Idee, die routiniert umgesetzt wird.

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Bonner Machtspiele im Herbst 1972

Bonn im November 1972: Hilde Kessel, die Wirtin des Rheinblicks, kennt die Bonner Politiker besser als jeder andere. Bei ihr trifft sich alles, was Rang und Namen hat, aber auch alle, die gerne im Bonner Polittheater mitspielen möchten. Ihr Motto ist Verschwiegenheit – auch wenn sie dieses Versprechen einmal gebrochen hat. Währenddessen kämpft die junge Logopädin Sonja Engel um die Stimme von Willy Brandt, der sich einer Operation unterziehen musste. Zur selben Zeit muss sie um ihre kleine Schwester Reni bangen, die von zu Hause weggelaufen ist.

Es sind viele verschiedene Handlungsfäden, die dieses Buch von Brigitte Glaser zusammenfasst. Die Geschichte lässt den Leser erahnen, welche Aufbruchsstimmung im Herbst 1972 in Bonn herrschte, vor allem im Regierungsviertel, in dem sich auch Hilde Kessels Rheinblick befindet. Die Fülle an handelnden Personen sowie der Handlungsfäden, die anfangs noch gar nicht richtig miteinander verbunden sind, erschwert allerdings den Einstieg in die Geschichte. Wer das jedoch geschafft hat, wird nach und nach mehr erfasst von den versteckten Hinweisen, die die Autorin streut. Dabei arbeitet sie ihre fiktiven Figuren (die Wirtin Hilde, die Logopädin Sonja) geschickt in die historischen Gegebenheiten jener Zeit ein, Details dazu werden anschließend an die Geschichte selbst erörtert.

Dieses Buch fängt den Zeitgeist Anfang der Siebziger Jahre sehr gekonnt auf. Dadurch entsteht ein ganz besonderer historischer Roman mit vielen verbürgten Details. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe vier von fünf Sternen.

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Brigitte Glaser gelingt es ganz hervorragend die Bonner Republik wieder zum Leben zu erwecken. Vor dem Hintergrund der Bundestagswahl 1972 und Willy Brandts großem Sieg beleuchtet sie die Biografien drei ganz verschiedener Frauen, die selbstbestimmt leben wollen, sich aber immer wieder gegen die Vorurteile und Zwänge der herrschenden Männer durchsetzen müssen. Nach Bühlerhöhe verknüpft die Autorin ein weiteres Stück spannender deutscher Nachkriegsgeschichte mit einer packenden und interessanten Handlung.

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14 Tage rund um die Wiederwahl Brandts im Jahr 1972- das ganze aus der Sicht zweier Hauptprotagonistinnen ( wie auch schon in Bühlerhöhe)... Hier ist es ein mal die Gaststubenbetreiberein Heidi , die bis zu einem gewissen Zeitpunkt immer loyal erscheint, und die als Logopädin ausgebildete Krankenschwester, die willi Brandt nach einer Stimmbandoperation zur Seite steht... Beide Frauen sind unfreiwillig doch politisch involviert und auch erpressbar...
Nicht so gut an Glasers beiden Romanen fand ich den Jeweils kriminalistischen Zwischenzeit- in beiden Büchern, finde ich, hätte es den nicht gebraucht.
Leseempfehlung!

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Eine Kriminalgeschichte in der Bonner Republik. Gut recherchiert. Schnell taucht der Leser in die Zeit und die verschiedenen Milieus ein. Die Figuren sind gut herausgearbeitet und glaubwürdig. Nach Bühler Höhe ein weiterer Beweis, dass Geschichte und Spannung ein tolles Duo sein können

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Sehr interessantes Buch: packend mit schönen Beschreibungen. Man kann einen Blick in die politische Landschaft der BRD in den 70er Jahre werfen. Intrigen, politische Ereignisse und der Alltag der Stadt Bonn treffen sich in Glasers Roman geschickt wieder. Der Stil ist wortreich, ohne belastend zu werden. Das Buch ist den Interessenten der deutschen Geschichte sehr empfehlenswert.

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Hilde ist Wirtin. Sie ist die Chefin des „Rheinblicks“ und kennt das Bonner Polittheater besser wie kaum eine andere. Hier trifft sich alles was Rang und Namen hat. Die letzte Bundestagswahl wird hier genau ausklamüsert. Eine Ränkespiel beginnt und Hilde gerät in die Fänge der Politiker. Zeitgleich kämpft Sonja Engel mit Willy Brandt um dessen Stimme. Die Logopädin will seine Stimme wieder mobilisieren. Die letzte Wahlnacht hatte sie nicht überstanden. Auch Sonja wird in das Politspiel mit verwickelt. Für beide Frauen steht viel auf dem Spiel. Aber wie werden sie sich entscheiden?

Brigitte Glaser hat nach ihrem Erfolgsroman „Bühlerhöhe“ nun einen weiteren Versuch gewagt, die Geschichte der Bundesrepublik geschickt zu erzählen. Und was soll ich sagen? Es ist ihr mit „Rheinblick“ wieder gelungen! Mit ihrem Sprachstil ist sie äußerst präzise und klar. Man merkt ganz deutlich wie genau sie recherchiert hat. Es ist der Autorin unheimlich wichtig eine genau Rückschau zu liefern. Sie will nichts verwischen oder verklären. Sie nimmt den Leser mit in Gefühlswelten, lässt Emotionen aufleben und stellt die Protagonisten immer wieder in neuem Licht dar. Glaser verbindet hiermit viele Genre. Dass das als Autor schwer umzusetzen ist, weiß ein bekennender Leser aber Glaser hat es wieder geschafft. Ich war unheimlich gefesselt von Sonja und Hilde. Habe mit ihnen mitgelitten und mitgefiebert aber auch mit Brandt und Co.. Glaser webt zudem noch einen Mordfall mit ein der bis zum Schluss schwer zu klären ist. Ich habe mich als Leser sehr gut unterhalten gefühlt. Und war oft am überlegen, wie ich selbst gehandelt hätte, ob ich all das zu der damaligen Zeit verkraftet hätte...es ist schwer zu beantworten aber das Kopfkino und der Nachhall der Geschichte ist groß und wird noch lange wirken.
Ein toller Roman über eine spannende Zeit in Deutschland!

Dieses Buch erhält eine klare Leseempfehlung!

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Wie bereits in ihrem Vorgängerbuch "Bühlerhöhe" entführt uns Brigitte Glaser in die Vergangenheit der Bundesrepublik Deutschland. Diesmal spielt die Geschichte in Bonn, der damaligen Bundeshauptstadt. Im Lokal "Rheinblick" trifft sich alles, was in der Politik Rang und Namen hat. Die Inhaberin Hilde Kessel gerät zwischen die Fronten im Intrigenspiel der verschiedenen Politiker. Gleichzeitig versucht die junge Krankenschwester Sonja Willy Brandt nach einer Stimm-OP dabei zu helfen, seine Stimme nicht zu verlieren.

Brigitte Glaser gelingt es, ein lebhaftes Bild der politischen Stimmung zu Beginn der 70er Jahre in der Hauptstadt Bonn zu zeichnen.

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