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Rezension

Cover: How to Fight Fate

How to Fight Fate

Erscheinungstermin:

Rezension von

RoXXie S, Rezensent*in

4 stars
4 stars
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4 stars
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4 stars
Zwischen Schicksal und freiem Willen: ein spannender YA-Fantasyauftakt

Zuerst einmal muss ich sagen: Ich habe von How to Fight Fate, dem ersten Band der Fate-Dilogie von Saskia Louis, nicht allzu viel erwartet – und wurde angenehm überrascht. Die Autorin hat hier eine solide Fantasy-Geschichte für die Young Adult-Zielgruppe geschaffen, die deutlich mehr Tiefe besitzt, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

How to Fight Fate ♦ Saskia Louis - Eine Rezension

Meinung

Die Charaktere sind vielschichtig und glaubwürdig gezeichnet. Besonders Kiana, die junge Schicksalsnovizin, überzeugt mit nachvollziehbaren Reaktionen – auch wenn manche ihrer Handlungen etwas naiv wirken, bleiben sie stets realistisch und ohne übertriebenes Drama. Tyron, der typische mysteriöse Kriegsnovize, entwickelt sich im Zusammenspiel mit Kiana spürbar weiter und öffnet sich zunehmend. Ihre Dynamik erinnert an Yin und Yang – gegensätzlich, aber ergänzend. Auch Nevin, der Liebesnovize, bringt interessante Facetten in die Geschichte und ich vermute, dass seine Rolle im zweiten Band noch deutlich an Gewicht gewinnen wird.

Das Magiesystem ist originell, ohne zu dominant zu sein. Es wirkt als Leitfaden der Handlung, nicht als Selbstzweck, und fügt sich harmonisch in den Weltenaufbau von Anima ein. Die Idee, dass nur von den Göttern bestimmte Seelenverbündete körperliche Nähe erleben dürfen, bringt eine interessante moralische und emotionale Spannung in die Geschichte.

Inhaltlich hält Saskia Louis ein gutes Gleichgewicht zwischen Action, Geheimnissen und Charakterentwicklung. Die wachsende Nähe zwischen Kiana und Tyron, die unter den Gesetzen Animas eigentlich verboten ist, wird sensibel, glaubhaft und ohne Kitsch dargestellt. Gleichzeitig bleiben genügend Fragen offen, um neugierig auf den zweiten Band zu machen – etwa, warum ihre Kräfte sich trotz Kianas gebrochenem Schicksalsband weiter verstärken.

Was mir für die vollen fünf Sterne etwas gefehlt hat, ist Tempo: An manchen Stellen zieht sich die Handlung leicht, und ich hätte mir etwas mehr Spannung oder dramatische Wendungen gewünscht. Auch wenn Emotionen und Themen wie Glaube, Schicksal und freier Wille schön umgesetzt sind, hätte ein wenig mehr Action der Geschichte gutgetan.

Fazit

How to Fight Fate ist ein gelungener Auftakt einer vielversprechenden Dilogie mit sympathischen Figuren, durchdachtem Weltenaufbau und einer erfrischend anderen Sicht auf göttliche Bestimmung. Kein Meisterwerk, aber definitiv ein Buch, das positiv überrascht – und Lust auf Band zwei macht.

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