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Rezension

Cover: Kings & Thieves (Band 1) - Die Letzte der Sturmkrallen

Kings & Thieves (Band 1) - Die Letzte der Sturmkrallen

Erscheinungstermin:

Rezension von

Aditu i, Rezensent*in

5 stars
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Wenn Mythologie auf einmal zum Leben erwacht...

Shin Lina lebt seit dem Tod ihrer Eltern bei den Sturmkrallen und wird dort zur Amsalja, einer weiblichen Assassine ausgebildet. Ihre einzige noch lebende Verwandte, ihre kleine Schwester Eunbi, lebt in einer Schule in den Bergen. Als die Sturmkrallen verraten werden, fordert sie Rache und so nimmt das Schicksal ihren Lauf. Shin Lina wird gefangen genommen und der Rest ihrer Gilde brutal ermordet. Seitdem muss sie Morde und Diebstähle im Namen der Schwarzkraniche begehen, immer in der Angst, dass ihre kleine Schwester zu Schaden kommt, wenn sie sich wehrt.

Bei einem dieser Raubzüge wird sie vom Herrscher der Dokkaebi, einer Art Halbgötterrasse, die sich aus Iseung, der Menschenwelt nach Gyeulcheon, einer selbsterschaffenen Paralellwelt zurückgezogen haben, erwischt. Er entführt sie in seinen Palast und bietet ihr einen Deal an. Sie bringt den fast Unsterblichen Herrscher innerhalb von 14 Tagen um danach wieder in ihre Heimat zurückzukehren.

Da es Linas einzige Chance erscheint, sich an den Schwarzkranichen zu rächen, nimmt sie die aussichtslose Wette an. Doch sie hat unterschätzt, was für ein faszinierendes Wesen Haneul Rui ist und auch er scheint ihr mehr und mehr zu verfallen. Doch Lina ist nicht die einzige Gefahr für den Herrscher, der mehr Geheimnisse hütet, als Sandkörner in einer Eieruhr. Und auch Lina schwebt in Gefahr, um so näher sie dem König kommt.

Die fernöstliche Kultur und Mythologie, übt eine seltsame Faszination auf uns Europäer und auch Amerikaner aus. Sie ist uns so fremd und hat dadurch eine unheimliche Anziehung. Allerdings, und da muss ich Sophie Kim, die es im Vorwort erwähnt, recht geben, bleibt die koreanische Mythologie da zum größten Teil aussen vor. Wenn von Asien die Rede ist, dann meistens von China oder Japan. Dabei ist Korea genauso vielschichtig und faszinierend.

Ich kann nicht beurteilen, wieviel Wahrheit in den Mythen und Legenden steckt, die die Autorin in ihrem Roman anspricht, aber ehrlich gesagt, ist es auch völlig egal. Das, was vorhanden ist, reicht vollkommen aus, um uns in ein totales Chaos zu stürzen. Die verschiedenen Götterwesen, die vielen unterschiedlichen Reiche und fremdartige Monster sind wunderschön beschrieben, aber es fällt schwer, den Überblick zu erlangen. Nichts desto trotz ist eine wunderschöne Geschichte entstanden über Verlust und Rache, Freundschaft, Verrat und auch Liebe, sowohl vergangener, als auch aufblühende.

Ich hatte ein wenig Respekt davor, das Buch zu beginnen, alleine schon wegen der für uns leicht zungenbrecherichen Namen. Aber einmal begonnen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte und auch die Charaktere haben mich absolut in den Bann gezogen. Die Charaktere von Shin Lina und dem Spielmann sind ausgewogen und haben mit jedem Kapitel mehr an Substanz gewonnen.

Und auch wenn das Buch ein mehr oder weniger abgeschlossenes Ende hat, sind noch einige Handlungsstränge offen. Und ich freue mich sehr auf Band 2, welcher nächsten Monat herauskommt.

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