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Rezension

Rezension von

Ania t, Rezensent*in

4 stars
4 stars
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4 stars
Seit Langem habe ich nicht mehr so ein lebhaftes, düsteres, emotionales und tiefsinniges Buch gelesen wie „ Das Buch der gestohlenen Träume“ von David Farr. Das Buch mag Fiktion sein – jedoch lehnt es sich an unsere Weltgeschichte an und thematisiert Diktatur, Propaganda, Folter, Bücherverbrennung, Zensur und Verfolgung. Viele dunkle Nuancen kommen in diesem Buch vor, die eine Parallele zum NS-Regime schaffen.

In diesem Werk kämpfen zwei besondere Kinder – Rachel und Robert – aus Brava gegen die Tyrannei. Ein machthungriger und Kinder verabscheuender Diktator reißt die Macht in Brava an sich und sucht nach dem Buch der gestohlenen Träume. Gleichzeitig setzt die Familie Klein alles daran, dass ihre Welt sich wieder in eine bessere Version verwandelt und will das Buch vor den gierigen Händen des diktatorischen Herrschers retten. Was folgt, ist eine komplexe Erzählung, spannende Abenteuer und das erdrückende Gefühl, gegen die Zeit zu rennen und in jedem Schatten die Gefahr zu sehen.

Rachel und Robert eröffnen uns zwei unterschiedliche und aufregende Perspektiven. Auf ihrer Suche nach dem Buch treffen sie auf die unterschiedlichsten Charaktere, werden in Widerstandskämpfe verwickelt und wir lernen interessante Figuren kennen. Ob Josef Centurion, Walter Meyer oder das Geheimnis hinter dem ersten Stock – alle Charaktere in diesem Buch fühlen sich so echt an, weil sie einfach so wunderbar skurril sind und ihre Herzen gegenüber den Kleinkindern öffnen.

Ich muss gestehen, dass ich bis heute nicht sagen kann, wen ich mehr ins Herz geschlossen habe – Rachel, Robert, Salomon oder Josef. All diese Charaktere sind so besonders und tragen ihren Schmerz und ihre Liebe für ihr Land in ihrem Herzen. Ganz besonders Rachel. Mit ihren 12 Jahren ist sie eine hartnäckige, kühle Protagonistin, die sich nicht von ihrem Ziel abbringt und ich liebe es, wie all diese Charaktere in dieser Geschichte aufeinandertreffen und die Fäden langsam im Hintergrund gezogen werden.

"Das Buch der gestohlenen Träume" ist ein ganz wundervolles, berührendes, poetisches und wichtiges Buch, das uns zeigt, wie Kinder in furchtbaren (Kriegs)Situationen erwachsen werden müssen, und dass sie genauso viel Bedeutung tragen wie Erwachsene.

Ich kann es nicht erwarten, "Das Buch der gestohlenen Träume" Freunden und Familie weiterzuempfehlen!

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