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Rezension

Rezension von

Rezensent*in 634150

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Drei sind eine zuviel - witzig-spritziges Tagebuch

Seit Amelia in Natalies Schule geht, hat sich für Jessica alles verändert. Jessicas beste Freundin Natalie verbringt ihre Zeit nur noch mit Amelia. Und nicht nur das, sie gründet mit Natalie auch noch eine geheime Bande und selbstverständlich darf Jessica dabei nicht mitmachen. Das lässt sich Jessica nicht gefallen. Sie entwickelt einen Plan. Ob der aufgeht und sie sich ihre beste Freundin zurückholen kann?

Catherine Wilkes schreibt aus Jessicas Sicht in Ich-Form und Gegenwart. Das tut sie spritzig, frech, lebendig, mit viel Humor und authentisch in der Sprache ihrer Zielgruppe, Mädchen ab 10 Jahren. Die Leserinnen werden dabei direkt angesprochen. Die Seiten sind durch kleine, jeweils inhaltlich passende Zeichnungen motivierend gestaltet.

In Hauptfigur Jessica, die von Amelia gemobbt wird, können sich die Leserinnen sicher gut hineinversetzen. Viele Kinder waren bestimmt schon in ähnlichen Situationen. Aber Jessica resigniert nicht, sondern weiß sich zu helfen. Sie könnte als Vorbild Kinder dazu inspirieren, sich nicht unterkriegen zu lassen. Jessicas beste Freundin Natalie wirkt etwas profillos. Sie lässt sich leicht vereinnahmen, bezieht keine Stellung. Natalie steht nicht zu Jessica, verhält sich nicht wie man das von einer echten besten Freuden erwarten würde. Zum Glück hat aber Jessica noch andere Freundinnen, auf die sie sich besser verlassen kann.

„Meine schreckliche beste Freundin“ ist eine witzige, unterhaltsame Geschichte aus dem Leben. Jessica muss sich gegen eine Mobberin verteidigen, erkennt dabei ihre Stärken und verliert ihren Humor nicht. Sie erleidet Tiefschläge, zeigt Schwächen, wird verletzt und ausgegrenzt, doch sie steht immer wieder auf, überwindet Misserfolge und besiegt mit Einfallsreichtum und Selbstbewusstsein die Krise. Mit der Jessica-Strategie könnte garantiert so mancher mieser Mobber in die Flucht geschlagen werden. Ein kurzweiliger, positiver Tagebuchroman für Mädchen, der Mut macht.

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