Rezension

Cover: Die Waffen niederlegen

Die Waffen niederlegen

Erscheinungstermin:

Rezension von

patricia D, Rezensent*in

Plädoyer für eine ganzheitliche Herangehensweise an Krebs, an alle anderen Erkrankungen, an unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem und an das Leben überhaupt. Nebenbei zu Corona-Zeiten besonders enthüllend.

Bei Kerstin Chavant wurde Brustkrebs diagnostiziert, sie war geschockt, so wie es wohl jeder wäre und ehe sie es sich versah, steckte sie in den Mechanismen einer industrialisierten "Gesundheits"-wirtschaft.
Doch sie spürte, dass da viel falsch lief, dass das mit ihr als krankem Individuum nicht viel zu tun hatte, dass sie nur ein weiteres Rädchen in einem gut geölten Wirtschaftszweig war. Dass an ihrem Gesundwerden niemand großes Interesse hatte, geschweige denn Einsatz brachte, dass sie diejenige war, die sich für sich selbst einsetzen musste. Also begann sie sich zu informieren, abzuwägen, eigene Entscheidungen zu treffen – natürlich nicht zur Freude der Götter in Weiß.

Aus diesem Weg entstand ein vielschichtiges Buch, das den Bogen schlägt von dem persönlichen Schicksalsschlag einer Krebserkrankung, die die Autorin nach dem ersten Schock als Chance begreift. Bis sie hier eine Analyse vornimmt der heutzutage florierenden Krankheitswirtschaft, der gesellschaftlichen Bedingungen, die für soviele Menschen eine Krebserkrankung nach sich ziehen und wo auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene ein Umdenken notwendig ist.

"Krebs zeigt uns, wie krank es uns macht, wenn wir die Verbindungen abbrechen, uns einkapseln und uns hinter Schirmen, Mauern und Masken verstecken." (wohlgemerkt das Buch wurde 2019 herausgebracht)

Dank an den Verlag für ein Rezensionsexemplar.

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